Sonntag, 18. März 2012

[BUCHREZENSION]



Titel: Sternenfeuer: gefährliche Lügen
OT: Glow
Autor/in: Amy Kathleen Ryan
Genre: YA, Dystopie, Sci-Fi
Buchreihe: Sky Chasers #1


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?




Amy Kathleen Ryan wuchs in Jackson im amerikanischen Bundesstaat Wyoming auf. Sie studierte Anthropologie und Englische Literatur in Wyoming und Vermont, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte.


Deutsch
Gebunden/ 16,95€
Seiten: 432
Verlag: Pan


Englisch
Gebunden/13, 0€
Taschenbuch/9,oo€
Seiten: 384
Verlag: Pan Mcmillian




Hätte mir gefallen, ABER...


Kurzbeschreibung

Die 15-jährige Waverly gehört zu den ersten Kindern, die an Bord des Sternenschiffes Empyrean geboren wurden. Jedermann erwartet, dass sie bald ihren Freund Kieran heiraten wird, um eine Familie zu gründen und das Überleben der Menschheit auf der langen Reise zu einem fernen Planeten zu sichern. Waverly liebt Kieran sehr – aber ist sie trotzdem schon bereit, so früh diesen entscheidenden Schritt zu gehen? Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das lange verschollen geglaubte Schwesterschiff angreift, die Erwachsenen tötet und alle Mädchen entführt. Während Kieran auf der schwer beschädigten Emphyrean um sein Überleben kämpft, muss Waverly viele Lichtjahre entfernt alles daransetzen, zu ihm zurückkehren zu können …

Buchgestaltung

Hübsche Cover, ohne Bedeutung trifft hier auf beide Cover zu. Ich finde das deutsche Cover hat da doch eher etwas mit dem Weltall zu tun. Der Sternekristall etc. und die hellen Farben vermitteln ein klein wenig das Gefühl von Schwerelosigkeit. Mir persönlich gefällt der deutsche Titel wirklich sehr gut. Sternefeuer und gefährliche Lügen treffen en Inhalt nämlich sehr gut, ganz im Gegensatz zu Glow.

Meinung

Ich war doch positiv von dem Buch überrascht, unter dem ich mir eigentlich nicht wirklich etwas vorstellen konnte. Die Aufregung lässt nicht lange auf sich warten - schwupps sind kaum 10 Seiten gelesen, da wird das Raumschiff auch schon überfallen. Ich fand die Idee zu Beginn kurz in einer Art Videoaufnahme von Kieran zu erklären, was die Mission des Schiffes ist sehr gut. Trotzdem hätte man meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Informationen bekommen sollen. Was genau mit der Erde los ist und so manch andere Fragen blieben eher ungeklärt.

Mit Kieran und Waverly werden einem zunächst zugängliche Charaktere präsentiert, deren Handlung man gerne folgt, aber zu dem Status „sympathisch“ konnte keiner so wirklich wechseln. Man erfährt zwar eine Menge über beide, aber mir fehlten bei ihnen der Tiefgang und die Charaktereigenschaften. Kieran und Waverly hätten nämlich genauso gut durch andere Charaktere ersetzt werden können, wie z.B. Sam und Seth, die beide allemal interessanter waren. Dennoch hat es mir gut gefallen, wie die Beziehung zwischen Kieran und Waverly das ganze Buch über beschrieben wurde. Beide machen sich viele Gedanken und stehen der Zukunft kritisch gegenüber.

Nachdem die Entführung stattgefunden hat, hat mich der Plot sehr neugierig gemacht. Weil die Geschichte flüssig zu lesen ist, habe ich auch kaum eine Pause beim lesen eingelegt. Kieran der sich auf dem halb zerstörten Schiff durchkämpft und auf der anderen Seite Waverly, die sich in einer neuen Umgebung wieder findet stellten beide abwechslungsreiche Handlungsstränge dar und wenn die Kapitel wechselten hat mich das nicht gestört, weil die vorherigen zufrieden stellend endeten. Man hatte nie das Bedürfnis jetzt wieder zu einem bestimmten Charakter zu springen.

Irgendwann nahm die Geschichte aber eine Gestalt an, die für mich den Reiz verlor. Zum einen konnte ich keine Entwicklung der Charaktere sehen und die Oberflächlichkeit mit der sie oft handelten war mir suspekt. Dazu kommt, dass sowohl Kieran als auch Waverly eigentlich gute Anführer hätten sein können, sie beide aber einfach zu schwach dafür sind. Ihnen fehlten das gewisse Etwas und der Biss. Ab Mitte des Buches war es mir sogar ziemlich egal, was mit ihnen geschah, weil ich sie beide gerne einmal geschüttelt hätte, um sie wach zu rütteln.

