Mittwoch, 17. August 2011

✽BUCHREZENSION✽


Titel
Deutsch: Das Königreich der Kälte
Englisch: The Secret Ministry of Frost
Genre: YA Fantasy
Autor: Nick Lake



ÜBER DEN AUTOR

Nick Lake wurde 1979 in England geboren, wuchs aber in Luxemburg auf, wo sein Vater für das Europaparlament arbeitete. Er studierte in Oxford Englisch und Linguistik. Danach begann er, als Lektor für Kinderbücher zu arbeiten. Er lebt mit seiner Frau, einer Englischlehrerin, in London.



Deutsche Ausgabe
Gebundene Ausgabe/14,95 €
Seiten: 400
Verlag: Pan


Englische Ausgabe
Taschenbuch/8,99€
(Bei Amazon Marketplace gibt’s das
Buch aber auch NEU für 0,01€!!!)
Seiten: 357
Verlag: Simon & Schuster



ZUM BUCH

Eine Reise ins Land der Inuits…


Inhalt…
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„Dein Vater ist ein Gefangener im Königreich der Kälte!“ Light ist ein ungewöhnliches Mädchen – und das liegt nicht nur daran, dass ihre Mutter eine Inuit war, ihre Haare weiß sind wie Schnee und sie in einem alten Haus aufwächst, in dessen Wänden sich ein Geist verbirgt. Als ihr Vater bei einer Polarexpedition verschwindet, weiß Light, dass nur sie ihn retten kann. Ihre gefährliche Reise führt sie tief in das Königreich der Kälte. Doch Light ist nicht allein: Sie findet wahre Freunde – und wer hat je behauptet, dass es sich dabei um Menschen handeln muss? Eine ungewöhnliche Heldin, die eisige Götterwelt der Arktis, große Gefahr und echtes Gefühl: ein besonderes Lese-Abenteuer!  

Buchgestaltung…

Beide Cover sehen sich ja sehr ähnlich, da mag ich sie auch beide. Trotzdem gefällt mir das englische ein klein wenig besser, weil die Farbe weiß besser zur Geschichte passt und das Cover Flexeffekte hat, es reflektiert die Sonne wie Eiskristalle und das sieht echt schön aus. Die englische Ausgabe ist zudem auch im Buch toll gestaltet. Vor jedem Kapitel findet man ein Zeichen z.B. einen Raben, ein Kanu und wenn darin Textabschnitte wie z.B. ein Zeitungsartikel kommen sieht dieser aus wirklich aus wie ein Zeitungsartikel, so als hätte man eine Seite aus der Zeitung gerissen und reingeklebt. Straßenschilder o.ä. wird auch durch Bilder dargestellt. Wie das in der deutschen Ausgabe ist weiß ich nicht.

Meinung…

Das Buch hat mein Interesse geweckt, weil es eine völlig neue Idee enthält und ich diese sehr spannend finde. Ich wollte mal etwas lesen, das sich vom YA Genre angrenzt und mich überraschen lassen…

…überrascht war ich wirklich, aber nicht ganz so positiv wie erwartet.
Zunächst einmal ist die Idee des Buches klasse. Ein Inuit Mädchen, alte Sagen und Mythen, ein verschwundener Vater und eine düstere Reise durch die Antarktis. Die Atmosphäre des Buches hält was sie verspricht und er Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen und bringt den Leser daher recht schnell durch die Geschichte – zumindest zu Beginn des Ganzen.

Die Charaktere rund um Light waren außergewöhnlich, anders kann man das nicht beschreiben. Merkwürdige Seewesen, Ballonmänner und Schattengeister, all das waren Dinge von denen ich noch nie gehört/gelesen habe und das hat die Geschichte echt unterhaltsam gemacht, war aber auch…verstörend. Ein anderes Wort dafür gibt es einfach nicht. Manche Szenen des Buches waren bizarr, auf eine ganz, ganz unheimliche Weise. Ich habe mich echt gegruselt, was man ja vielleicht noch als positives Resümee der düsteren Atmosphäre und Ernsthaftigkeit des Buches zugute schreiben kann, aber nach ca. 100 Seiten war das nicht mehr ganz so schön zu lesen.

Der Auto hat jede Menge alte Sagen über diese Eiswesen und alte Bräuche in seiner Geschichte erzählt, die sich alle an Brutalität zu übertreffen versuchen.
Natürlich gibt es viele Bücher in denen Gewaöt aufgegriffen wird, auch einer der Gründe, warum z.B. The Hunger Games unter Beschuss stand, aber im Gegensatz zu diesem Buch wird hier alles Haarklein beschrieben. Da werden Innereien von Menschen gefressen, Menschen gehäutet, Mutaten aus Bären und Haien erschaffen und und und…zu Beginn fand ich das alles noch interessant, etwas über die Inuits etc. zu erfahren, aber irgendwann verlor sich der rote Faden der Story und alles dreht sich nur noch darum, das die Charaktere sich Zeit nehmen Schauergeschichten zu erzählen.

Ich war während des Lesen so abgelenkt oder besser gesagt unkonzentriert,
das ich teilweise Seiten nochmals lesen musste, weil mein Kopf dauernd abgeschweift ist. Es ist ohnehin sehr schwer sich auf eine Handlung zu konzentrieren, die manchmal so ausgiebig beschrieben ist, das man sich fragt: äh, worum gings noch mal? Das hat mein Lesevergnügen gemindert.

Light als Hauptcharakter hat mir da noch am Besten am ganzen Buch gefallen.
Sie war zwar öfters etwas hilflos, aber die meiste Zeit recht erträglich
und sympathisch. Auch, als sie zum Schluss gegen den Bösewicht kämpft
ist es ihr Plan der alle rettet, was übrigens eine der einzigen spannenden Szenen im Buch war. Irgendwie war die Atmosphäre zwar da, aber es kam wenig Spannung auf und and emotionaler Tiefe hat es völlig gemangelt.

Und die Moral von der Geschicht?
Solche Bücher sind nichts für mich!

Fazit…

Gute Ideen auf eine zu bizarre und brutale Weise umgesetzt.
Ein roter Faden der sich zeitweise in komischen Sagen verliert
und jede Menge merkwürdige Wesen, machen das Buch dann wohl
zu einem, das nicht wirklich jedem gefallen wird.

Bewertung…

2/5


1 Kommentar:

  1. Das mit den Zeitungsausschnitten ist im deutschen Buch genau so. Ich fand das Buch übrigens auch nicht so toll :-\

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