Donnerstag, 14. März 2013

[BUCHREZENSION] Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers



Titel: Elixirium – Das gefährliche
Erbe des Apothekers
OT: The Apothecary
Autor/in: Maile Meloy
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Nein!






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Maile Meloy in Helena / Montana geboren, ist Autorin sowie zweier Kurzgeschichtensammlungen. Für ihr literarisches Schaffen wurde Maile Meloy mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Maile Meloy lebt in Los Angeles.




Deutsch
Gebunden/ 16,95€
Seiten: 396
Verlag: Coppenrath


Englisch
Gebunden/ 13,99€
Taschenbuch/ 6,00€
Seiten: 384
Verlag: Puffin







Überraschend anders – magisch und fantasievoll! :)



Kurzbeschreibung

An der verschlossenen Eingangstür wurde heftig gerüttelt. Sie sind da! , rief der Apotheker. Hastig zog er ein großes gebundenes Buch aus dem Regal. Ihr müsst die Pharmacopeia in Sicherheit bringen. Benjamin sah seinen Vater fragend an. Vor wem sollen wir sie in Sicherheit bringen? Vor jedem, der nach ihr sucht. Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wird, entpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, das die Welt für immer verändern kann. Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegnern aufnehmen.

Buchgestaltung

Die Gestaltung des Buches ist genauso fantasievoll wie das Buch selber. Mir gefällt die deutsche Gestaltung durch die Abänderung der Details in der Flasche aber sogar etwas besser. Die drei Kinder, die über die Dächer klettern passt zu einer Szene aus dem Roman, die ich sehr mochte. Das Motiv an sich setzt sich aus vielen kleinen Details zusammen, die alle etwas mit dem Roman zu tun haben und das finde ich super. Was die Gestaltung zu etwas Besonderem macht sind vor allem die Skizzen im Inneren des Buches! Am Anfang von jedem Kapitel und auch etwas darüber hinaus, ziehen sie sich durch die Geschichte und regen die Vorstellungskraft zusätzlich an. Im Gesamtpaket verdient das Buch schon mal volle Punktzahl dafür ;)

Meinung

Alle, die vielleicht denken, das es sich hier ausschließlich um einen normalen Jugendbuchroman handelt, sollten sich auf was gefasst machen! Ab einem gewissen Punkt in der Erzählung überrascht das Buch mit sehr vielen Fanatsyelementen. Das hatte ich in dieser Form nicht erwartet und es hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte beginnt mit der Vorstellung von Janie, die eine der Protagonistinnen ist. Zusammen mit ihren Eltern zieht sie in eine neue Stadt und muss sich dort ein neues Lebe aufbauen. Der Roman beschäftigt sich aber kaum damit, denn kurz nachdem Janie den Sohn des Apothekers kennen lernt, werden die beiden in ein rasantes Abenteuer verwickelt, hinter dem sogar die nationale Sicherheit steckt! Benjamins Vater hat nämlich doch keinen so langweiligen Job, wie die beiden dachten. Ein Apotheker beschäftigt sich in dieser Geschichte nicht nur mit Kräutern und Medikamenten, sondern Alchemie und der daraus resultierenden Magie.

Die Kinder in dieser Geschichte sind wirklich sehr lebhaft. Janie, Ben und später auch Pip schließt mal ohne zu zögern ins Herz. Die drei bilden ein tolles Team, der eine klug, der andere witzig und einer immer mitten im Geschehen. Da die Geschichte in einer anderen Zeit spielt und ein Krieg bevorsteht, sind die Beschreibungen der Gegenden und auch der Gepflogenheiten etwas anders, als in unserer Zeit. Das mochte ich aber, weil die Geschichte dadurch interessanter wurde, denn in dieser Gegenwart leben wir schließlich alle selber :P Dort gibt es noch die guten alten Spione, seltsame Geheimagenten und böse Wissenschaftler, die alle hinter dem Geheimnissen her sind, die ein bestimmtes Buch enthält.

