Samstag, 8. Dezember 2012

[BUCHREZENSION] The Forsaken


 

Titel: -
OT: The Forsaken
Autor/in: Lisa M. Stasse
Genre: Fantopie xD aka Dystopie + Fantasy
Buchreihe: The Forsaken #1



Englisch Schwierigkeitsgrad:







 Lisa M. Stasse is a digital librarian at UCLA. The Forsaken is her first novel.




Deutsch
Noch nicht erschienen.
Erscheinungstermin unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 13,00 €
Taschenbuch/ 8,90€
Seiten: 434
Verlag: Orchand



Spannende Geschichte vom Beginn an, bis zum Schluss!


Kurzbeschreibung

As an obedient orphan of the U.N.A. (the super-country that was once Mexico, the U.S., and Canada), Alenna learned at an early age to blend in and be quiet—having your parents taken by the police will do that to a girl. But Alenna can’t help but stand out when she fails a test that all sixteen-year-olds have to take: The test says she has a high capacity for brutal violence, and so she is sent to The Wheel, an island where all would-be criminals end up.
The life expectancy of prisoners on The Wheel is just two years, but with dirty, violent, and chaotic conditions, the time seems a lot longer as Alenna is forced to deal with civil wars for land ownership and machines that snatch kids out of their makeshift homes. Desperate, she and the other prisoners concoct a potentially fatal plan to flee the island. Survival may seem impossible, but Alenna is determined to achieve it anyway.

Buchgestaltung

Mir gefallen beide Ausgaben richtig gut. Das HC überzeugt mit seinem ausgefallenen Motiv, dass aus der Masse hervorsticht und das TB mit dem Coolnessfaktor :P Obwohl das HC besser zum Inhalt des Romans passt (denn der Hauptcharakter schießt vielleicht 2x einen Pfeil ab) habe ich mir das TB zugelegt. Auf der Rückseite des Buches wurde der Spruch aufgedruckt „If you love the Hunger Games, you like this, too“ und ich finde seit langer Zeit, dass es auch gerechtfertigt ist!

Meinung

Schon die Idee überzeugte mich auf ganzer Linie. Bei dem Roman handelt es sich nicht wirklich um eine Dystope, sondern eher um eine Mischung aus bekannten dystopischen Elementen und Fantasy. Ich würde sagen, wenn man das Buch mit anderen vergleichen müsste käme das dabei heraus: Herr der Fliegen + The Maze Runner + The Hunger Games = The Forsaken – eine explosionsartige Mischung, die mich trotz kleiner Schwächen in ihren Bann ziehen konnte. Alenna lebt in einem Staat, in dem alle Jugendlichen einen Test ablegen mussten, denn so will die Regierung anhand einer Gehirnanalyse herausfinden, ob die Jugendlichen „Das Verbrecher-Gen“ in sich tragen. Jeder, dem so zusagen die Zukunft als Krimineller vorhergesagt wird, ist somit „Forsaken“ und wird auf eine abgelegene Insel geschickt, wo es heißt: kämpfe oder stirbt. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Arena wie bei Panem, sondern einfach um einen Ort an dem alle Jugendlichen geschickt werden, die Forsaken sind. Abgeschoben von der Regierung müssen sie dort sehen, wie sie überleben, wobei die Insel inzwischen ihr Eigenleben entwickelt hat, es rivalisierende Stämme gibt, jede Menge wilde Tiere und andere Gefahren und Geheimnisse.

Alenna wird dorthin geschickt und ist sich sicher: hier muss es sich um ein Missverständnis handelt! Natürlich ändert, dass nichts an ihrer Lage und sie sieht sich mit einem neuen, tödlichen Leben konfrontiert. Der Beginn der Geschichte durchleuchtet die Idee mit einigen Erklärungen zu dem „Programm“ und den „Forsaken“ und so kann man sich ein gutes Bild der Welt machen. Die eigentliche Handlung spielt sich aber komplett auf der Insel ab, weshalb man hier einiges nicht mitbekommt, dass für die Geschichte aber nicht hinderlich war.

Stattdessen bekommt man hier von Anfang an eine geballte Ladung Action und jede Menge Spannung mit jeder Sekunde. Alenna, sowie der Leser wissen nicht, wem man trauen kann. Jede neue Person könnte ein Trick sein, jede Freundschaft eine Farce. Ununterbrochen ist man misstrauisch und muss die Motive aller Beteiligten hinterfragen! Selbst, jemand, der Alenna mehrmals das Leben rettet, bleibt verdächtig und die Machenschaften der meisten Charaktere wirklich undurchschaubar. Selbst das simple Einleben in eine der Gemeinschaften, wirft viele Frage auf, die erst im Verlauf des Buches aufgeklärt werden.

