Dienstag, 19. Juli 2011

✽BUCHREZENSION✽

Titel
Deutsch: Fillory – die Zauberer
Englisch: The Magicians
Genre: YA Fantasy/Fantasy for Adults
Autor: Lev Grossman


ÜBER DEN AUTOR

Lev Grossman wurde 1969 in Bosten geboren. Er studierte Literatur an der Universität von Yale. Seit 2002 schreibt er für TIME Magazine. Lev Grossman lebt heute in Brooklyn.



Deutsche Ausgabe
Gebundene Ausgabe/19,95 €
Seiten: 623
Verlag: Fjb


Englische Ausgabe
Taschenbuch/ 8,00€
Seiten: 516
Verlag: Penguin USA


ZUM BUCH

Was soll ich dazu nur sagen???

Inhalt…
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Der hochintelligente Einzelgänger Quentin Coldwater steht kurz vor dem Abschluss der Highschool. Vor der Langeweile des Alltags flüchtet er sich am liebsten in die fantastischen Romane, die in einem magischen Land, in Fillory, spielen. Natürlich ist Quentin davon überzeugt, dass es Zauberei in der realen Welt nicht gibt bis er sich unerwartet an einem geheimen, sehr exklusiven College außerhalb von New York wiederfindet. Gerade noch ist er durch das winterliche Brooklyn gelaufen, als er plötzlich auf dem idyllischen Gelände des Brakebills-Colleges für Magische Pädagogik in der prallen Sommersonne steht. Als Quentin begreift, was mit ihm geschehen ist, ist er bereit, die ihm gebotene Chance zu ergreifen. Er beginnt, moderne Zauberei zu studieren und er genießt das Collegeleben: Freundschaft, Liebe und Sex.

Aber irgendetwas fehlt. Obwohl er eine Macht gewinnt, von der er niemals zu träumen gewagt hätte, ist er nicht wirklich glücklich. Da machen er und seine Freunde eine atemberaubende Entdeckung: Das magische Land Fillory gibt es tatsächlich, aber es ist weitaus düsterer und bedrohlicher als Quentin es sich je vorgestellt hatte. Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise...

Buchgestaltung…

Englisches Cover = Baum = Hä???
Deutsches Cover = Durchgang = ein bisschen Sinn.
Beide Cover = nicht mein Geschmack!

Meinung…

Dann macht euch mal auf eine etwas längere Rezension gefasst.
Das kann entweder bedeuten, dass das Buch umwerfend gut und ziemlich schlecht war…in diesem Fall gilt letzteres.


Was ich nicht schon so alles über das Buch gehört habe.

„Harry Potter für Erwachsene.“
„Kreativ und einfach magisch.“

Etliche Zitate sagen, wie toll das Buch doch ist, viele Rezensenten sind da 
anderer Meinung und was tut man, wenn man wissen will wie das Buch wirklich ist?
Bingo! Man liest es selber.

Die Geschichte beginnt ganz gut, der Schreibstil hat mir vom ersten Eindruck her gut gefallen und auch die Charaktere schienen ganz in Ordnung zu sein, bis sie die Münder öffneten. Einige von euch wissen sicherlich noch, wie sehr es mich bei Naomi & Elys No Kiss List genervt hat, das die Charaktere ständig fluchen mussten. Hier, bei Fillory siehts ganz ähnlich aus, doch anstatt „nur“ Schimpfwörter zu benutzen, mischt sich das ganze mit einer solchen Oberflächlichkeit, das ich einfach nur den Kopf schütteln musste. Ohnehin wird bereits nach mehreren Kapiteln klar, dass der Schreibstil des Autors sehr, SEHR ausführlich, lang gezogen und teilweise einfach nur grotesk ist.

Plot

Das Buch wird in vier Bücher unterteilt, wobei das erste bis Seite 350 geht, was sozusagen die Hälfte des Buches ist. Ähnlich, wie bei Harry Potter ist Quentin unzufrieden mit seinem Leben, findet nach Brakesbill und absolviert 5 Jahre Magierschule. Im Gegensatz zu Harry Potter hat Magie hier aber etwas sehr wissenschaftliches, was eine wirklich nette Idee war. Ich habe die neuen Aspekte als so etwas wie frischen Wind im Fantasygenre empfunden, weil da sehr kreative Dinge bei waren, so z.B. coole Zaubersprüche oder Unterrichtsstunden.
Die meiste Zeit jedoch wurde nur immer und immer wiederholt, wie viel Quentin doch lernen muss, wie hochbegabt er doch ist, wie schwer er es doch hat…ja, es war endloses Gelabber über das College und darüber wie viel Quentin doch lernen muss.
Stellt euch mal ihr lest 350 Seiten nur Alltag eines Protagonisten, wo so rein gar nichts passiert! Das. War. Langweilig. Ohne Ende!
Es wurde andauern komische Methoden, Theorien und Dinge erwähnt, die Quentin lernen muss, aber um was genau es sich dabei handelte erfuhr man nicht wirklich.

