Donnerstag, 24. Mai 2012

[BUCHREZENSION] Spread The Hate



Titel: -
OT: A Witch in Winter
Autor/in: Ruth Warburton
Genre: YA Fantasy, Romance
Buchreihe: Winter Triology #1


Englisch Schwierigkeitsgrad: A-B





Ruth Warburton grew up on the south coast of England in Lewes; a small town with a long history. After leaving Lewes she studied English at the University of Manchester, and developed a fascination with Old English and Middle English texts.  She lives in London, and A Witch in Winter is her first book.


Deutsch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!

Englisch
Taschenbuch/ 7,80€
Seiten: 304
Verlag: Hodder



Zu meiner Verteidigung sei gesagt, das eine neue Statistik zu Büchern besagt, das schlechte Krikiken die Verkaufszahlen steigern...

Kurzbeschreibung

Anna Winterson doesn't know she's a witch and would probably mock you for believing in magic, but after moving to the small town of Winter with her father, she learns more than she ever wanted to about power. When Anna meets Seth, she is smitten, but when she enchants him to love her, she unwittingly amplifies a deadly conflict between two witch clans and splits her own heart in two. She wants to love Seth, to let him love her - but if it is her magic that's controlling his passion, then she is as monstrous as the witch clan who are trying to use her amazing powers for their own gain. When love is tangled up in magic, how can you be sure what's real?

Buchgestaltung

Das Motiv ist nicht schlecht, die Farben stimmig, der Titel klasse, aber trotzdem fällt das Cover in die Sparte 0/8/15 Cover, die einfach zu schnell wieder vergessen werden. Dafür sieht das Mädchen Anna aber wenigstens ähnlich…

Meinung

Ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Das Buch ist echt zum Haare raufen! Eine wahre Parodie der YA Romanzen, voller Klischee und Null Wiedererkennungswert oder Besonderheit. Solche Bücher sind der Hauptgrund, warum Lesen zur richtigen Tortur werden kann! Es ist sogar ungeschlagen, das Buch, das in Sachen Liebe so gar keine Seite verschwendet, denn bereits auf Seite 16 trifft Anna auf Seth, der 1) gut aussieht 2) heiß umschwärmt ist und 3) der beste Fang an der ganzen Schule. Die Autorin bemüht sich nicht einmal, ihren Roman in irgendeiner Weise anders aufzuziehen. Alles beginnt wieder damit, das ein Mädchen in eine neue Stadt zieht und an eine neue Schule kommt, um dort der heißen Sahneschnitte von Kerl in die Arme zu laufen, der sich sofort für sie interessiert.

Ich würde liebend gern die Protagonistin Anna mit ein paar freundlichen Adjektiven beschreiben, aber zu ihrer Person fallen mir nur Wörter wie: dumm, naiv, unsicher, teilnahmslos und platt wie eine Flunder. Und damit ihr meine lieben Freunde dieses Buch erst gar nicht lesen müsst, habe ich das für euch getan und fasse nun grob den Inhalt zusammen. Seid gewarnt, hier kommen einige SPOILER.

Anna die Flunder zieht nach dem Tod ihrer Mutter, der schon Ewigkeiten her ist in eine Stadt namens Winter. Obwohl ihre Mutter schon lange abgekratzt ist, fällt ihrem Vater urplötzlich ein, was für eine tolle Idee es doch wäre, in eine Stadt zu ziehen, die sich so herrlich auf ihren Nachnamen reimt. Anna Winterson, die nach Winter zieht. Das ist die Steilvorlage für Mobbing doch erst einmal eingerichtet. Die liebe Anna geht also zu Fuß zur Schule, denn in der wunderbaren Stadt gibt es Busse, die für alle fahren, nur für Anna nicht, denn sie und ihr Papa leben in dem verfluchten Hexenhaus, dem sich keiner nähern will. Auf dem Weg zur Schule wird sie dann gleich mal über den Haufen gefahren und zwar von Wonderboy Seth, der ihr anbietet sie mit zur Schule zu nehmen. Natürlich ist das der erste Gedanke, wenn mich jemand anfährt: hopp, rein in den Wagen! Zusammen erscheinen die beiden also an der Schule, wo die Freundin von Wonderboy erst einmal ausrastet, da sie sich wie alle High School Zicken über ihre Wutausbrüche definiert. Anna hört brav zu und jammert dann später bei ihren neuen Freunden, von denen sie schnell reichlich gewinnt, ohne etwas dafür zu tun, denn wie wir alle wissen, sind Personen, die absolut nichts tun am interessantesten. Es ist schon eine Kunst, wenn das Wort Langweilig im Wörterbuch durch den eigenen Namen ersetzt werden kann.

