Montag, 26. November 2012

[BUCHREZENSION] Black City



Titel: -
OT: Black City
Autor/in: Elizabeth Richards
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Black City #1



Englisch Schwierigkeitsgrad: 








 Elizabeth Richards is a YA author who loves books about supernatural boys, kissing and blood. Elizabeth recently signed a three-book deal with Putnam, Penguin. BLACK CITY, Book #1 of the BLACK CITY trilogy will be published in North America in November 2012. 



Deutsch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 13,50€
Seiten: 384
Verlag: Punam



 
Willkommen in einer Stadt voller Dunkelheit und Unterdrückung…


Kurzbeschreibung

In a city where humans and Darklings are now separated by a high wall and tensions between the two races still simmer after a terrible war, sixteen-year-olds Ash Fisher, a half-blood Darkling, and Natalie Buchanan, a human and the daughter of the Emissary, meet and do the unthinkable—they fall in love. Bonded by a mysterious connection that causes Ash’s long-dormant heart to beat, Ash and Natalie first deny and then struggle to fight their forbidden feelings for each other, knowing if they’re caught, they’ll be executed—but their feelings are too strong.

When Ash and Natalie then find themselves at the center of a deadly conspiracy that threatens to pull the humans and Darklings back into war, they must make hard choices that could result in both their deaths.

Buchgestaltung

Das Motiv hat zwar so GAR NICHTS mit dem Buch zu tun, aber es sieht echt klasse aus! Ich hätte es allerdings wirklich besser gefunden, wenn das Motiv Bezug zur Handlung genommen hätte, denn da hätte es Dutzend Möglichkeiten für gegeben. Da die Geschichte in „Black City“ spielt, ist der Titel recht gut gewählt. Alles in allem macht die Aufmachung doch etwas her und sieht schick im Regal aus :P

Meinung

Bei Black City wusste ich schon nach den ersten Seiten, dass ich diese Geschichte mögen würde und das blieb auch lange Zeit so, flaute im Mittelteil ab und kam dann am Ende Gott sei Dank wieder durch! Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht von Ash und Natalie geschrieben. Ash ist halb Mensch und halb Darkling und damit ein Dorn im Auge der Regierung, die beide Rassen für immer voneinander trennen möchte. Darlinge werden als gefährlich angesehen, denn sie ernähren sich von menschlichem Blut und ihr Biss macht abhängig wie eine Droge. Natalie hingegen ist die Tochter einer Frau die bei den Sentry (den Menschen in einer hohen sozialen Klasse) an der Spitze der Macht steht und gegen die Darklinge vorgeht. Durch einen Zufall laufen sich die beiden über den Weg und als sich diese erneut kreuzen geschieht etwas seltsames, das Ash und Natalie zusammen schweißt.

Der Weltenentwurf in Black City kam mir von vielen Geschichten und Gehörtem her nicht gerade neu vor, aber dafür kann die Autorin mit der Art und Weise punkten, wie sie die Zustände und die Orte beschreibt. Black City ist aufgebaut wie ein Ring, in dessen Mitte die Reichen leben und außerhalb die Armen und die Darklinge. Die Sentry sind jene klasse, die mit ihren Trackern und Soldaten dafür sorgen, dass die Darklinge die Menschen in Ruhe lassen, komme was wolle, denn viele von ihnen werden durch einen Virus zu unkontrollierbaren Monstern und noch mehr von ihren benutzen ihr Gift das „Haze“ dazu, um damit zu dealen, wie mit einer Droge. Im Prinzip geht es hier wieder um den Klassenkampf, die Unterdrückung einer Rasse in der Minderheit und um Rechte, die nur den stärkeren zustehen, denn die Regierung richtet jeden Darkling sofort hin, der gegen das Gesetzt verstößt.

Die vielen Konflikte zwischen Menschen und Darklingen, die Gefahren, die von den wahren Monstern ausgehen und die vielen Ungerechtigkeiten, die Ash sein Leben nennt haben unglaublich viel Stoff für den Plot geliefert. Es gab kaum eine Stelle, an der es einmal ruhig zuging, denn auch, wenn gerade mal keine Action angesagt war, die Gefahr war zumindest Ash immer auf den Fersen. Der Plot überzeugt durch die viele Abwechslung, die hier aus moralischen Fragen, den oben genannten Konflikten und jeder Menge Spannung und Action besteht, durch die Geheimnisse und Rätsel, die die Tode einiger Teenager aufwerfen und der Beziehung zwischen Ash und Natalie, die sich Stück für Stück entwickelt. Beim Lesen kam es mir tatsächlich so vor, als habe ich 1000 Seiten hinter mir und nicht 400, denn es geschieht unglaublich viel, in sehr kurzer Zeit, was das Buch sehr rasant macht.

