Samstag, 3. März 2012

[BUCHREZENSION]


Titel: Ewiglich die Sehnsucht
OT: Everneath
Autor/in: Brodi Ashton
Genre: YA, Fantasy, Romance
Buchreihe: Everneath #1


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?





Brodi Ashton studierte Journalismus an der Universität Utah und erwarb einen Master im Fach Internationale Beziehungen an der London School of Economics. Sie ist Mutter von zwei Söhnen, lebt mit ihrer Familie in Utah und erzählt über sich, ihr Leben und das Abenteuer, Autorin zu sein, in ihrem Blog brodiashton.blogspot.com. Die Trilogie »Ewiglich« ist ihre erste Buchveröffentlichung für junge Erwachsene, »Ewiglich die Sehnsucht« der erste Teil davon. Die Geschichte ist von der griechischen Mythologie um Persephone, Tochter des Zeus und der Demeter, inspiriert, jedoch in einer modernen Highschool angesiedelt.



Deutsch
Gebunden/17,95€
Seiten: 379
Verlag: Oetinger



Englisch
Gebunden/11,95€
                                                                Seiten: 384           
Verlag: Balzer & Bray



Mhhhh....


Kurzbeschreibung

Wenn die Unsterblichen das größte Opfer verlangen... Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie einfach abgehauen war, doch in Wirklichkeit hat der Rockmusiker Cole sie mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt Nur Nikkis Liebe zu Jack hat sie davor bewahrt zu sterben und ihr ermöglicht, auf die Erde zurückzukehren. Cole, mit dem sie ein seltsam enges Band verbindet, bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie…

Buchgestaltung

Ich finde beide Ausgaben wirklich sehr schön! Das deutsche Cover gefällt mir inzwischen sogar ein bisschen besser und der Titel „Ewiglich die Sehnsucht“ passt meiner Meinung nach auch sehr gut zum Inhalt, ist zwar nicht so allumfassend wie „Everneath“ aber dennoch eine gute Übersetzung.

Meinung

Everneath ist ja mal wieder ein Buch an dem sich die Geister scheiden. Ich fand es ganz gut, aber auf ganzer Linie überzeugen konnte es mich nicht. Der Schreibstil von Brodi Ashton hat mit sehr gut gefallen. Ich denke das die Autorin es wirklich geschafft hat dem Buch eine melancholische Atmosphäre einzuhauchen. Die Art und Weise wie das Buch aufgebaut ist, durch Gegenwart, Rückblenden und kurze Zwischenkapitel fand ich ebenfalls sehr gut, weil es dem Buch zur Mitte hin, vor allem aber am Ende sehr viel Spannung verliehen hat. Als es nur noch Tage, dann Stunden bis zu Rückkehr waren habe ich schon mitgefiebert, weil ich wissen wollte, wie Nikki sich entscheiden wird…

Die Geschichte an sich überzeugt nicht so sehr durch einen grandiosen Plot, sondern viel mehr durch die Idee dahinter. Die ganze Sache mit der griechischen Mythologie fand ich klasse und habe sie als innovativ empfunden, weil ich mir zuvor noch nie Gedanken über diese ganze Persephone und Hades Geschichte gemacht habe. Gelungen fand ich auch, wie das ganze erklärt wurde, da es flüssig zu lesen war und man nicht mit Unmengen an Informationen überflutet wurde – so etwas mag ich gar nicht. Zudem hat das die ganze Dreiecksbeziehung etwas weniger klischeehaft gemacht und sich dadurch ein wenig von anderen abgegrenzt.

An der Liebesgeschichte hat mir gefallen, das Nikki die ganze Zeit über Jack liebt und Cole für sie gar keine Option darstellt. Sie denkt zwar über sein Angebot nach, aber es wirkt zu keiner Zeit so, als stünde sie zwischen den Stühlen und das Abhanden sein von ewigen Schmachtereien war auch ganz angenehm.

Kommen wir zu den Dingen, die mir nicht gefallen haben: die Charaktere. Nikki und Jack waren mir einfach viel zu eintönig und langweilig. Über Nikki erfährt man eigentlich nicht allzu viel. Auf mich wirkte sie die meiste Zeit etwas passiv und dafür, das ihr Jack einfach alles bedeutet, macht sie einfach zu wenig, um das zu zeigen. Manchmal kam es mir auch so vor, als befinde sie sich in einer Art Delirium, wo sie zwar lebt, mit den Gedanken aber ganz wo anders ist und diese Abwesenheit hat sie dann noch farbloser gemacht. Jack war auch einfach…uninteressant. Zu keiner Sekunde des Buches hatte ich das Gefühl ihn mögen zu können, weil der Kerl einem dazu nicht wirklich Anlass gegeben hat. Die beiden waren einfach zu nett, zu lieb…zu durchschnittlich. Cole hatte da schon etwas mehr Persönlichkeit und ab und an, hat mich seine zynische Art zum schmunzeln gebracht.

Das Ende konnte dann noch einmal Pluspunkte sammeln, weil es einfach kein gewohntes Happy End geworden ist und ich den Schluss wirklich gelungen fand.


Idee und Atmosphäre haben mir gut gefallen. Alles in allem war das Buch aber die meiste Zeit zu unspektakulär und mir fehlte einfach die Action oder ein besserer Gegenspieler als die Zeit an sich. Trotzdem wird Everneath Lesern, die besonders gerne Romantasy lesen sicher besser gefallen, deshalb bekommt das Buch eine geteilte Empfehlung von mir! ;) Für alle anderen wird es nämlich sicher nicht mehr als ein nettes Buch für kurzweilige Lesestunden sein.


6,5/10

 Sind geplant. Genauers ist aber noch unbekannt...oder? :)



 Für dieses Buch!

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