Freitag, 13. Mai 2011

✽BUCHREZENSION ✽Love you, hate you, miss you von Elizabeth Scott

Titel
Deutsch: Love you, hate you, miss you
Englisch: Love you, hate you, miss you
Autor: Elizabeth Scott
Genre: Jugendliteratur

ÜBER DIE AUTORIN

Elizabeth Scott ist in einer Stadt aufgewachsen, die so klein ist, das sie nicht einmal ihr eigen Post hat. Sie hat Computerzubehör verkauft, wobei sie gelernt hat, das sie wirklich nicht ihr ganzes Leben lang nur CDs verlaufen will. Elizabeth lebt außerhalb von Washington, DC zusammen mit ihrem Ehemann und glaubt daran, dass man nie zu viele Bücher besitzen kann.


Deutsche Ausgabe
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin: 1. August 2011
Taschenbuch/ 7,95
Seiten: 272
Verlag: dtv


Englische Ausgabe
Gebundene Ausgabe/12,99€
Taschenbuch/ 6,20€
Seiten: 277
Verlag: Harper Teen


Was würdest du, wenn du den Menschen verlierst den du am meisten liebst?

ZUM BUCH

Es sind 75 Tage vergangen und Amy weiß noch immer nicht wie sie ohne ihre beste Freundin Julia überhaupt existieren kann – vor allen, da es ihre Schuld ist, das Julia starb. Als ihre Therapeutin ihr sagt, es wäre eine gute Idee ein Tagebuch zu führen, beginnt Amy Briefe an Julia zu schreiben. Sie fängt an zu begreifen, das nicht alles in der Vergangenheit so perfekt war wie sie glaubte und das die Gegenwart ebenfalls eine Chance verdient.

Buchgestaltung…

Vor dem Lesen des Buches fand ich es blöd. Nach dem Lesen des Buches mag ich es, weil ich finde das es zur Geschichte passt. Es hat eine melancholische Botschaft, so als würde Julia Amy ansehen.

Meinung…

Ich stand ganz oft kurz davor zu weinen. Dieses Buch hat mich mitgenommen und berührt. Es ist absolut kein Vergleich zu Living Dead Girl, ist aber genau wie dieses ein absolut geniales Buch. Elizabeth Scott kann wirklich alles schreiben. Echt Wahnsinn, wie sie in zwei verschiedenen Genres solche Glanzleistungen zu Stande bringt! Ich bin echt begeistert. Das Buch beginnt und endet mit einem der Briefe die Amy an Julia schreibt, ist abwechselnd aus der Gegenwart, Erinnerungen der Vergangenheit und den gegenwärtigen Briefen in denen ebenfalls Rückblenden vorkommen geschrieben. Eine unschlagbare Kombination, wie ich feststellen musste.
Die Geschichte ist wirklich traurig. Es geht schließlich um den Verlust eines geliebten Menschen, Ängste, Sorgen, verzweifelte Gedanken und daher hat das Buch eine drückende Atmosphäre, melancholisch und teilweise richtig nervenaufreibend.
Amy kann man einfach nur als jemanden bezeichnen der tief unten im Loch von Depressionen gefangen ist. Da wir die Geschichte aus ihrer Sicht erleben wurde ich als Leser teilweise richtig mit in den Abgrund gezogen, aber diese Tatsache hat den Charakter soooo authentisch wirken lassen. Jeder muss früher oder später so etwas vielleicht miterleben, das hat teilweise richtige Ängste in mir geweckt, Vorstellungen darüber, wie ich mich fühlen würde, wenn meine beste Freundin einfach nicht mehr da wäre…wieder schafft es Elizabeth Scott ein Thema zur Sprache zu bringen, das nicht so häufig in Büchern so ausführlich behandelt wird.

Melancholie kann man ganz groß schreiben.
Freundschaft aber noch größer.
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Bücher liebe, die von Freundschaft handeln?
Einer echter, langlebigen Freundschaft, mit tausend Erinnerungen. Zusammen lachen, zusammen Dinge erleben, zusammen durch dick und dünn gehen. Gespräche bis tief in die Nacht. Immer jemand der da ist, um dir den Rücken zu stärken. Jemand auf den du dich verlassen kannst. Mit all diesen Sätzen kann man die Freundschaft zwischen Amy und Julia beschreiben. Es war so wunderbar zu lesen, wie zwei ihr Leben miteinander geteilt haben. Es war so als wäre der Geist von Julia ständig an Amys Seite.

Das Buch plätschert leise und langsam vor sich hin, aber nicht im langweiligen Sinne. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte sich entwickelt. Ob es Amy schafft den Bezug zu ihrem Leben wieder herzustellen. Ihre Therapeutin hat mich wirklich genervt, genau wie Amy selbst, aber am Ende stellte sich heraus, dass sie doch Recht hatte. Familiäre Konflikte, innere Konflikte, Freundschaft und ein kleines wenig Liebe sind alles Themen die diesem Buch, die Elizabeth Scott gekonnt beschreibt und mit denen sich die Protagonistin auseinandersetzten muss, um zu sich selber finden zu können.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war, das es das Ende des Buches zwar nicht offen ist, aber viel Spielraum für eigene Gedanken lässt. Das hat Elizabeth Scott bei Living Dead Girl genauso getan und ich denke inzwischen es gehört zu ihrem Stil. Ein Grund mehr ihre Bücher zu lesen. Welches ich wohl als nächstes auf meine Wunschliste packen werde? :)

Fazit…

Elizabeth Scott sollte man im Auge behalten! Die Frau kann wirklich schreiben und schafft ernste Botschaften mit Authentizität und einer guten Geschichte zu verknüpfen, die einen nachdenklich machen und die absolut lesenswert sind.

Bewertung...

4,8/5

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