Ash und Natalie mochte ich beide sehr. Ash ist ein sturer und oft auch Kopfloser Charakter, der für seine Freiheit kämpft, aber auch nicht vergisst, was das für die Menschen, die er liebt bedeuten kann – er hat die Konsequenzen immer im Blick, weshalb er nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Dazu kommt, dass er als Darkling Einblicke in eine Seite der Geschichte bietet, die man durch Natalie nicht bekommt. Die dunkle Seite der Stadt, die Rebellionen unter den Darklingen und all die Gefahren, die mit einem Leben als einer selbst verbunden sind. Darklinge erinnerten mich zwar in vieler Hinsicht an Vampire, aber die Autorin hat es gekonnt geschafft hier eine eigene Rasse zu kreieren, die interessant und anders ist. Natalie ist da das genaue Gegenstück zu Ash, denn durch sie blickt man viel hinter die Kulissen der Labore und Machenschaften der Sentry, nicht zuletzt, weil Natalies Mutter eine der Drahtzieherinnen hinter grausamen Experimenten ist. Das Zusammenspiel der zwei Blickwinkel hat gut funktioniert und so konnte man beide Seiten verstehen.

Mit am besten fand ich auch, das Ash und Natalie sich am Anfang so richtig hassen und zwar sooooooo richtig und man sich fragt, ob die beiden jemals Freunde sein werden. Durch eine Wende jedoch ändert sich das aber und wenn man dann denkt, man wüsste alles, irrt man sich, denn gegen Ende haut die Autorin noch etwas raus, was die ganze Beziehung der beiden in Frage stellt.

Die Nebencharaktere haben auch eine Erwähnung verdient, denn diese waren überraschend tiefgründig und die vielen Motive, die hinter dem jeweiligen Charakter steckten kamen gut in der Geschichte heraus. So z.B. die besten Freunde von Ash und Natalie, Sebastian (einer der Tracker) oder ihre Klassenkameraden. Ich war echt verwundert, dass man hier kaum Klischee begegnete xD

Etwas nach der Hälfte des Buches, konnte mich die Geschichte leider eine ganze Weile lang nicht mehr packen, was auf jeden Fall daran lag, dass die Beziehung zwischen Ash und Natalie im Vordergrund stand. Im Grunde hat sie alles alle weg geschoben und das fand ich total nervig. Die Gefühle zwischen den beiden entwickelten sich auf einmal viel zu schnell und den Rest könnt ihr euch sicher denken….

Ich hatte auch die Befürchtung, dass es so nun den Rest des Buches weiter gehen würde, aber durch einen Streit, raffen sich beide wieder auf und die Sympathie vom Anfang flammte wieder bei mir auf. Am Ende des Buches überschlagen sich auch wirklich viele Ereignisse und das Ende ist toll geworden! Ich freue mich auf Band zwei! :)


Auch hier wird das Rad nicht an jeder Stelle neu erfunden, dafür dreht es sich jedoch in eine unterhaltsame, abwechslungsreiche Richtung. Der Weltenentwurf ist gelungen, die Konflikte toll erzählt und die beiden Charaktere gute Erzähler, die alle Seiten der Geschichte beleuchten und den Roman dadurch glaubwürdig machen. Ein tolles Fantasybuch, das fesselt und nie langweilig wird, in der Mitte jedoch einen „Liebes-Durchhänger“ der hartnäckigen Sorte hat und dadurch etwas schlaucht.


8/10



 Erscheint am 4. Juli 2013! 

1 Kommentar:

  1. Dafür dass es dich eine ganze Weile nicht mehr packen konnte ist das Endurteil aber mal richtig gut. "Liebesdurchhänger" :-)

    Wenn ich nicht sowas von ungern englische Bücher lesen würde (zumindest wenn deutsche zur Auswahl stehen!) ;-)

    Glg
    Steffi

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