Freitag, 22. Juni 2012

[BUCHREZENSION]


Titel: -
OT: No Peace for the Damned
Autor/in: Megan Powell
Genre: Urban-Fantasy
Buchreihe: ?


Englisch Schwierigkeitsgrad: B-C



 Erscheint am 10.Juli!



 Keine näheren Informationen gefunden?!



Deutsch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!

Englisch
Taschenbuch/ 12,99€
Seiten: 289
Verlag: 47North



Solides Debüt, eine Menge verschenktes Potenzial...


Kurzbeschreibung

Magnolia Kelch is no stranger to pain. Beautiful and powerful, she's spent her entire life at the mercy of her sadistic father and the rest of the Kelch clan, who have tortured her and tested the limits of her powers. After one particularly heinous night that leaves Magnolia nearly dead, she finally sees her chance for escape? But this first taste of freedom is short-lived when she collides with Thirteen, head of the Network ? a secret organization dedicated to fighting supernatural criminals ? who recruits her into the group. Even as she's coming to grips with this new life and the horrific memories that still haunt her, she's conflicted by her growing attraction to fellow team member Theo and the emergence of new, untested abilities. After months of grueling training, her loyalty to the team is tested when she learns her target is the Network's most wanted: the Kelch family. Revenge may course through her veins, but so does the blood of the Kelches. And opposing her family may cost her the thing she treasures most. After all, Magnolia is still a Kelch. And the Kelch are damned.

Buchgestaltung

Im Nachhinein finde ich das Cover doch sehr treffend. Es zeigt Magnolia beim Einsatz ihrer Kräfte, auch, wenn sie diese Gabe selten benutz. Der Titel allerdings ließ mich erst einmal vermuten, das es sich um einen Zombie Roman oder ähnliches handelt – warum auch immer ;P No Peace fort he Damned klingt doch auch danach, oder nicht? Mit den „Verdammten“ sind aber in diesem Roman die magischen Paranormalen gemeint, also Pustekuchen. Nicht, dass das etwas Schlechtes wäre!

Meinung

Magnolia gehört zu Kelch Familie, welche große magische Kräfte besitz. Magnolia selbst, übersteigt dabei die Vorstellungen ihres Vater, der durch Folter ihre Grenzen testet, seitdem sie ein kleines Mädchen ist. Die Kelchs sind grausam, korrupt und scheuen keine Scheu und Müh, wenn es darum geht ihre Ziele durchzusetzen, auch, wenn sie dabei über Leichen gehen müssen – viele Leichen. Als Magnolia es schafft aus dem Gefängnis ihres zu Hauses zu fliehen schließt sie sich einem Geheimkommando der Regierung an, welches ihrer Familie das Handwerk legen will. Sie ist deren einzige Hoffnung, stößt aber nur auf Misstrauen und muss sich ihr Vertrauen hart erkämpfen, dabei ist Vertrauen genau sie Sache, zu der sie selbst nicht fähig zu sein scheint. Als weitere Morde an Menschen stattfinden, wird es brenzlig.

Die wohl allergrößte Schwäche des Romans ist der Mangel an Informationen. Man hat tausende Fragen, aber bekommt keine Antwort, auf so gut wie nichts. Die Geschichte konzentriert sich ausschließlich auf Magnolias Erinnerungen und Empfindungen, welche ihren Charakter sehr vielschichtig wirken lassen und das Aufspüren der Kelch Familie, welche später jemanden aus Magnolias Team entführen. Ab diesem Punkt heißt es nur noch: finde den Teamkollegen, am besten lebend.

Das größte Fragezeichen hat mir das Motiv von Magnolias Familie ins Gesicht geschrieben. Es wird erwähnt, dass diese einen Plan verfolgt, Experimente mit Magnolia getrieben hat, aber welche exakten Gründe dahinter stecken wird nicht ersichtlich. Allgemein wird sehr wenig auf all das Interessante eingegangen…

Was genau macht das Geheimkommando? Wie ist es entstanden? Welche Motive stecken hinter der Arbeit? Wieso benimmt sich Magnolias Familie wie ein Haufen Mafia Mitglieder? Wieso hat sich vorher niemand gegen sie gestellt? Was genau hat die Regierung mit allem zu tun? Wie genau sieht die Welt aus, in der das alles stattfindet? Was genau macht die Paranormalen aus? Wer kann Magie benutzen, wer nicht? Und und und…

Zunächst einmal fällt der Einstieg in die Geschichte leicht, ich mochte Magnolia und die Erzählgeschwindigkeit des Romans, die sehr rasant ist. Es gibt haufenweise Dialoge über Pläne, Kampftraining und Rückblicke aus Magnolias Sicht, welche einem mehr zu ihrem Charakter offenbaren. Magnolia war sowieso der tragende Punkt der ganzen Handlung. Ihre Absichten und Gefühle sind sehr deutlich. Sie hatte ein schweres Leben, ist durch die Grausamkeiten ihrer Familie stark geprägt und kann kaum normale Gefühle zu lassen. Trotzdem beginnt sie in der Gegenwart ihrer neuen Teamkollegen aufzutauen und lernt dabei nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Menschen wieder zu vertrauen. Eine besondere Bindung hegt sie dabei zu Theo, mit dem sich ganz langsam etwas anzubahnen scheint…Magnolia ist der Inbegriff einer starken und klugen Heldin, die, auch, wenn sie unzählige Schwächen hat, mich in ihrer Erzählung sehr mitreißen konnte.

Der ganze Aspekt der Magie, also ihrer Magie war interessant und gut beschrieben. Hier lernt man Fähigkeiten kennen, die nicht in jedem dritten Roman vorkommen und die auch eingesetzt werden, über die man immer mehr und mehr erfährt.

Die Dialoge waren bissig, humorvoll, ernst und traurig – eine gute Mischung, die für Abwechslung sorgte. Die Handlung des Romans an sich war etwas flacher. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, die Autorin würde gewisse Szenen in die Länge ziehen, um Seiten zu füllen. Dafür weiß die Autorin aber, wie man Beziehungen aufbaut. Die Annäherungsversuche zwischen Magnolia und Theo waren richtig brisant und haben mich zum schmunzeln gebracht. Hier gibt es übrigens keine Sex-Szenen oder dergleichen, wie es sonst oft in dieser Art von Urban-Fantasy der Fall ist.

Die Nebencharaktere hatten interessante Seiten und auch, wenn sie wirklich sehr oberflächlich beschrieben waren, so erfüllten sie immerhin keine Klischees.

Das Ende des Buches war auch richtig spannend und die Cliffhänger Wirkung gelungen. Das hatte ich so nicht kommen sehen – negativ könnte man sagen: nein, noch mehr Fragen, aber ich persönlich fand das ganz gut inszeniert. Man braucht als Leser eben ein bisschen mehr Geduld, denn dann kann man sich zurück lehnen und die Geschichte genießen. 


Das Buch liest sich flüssig und fast in einem Rutsch weg, die Geschichte wirkt innovativ und hat riesiges Potenzial, von dem ich hoffe, dass es im nächsten Band genutzt wird. Alles in allem ist die Geschichte fesselnd, die Protagonistin klasse und einzig und allein die fehlenden Informativen, lassen das ganze Konzept blass erscheinen und wie ein Kartenhaus unspektakulär zusammen krachen.

Hoffen wir mal das Megan Powell bei Band 2 höher pokert ;P


6/10


 Sind bei dem Cliffhänger sicher in Arbeit! ;P



Und dem Verlag 47North für dieses Vorab-Leseexemplar! :)


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