Die Handlung bewegt sich dabei auf dem genau richtigen Pfad zwischen langsam und rasant. So lernt Alenna z.B. das Umgehen mit einer Waffe über einen längeren Zeitraum, was das Ganze sehr realistisch gemacht hat und Angriffe auf ihr Dorf werden atemlos schnell hinter sich gebracht. Der Schreibstil hier, hat mir allgemein sehr gut gefallen, weil er nicht im eigentlichen Sinne typisch Jugendbuch war!

Die Charaktere waren auch so ein Ding für sich. Alenna ist nicht der beste Charakter aller Zeiten, aber sie hat viele gute Eigenschaften, Stärken und Schwächen und jede Seite wird hier einmal gezeigt, was sie sehr interessant macht. Ich fand sie war gut gewählt als Erzählerin der Handlung, besonders, weil ihre Art zu denken, viele andere Charaktere mit eingeschlossen hat, sodass man vieles im Blick hatte.

Ungefährt in der Mitte, als es ein wenig an die Liebesgeschichte geht, hat sie mich allerdings doch genervt. Hier handelt es sich nicht direkt um „Instant-Love“, aber ein paar weniger Klischees hätten den Roman so viel besser gemacht! Man weiß einfach wo alles hinführt und dass von der ersten Begegnung an, was schlichtweg langweilig ist. Etwas unbegründet war das ganze auch noch…

Die Nebencharaktere, so wie Alennas Freundin Gadya, waren mir dafür umso lieber. Unter ihnen findet man richtige, tiefgründige Menschen, die trotz ihrer wenigen Dialoge sehr schnell sympathisch werden. Auch die Gegenspieler von Alennas Gruppe wurde so gut beschrieben, dass man sich bestens vorstellen konnte, was hinter ihren Absichten und Taten steckten.

Ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte zudem eine Wende, weil sich die Handlung auf neue Ziele konzentriert und es gab kein Kapitel mehr, bei dem ich nicht mitgefiebert habe. Von A nach B, von einer Gefahr in die nächste, geht die Reise, bei der kaum etwas gut ausgeht und hat das dem Ganzen etwas Brutales und Schockierendes verliehen. Außerdem wurde besonders auf den letzten hundert Seiten klar, wohin der rote Faden, auch in Folgebänden führen könnte und das las sich total fesselnd. Das Ende selbst hielt dann noch eine richtig überraschende Wende bereit und vereinte sehr viele Ideen auf einmal, auch, wenn das meiste davon nicht gerade neu war, so war die Umsetzung und Andeutungen sehr gelungen.


Spannend, spannend, spannend! The Forsaken vereint viele gute Ideen miteinander, wenn es auch wenig Neues selber schafft. Es ist durchgehend abwechslungsreich, hat einen gut durchdachten roten Faden und man muss es einfach wegen all der Geheimnisse, Rätsel und guten Wendungen lieben. Schwächelt das Buch bei der Liebesgeschichte und den damit einhergehenden Klischee, so macht das fesselnde Ende das mit einem guten Schocker wieder wett.

9/10


Erscheint am 6. August 2013! 

Kommentare:

  1. Ui ui ui... und wieder ein Buch für die Wunschliste :D Klingt gut! Schöne Rezension :)

    Liebe Grüße,Lisa

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  2. Ich wollte das Buch ja so unbedingt wegen des Covers haben, aber dann kamen ein paar schlechte Rezensionen und ich habe es mir wieder aus dem Kopf gestrichen. Jetzt schreibst du so etwas Gutes darüber... Hmpf, wenn ich mal wieder Lust auf so etwas richtiges Packendes und Spannendes habe, sollte ich mir das wohl vormerken. Vielen Dank für den Tipp!

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  3. Will ich auch für die mrs. Blake hoffen :D Ich fands super. Jetzt les ich 'Rot wie das Meer' - kennste das schon? Earth Girl ist übrigens immer noch nicht angekommen :(

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  4. Band 1 fand ich auch nicht so prickelnd, aber dieser Teil war definitiv besser ;)

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  5. Habe das Buch zwar schon auf der WuLi, aber wenn nicht, hätte mich diese schöne Rezi da auch zu gebracht. Hört sich echt gut an.

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