Montag, 10. September 2012

[BUCHREZENSION]



Titel: Lost Land – Die erste Nacht
OT: Rot & Ruin
Autor/in: Jonathan Maberry
Genre: YA, Dystopie (?)
Buchreihe: Rot & Ruin #1



Erscheint am 27. September! :)


Jonathan Maberry (geboren 1958) hat nach einer beachtlichen Karriere als Jujitsu-Kämpfer eine Reihe von Horror-Romanen verfasst, ist "New York Times"-Bestsellerautor und wurde mehrfach mit dem "Bram Stoker Award" ausgezeichnet. Er verfasst Graphic Novels für Marvel Comics und Drehbücher für Spielfilme wie "Wolfman". Jonathan Maberry lebt in Warrington, Kentucky.



Deutsch
Gebunden/ 16,95€
Seiten: 528
Verlag: Thienemann


Englisch
Gebunden/ 14,99€
Taschenbuch/ 8,90€
Seiten: 464
Verlag: Somin & Schuster




Gute Unterhaltung, wenn auch stellenweise ohne roten Faden.


Kurzbeschreibung

In Mountainside gelten strenge Gesetze. Wer 15 ist, muss selbst für seinen Unterhalt sorgen, anders ist das Überleben nicht möglich. Da er keine Alternative hat, geht Benny Imura bei seinem Bruder in die Lehre, einem bekannten Zombiejäger. Er hasst Tom, den er für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, hält ihn für skrupel- und verantwortungslos. Doch dann erlebt er einen Jäger, der die Untoten respektiert und versucht, ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Denn sie waren einmal Menschen, die liebten und geliebt wurden. Und er erkennt, dass die wahre Gefahr im Lost Land nicht von ihnen ausgeht. Wirklich kaltblütig sind Menschen wie Rotaugen-Charlie und sein Clan, brutale Herren über Leben und Tod. Als sie Nix, seine Freundin, entführen, zieht Benny an Toms Seite in einen Kampf mit höchst ungewissem Ausgang … Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist.

Buchgestaltung

Das englische Cover trifft die Stimmung und das Thema des Buches wirklich sehr gut, aber mir persönlich gefällt es einfach nicht. Ich weiß, dass klingt total Mimöschenhaft, aber ich finde das Cover einfach nur total schrecklich und will mir das beim Blick in Bücherregal nicht immer ansehen müssen. Der Titel passt aber wie die Faust aufs Auge, denn im Buch ist sowohl alles „rotten“ und in „ruins“ – echt einfallsreich xD

Die deutsche Ausgabe gefällt mir viel besser, auch, wenn der Rabe als Motiv echt nicht passt. Dafür ist die Innengestaltung ziemlich cool. Vor jedem Kapitel kringelt sich Stacheldraht und die Einteilung der Teile im Buch wurde gut gemacht.

Meinung

Zombies. Verrottete Menschen, verwesende lebende Leichen, die kannibalische Neigungen haben, Hirntot sind und sich auf alles stürzen, was sich bewegt, weil jedes Lebewesen für sie Futter ist. Abgefallene Leichenteile, Blut, Mord, Leichenland und Menschen, die es sich zum Job gemacht haben de Zombies niederzumetzeln. Klingt das nicht einfach ansprechend? Da liest man die Blümchen und Bienchen schon aus dem Klappentext heraus, oder? Das Buch ist genau, dass, was man erwartet, wenn man an Zombies und eine Post-Apokalypsische-Welt denkt, in der die komplette Handlung auf diese Kreaturen aufbaut: unschön, brutal und Hoffnungslos.