Anna und ihre Minions haben nichts Besseres zu tun, als auf einer Pyjama-Party Liebeszauber zu wirken und Anna entscheidet sich für Wonderboy. Auf den nächsten 40 Seiten dürfen wir miterleben, wie Wonderboy Zicke abserviert, woraufhin diese Anna so heftig schlägt, dass diese blutet. Für sich selbst einzustehen kommt in solch einer Situation nicht in Frage. Knappe 20 weitere Seiten vergehen und es folgt die pompöse 0/8/15 Liebeserklärung von Seth an Anna. Aber anstatt das Mädel mal überlegt, warum dies der Fall ist oder ob sie daran Schuld sein könnte, folgt eine exzessive Mitleidsparty, in der wir lesen dürfen, wie unwürdig Anna für Wonderboys Liebe ist. Bingo, Anna! Es gibt NICHTS an dir, das liebenswürdig ist.

Während Anna mit den wichtigen Gedanken beschäftigt ist, mutiert Wonderboy zum Stalker. Anna beschwört aus versehen einen Dämon, die Szene kommt in etwa so zustande: Anna sitz im Zimmer, es fängt an zu regnen, ein Sturm tut sich auf, ein Dämon erschein, das Dach stürzt ein, Fast-Tod Nr. 1…ja, richtig gelesen, der kommt mir nichts dir nichts vorbei geschlendert! Und BAM ist er wieder weg…

Die halbe Selbstmord Aktion ruft dann den Hexen Clan auf den Plan, welcher Anna erklärt was sie ist: eine Hexe. Auf diese Idee wäre niemand gekommen, denn der Titel des Buches, sowie das auftauchen eines HEXEN Clans lässt gar nichts vermuten.

Darauf hin folgen diverse Kapitel in denen Anna versucht den Zauber von Wonderboy zu nehmen, welcher sie weiterhin stalkt. Die Moral mal beiseite geschoben haben die beiden ein romantisches Date auf einem Boot, bei dem dann doch so etwas wie ein schlechtes Gewissen aufkommt und Anna Seth die Wahrheit sagt. Dieser glaubt ihr nicht, deshalb verbiegt Anna Uri Geller mäßig einen Ast. Normalsterbliche wären nicht in der Lage dies zu tun, sondern nur Hexen. HUI!

Wonderboy rastet aus, kehrt nach 2(!!!) Seiten wieder zu Anna zurück, weil er tief in seinem Herzen weiß, das die Liebe echt ist und kein Zauber. Es folgen Gespräche, die in etwa so aussehen:

„Ich liebe dich, für immer und ewig.“
„Ich bin dumm und hässlich, wie kannst du mich lieben?“
„Meine Liebe ist wie eine Rose und du bist ihr Wasser!“
„Ich habe Null Charakter und Gehirnzellen.“
„Deshalb liebe ich dich so sehr. 4 ever and ever…“

Nachdem geklärt ist, dass das Universum die beiden zusammen geführt hat, kommt der Clan und erzählt Anna, das diese ihre Kräfte nicht gegen Menschen einsetzten soll, weil es sonst Ärger vom Rat gibt. Es folgen etliche Diskussionen, wie man Anna nur vor dem Rat schützen soll, dabei tauchen folgende Fragen auf. 1) Warum muss sie beschützt werden, wenn der Rat noch gar nichts getan hat? 2) Wieso hilft ihr ein Haufen unbekannter, deren Identität sie fast verraten hat? Nächstenliebe kann es nicht sein…aber Äste brechende Hexen müssen eben zusammen halten.

