Donnerstag, 7. Juni 2012

[BUCHREZENSION]



Titel: Wunderlicht
OT: Wonderstruck
Autor/in: Brian Selznick
Genre: All Age, Contemporary
Buchreihe: Nein!


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?





 Brian Selznick, geboren 1966 in New Jersey, ist ein vielfach preisgekrönter Illustrator und New York Times Bestsellerautor. Er arbeitete nach seinem Designstudium als Dekorateur in einer Kinderbuchhandlung und fand hier die Inspiration, um selbst zu Zeichenstift und Feder zu greifen. Brian Selznick lebt in New York und San Diego.



Deutsch
Gebunden/ 19,99€
Seiten: 640
Verlag: cbj


Englisch
Gebunden/ 14,95€
Seiten: 637
Verlag: Scholastic




Eine zauberhafte Geschichte in poetischen Worten und wunderbaren Bildern!


Kurzbeschreibung

Eine Geschichte über Freundschaft, Familie und den Mut, seine Träume wahr werden zu lassen »Wunderlicht« verknüpft zwei fesselnde Geschichten zu einem überwältigenden Ganzen. Bens Geschichte und die von Rose, fünfzig Jahre zuvor. Ben fühlt sich seit dem Tod seiner Mutter verlassen, und Rose, die allein bei ihrem Vater lebt, ist genauso einsam. Als Ben im Nachlass seiner Mutter einen geheimen Hinweis entdeckt und Rose sich eine einmalige Gelegenheit zur Flucht bietet, ergreifen die beiden Kinder die Chance und riskieren alles, um das zu finden, was sie so sehr vermissen: Freundschaft, Liebe und Geborgenheit.

Buchgestaltung

Ich bin einfach nur überwältigt von der Gestaltung dieses Buches. Es wurde so viel Liebe zum Detail hinein gelegt, das allein die Aufmachung ihre eigene Magie versprüht. Das Cover ist sehr passend gewählt und findet sich unter dem Schutzumschlag wieder. Im Innenteil findet man wunderschöne Zeichnungen! Die Formatierung des Buches beschert beim Lesen eine geheimnisvolle Atmosphäre und am Ende des Buches findet sich eine sympathische Anmerkung des Autors.

Hier hat sich der cbj Verlag einen wahren Schatz ins Verlagsprogramm geholt. Ein Hardcover mit einem Preis von 20€ ist in den Augen vieler zwar nicht gerade billig, aber verspreche euch, das es sich zu 100% lohnen wird! :)

Meinung

Magisch, Märchenhaft, Atemberaubend – das sind nur einige der Adjektive, mit denen dieses Buch bereits beschrieben wurde und ich kann all den vielen positiven Rezensionen nur beipflichten. Wunderlicht ist nicht nur ein Buch, das eine Geschichte erzählt, Wunderlicht ist ein Roman, der einen tief berührt und Spuren hinterlässt. Eine solche Geschichte wird man nicht so schnell wieder vergessen.

Im schriftlichen Teil des Buches wird die Geschichte von Ben erzählt. Ben, der seine Mutter verloren hat und deshalb bei seinen Verwandten wohnt. Er ist auf einem Ohr taub und hat es nicht leicht in seinem Leben gehabt, denn er weiß nicht, wer sein Vater ist oder ob dieser noch lebt. Er ist einsam und seine einzige Leidenschaft ist das Sammeln besonderer Gegenstände. Eines Abends findet er in den Sachen seiner Mutter ein Buch namens Wunderlicht, welches eine Widmung beinhaltet, die Ben zum Anlass nimmt sich auf die Suche nach seinem Vater zu machen, aber es kommt alles anderes als gedacht. Ich würde sagen, das mindestens 60% des Buches aus den herrlichen Zeichnungen bestehen, die die zweite Geschichte erzählen, eine, die lange vor Bens Zeit spielte und einem Mädchen namens Rose folgt. Rose ist Gehörlos und genau wie Ben, ist ihr Leben sehr einsam. Ihre Eltern sind geschieden, die Mutter eine bekannte Schauspielerin, die gerne ignoriert, eine Tochter zu haben und Roses Vater unterdrückt lieber die Wünsche seiner Tochter, als zu zuhören.

Zu Beginn des Buches, weiß man noch nicht so recht, wohin beide Geschichten führen. Erst kurz vor Schluss ergeben sie zusammen ein Ganzes und man rätselt unaufhörlich mit. Dabei ist die Geschichte um Ben, ebenso wie die um Rose sehr herzzerreißend und fesselnd geschrieben. Das Leben der beiden ist traurig und ihre Einsamkeit spürbar. Wie zwei kleine Abenteuer erzählt Brian Selznick, die Geschichte zweiter Menschen, die nach dem „Mehr“ in ihrem Leben suchen, dabei etwas über Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Hoffnung lernen und sympathischer nicht sein könnten.

