Freitag, 17. Februar 2012

[BUCHREZENSION]

Titel
Deutsch: Isle of Night: die Wächter
Englisch: Isle of Night

Infos
Autor/in: Veronica Wolff
Buchreihe: The Watchers #1
Genre: YA, Fantasy

Im Web
Leseprobe: -
Website: *siehe unten*

Englisch Schwierigkeitsgrad: ?


ÜBER DIE AUTORIN

Veronica Wolff, geboren in den USA, lebte lange in Indien und studierte dort Sprachen und fernöstliche Kunst. Nach ihrer Rückkehr nach Kalifornien nahm sie einen Job in einem Internetunternehmen an, entdeckte jedoch bald das Schreiben als ihre wahre Aufgabe. Ihre romantischen Abenteuerromane wurden in den USA zu Bestsellern. Mit ihrer neuen Serie »Isle of Night« gibt Veronica Wolff ihr Debüt in Deutschland. Weiteres zur Autorin: www.veronicawolff.com


Deutsche Ausgabe
Taschenbuch/ 12,99€
Seiten: 368
Verlag: Piper


Englische Ausgabe
Taschenbuch/7,50€
Seiten: 320
Verlag: Trade



ZUM BUCH

Solide Grundidee trifft auf (für mich) unsympathische Ausarbeitung…

Inhalt…

Wenn das Leben nichts mehr zu bieten hat – schließ dich den Wächtern an! Die Zeit im College sollte für Annelise ein willkommener Abschied von ihrem ungeliebten Vater und ihrer Stiefmutter werden. Doch dann trifft sie den geheimnisvollen Ronan, der ihr ein neues Leben verspricht – wenn sie den Mut dazu hat, ihm zu folgen. Auf einer mysteriösen Insel vor der Küste Englands muss sich Annelise dem Wettkampf gegen andere Rekruten stellen. Sie alle wollen zu den Wächtern gehören, einer Eliteeinheit, die sich nicht nur mit Vampiren verbündet, sondern auch gefährlichste magische Missionen zu erfüllen hat …

Buchgestaltung…

Es kommt mir so vor, als hätte ich in letzter Zeit bei Covern jedes Mal was zu motzen, aber…mal im Ernst…weder das deutsche, noch das englische Cover können einen wirklich überzeugen, oder? Das der Titel gleich bleibt ist der einzige Pluspunkt. Dabei passen die Motive eigentlich recht gut. Das Mädchen, die Insel…der etwas mysteriöse Touch, aber irgendwie fehlt dem allen das gewisse Etwas.

Meinung…

Da haben wir sie wieder…die Vampire. Mir gefiel wirklich ausgesprochen gut, was Veronica Wolff aus diesem Thema gemacht hat, denn irgendwann hat man doch alle Möglichkeiten einmal durch, um mit den Blutsaugern eine einigermaßen gute Geschichte zu schreiben, nicht wahr? Die „Isle of Night“ ist fast so etwas wie ein House of Night für Erwachsene und die Umsetzung dessen war nicht nur gut beschrieben, sondern enthielt auch so einige innovative Ideen.

Annelises Leben geht so ziemlich den Bach runter und ihre einzige Ausflucht ist eine neue Schule, auf die sie sich mehr als nur gefreut hat, doch am Tag der Anmeldung wird ihr gesagt, das sie sich nicht einschreiben lassen kann und prompt werden ihre Pläne über den Haufen geworfen und Annelise steht ohne ein neues Ziel da. Kurz darauf trifft sie Ronan, der sie auf die geheimnisvolle Insel der Nacht einlädt und ihr verspricht, dass sie dort mit Sicherheit eine neue Bestimmung findet…

Schnell findet man einen guten Einstieg in die Geschichte, denn es braucht kaum mehr als ein Kapitel um Annelise auf die Insel der Nacht zu treiben. Es wird sich nicht lange mit viel Gerede aufgehalten, sondern geht direkt zur Sache. Die Insel der Nacht ist ein Ort an dem Vampire Menschen dazu trainieren ihre Wächter bzw. Untergebenen zu werden und was erst nach Annelises freier Wahl aussieht, endet schon bald bitterböse, denn Annelise darf die Insel nicht mehr verlassen. In hartem Unterricht, mit grausamen Methoden wird sie trainiert und an ihre Grenzen getrieben und dabei bleibt so ziemlich alles auf der Strecke, was das Leben lebenswert macht: Freunde, eine Liebschaft, Hobbies…alles dreht sich nur noch um ihre Ausbildung und sie muss dies über sich ergehen lassen, denn ansonsten ist sie tot.

