Sonntag, 1. April 2012

[Buchrezension]


Titel: Als die schwarzen Feen kamen
OT: -
Autor/in: Anika Beer
Genre: YA, Romantasy
Buchreihe: ?


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?





Anika Beer ist ein Herbstkind des Jahres 1983 und wuchs in der Bergstadt Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Die Welt der fantastischen Geschichten begleitet sie seit frühester Kindheit: Sie lernte mit 3 Jahren lesen, im Alter von 8 bekam sie eine Schreibmaschine und fing an, erste Geschichten zu schreiben. Anika Beer begeistert sich für Kampfkunst und fremde Kulturen und lebte nach dem Abitur einige Zeit in Spanien, bevor sie in Bielefeld eine Stelle an der Universität annahm. „Als die schwarzen Feen kamen“ ist ihr erster Jugendroman.


 
Deutsch
Broschiert/12,99€
Seiten: 445
Verlag: cbj


Englisch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!


So lalaaaa...


Kurzbeschreibung

Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie von Gabriel, dem Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries Schatten bemerkt er etwas Beunruhigendes: einen Schwarm gefährlich anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen, geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie erschuf, die jetzt aber von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen …

Buchgestaltung

Also mir gefällt das Cover ganz gut. Es ist schön gestaltet und passt zum Inhalt und der Titel ist so wie so sehr gut gewählt. Leider ist das ganze etwas zu dunkel und zu mysteriös, denn so habe ich das Buch ganz und gar nicht empfunden, aber das ist sicher bei jedem anders ;)

Meinung

Als die schwarzen Feen kamen, ist für mich persönlich eines dieser „Abstürz-Bücher“, also ein Buch, das ich zu Beginn sehr mochte, das aber nach wenigen Kapiteln seinen Reiz verliert und in meinen Augen zum Ende hin fast schlecht wird.

Fangen wir mal mit den Dingen an, die ich mochte.

Da wäre der Schreibstil von Anika Beer, der eine schöne ruhige und authentische Note hat. Sie schafft es lebendig zu schreiben, sehr gut Gefühle zu vermitteln und alle ihre Charaktere sind sehr sympathisch. Die Charaktere sind auch das, was mir am besten am Buch gefallen hat, denn obwohl Marie und Gabriel nach einem Klischee erschaffen worden sind (sie = schüchternes, nettes Mädchen, er = mysteriös und dunkel) so handeln sie beide doch ganz anders als erwartet. Zum einen freut man sich ganz einfach für beide, als sie einander finden, weil die Hoffnungslosigkeit, die sich in beider Leben breit macht, sowohl Marie als auch Gabriel sicher in ein tiefes Loch gezogen hätten, hätten sie einander nicht gehabt. Außerdem sind die beiden erst Freunde, lernen sich näher kennen und die Liebe entwickelt sich Stück für Stück.

Die Sympathie die man für alle Charaktere hat, ist es aber auch, was es einem als Leser schwer macht, die „Bösen“ als dieses anzusehen. Sie sind einfach allesamt zu nett, zu vertraut und bei mir konnte sich beim besten Willen kein Schockgefühl breit machen, als jemand plötzlich die Seiten wechselt, weil ich mir dachte: aha, wenn diese Person, jetzt den Bösen spielt müssen Marie und Gabriel sich aber keine Sorgen machen, weil sie nichts zu befürchten haben. Das konnte ich nicht ernst nehmen.

Die Geschichte plätschert meines Erachtens auch den Großteil einfach vor sich her. Die so genannten Interludien, also Zwischenspiele, die in einer anderen Welt spielen waren dafür aber wieder sehr spannend geschrieben und haben mich neugierig gemacht. Während in Maries Welt nämlich nichts passiert, geschieht dort eine ganze Menge. Der Plot hat seine Stärken, aber diese zeigen sich nur selten. Zu oft dreht sich die Handlung im Kreis, zu oft klingen die Dialoge zwar nett, tragen aber zu nichts bei. Marie und Gabriel fingen schnell an, mich zu langweilen. Ich weiß, dass ich kein Fan von Romantasy bin, aber ich stelle dennoch Erwartungen an eine solche Geschichte. Obwohl Sympathien für beide da sind, war ihre Beziehung einfach nichts Besonders. Marie und Gabriel sind ein Paar, wie jedes andere auch…

Dazu kommt, dass Marie oft seltsam und unnachvollziehbar gehandelt hat. Aus mir unersichtlichen Gründen endet ihre Freundschaft zu zwei Mädchen und es gibt häufig Streit. Nur, weil Menschen sich ändern, heißt das doch noch lange nicht, das man sie deshalb nicht mehr mögen kann, oder? Wir finden hier auch jede Menge Konflikte in der Beziehung von Marie und Gabriel, doch diese sind einfach nur…alt bekanntes? In jedem zweiten Buch geht es um Vertrauensbruch und Lügen und ich frage mich, warum die Liebespärchen, wenn ihnen doch so viel aneinander liegt, sich gegenüber nicht einfach mal ehrlich und verständnisvoll sein können!

Die Idee der schwarzen Feen fand ich wiederum sehr gelungen, an der Ausarbeitung mangelt es aber wieder. Die Erklärungen etc. sind gut, aber es gibt kaum eine wirkliche Bedrohung für Marie in diesem Buch und man hat die ganze Zeit das Happy End vor Augen, was es dann fast genauso, wie man es sich ausgemalt hat, auch gibt. Allgemein fehlten mir Spannungselemente, glaubwürdige Gegner und so etwas wie Höhepunkte im gesamtem Plot. Der Romantasy Aspekt schluckt das alles.

Eine nette Geschichte, mit sympathischen Charakteren. Fans von Romantasy werden dem Buch sicher sehr viel mehr abgewinnen können als ich. Mir fehlte es einfach an Handlung, Glaubwürdigkeit und vor allem Spannung, eine gute Wende, etwas in der Art.


4/10


 Für dieses Rezensionsexemplar! :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D