Montag, 15. April 2013

[BUCHREZENSION] Zeitenzauber - Die goldene Brücke


Titel: -
OT: Die goldene Brücke
Autor/in: Eva Völler
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Zeitenzauber #2








Eva Völler (* 1956 in Velbert) ist eine deutsche Autorin. Neben ihrem bürgerlichen Namen veröffentlicht sie auch unter den Pseudonymen Charlotte ThomasFrancesca SantiniAnne SieversPaula RenziSibylle Keller und Ina Hansen.






Deutsch
Taschenbuch/ 14,99€
Seiten: 320
Verlag: Baumhaus


Englisch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!






Netter, aber langatmiger Nachfolger...



Kurzbeschreibung

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris: Sebastiano ist verschollen - und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?
Buchgestaltung
Wer die Cover nicht liebt, hat was auf den Augen :P Das Motiv passt einfach so, so, so perfekt zur Geschichte und auch zum ersten Teil der Reihe! Richtig schön gemacht.
Meinung

Ich muss gestehen, ich war schon von Band eins nicht so wirklich ein Fan, auch, wenn ich es mochte und ich mich teilweise amüsiert habe. Ich gebe solchen Reihen aber grundsätzlich noch eine Chance, wenn ich die Möglichkeit dazu habe, aber leider hat mir Band zwei sehr viel schlechter gefallen.

Was mich schon direkt von Beginn an gestört hat, ist, das dieses Buch in etwa 1 ½ Jahre nach den Ereignissen von Band eins ansetzten und das wird nur am Rand kurz erwähnt. Anna und Sebastino sind immer noch zusammen, nur leider merkt man kaum, was die vielen Monate denn Gutes für ihre Beziehung getan haben. Viele Leser schreiben in ihren Rezensionen, das dieser Teil noch romantischer ist und noch viel mehr Liebe enthält, aber ich habe davon recht wenig gespürt. Das Problem, was ich auch schon im Vorgänger hatte, machte sich hier mehr als bemerkbar. Dauern wird mit dem Wort Liebe um sich geschmissen, aber es wird nicht wirklich nachvollziehbar geschildert, wieso die beiden denn zusammen sind und was sie aneinander finden. Das hat den Anfang besonders kitschig für mich gemacht.

Die Handlung bekommt einen sehr schnellen Anstoß, als Anna per Telefon erfährt, das Sebastiano in einer anderen Zeit feststeckt und keine Erinnerungen mehr an sein altes Leben hat. Natürlich hat das wieder etwas mit einem mysteriösen Auftrag zu tun. Was ich sehr schade fand war, das die Autorin kaum näher auf die Bewahrer oder anderen Zeitreisenden eingeht. Bei Rubinrot z.B. wurde dem Leser immer Stück für Stück etwas mehr Informationen zugeführt und das war hier einfach nicht der Fall. Dabei gab es gute Gelegenheiten, in den Dialogen mal etwas mehr Klartext zu sprechen und den Leser nicht immer mit wagen Dingen abzuhandeln. Im Prinzip gleicht das Buch von der Struktur her dem ersten Teil. Anna verbringt mehrere Wochen in einer anderen Zeit, ohne zu wissen, was dort vor sich geht oder was genau sie tun kann, um Sebastiano zurückzuholen. Dabei bekommt sie wieder Unterstützung von Menschen aus diesem Jahrhundert, bei denen sie sorglos unterkommt und leben kann. Das lief mal wieder sehr rund.

Was mich am meisten gestört hat, finden andere bestimmt richtig super: die historischen Elemente. Sicher, das erwartete man bei einem Zeitreisende Roman schon irgendwie, aber hier war mir das alles zu viel des Guten. Die Beschreibungen häufen sich. Was zunächst noch authentisch und interessant war, wurde für mich persönlich zu Lückenfüller Material. Außerdem musste ich mich darüber ärgern, das die Autorin anscheinend Zeit für Recherche hatte, aber nicht dafür, um uns mal etwas mehr über die ganzen Hintergründe der Zeitreisen zu erklären.

Für mich ist sogar der Humor von Band eins verloren gegangen. Was dort noch witzig und süß war, kam hier eher gezwungen rüber und es gab keine Stelle, an der ich so richtig lachen oder schmunzeln musste. Trotzdem mochte ich Annas Charakter sehr gerne, da sie sehr viel unternimmt, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Sie ist Sebastiano sehr loyal gegenüber und das fand ich sehr schön zu lesen.

Zum Ende hin wird es leider auch wenig spannend. Die Aufklärung kam in einem einzigen Satz daher, der, wenn er 200 Seiten früher im Buch vorgekommen wäre, die komplette Handlung überflüssig gemacht hätte. Die Autorin hat sich viel Mühe gegeben, hier ein verstricktes Abenteuer aufzubauen, aber ich denke, das die meisten Leser, das Gebilde sehr schnell durchschauen werden, weshalb die Geschichte vorhersehbar ist, ohne das man das eigentlich möchte.

Natürlich hat das Buch auch seine tollen Momente. Trotz der Unstimmigkeiten im Gesamtbild habe ich es schnell gelesen und fand es ganz nett. Ich denke auch, das Fans vom ersten Band mehr als auf ihre Kosten kommen werden.





Eine gute Lektüre für zwischendurch. Für Fans von „Die magische Gondel“ ein Must-Read, für alle anderen nicht unbedingt Pflichtlektüre. Ich mochte das Setting und die Protagonistin. Leider fand ich alles übrige wenig spannend oder humorvoll geschrieben. Durch mangelnde Informationen und zu viel Kitsch wirkte die Handlung oft zu ausgeschmückt und der Plot dahinter zu dünn.






Für dieses Rezensionsexemplar! :)


Kommentare:

  1. Ich mochte den echt Teil echt und ich habe jetzt hier nur das Fazit gelsen, ich will noch nicht zu viel erfahren, aber irgendwie schreckt mich das jetzt ein bisschen ab. Andererseits könnte ich das Buch möglicherweise mehr mögen als du, also vermutlich werde ich ihm mal eine Chance geben, das Cover ist ja echt wieder so toll.

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  2. NEIN! Gerade den Humor fand ich an Band 1 so toll :0
    Für mich war es ja von Anfang an kein muss-ich-sofort-haben, aber jetzt rutscht es doch noch eeeetwas weiter nach unten :-(

    glg
    Steffi

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  3. Ich fand den ersten Band ganz gut, aber er hat mich manchmal zu sehr an Rubinrot erinnert, wobei ich eigentlich nicht so jemand bin, der Bücher nicht mag, die Paralellen zu anderen Büchern aufweisen. Mir kam die Romanze (wenn auch eher selten) auch im ersten Band manchmal aufgesetzt vor, was vor allem an dem Satz "DAs war ganz schön mutig von dir", lag der mir wie aus Rubinrot geklaut vorkam, weil er meiner Meinung überhaupt nicht in die Stelle reingepasst hat, für die er in Zeitenzauber benutzt wurde, in Rubinrot aber so wunderbar... nun ja, ich glaube, ich werde mich später noch an dem zweiten Band von Zeitenzauber versuchen, glaube aber nicht, dass er mich umhauen wird...

    LG FantasyBookshelf

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