Die Autorin schafft es schon sehr gut die Grenze zwischen gut und böse zu verwischen, aber die meiste Zeit, verstickt in einem Meer aus Lügen und Manipulation, hat man als Leser keinen Charakter, der so etwas wie Standhaftigkeit für einen symbolisiert. Man konnte einfach niemanden trauen und die beiden Protagonisten, die ich nicht mochte waren da noch die Krönung. Ich finde, in diesem ganzen Wirrwarr fehlte die „Insel“ um die sich die Geschichte drehte…na ja, ich hoffe mal ich konnte das einigermaßen erklären! ;) Das stetige Wechseln der Einstellungen und Absichten hat mich einfach gestört und war teilweise unlogisch.

Dazu kamen, dass die ganzen technischen Erklärungen einfach seltsam waren. Klar, die Frau ist Autorin und keine Weltraum Expertin, aber die meisten Formulierungen und Logik dahinter war doch sehr dürftig erklärt.

Außerdem habe ich rein gar nichts von der versprochenen düsteren Atmosphäre gespürt, sondern war etwas verwundert, da so viele Leser, das Buch als ausgesprochen brutal beschrieben. Hier werden nur Hinweise auf begangene Versprechen gegeben und nichts detailliert aufgeführt, was auch gut so ist, weil so etwas kein Jugendbuch braucht, aber wahre Schocker waren das nicht. Es gab allerdings zum Ende hin einen fetten Schocker im Bezug auf das, was Waverly und ihren Freundinnen angetan wurde, das war auf gut Deutsch gesagt: KRASS! Ich musste das die drauffolgenden Kapitel erst einmal verdauen…

Eigentlich hätte mir das Buch im Gesamtbild auch deutlich besser gefallen, wenn das Ende nicht gewesen wäre. Ich persönlich finde, dass die Autorin damit die Charaktere, die bestimmte Einstellungen symbolisierten untergraben wurden. Ganz nach dem Motto: so jetzt schnell was Fieses schreiben, damit ich alle verwirre und sie wissen wollen wies weiter geht. Das war unnötig. Nicht spannend.

Allgemein hat mir die Thematik nicht so besonders gut gefallen.


Mir gefielen die Ansätze der Geschichte und der Schreibstil. Mir fehlten aber ganz klar irgendein Charakter, den ich mögen konnte, die bedrückende Atmosphäre und überraschende Wendungen, genau wie Spannung, die sich bei mir durch die Bezugslosigkeit zu Kieran und Waverly einfach nicht einstellen wollte.

Ich empfehle das Buch nur bedingt. Für Fans von Sci-Fi und einer etwas unsteten Geschichte um die Flucht im Weltall ist das Buch sicher etwas. Es war ein netter Zeitvertreib, für mich aber leider auch nicht mehr.

4,5/10

Segelt knapp an der klassischen 3 Sterne Wertung vorbei.



Spark soll auf Englisch am 17. Juli erscheinen. Ein kommendes, neues Label des Droemer Knaur Verlag soll für die Fortsetzung auf Deutsch zu ständig sein. Wann das Buch dann auf Deutsch erscheint ist bisher noch ungeklärt/unbekannt.


 Für dieses Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Wow du bist ja derzeit sehr fleissig, was man von mir leider nicht sagen kann. :(
    Trotz deiner eher schlechten Bewertung hat mich deinen Rezi gerade sehr gespannt auch das Buch gemacht. Irgendwie würde ich es gerade sehr gern lesen, mal schauen.

    glg Nadja

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  2. schade :)
    ich hatte mehr erwartungen an das Buch :D

    bin schon gespannt wie dir 'The Red Pyramide' gefällt (: Für mich war der Schreibstil nämlich gar nichts und nervtötet. Deshalb habe ich das Buch abgebrochen^^
    Aber anscheinend gefällt das Buch auch vielen :)

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  3. Finde auch das das Buch nicht so spannend klingt und bin froh jemand gefunden zu haben der es auch so sieht :)
    Mua, mich würde es freuen wenn du meinen Blog mit deiner Leserschaft beehren würdest oooohmmmm*

    Grüße nyancore von den cupcatz

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    1. gerne ^^
      aber irgendwie sehe ich bei
      dir nirgens einen "follow" button
      oder so :/

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D