Montag, 22. April 2013

[BUCHREZENSION] Auracle – Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe





Titel: Auracle – Ein Mädchen,
zwei Seelen, eine Liebe
OT: Auracle
Autor/in: Gina Rosati
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Nein?








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Gina Rosati hat schon als Sekretärin, Kuchendekorateurin und als Bibliothekarin gearbeitet, bevor sie Schriftstellerin wurde. Auracle ist ihr erster Roman. Gina ist verheiratet und hat zwei Kinder.





Deutsch
Gebunden/ 16,99€
Seiten: 368
Verlag: Bloomoon


Englisch
Gebunden/ 12,70€
Taschenbuch/ 7,99€
Seiten: 289
Verlag: Roaring







So gar nicht Meins, trotz guter Ansätze...



Kurzbeschreibung

Die 16-jährige Anna Rogan hat ein Geheimnis: Sie kann sich aus ihrem Körper herausprojizieren und so die entlegensten Winkel des Universums entdecken. Als Taylor, Annas Klassenkameradin, bei einem dramatischen Unfall ums Leben kommt und ihr Geist Annas Körper besetzt, wird die Lage bedrohlich: Anna ist in einer anderen Dimension gefangen und kann nicht mehr zurück in ihren Körper. Der Einzige, der ihr helfen kann, ist ihr bester Freund Rei, in den sie sich langsam zu verlieben beginnt. Doch auch Taylor versucht Rei in Annas Körper zu verführen.
Buchgestaltung
Das Motiv hat viel mit dem Buch zu tun, da es die Unfallstelle zeigt (nehme ich mal stark an xD) und ich finde das es daher gut zum Inhalt passt. Was die Versionen angeht, kann ich mich nicht wirklich entscheiden. Sowohl die grüne Variante der deutschen Ausgabe, als auch die blaue der Englischen passen farblich gut zur Atmosphäre des Buches, die etwas „kälter“ ist. Der deutsche Beititel trifft den Kern des Buches auch ziemlich gut und wirkt daher nicht überflüssig, wie das in den meisten Fallen so ist.
Meinung

Nachdem Klappentext hatte ich doch schon eine genaue Vorstellung, in welche Richtung die Geschichte laufen würde. Daher war ich zunächst positiv überrascht, das Auracle sich weniger Klischees bedient, als erwartet. Die Idee von Annas Fähigkeit, fand ich ein sehr spannendes Thema, das es in dieser Form noch nicht gab. Was ich ebenfalls mochte war, das die Autorin versucht hat dem Buch genauso viel Fantasy -, wie Thrillerelemente beizufügen. Das ist leider schon alles, was mir an dem Buch gefallen hat. Rasch musste ich feststellen, das ich wenig mit Handlung und Charakteren anfangen konnte. Mehr dazu jetzt.

Der Schreibstil war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Jeder Autor hat nun mal seine eigene Note, die er seiner Erzählung aufdrückt, aber Gina Rosati hat es einfach nie geschafft mich an die Geschichte zu fesseln. Vielmehr stolperte ich über holprige Formulierungen und seltsame Metaphern. Selbst die Dialoge liefen in einem Rahmen ab, der mir keinen Spaß geboten hat. Ich hatte einfach ständig das Gefühl, die Charaktere wissen selber nicht, was genau sie sagen wollten oder wohin ihre Konversationen führen sollten. Die wichtigsten Informationen wurden natürlich eingebracht, aber viel mehr konnte man nicht erwarten. Jedes Mal, wenn ich dachte, das ein paar mehr Informationen folgen, war die Szene auch schon vorbei. Dabei hat mich besonders gestört, das so selten und spät auf Annas Gabe eingegangen wird. Das die die Einzige mit dieser Fähigkeit ist und Rei sie später sehen konnte, fand ich schon etwas mehr als unlogisch. Ich habe da großes Potenzial gesehen, zumal die Idee, wie bereits erwähnt, wirklich unverbraucht ist!