Wie bereits erwähnt fand ich die Idee fast spektakulär. Die Einblicke in die Schule und den Unterricht waren unterhaltsam und spannend, an vielen Stellen ebenfalls schockierend und die Seiten rauschten beim Lesen nur so dahin…bis zu einem gewissem Punkt, denn ich hatte von Anfang an Probleme mit den Charakteren.

Annelise war mir durchweg unsympathisch, weil sie extreme respektlos ist, kaum eigene Gedanken bzw. Handlungen verfolgt und die meiste Zeit wie ein Püppchen lebt, an deren Fäden jeder zieht außer sie selbst. Und das in ihrer Situation…es gab keinen Aufstand oder eine Auflehnung gegen die Ungerechtigkeit, die ihr widerfahren ist, sie hat einfach alles über sich ergehen lassen und fand es die meiste Zeit sogar noch bedenkenlos gut, gegen ihre Mitschüler auf brutale Weise vorgehen zu müssen.

Das war wirklich erschreckend, so als hätte das Mädel kein Gewissen…Nebencharaktere, wie Ronan oder Annelises Zimmergenossin, sowie andere Vampire oder Wächter Novizen bleiben alle auf demselben oberflächlichen Level, das die gesamte Geschichte über beibehalten wurde und ihre unzähligen Auftritte haben die Geschichte nicht abgerundet, sondern mich als Leser einfach nur gestört, da ich die Motive der einzelnen Personen so gar nicht nachvollziehen konnte.

Dazu kommt, dass bis auf den Anfang und das Ende des Buches, kaum etwas Nennenswertes in dem Buch geschieht. Über 300 Seiten lang lesen wir über Annelises Ausbildung und nach mehrmaligem Widerholen der Tatsachen war ich es einfach Leid ein und dasselbe zu lesen, selbst, wenn es tadellos gut geschrieben war.

Hinzu kommen die Vorhersehbarkeit des Plots, die für meinen Geschmack ein Grenze überschritten hat, an dem man eine Geschichte wirklich genießen kann und das fehlen des Funken der überspringt, weil einen eine Geschichte einfach mitreißt. Die Abwesenheit von Emotionen war nämlich einer der Punkte, die mich am meisten gestört haben. Ich wurde einfach nicht berührt und hatte den Drang weiter lesen zu müssen. Zu letzt fand ich den Schreibstil bzw. die Formulierungen an manchen Stellen sehr gewöhnungsbedürftig und abgehackt zu lesen.

Eine Liebesgeschichte gibt es nicht! Ebenso wie wirkliche Freundschaften…vielleicht ist das auch der Hauptgrund, warum ich das Buch einfach nicht mochte…die zwischenmenschlichen Elemente haben einfach vollkommen gefehlt und auf so etwas lege ich sehr viel Wert, weil es Charaktere authentisch und stark macht.

Fazit…

„Isle of Night“ hat zweifellos großes Potenzial und wird viele Leser begeistern können, denn hier lässt die Autorin die Thematik Vampir noch einmal neu aufleben und präsentiert uns eine solide Geschichte mit einem guten Ende. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, denn nach anfänglicher Begeisterung, wurden mir Charaktere zu unsympathisch und die Handlung blieb zu flach.

Alles in allem würde ich Isle of Night Vampir und Mystery Fans empfehlen, die nichts gegen einen langatmigen Plot und sich wiederholende Muster haben.

Bewertung…

4/10

Fortsetzung…

Deutsch

Geplant. Genaueres noch unbekannt!

Englisch


Erscheint am 6. März!



Vielen lieben Dank an den Piper Verlag für dieses Buch!



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