Platte Dialoge, Liebesgesülze, platte Dialoge, Liebesgesülze…DADDAAAAM!
Dann kommen ein paar Bösewichte, die den See überfluteten…DADAAAAM, wobei Wonderboys Großvater in Gefahr gerät. Der Knacker lebt ja nicht schon ewig auf seinem Hausboot oder whatever und hat schon mal nen Sturm miterlebt. Der Clan der Hexen sorgt in einem atemberaubenden Finale dafür, dass alle Bösen besiegt und der alte Mann gerettet wird. Wie genau sie das anstellen? Gute Frage…Lückenhafte Beschreibungen überlassen das der Phantasie des Lesers…Anna erlebt ihre Fast-Tod Szene Nr. 2 und wacht wieder im Krankenhaus auf. Zum Schluss gibt’s dann noch einmal mehr eine schnulzige Szene und Ende. Amen.

Das Buch ist einfach nur grottig. Es hat weder einen tollen Schreibstil, noch interessante Charaktere, noch einen durchdachten Plot, weder Spannung, Gefühl oder Humor und ist einfach nur durchweg pure Zeitverschwendung. Es gibt keine Informationen zu den Hexen oder dem Paranormalem hier.

Es hat aber zugegebenermaßen einen Unterhaltungswert, der einen dazu antreibt weiter zu lesen, denn so eine bizarre Geschichte ist schon wieder amüsant.

Ene mene mai, ich wünsch mir einen Brennofen herbei!

2/10

 Ja, die gibt es tatsächlich...wo? Im Ernst, das will doch keiner mehr wissen, oder?


An die liebe, liebe Kirsten von Time to read, bei der ich
mir dieses Buch bei ihrem tollen Gewinnspiel aussuchen durfte!

Es tut mir echt Leid, das du dafür dein Geld hergeben musstest ;P



Kommentare:

  1. Mensch Tanja, ich weiß nicht ob ich mit dir Mitleid haben sollte oder doch eher laut auflachen muss.
    Aber um die Statistik mal insgeheim zu unterstützen, das Buch macht allein wegen den ganzen aufgezählten Sache in deiner Rezension schon Lust zu lesen xD
    Ich hoffe das legt sich bald wieder und du kriegst doch noch mal ein gutes Buch zwischen deine Finger.

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  2. Oh man, das Buch werde ich garantiert nicht lesen!! Aber dein Sarkasmus ist einfach geil, lass das mal gesagt sein xDDDD ich musste einige Male grad auflachen, weil es wirklich zum wegschmeißen war, wie du dieses Buch und die Geschichte erzählt hast ;)

    Hachja, es ist doch schon immer schön, wenn man sich mal über diese Klischee-Fantasy Bücher aufregen darf, weil manche Autoren denken, man braucht keine eigene Idee *würg*
    Tut mir wirklich Leid für dich, so ein grottiges Buch gelesen zu haben, durch das man sich durchquälen muss; hab ich auch schonmal erlebt, deswegen Geld zum Fenster rausgeschmissen zu haben *seufz*

    Also! Das Buch: *uwähhh* Die Rezension: *einfach extraklasse! xDD*
    LG, Leyla

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  3. Wie geil xD
    Immer weiter so, ich liebe deine Läster-Rezis ;D

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  4. Wow, die Rezi ist echt fast gemein. Ich bin ja immer etwas dezenter mit meiner Kritik um hier keinen zu verletzen, aber auf solche Standardstories habe ich auch keine Lust mehr!! Gleiches Schema. Gleiche Charaktere. Langeweile und Frust hallo!

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    1. najaaaa...ja ;) ich kann mir das manchmal nicht verkneifen und vielleicht sollte ich ein schlechtes gewissen haben, aber...mh, nein ;P das buch ist wirklich schlecht und das kann man nicht nett verpacken...

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  5. TANJA !
    du bist mal wieder auf 180 :D wie hardcore du manchmal sein kannst.
    lange habe ich mich bei einer rezension nicht mehr so sehr amüsiert :D
    du hast es echt richtig drauf rumzuhatern was das zeug hält ! :D

    MEIN VORBILD :D

    LG, Feyza :D

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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