Freitag, 27. Juli 2012

[BUCHREZENSION]


Titel: Das Leben, das uns bleibt
OT: This World we live in
Autor/in: Susan Beth Pfeffer
Genre: YA, Endezeit, Drama
Buchreihe: The Last Survivors #3


Englisch Schwierigkeitsgrad: ?





Susan Beth Pfeffer, geboren 1948 in New York, hat bereits über 60 Bücher für Kinder und junge Erwachsene veröffentlicht und wurde in den USA mehrfach ausgezeichnet. Sie wollte schon in der ersten Klasse Schriftstellerin werden und ist sehr glücklich, dass es geklappt hat. "Die Welt, wie wir sie kannten" erscheint als erstes ihrer Bücher auf Deutsch. Im Herbst 2012 erscheint mit "Das Leben, das uns bleibt" die Fortsetzung auch in deutscher Sprache. Susan Beth Pfeffer liebt Eislaufen, Kino und ungesundes Essen. Sie lebt mit ihren beiden Katzen Emily und Alexander in Middletown, New York.


Deutsch
Gebunden/ 16,90€
Seiten: 272
Verlag: Carlsen


Englisch
Gebunden/ 14,99€
Taschenbuch/ 7,00€
Seiten: 232
Verlag: Graphia



 Wenn eine Buchreihe für einen immer schlechter wird :/


Kurzbeschreibung

Wie das Leben vor der Katastrophe war, daran kann sich Miranda kaum noch erinnern. Eine vollständige Familie, genug zu essen, eine funktionierende Heizung - es scheint ewig her zu sein. Fast alle ihre Freunde und Verwandten haben den Ort verlassen oder sind gestorben. Nur wenn es ums Essen geht, sitzen plötzlich viel zu viele Leute am Tisch. Die Rationen sind winzig, nie ist genug da. Doch eines Tages steht Mirandas Vater vor der Tür. Mit seiner Freundin und einem Baby. Und einem Jungen, den Miranda noch nie gesehen hat. Plötzlich ist die Hoffnung zurück.

Buchgestaltung

Ich finde die Cover der Reihe ergänzen sich alle ganz gut, aber wirklich gefallen mit ihren tristen Farben tun sie mir nicht. Ich finde die englischen Cover irgendwie origineller, weil sie etwas mehr Farbe haben und zudem klarer zu erkennen ist, das außer dem Mond, noch ein anderes Motiv auf den Cover ist. Die Titel der Buchreihe sind aber immer treffend ausgesucht, die deutschen passen sogar um einiges besser.

Meinung

Susan Beth Pfeffer greift auch in dem letzte Band ihrer Triologie auf dasselbe Muster zurück. Wer also Band eins mochte und auch Band zwei gut fand, der wird zweifelsohne auch Band drei mögen. Wer aber wie ich, schon von Beginn an kleine Problemchen mit den Büchern hatte, für den wird wohl der letzte Teil der Reihe der schlechteste sein. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, die Bücher zu mögen, aber leider war all die Mühe vergebens. Für mich endet die Reihe so gesehen in einem Desaster und Band drei empfand ich nur noch als L-A-N-G-W-E-I-L-I-G!

Noch immer geht der Kampf ums überleben weiter. Noch immer haben wir es mit denselben oberflächlichen Charakteren zu tun. Noch immer ist das Essen knapp und Thema Nummer Eins und noch immer werden Hausaufgaben gemacht, obwohl die Schule in diesem Buch dann endlich mal geschlossen hat und sogar eine Art Mördergrippe umgeht und ein Tornado viele Leute umbringt.

Wieder stehen einzig und allein die Beziehungen der Charaktere untereinander im Vordergrund. Wieder wird sich endlos an sich wiederholenden Dialogen aufgehalten. Wieder habe ich einfach sie Spannung vermisst und dieses mal die Verbindung zu IRGENDTETWAS im Buch.

In diesem Roman findet nun, das lang ersehnte Treffen der Charaktere aus beiden Vorgängern statt. Aber das Ganze wird nicht überraschend inszeniert, sondern die einen stehen plötzlich bei den anderen vor der Haustür. Und während die Welt um Miranda, Alex & Co nebenbei untergeht, verschanzen sie sich alle in einem Haus, essen, schlafen, lernen und essen wieder, gehen schlafen und lernen weiter.

Ich habe in diesem finalen Band endgültig die Lust an der Story verloren.

Das Buch ist nicht nur viel kürzer, as die anderen, es liest sich auch sehr viel langatmiger, eine Logik, die in meinem Kopf nicht so ganz aufgehen wollte. Bis Seite 200 (circa) läuft alles nur nach den alt bekannten Mustern ab. Klar wird hier und da mal etwas „unternommen“ in dem man Fischen geht oder ausnahmsweise mal nicht lernt, sondern Wäsche wäscht, aber trotzdem waren die Seiten zäh wie Kaugummi.

In diesem Band gibt es aber (auch, wie in den Vorgängern) zum Ende hin einige spannende Momente, bei denen wieder einige Leute sterben, aber obwohl ich nicht leugnen kann, das es tragisch war, so war es auch nicht besonders befriedigend, zum dritten Mal in Folge am Ende zu einigen Charakteren Adios sagen zu müssen. Susan Beth Pfeffer weiß einen Tod bzw. Tode wirklich schaurig zu gestalten, aber der Sinn dahinter war mir schon in den anderen Büchern nicht klar. Ein Highlight des Buches kann man das ganze auch nicht nennen, da man genau weiß, was am Ende passiert.

Dazu kommt dieses mal noch eine äußerst platte und übereilte Liebesgeschichte (dreimal dürft ihr raten, wer sich in wen verliebt!) und ich kenne weitaus bessere. Viele werden jetzt nämlich Einspruch erheben und sagen: hey, da geht die Welt unter, da verliebt man sich eben schneller! Aber in dem Endzeitroman „Ashes“ verlieben sich auch die Charaktere ineinander und man weiß das UND es war glaubwürdig. Hier fehlten mir die Emotionen bei so ziemlich ALLEM.


Wie bereits am Anfang erwähnt wird das Buch 100% den Fans der anderen beiden Teile gefallen. Ich kann die Begeisterung um diese Buchreihe nicht mehr nachvollziehen und da die Bücher immer schlechter werden, würde ich meine Empfehlung jetzt so ausdrücken: lest Band eins und wenn ihr ihn SEHR mögt: HURRAY eine neue Buchreihe gefunden. Andernfalls könnt ihr euer Geld sparen!

4/10



Für dieses Rezensionsexemplar! :)


1 Kommentar:

  1. Schade, dass die Reihe anscheinend so abbaut. Der ersten Band hat mir gut gefallen, obwohl ich ihn auch nicht herausragend fand. Eigentlich hatte ich vor, die Fortsetzungen irgendwann mal zu lesen, aber vielleicht belasse ich es jetzt doch lieber beim ersten Teil.

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