Sonntag, 6. Mai 2012

[BUCHREZENSION]



Titel: -
OT: Purity
Autor/in: Jackson Pearce
Genre: YA, Drama
Buchreihe: Nein!


Englisch Schwierigkeitsgrad: A-B





 Die amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina, lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu wollen, in dem ein schlaues Mädchen, Pferde, Tierbabys und Magie eine Rolle spielen - und da sie ein solches nirgendwo finden konnte, begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht. 



Deutsch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 13,40€
Seiten: 224
Verlag: Little Brown



 Humorvoll und tiefgründig...


Kurzbeschreibung

Before her mother died, Shelby promised three things: to listen to her father, to love as much as possible, and to live without restraint. Those Promises become harder to keep when Shelby's father joins the planning committee for the Princess Ball, an annual dance that ends with a ceremonial vow to live pure lives -- in other words, no "bad behavior," no breaking the rules, and definitely no sex.
Torn between Promises One and Three, Shelby makes a decision -- to exploit a loophole and lose her virginity before taking the vow. But somewhere between failed hookup attempts and helping her dad plan the ball, Shelby starts to understand what her mother really meant, what her father really needs, and who really has the right to her purity.

Buchgestaltung

Ich bin immer noch kein Fan des Covers, obwohl es schon ziemlich gut passt. Trotzdem sieht das Buch unter dem Schutzumschlag ziemlich schön aus. An der Seite findet sich nämlich passend zum Schloss auf dem Cover ein Schlüssel am Buchrücken.

Meinung

“A novel about love, loss, and sex -- but not necessarily in that order.”

Jackson Pearce trifft damit den Nagel auf den Kopf. In ihrer Danksagung am Ende des Buches schreibt sie, dass sie eine lustige Geschichte über ein Mädchen schreiben wollte, das ihre Jungfräulichkeit verliert und das ist ihr auch gelungen.  „Purity“ ist das erste Non-Fiction Buch der Autorin und ich war wirklich gespannt, vor allem, weil ich mir echt schwer vorstellen konnte, wie solch ein Thema nicht entweder vollkommen übertrieben oder seltsam sein kann, wenn es das Zentrum einer Geschichte ist. Aber Jackson Pearce hat mich nicht enttäuscht!

Shelby ist ein sympathischer Charakter, den ich sofort von der ersten Seite an lieb gewonnen habe. Ebenso wie ihre beiden besten Freunde, zeichnen sie Eigenschaften wie Humor und Schlagfertigkeit aus und es war einfach erfrischend, wie locker sie die Dinge nimmt und beeindruckend, wie sie versucht ihr Leben so zu gestalten, wie sie es will. Das Buch fängt ziemlich traurig an, nämlich damit, dass Shelbys Mutter stirbt und diese ihrer Tochter drei Versprechen abnimmt. Wie konnte Shelby auch anders, als diese zu geben? Doch später stellt sich heraus, das ihr Leben ganz schön chaotisch dadurch wird, das sie versucht alle drei immer einzuhalten, denn diese lassen sich nicht immer miteinander vereinbare und das Brechen der Versprechen würde Shelby sich niemals verzeihen. Aber hätte ihre Mutter jemals gewollt, dass sie unglücklich ist?

Die Geschichte hat viele witzige, aber auch emotionale Momente und vermittelt die Ganze Zeit über mehrere moralische Botschaften. So etwas wie: sei immer du selbst, lebe dein Leben, verschwende keine Sekunde…

Shelby schwelgt oft in Erinnerungen an ihre Mutter, was diese präsent wirken lässt und als Leser merkt man, wie Shelby unter ihrem Verlust leidet. Ich musste sehr oft daran denken, wie schrecklich es ist, jemanden zu verlieren, den man liebt. Es geht sehr viel um Liebe in diesem Buch, aber nicht um eine oberflächliche Liebe, sondern jene zu der eigene Familie und wie dieses Band, das Leben beeinflussen kann. Freundschaft spielt auch eine große Rolle und Herausforderungen meistern. Ich musste ziemlich oft über die Kommentare von Shelbys bester Freundin schmunzeln und war beeindruckt von der Kreativität, die die Autorin in eine Liste gesteckt hat, die Shelby in ihrem Leben abarbeiten will. Die Szene, in der sie eine Blume auf jedes Grab auf einem Friedhof legt, zum Beispiel, fand ich einfach nur außergewöhnlich.

Natürlich steht das Thema Sex im Vordergrund und es war echt mal was anderes, weil so gar nicht prüde darüber geredet wurde, aber genauso wenig verantwortungslos. Es war, als würde man eine Kömodie gucken und ich kann mir das Buch auch super als Film vorstellen. Wie Shelby sich mit ihren Freunden berät und versucht heraus zu finden, wer ihr Auserwählter sein soll, ganz ohne Kitsch etc. war einfach amüsant. Trotzdem wurden in diesem Roman immer Grenzen eingehalten, weil die Botschaft dies bezüglich am Ende doch deutlich ist.

Etwas, was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende des Buches. Im Buch gibt es haufenweise gut durchdachte Konflikte jeglicher Art, aber die Sache mit dem verliebt sein am Ende war einfach nur das Klischee schlecht hin. Das war etwas schade.

Ansonsten ist der Schreibstil gewohnt Jackson Pearce wieder flüssig und witzig.


Wer ein unterhaltsames Buch mit jeder Menge witziger und trauriger Momente lesen möchte ist hier genau richtig. Sympathische Charaktere und eine außergewöhnliche Handlung, sowie die Offenheit zu vielen Konflikten zeichnen dieses Buch aus.

Da das Buch jedoch relativ kurz ist, schafft es der Roman „nur“ über einen kurzen Zeitraum zu unterhalten und verschwindet bei vielen sicher wieder rasch aus dem Gedächtnis. Ich für meinen Teil mag die Autorin jetzt noch ein Stückchen mehr ;)


8,5/10



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