Ich mochte den Schreibstil von Mail Meloy, weil er sehr gut Spannung aufbauen konnte. Über jedem Geschehen hängt eine dunkle Wolke voller Zweifel und Fragen und Rätseln, denen sich die Freunde auf der Suche nach Bens Vater stellen müssen. Im Buch wird für sehr viel Abwechslung gesorgt. In kleinen Etappen beschäftigten sich die Charaktere mit dem Elixilirium und dem Buch, wodurch sie viel Phantastisches erleben. Dazu gehört z.B. der Flug über die Dächer der Stadt in Form eines Vogels. Durchgehend fragt man sich, in was der Apotheker verwickelt ist und was sein Erbe für die drei Kinder bedeutet, denn sie folgen einer sehr heißen Spur, die sie selber in große Gefahr bringt.

Der Plot folgt einem sehr verworrenem Faden, der zeitweilig etwas unübersichtlich wird, aber gerade das ist es auch, was das Buch ausmacht. Man stolpert eben nicht in eine stinknormale Geschichte. Hier steckt hinter jeder Frage ein gut durchdachtes Motiv, das später vereinfacht erklärt wird. Die Autorin entwirrt ihre Geheimnisse sehr geschickt und schließt zum Ende mit allen sehr gut ab. Ab und an, wird es richtig schauerlich. Auch, wenn sich das Buch wie eine Geschichte für jüngere Leser liest, so wird man hier vor der bösen Wahrheit nicht immer verschont. Einige liebenswerte Nebencharaktere erleben das Ende leider nicht mehr :/

Was mir ebenfalls sehr gut gefiel war die Atmosphäre, die sich beim Lesen automatisch aufgebaut hat. Zwischenzeitlich mich das Buch so in seinen Bann geschlagen, das ich es nicht zur Seite legen wollte. Die Autorin hat selbst etwas langatmige Passagen immer sehr schön mit Informationen ausgeschmückt.

Zudem ist das Buch auch noch ungeheuer witzig! Pip hat ein loses Mundwerk und ungefiltert kommt alles heraus, was er gerade so denkt, was sehr amüsant war. Auch die Dialoge zwischen Janie und Benjamin habe ich sehr gerne gelesen, weil die kleinen Streitereien sehr süß waren. Ich fand es toll, das Freundschaft ist das zentrale Thema ist und das man zusammen alles schaffen kann! Es gibt auch eine kleine Liebesgeschichte, die durch die Wende zum Ende hin ihren Platz im Buch wirklich verdient hat. Ich fand das Ganze sogar etwas überraschend, besonders Bens Handlung zum Schluss...als Leser weiß man einfach nicht, ob das gut geht oder eben nicht. Deshalb fand ich es umso besser, das die Autorin in einer Art Epilog noch einmal offene Ereignisse aufgreift und abschließt.

Was mochte ich nicht? Etwas schwer in Worte zu fassen. Ich fand es etwas schade, das manche Charaktere ihr Potenzial nicht ausschöpfen konnten bzw. so schnell wieder aus der Geschichte verschwunden sind. Gegen Mitte wird das Buch, was die Fakten oder Authentizität des Kriegs und der Machtverteilung angeht auch etwas abwegig. Das Ende wurde ein wenig schnell abgehandelt. Das drei Kinder gegen eine ganze „Organisation“ allein ankommen hätte vielleicht etwas besser gelöst werden können. Ich persönlich fand auch, dass die Autorin Pips Freundin gegen Ende etwas mehr hätte ein beziehen müssen. Sie war irgendwie das Mittel zu Zweck.




Eine ungewöhnliche Geschichte, die zu überraschen weiß. Sympathische Helden, ein mysteriöses Abenteuer und jede Menge Fragen halten beim Lesen auf Trapp! Das Erbe des Apothekers ist kein typisches Jugendbuch und kann durch viele witzige und fantasievolle Ideen überzeugen. Durch die liebevollen Zeichnungen, die einem durch das Buch begleiten wird alles noch etwas aufregender!








 Für dieses Rezensionsexemplar! :)

Kommentare:

  1. Oh ja, da hatten wir ja "fast" die gleiche Meinung! :D
    Ich war echt positiv überrascht^^
    LG Jan

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  2. Das Buch hört sich echt toll an und wandert gleich auf meine Wunschliste xD! Ich finde das deutsche Cover auch deswegen schöner, weil die Farben viel kräftiger sind...

    LG FantasyBookshelf

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