Samstag, 8. Oktober 2011

✽BUCHREZENSION✽

Titel
Deutsch: Totentöchter – die dritte Generation
Englisch: Wither

Infos
Autor: Lauren DeStefano
Buchreihe: Chemical Garden, Buch 1
Genre: Dystopie, YA

Englisch Schwierigkeitsgrad: ?


ÜBER DIE AUTORIN

Lauren Destefano earned her BA in English with a Concentration in Creative Writing from Albertus Magnus College in Connecticut in 2007. WITHER was her first novel, and FEVER is the sequel. Visit her at www.laurendestefano.com.



Deutsche Ausgabe
Gebundene Ausgabe/16,99€
Seiten: 405
Verlag: cbj


Englische Ausgabe
Gebundene Ausgabe/12,95€
Taschenbuch/7,50€
Seiten: 368
Verlag: Simon & Schuster



ZUM BUCH

Schokierend gut!


Inhalt…
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Sie sind jung und schön, doch dem Tod geweiht

Rhine ist sechzehn Jahre alt – und wird in vier Jahren sterben. Ein missratenes Genexperiment hat katastrophale Folgen für die Menschheit: Frauen leben nur bis zum zwanzigsten, Männer bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr. In dieser Welt ist nicht ungewöhnlich, was Rhine passiert: Sie wird entführt und mit dem reichen »Hauswalter« Linden in eine polygame Ehe gezwungen, um möglichst schnell Nachkommen zu zeugen. Rhine präsentiert sich eine glitzernde Welt voller Luxus und Reichtum – eine Welt ohne Freiheit. Gemeinsam mit dem Diener Gabriel plant Rhine ihre Flucht, bevor es zu spät ist…

Buchgestaltung…

Ich persönlich finde sowohl das Original Motiv, sowie die Veränderungen dessen beim deutschen Cover sehr schön. Der deutsche Titel hat mir vor dem Lesen des Buches nicht sonderlich gefallen, aber im nachhinein kann ich verstehen, warum der Verlag ihn ausgewählt hat. Alles in allem ist das Buch wirklich sehr schön gestaltet. Auch von Innen!

Meinung…

Nach der Überflutung des Büchermarktes mit etlichen Dystopien, die alle dem gleichen Muster folgen, bin ich froh, das ich nach einigen Enttäuschungen bei dem Buch Totentöchter auf einen kleinen Schatz unter all den gleichen Geschichten gestoßen bin. Mich hat das Buch mit vielen positiven Aspekten sehr überrascht und in seinen Bann gezogen. Schon auf den ersten Seiten gefiel mir der Schreibstil sehr gut und ich konnte kaum noch aufhören zu lesen. Lauren DeStefano schafft es einfach ganz wunderbar, mit gezielt, schnellen und rasanten Sätzen, den Leser zu fesseln. Im Verlauf des Buches habe ich aber auch festgestellt, dass die Autorin genauso gut ruhige, traurige und nachdenkliche Szenen schreiben kann,
was zusammen einen sehr schönen Mix ausgemacht hat.

Die Zukunftsversion, die wir in Totentöchter vorfinden war von erschreckend,
bis unterhaltsam, so ziemlich alles, was man von einer Dystopie zu erwarten hat.
Es war teilweise eine Gefühlsachterbahn, denn zwischen all den schockierenden Informationen, dem Leben und all den Nachteilen der Menschen in DeStefanos Welt und Rhines melancholischen, ernsten Gedanken, konnte ich teilweise kaum den Atem anhalten. Das Buch hatte eine Spannung, die nichts mit Actionszenen oder dergleichen zu tun hatte, sondern eher mit der Gefahr, die Rhines Leben ausmachte. Damit meine ich, die Tatsache, dass alle Menschen so früh sterben. Ich hatte oft den Eindruck, das Rhine, wenn ihre „Bestimmung“ denn eine andere gewesen wäre, auch ganz anders gehandelt hätte. Das war richtig beklemmend und hat dem Buch etwas Düsteres verliehen, was mich zum nachdenken angeregt hat. Wer würde sein Leben nicht anders leben wollen, wenn er wüsste, dass er so früh stirbt? Doch leider hat Rhine nicht die Chance, das zu tun, was sie möchte.

Rhines Charakter hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn ihre Gedankengänge und ihre Arte mit ihrem Leben umzugehen hat mich schon beeindruckt. Vor allem aber ist sie ein Charakter dem man gerne folgt, bei dem man mitbangt und hofft, das am Ende alles gut werden wird. Meine Sympathien hatte sie auf jeden Fall. Gabriel war da schon ein etwas anderer Fall. Zwar mochte ich ihn, aber seine Motive erschienen mir teilweise etwas blass. Was die anderen Charaktere des Buches angeht, so waren diese alle gut durchdacht und ganz besonders die Charakterisierung von Lindens anderen Frauen fand ich gelungen. Linden selber war mir hingegen völlig unsympathisch. Er war einfach total naiv und weinerlich und ja, ich schließe mich hier allen Rezensenten an, die diese beiden Adjektive benutz haben, um seinen Charakter zu beschreiben.

Trotz vieler gelunger Punkte in der Geschichte gab es auch einiges, das mit nicht gefallen hat. Da wären zum einen die vielen Fragen, die mir im Kopf herum schwirren und die (noch) nicht beantwortet worden sind. Zum anderen hat das Buch einige Längen, die z.B. aus Rhines inneren Monologen bestehen, wenn sie an ihr altes Leben denkt. Stellenweise läuft die Geschichte auch einfach so, ohne einen Spannungsbogen oder eine tolle Wendung im Geschehen. Wie bereits erwähnt liegt die Spannung des Buches in einem etwas anderem Aspekt, aber ich hätte mir ein klein wenig mehr erhofft, denn das Ende war mir viel zu unspektakulär.

Fazit…

Ein Buch mit einer düsteren, aufregenden Geschichte, vielen interessanten Charakteren und schockierenden Variablen, die wahrscheinlich nicht jedem zusagen werden. Mir hat das Buch gut gefallen, besonders wegen der melancholischen, nachdenklichen Atmosphäre, dem abwechslungsreichen Schreibstil und Rhine als Protagonistin.

Bewertung…

8,5/10

Fortsetzung…

Deutsch…

Genaueres noch unbekannt.

Englisch…


Erscheint am 21. Februar 2012


Danke an cbt für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares! :)

1 Kommentar:

  1. Ich muss gestehen, ich hab so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Ich finde es nicht schlecht, aber es packt mich auch nicht so richtig, da irgendwie kaum Spannung aufkommt. Allerdings ist die dargestellte Welt wirklich total schockierend. Bin mal gespannt, was noch so passiert, hab jetzt ungefähr die Hälfte gelesen :)
    Liebe Grüße Caro

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