Der Hauptcharakter ist der 15-jährige Benny Imura, der versucht sich durchs Leben zu schlagen, leider keinen Job findet und sich deshalb seinem Bruder Tom anschließt, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat alle Zombies von Antlitz der Erde zu tilgen. Die Welt, wie wir die kannten existiert nämlich nicht mehr, da durch eine Zombie Apokalypse, das normale Leben alles andere als möglich ist. Die Menschen verschanzen sich in Kolonien und versuchen die Zombies, so gut es geht zu ignorieren, währen diese vor den Sicherheitszäunen im Leichenland herum irren. Der Schreibstil des Buches ist simple gehalten und versprüht jede Menge schwarzen Humor, welcher selbst in brenzligen Situationen sehr amüsant ist.

Was der Autor hier fabriziert hat, lässt sich rasch und flüssig lesen und ist wirklich sehr unterhaltsam, aber ich hatte dennoch große Probleme mit dem Buch. Einerseits ist die Geschichtewirklich spannend, besonders, wenn eine Horde Zombies hinter Benny und seinem Bruder her sind und es heißt: kämpfen, kämpfe, kämpfen. Anderseits glänzt das Buch nicht gerade durch Abwechslung und Ideenreichtum, wie ich finde. Die meiste Zeit beim Lesen und auch nachdem Beenden des Buches habe ich mich einfach nur gefragt, wo denn der Sinn hinter der ganzen Handlung steckte? Die im Klappentext beschriebenen Plotpunkte sind die einzigen Stellen, die das Gerüst rund um die Jagd auf Zombies irgendwie stützen. Ansonsten geht es eben um genau dies. Benny und Tom reisen von Punkt A nach Punkt B und bringen dabei jede Menge Zombies um. Die Dialoge drehen sich größtenteils um Lebensgeschichten von Menschen, die während ihrer Lebzeit mit Zombies in Berührung gekommen sind. Auf ihrer Reise treffen die Imura Brüder jede Menge andere Jäger und es wird sich zwischendurch immer mal wieder über den derzeitigen Zustand der Welt ausgetauscht oder sich gegenseitig das Leben gerettet.

Es ist schon recht spannend über die Zombieattacken zu lesen, zumal die ganzen Charaktere dadurch immer in Gefahr schweben, aber das Buch verläuft auf den über 500 Seiten immer wieder nach dem gleichem Muster ab. Die Brüder reisen irgendwohin, ruhen sich aus, werden von Zombies angegriffen, dann geht die Reise weiter. Irgendwie wurde mir das Ganze schnell langweilig, weil ich mir immer schon denken konnte, was denn so als nächstes auf die beiden Helden zukommt. Es gibt selten überraschende Wendungen im Buch und diese eine Stelle, die mich sicher hätte schockieren sollen, war so ersichtlich eingefädelt, dass ich da überhaupt nicht mit der Wimper zucken musste, obwohl das sicher einer der Höhepunkte war.

Die Geschichte ist trotz allem originell und die Charaktere starke Persönlichkeiten, die nichts mit den sonstigem 0/8/15 Schund gemeinsam haben, der heutzutage so in Massen auf dem Büchermarkt erscheint. Fans des Genres werden hier sicher auf ihre Kosten kommen, denn Lost Land ist nichts für schwache Nerven!


Ein Buch das auf blutrünstige Art und Weise zu unterhalten weiß, spannend ist und gelungene Charaktere bietet. Leider hat mich absolut gestört, dass man nie genau wusste, wohin der Plot führt bzw. der rote Faden kaum ersichtlich war. Dazu kam, das durch die sich wiederholenden Handlungsmuster, das Buch oft zäh wirkte und man sich an vielen Stellen nicht so schockieren lassen konnte, wie es beabsichtigt war.

6/10



Auf Englisch ist die Fortsetzung bereits erschienen.
Über die Deutsche ist bisher noch nichts bekannt!




Für dieses Vorab-Leseexemplar! :)


1 Kommentar:

  1. Es klingt aufjedenfall anders, als die meisten Bücher, die ich sonst lese :) Ich werde es aufjedenfall mal testen, spricht mich nämlich schon an!
    LG, Katrin

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