Donnerstag, 5. Mai 2011

✽BUCHREZENSION✽ Beastly von Alex Flinn

Titel
Deutsch: Beastly
Englisch: Beastly
Autor: Alex Flinn
Genre: Jugendliteratur, YA Fantasy

ÜBER DIE AUTORIN

Alex Finn ist eine US-amerikanische Jugendbuchautorin. Schon früh wusste sie, dass sie Autorin werden will. Sie wuchs in New York und Florida auf, ging in Florida auch zur Universität, wo sie ihren Abschluss in Operngesang machte, und studierte danach Jura. In diesem Bereich arbeitete sie über 10 Jahren, bevor sie sich nur noch dem Schreiben von Romanen widmete. Für ihre Jugendromane wird sie fast jährlich mit Preisen ausgezeichnet. Alex Flinn wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Florida.


Deutsche Ausgabe
Gebundene Ausgabe/12,99€
Seiten: 336
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)



Englische Ausgabe
Gebundene Ausgabe/11,90€
Taschenbuch/ 5,90€
Seiten: 336
Verlag: Harper Teen


ZUM BUCH

Märchen einmal ganz modern!

Inhalt…

Kyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift - ein hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht hätte, ein gut aussehender, reicher und bei vielen Mädchen beliebter Kerl. Doch er war auch arrogant, eingebildet und überheblich. Zur Strafe wurde er dazu verflucht, dieses grässliche Biest zu sein jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen.

"Ich bin eine Bestie. Eine Bestie. Kein Wolf oder Bär, kein Gorilla oder Hund, sondern eine entsetzliche Kreatur mit aufrechtem Gang, ein Wesen mit Reißzähnen und Klauen. Aus jeder Pore sprießen mir Haare. Ich bin ein Monster. Du glaubst wohl, ich erzähle Märchen? Falsch. Ich lebe in New York. In der Gegenwart. Ich bin keine Missbildung, bin nicht krank. Aber ich werde für immer so bleiben, bin ruiniert, es sei denn..."

Buchgestaltung…

Sehr schön! Lob an diejenigen die erkannt haben, dass man Cover nicht ändern muss! Die Unterschiede sind minimal und das ist gut so. Auf die Bedeutung der weißen Rose wird im Buch wirklich gut eingegangen…

Meinung…

Ich kann gar nicht glauben, das dieses Buch ein ganzes Jahr und noch länger auf meiner Wunschliste stand. Endlich hat es mir mal jemand ausgeliehen. Es zu lesen, vor allem da ich vor kurzem den Film gesehen habe, war auch echt hinfällig. Ich mochte den Film und das Buch noch mehr. Was die Umsetzung bzw. den Vergleich angeht so finde ich, dass beides sehr gut ist und der Film auch klasse umgesetzt wurde. Das Buch ist trotzdem besser, da es – wie sollte es auch anderes sein? – mit viel mehr Details aufwartet. So wird z.B. viel mehr über Lindys Vater erzählt und einem mehr Gründe gegeben den Mann echt zu verachten, Kyle reißt in seiner vor-Beast-Zeit mehr „Witze“ und ist ein noch größeres…Kendra ist irgendwie netter und Lindy irgendwie zickiger. Aber zurück zum Buch! ;)

Die Geschichte kennt jeder. So ist es nun einmal. Das Märchen von der Schönen und dem Biest habe ich nie wirklich gemocht, diese Geschichte hingegen schon. Der Schreibstil ist flüssig und kurz und passt einfach super zu Kyles direkter Art. Ich hatte zu Beginn durchweg ein Grinsen im Gesicht, denn über so viel Oberflächlichkeit und Dreistigekeit kann man doch einfach nur lachen, oder? Einen Charakter wie Kyle zu mögen ist richtig schwer, umso mehr hat es mich überrascht wie unterhaltsam und nicht nervtötend er doch war. So Klischeehaft das auch klingen mag, ich habe trotzdem gedacht: er hat bestimmt auch gute Seiten. Das war dann der Grund warum man ihn doch mochte oder besser gesagt gerne erlebt hat.

Die Zeit bevor er das Biest wurde war witzig, entsetzend und der Einblick in eine Gedankenwelt die wirklich einzigartig war. Nach seiner Verwandlung war es echt traurig mit anzusehen wie sein Vater ihn behandelt, wie er selber noch immer an seinen alten Werten festhält und sich gibt. Aber das schöne ist, das er eine Entwicklung durchmacht, das er wirklich zu verstehen beginnt wie das Leben so läuft…das Buch behandelt daher Themen wie Moral, Gesellschaftskritik und Selbstfindung. Es ist zwar keine schwere Kost, die so wirklich zum nachdenken anregt und ein Leseerlebnis das einen den Atem anhalten lässt, aber es ist lustig, theatralisch, romantisch und hat ein tolles Ende!

Kyle als Protagonist war sehr erfrischend. Durch seine fiese Art und seine Direktheit grenzt er sich deutlich von anderen Charaktere des Genres ab, seine Entwicklung ist daher ebenfalls „extremer“ als bei so manchen und interessanter. Kendra mochte ich nicht so richtig, denn jedes Mal, wenn sie auftauchte bildeten sich Logikfragen in meinem Kopf, die das Buch einfach nicht beantworten konnte. Klar, Logik und Fantasy...aber, ne, dieser ganze Hexenkram war irgendwie so dahin geschmissen und tja – einfach da. Ich wollte keine ausschweifenden Erklärungen oder so, aber son bisschen mehr Infos wäre nicht schlecht gewesen. Außerdem kam mir die Liebe ein klein wenig zwiegespalten vor, was ich teilweise unnötig fand. Da wäre z.B. die Sache mit der Hilfe für Will und Magda…das war alles so am-Ende-gibt’s-ein-Happy-End-für-alle-Ding das eingebaut wurde. Lindy war mir im Film sympathischer als im Buch. Vielleicht, weil sie weniger gesagt oder getan hat? Jedenfalls hatte sie zwischendurch so Allüren, wo ich den Kopf schütteln musste. Alles in allem waren die Charaktere aber gut ausgearbeitet und passten zur Geschichte.

Der bekannte Plot wurde durch moderne Elemente aufgepeppt und verspricht daher keine allzu nahe Widerholung des französischen Klassikers. Ich bin dafür, dass mehr Leute Märchen neu aufleben lassen! :)

Fazit…

Gelungene Märchenneuauflage, mit Herz und Humor. Für alle Fans von modernen Märchen und Liebesgeschichten.

Bewertung…

3,8/5



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