Mittwoch, 21. Dezember 2011

[BUCHREZENSION]


Titel
Deutsch: Dark Love
Englisch: Dearly, departed

Infos
Autor/in: Lia Habel
Buchreihe: Steampunk
Genre: Gone with the Respiration #1

Im Web
Leseprobe: *klick*
Website: *klick*

Englisch Schwierigkeitsgrad: ?


ÜBER DIE AUTORIN

Lia Habel wurde in einer Kleinen Saat im Westen von New York geboren. Sie hat eine Schwäche für Kaffee und ihre drei Katzen. Ihren Katzen setzt sie außerdem ein Denkmal in ihrem Debüt.


Deutsche Ausgabe
Broschiert/ 15,99€
Seiten: 528
Verlag: Piper


Englische Ausgabe
Gebundene Ausgabe/12,85€
Taschenbuch/8,99€
Seiten: 485
Verlag: Del Ray




ZUM BUCH

Explosive Mischung aus verschiedenen Genres = Top
Trotzdem konnte ich mit der Geschichte nicht warm werden…

Inhalt…

Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Buchgestaltung…

Kommen wir mal wieder zum Thema Cover & Titel. Ich kann einfach nicht verstehen, warum der Original Titel in einen anderen ENGLISCHEN Titel geändert wurde. Ich meine „Dark Love“? Wirklich? Warum nicht gleich Dearly, departed lassen? Das hat wenigstens Biss und ist ein tolles Wortspiel! Dafür ist das deutsche Cover ein echter Hingucker. Mal was anders als die ewiglich währenden Gesichter, schlicht, aber schön!

Meinung…

Der Plot ist eine gelungene Mischung aus Steampunk, Endzeit, Dystopie und Post-Apokalypse. Es gibt gängige Elemente wie Spannung, Action, große Gefühle und ordentliche Logik hinter den Handlungen der Charaktere. Auch die Charaktere sind eigenständige, sympathische Menschen bzw. Zombies und alles in allen hat das Buch so jedes gute Element einer supertollen Geschichte auf seiner Seite…

ABER…ja, immer das Wörtchen aber…

Mir fällt es unglaublich schwer, etwas über das Buch zu sagen.
Ich weiß nicht einmal genau…hach, verdammt -.-

Ich wollte das Buch mögen, ich habs probiert…aber mir gings da, wie mit so 
vielen Büchern in letzter Zeit…der Funke wollte einfach nicht überspringen!

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, er hat die Geschichte lebendig werden lassen und mich direkt in seinem Sog gefangen genommen. Es hat wirklich Spaß gemacht zu lesen, aber wirklich Spaß mit der Geschichte hatte ich nicht.

Zum einen kam es mir so vor, als versuche die Autorin einfach zu viele Elemente zu vereinen (siehe oben aufgeführte) Es war zu Beginn eine regelrechte Überflutung an Informationen und die Erklärungen zu der Entstehung der „Welt“ in der Nora lebt war auch wirklich nett beschrieben, aber mir hat die Vorstellung von all dem nicht zugesagt. Höchstwahrscheinlich liegt es an der Mischung des Genres…?

Nach mehreren Kapiteln wird ersichtlich, das die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird…wie viele waren es noch 5 oder 6? Jedenfalls hat dass das Ganze schrecklich zäh gemacht. Besonders die Kapitel aus der Sicht von Pam und Wolfe fand ich richtig langweilig. Sie waren einfach nur eine Ausschmückung des Plots, wie ich fand und alles andere als nötig, um die Geschichte zu erzählen. Bei dem ständigen Wechsel wurde mir das irgendwann einfach zu viel…zudem mochte ich bis auf Nora niemanden wirklich. Mit Nora konnte ich mich anfreunden, weil ihr Charakter einfach super ist und auch Bram konnte ich einiges abgewinnen, aber so richtig sympathisch waren sie mir nicht. Ich muss jedoch sagen, dass Lia Habel sich darauf versteht jedem ihrer Charaktere Tiefgang einzuhauchen. Das mochte ich, hinter jeder Person eine Story zu finden war wirklich ein Pluspunkt.

Die Idee mit den Zombies hätte mich eigentlich begeistern müssen, weil ich so etwas richtig klasse finde, aber irgendwie, fand ich das Ganze echt…abartig? Die beschriebenen Szenen waren teilweise blutig, was mich nicht stört, aber auch echt widerlich. Ich habe zuvor Zombie Bücher gelesen und fand sie gut, aber das die Zombies hier entweder „normal“ oder völlig „abgedreht“ waren war…seltsam.

Und dann diese Witze…oh, gott…ich LIEBE Wortwitz in Bücher, aber hier traf dieser definitiv nicht meinen Geschmack, die Witze waren platt und genauso eklig, wie die Zombies…Bram will für Nora sorgen bis er verottet? Ähm..okay…

Was mich auch extrem gestört hat war, dass jeder, der Zombies nicht mochte oder akzeptierte als Mortalist bezeichnet wurde. Ja, ich also bekennender Mortalist xD
Das alles war so mega dramatisch aufgezogen…mit den Zombie Verfolgungen und den Erschießungskommandos…das…es hat mich wirklich an die Judenverfolgung erinnert und das ist ein ernst zu nehmendes Thema, das man nicht hätte „veralbern“ sollen…

Dann gibt’s da noch die schwarz/weiß Zeichnung der Bösewichte und und und…

Trotz meiner Kritikpunkte bin ich mir zu 100% sicher, das dieses Buch ein echter Lesespaß sein kann, wenn es denn die richtigen Leute lesen!

Ich widerhole die neutrale Meinung: Der Plot ist eine gelungene Mischung aus Steampunk, Endzeit, Dystopie und Post-Apokalypse. Es gibt gängige Elemente wie Spannung, Action, große Gefühle und ordentliche Logik hinter den Handlungen der Charaktere. Auch die Charaktere sind eigenständige, sympathische Menschen bzw. Zombies und alles in allen hat das Buch so jedes gute Element einer supertollen Geschichte auf seiner Seite…

Fazit…

Ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob sich das Buch lohnt!
Mich haben einfach zu viele Dinge gestört…Geschmackssache eben ;)

Bewertung…

5/10


Vielen Dank an den Piper Verlag für dieses Buch! 


Fortsetzung...
 
Dearly, beloved kommt 2013


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