Nachdem das ganze dann (endlich) mal zu etwas anderem überging und zwar zu etwas praktischerem Unterricht, sind mir bei Lesen fast die Augen aus dem Kopf gekullert. Ich empfand die Ideen des Autors nicht mehr als dröge oder ansatzweise kreativ, sondern gestört. Ja, eindeutig WAHNSINNIG. Ich habe mich sehr oft gefragt, wie ein Verlag so etwas nur abdrucken kann, weil es krank war!

*ACHTUNG SPOILER*
Da war z.B. eine bizarre Sex-szene. Quentin muss sich in einen Polarfuchs verwandeln, läuft durch den Wald, riecht plötzlich ein Mädchen, das er gaaanz toll findet und im nächsten Moment ficken (stand da wortwörtlich drin) die beiden…als Wölfe, mittem im Unterricht.

Also, wenn das nicht die Bezeichnung gestört oder krank verdient…

*SPOILER ENDE*

Im Gesamtbild bleibt der Plot einfach langweilig und ich habe mich ständig gefragt, was der Autor den mit seiner Geschichte ausdrücken wollte. Warum das Buch Fillory heißt erfährt man das ungefähr auf den letzten 200 Seiten. Als Quentin das College verlässt und dann in der normalen Welt lebt. Er langweilt sich mal wieder ganz schrecklich, ist so unzufrieden, das er nur noch säuft und seiner Freundin fremdgeht und und und…ganz urplötzlich taucht dann ein alter Klassenkamerad auf, der uhhhhhhhhhh, wie äußerst realistisch! – magische Zauberknöpfe hat, die ihn und seine Freunde nach Fillory bringen, denn das Land aus Quentins Lieblingsbüchern gibt’s dann auf einmal in echt! Dann reisen sie dorthin und retten Narnia – ähm, Fillory vor der bösen Eiskönigin, ähm, Hexe und besteigen am Ende die vier Throne!
Wuhuhhhhhhhhhhhh!

Das ganze hat nicht nur an C.S.Lewis Narnia Werke erinnert, war dem ganzen ähnlich, nein, da ware stellenweise, die exakt gleichen Dinge, die geschahen!
Das war wirklich….erschreckend!

Charakere

Die meisten Personen hatten schon eine ordentliche Backgroundgeschichte und ihre Eigenarten, wodurch ich sie keineswegs als stereotypisch bezeichnen würde, toll waren sie aber trotzdem nicht, denn…

Nr.1 – sie mussten ja ständig alle fluchen!
Nr.2 – sie mussten sich ständig betrinken
Nr.3 – sie mussten ständig miteinander schlafen,
wie bei einer schlechten Doko-Soap…

Quentin kann man einfach nur als Oberarsch bezeichnen, der egoistisch ist,
dumm, oberflächlich und hinterhältig….

Schreibstil

Stellenweise sehr gelungen, die meiste Zeit aber – wie bereits erwähnt – einfach viel zu ausschweifen, langatmig und von seltsamen Metaphern und vulgären Schimpfwörtern durchzogen

Fazit…

Sex, Drugs & Freak´n´Roll hätte besser als Titel gepasst!
Wer hier den Vergleich zu Harry Potter zieht gehört geköpft und den Dementoren vorgworfen! Ich empfehle das Buch niemandem, niemanden und niemandem zum lesen. Es hält was die schlechten Rezensionen versprechen, das ist aber auch alles.

Bewertung…

1/5

Haha…das Buch bekommt sogar 1 Stern, weil ich es zu Ende gelesen habe und das bei über 600 Seiten. Ab heute gewöhne ich mir ab schlechte Bücher ganz zu Ende zu lesen und führe „Buch abgebrochen“ in mein Berwertungssystem ein!

Kommentare:

  1. Ah.. und mal wieder so ne unterhaltsame Rezi :D

    ich habe mir vor Monaten schon die Rezensionen auf amazon angeschaut.. die waren auch alles andere als positiv *hust* Bei manchen Büchern fragt man sich echt, mit welchen Stoff die Autoren zugedröhnt waren xD
    - Fillory gehört wohl auch zu der Sorte...

    Liebe Grüße
    Lisa

    PS: Hoffentlich findest du bald wieder ein Buch, das dir gefällt! Es kann so ermüdend sein, wenn man über längere Zeit hinweg schlechte Bücher liest.. :( (ich spreche da aus eigener Erfahrung)

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  2. xDDD "Buch abgebrochen" find ich gut... Sollte ich auch einführen xD
    Ok, Notiz an mich selbst: "Fillory ist scheiße"
    Wäre damit also geklärt ;P
    Ich les grad Riley - Das Mädchen im Licht von der Autorin von Evermore... Ich muss sagen, ich bin WIRKLICH kurz davor das Buch abzubrechen -.-

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  3. @amelie man hat aber trotzdem den ehrgeiz es zu ende zu lesen, oder? schrecklich -.- ich hab da mal in das hb reingehört und bin fast eingeschlafen, also von daher...vielleicht schaffst du es bis zum ende! ;)

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  4. Ich hab ja schon über die Hälfte, da schlepp ich mich noch bis zum Ende xDD Und JA, man hat diesen Drang xD

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