Die Zeichnungen, die Roses Geschichte beschreiben sind wunderschön anzusehen und beim Aufschlagen einer jeden neuen Seite versinkt man tiefer in ihr. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber diese Zeichnungen sind ebenso ausdrucksstark, mitreißend und spannend gewesen, wie die eigentliche Geschichte. Ich konnte mich gar nicht mehr satt sehen und habe sehr viele der Orte auf den Bildern unglaublich lieb gewonnen. Es ist schon eine Kunst, dem Leser Bilder zu zeigen, die genauso die Phantasie anregen, wie es die eigene Vorstellungskraft vermag.

Eine Achterbahn der Gefühle – dass erwartet wohl jeden, der Wunderlicht zur Hand nehmen wird. Ich selber musste oft mit den Tränen kämpfen, so rührend waren einige Stellen oder so Atmosphärisch dicht, die Verzweiflung, die an Ben und Rose nagt. Ich glaube kaum, dass solch eine brillante Erzählweise irgendjemanden kalt lassen wird. Der Autor vermag es mit einfachen Worten eine große Wirkung zu erzielen. Poetisch und authentisch stammt die Geschichte aus dem Leben selbst.

Es gab so viele wundervolle Stellen, die mich sehr inspiriert haben.

Die ganze Thematik „Gehörlos“ wurde dazu noch sehr gut recherchiert. Ebenso, wie die Orte an denen die Geschichte spielt hat das ganze etwas sehr reales. Und da die Realität nicht immer ein Happy End bereithält, bleibt das Buch bis zum Schluss spannend, weil man so gerne wissen möchte, wohin die Wege führen.

Die Danksagung zum Schluss fand ich einen gelungenen Abschluss, weil der Autor darin erzählt, wie er zu der Geschichte gekommen ist und Literaturhinweise zur Thematik anspricht.

Wunderlicht ist wahrhaftig ein Meisterwerk, bestehend aus Worten und Bildern, die den Leser in eine Geschichte führen, die man nicht mehr so schnell vergessen wird.

Magisch – weil sie verzaubert und zu Tränen rührt.
Märchenhaft – weil die Hoffnung immer zu letzt stirbt.
Atemberaubend – weil man dieses Buch, nicht mehr aus der Hand legen kann.

10/10



Für dieses zauberhafte Rezensionsexemplar! :)


Kommentare:

  1. Hört sich echt gut an :)
    Komisch, dass ich von diesem Buch noch nichts gehört habe :O
    Aber mich reizen die Zeichnungen voll. Hast du schon "Die Stadt der Träumenden Bücher" gelesen. Die Zeichnungen da sind auch so toll und dieses Buch ist so ein Meisterwerk ♥ Die Stadt Buchhaim ist so gut gelungen!

    LG Plumi :3

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  2. Ich habe das auch noch nie gehört... deine Rezension hört sich aber toll an. :-)

    lg

    Steffi

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  3. Ui, schöne Rezi :3

    Sag mal du liest Skulduggery in english, right?:D Würd mich mal interessierne ob die da besser sind als im deutschen. Weil da nervt mich einfach nur diese "und dann dies und dann jenes und dann dann dann" schreibart.... =.= Lesegenuss flötepiep unso.

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  4. Woah... Du hast ein buch geschrieben!!! Ich will auch... Und ich will es unbedingt lesen! Es klingt richtig gut! Ich versuche schon lange zu schreiben aber dann finde ich meine Ideen doof oder mache einfach nicht weiter (keine Zeit, keine Lust..) oh man... Und das du auch noch veröffentlicht wurdest!Du hast echt Glück!

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  5. Ich habe mich entschlossen, mein etwas anderes Leben aufzuschreiben.Es handelt von Krebs, bis zum Halbwaisen. Würde mich freuen über dein ein oder anderen Besuch.

    http://​ploetzlichhalbwaise.blogspot.de​/

    Mein Blog - Plötzlich Halbwaise -

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  6. Okay, das ist schon die zweite mega überschwängliche Rezension. Ich glaube, ich muss das Buch wirklich, wirklich haben. Vielen Dank für die Anregung!

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  7. Wow, eine echt tolle Rezi! Dabei hab ich noch nie von dem Buch gehört ^^
    Und dein Blogdesign ist der Hammer!

    Respekt! :D

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D