Weiter ging es dann mit den Charakteren selber. Anna war mir nicht direkt unsympathisch, aber gemocht habe ich sie nicht. Ihr Charakter war für mich einfach nicht greifbar. Ich konnte sie selten verstehen. Ihren Handlungen zu folgen, hat mir die meiste Zeit Kopfschmerzen bereitet. Allgemein fand ich, das im Roman immer sehr viel um den heißen Brei geredet wird. Damit meine ich, das die Handlung gestreckt wurde, mit kleinen Dramen, die in ihrer Form unnötig waren. Rei fand ich von allen noch am interessantesten. Ich fand es gut, das er Anna unterstützt hat, weil das ihre Freundschaft immer ausgemacht hat. Taylor war leider so durchschaubar wie es Mädchen wie sie immer sind. Diese typische High School Zicken, habe ich persönlich einfach satt. Mir ihr stures Gemecker anzuhören, war alles andere als schön. Es hatte noch nicht einmal einen Reiz, ihr dabei zuzusehen, wie sie Annas Körper „missbraucht“ um ihr eigenes Leben zurückzugewinnen, weil ihre Handlungen und deren Ausgang stets vorhersehbar waren. Leider :/

Vom Plot her, fand ich das Gebilde auch etwas dünn. Im Prinzip geht es um die Aufklärung an Taylors Unfall, den sie im Körper von Anna als Mord darstellt. Gleichzeitig verlieben Taylor und Anna sich in Rei. Oft habe ich sogar Seiten übersprungen und dabei nichts verpasst, weil die Geschichte viel in der Schule spielt oder bei Freizeitaktivitäten. Es gibt hier eben die üblichen Teenager Probleme, wobei das eigentliche, nämlich Seths Unschuld doch öfters in den Hintergrund gerückt wird. Die Autorin legt ihren Charakteren viele Steine in den Weg, was für meinen Geschmack immer wieder zu viel des Guten wurde. Deshalb verlor sich der Plot auch so oft in anderen Konflikten, als dem Kern, um den sich alles drehen sollte.

Das Buch hat ab und an seine witzigen Momente, das kann ich noch als Pluspunkt aufzählen. Ebenso wie die Liebesgeschichte, die ganz ohne Kitsch und Herzschmerz auskommt. Das war wirklich angenehm zu lesen, denn Anna schmachtet den Love-Interest weder an, noch liegt sie irgendwem zu Füßen wegen seines Aussehens.

Das Ende des Buches kommt wie erwartet daher und konnte mich auch kein Stück mehr Überraschen. Es hat mir am Buch aber dennoch mit am besten gefallen, da ich schön fand, wie sich alles aufgeklärt hat, auch, wenn die Situation am Ende etwas übertrieben blieb.





Auracle mag viele Fans gefunden haben, ich gehöre aber nicht dazu. Zusammenfassend hat mir bei der ganzen Geschichte einfach das gewissen Etwas gefehlt, der Bezug zu den Charakteren (weshalb ein Buch für mich eh schon fast gelaufen ist) und auch die etwas wirre Handlung, die selten dem roten Faden des Anfangs folgt. Geärgert habe ich mich besonders über den Schreibstil, der meinen Lesefluss erheblich zum stocken gebracht hat.

Ich würde das Buch also nur bedingt empfehlen. Eine Leseprobe hilft!







 

Für die Chance das Buch lese zu dürfen! :)

Kommentare:

  1. Schade, das hört sich ja jetzt nicht so toll an und ich habe jetzt schon mehrere solcher Meinungen gehört, obwohl der Klappentext doch eigentlich so vielversprechend klang...

    LG FantasyBookshelf

    PS: Wer ist Seth xD...

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    Antworten
    1. Seth ist der Freund, der praktisch angeklagt wird, diese Taylor umgebracht zu haben :D Eigentlich ist er ziemlich unwichtig und kommt im Buch auch kaum vor xD

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  2. Ging mir genauso... Auch mit den Dialogen. Jeder Witz wirkte so gewollt, dass ich einfach nicht einmal mehr schmunzeln konnte :-(

    Schade um die gute Idee :-(

    lg
    Steffi

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  3. Also wohl kein Buch für mich. Obwohl es schon ein Pluspunkt ist, dass hier mal nicht geschmachtet und gekitscht wird - kommt leider viel zu selten vor in diesem Genre. Zumindest bei vielen Jugendbüchern wird anscheinend angenommen, das Mädchen/Frau das unbedingt lesen will. Schön, dass dies hier wohl nicht der Fall ist. Mit diesen High School Zicken geht es mir übrigens ähnlich, vor allem wenn es übertrieben dargestellt wird. Das ist einfach langweilig! Deine Review dafür war sehr aufschlussreich und somit lasse ich das Mädchen mit zwei Seelen mal gemächlich an mir vorbeiziehen. :)

    Liebe Grüße
    Reni

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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