Mittwoch, 22. Mai 2013

[BUCHREZENSION] Enders




Titel: Enders
OT: Enders
Autor/in: Lissa Price
Genre: YA, Dystopie
Buchreihe: Starters #2









Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.




Deutsch
Gebunden/ 15,99€
Seiten: 352
Verlag: IVI


Englisch
Gebunden/ 15,02€
Taschenbuch/ 11,10€
Seiten: 368
Verlag: Delacorte


Erscheint erst am 7. Januar 2014





Guter Abschluss, jedoch mit einigen Längen...


Kurzbeschreibung

Mit ihrem Bestseller »Starters« zog Lissa Price rund um den Globus unzählige Leser in ihren Bann. Doch viele Rätsel um die dunkle Welt der 16-jährigen Callie blieben offen. Nun findet der futuristische Thriller seinen furiosen Abschluss. Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. 

Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.
Buchgestaltung
Das die Aufmachung von Enders der von Starters bis auf Titel und Farbe gleicht, finde ich persönlich OK. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, das Verlage die Bücher ähnlich gestalten, damit der Reihenbezug nicht verloren geht. Mir persönlich würde jetzt auch kein anderes Motiv, das zum Roman passen würde einfallen, daher kann ich gut damit leben :P Die englische Aufmachung finde ich einfach nur mega gruselig xD Das Motiv wirkt total künstlich und gefällt mir kein bisschen. 
Meinung

Lange, laaaaange mussten wir auf die Fortsetzung von Lissa Prices Debüt Roman warten und das, obwohl wir das Buch sogar noch vor dem englischen Erscheinungstermin in den Hände halten dürfen. Starters war ein Buch mit kleinen Mängeln, das mich trotz all meiner Kritik damals, sehr fesseln konnte, demnach hatte ich auch wirklich hohe Erwartungen an Enders, besonders, da es sich hierbei um eine seltene Dilogie handelt und zwei Bände bekanntlich nicht immer das gelbe vom Ei sind. Ob ich mir nachdem Lesen einen weiteren Band wünsche, weiß ich nicht genau.

Was ich wirklich, wirklich mochte war, das es sehr wenige Wiederholungen im Buch gab. Sicher, es wird Leser geben, die sich daran stören, da das Lesen von Starters schon so lange zurückliegt, aber meiner Meinung nach hat die Autorin genau an den richtigen Stellen, kurze Sätze mit Erinnerungsstützen eingebaut. Ich persönlich finde es nämlich mega ätzend, wenn der Anfang eines Buches sich nur mit dem beschäftigt, was schon war und man schließlich bereits in Buchform im Regal stehen hat.

Der Einstieg in Enders geht relativ schnell. Besonders die ersten beiden Kapitel sind sehr fesselnd geschrieben und es passieren gleich ein paar explosionsartige Dinge, weshalb ich mich auf mehr Kapitel dieser Sorte gefasst gemacht hatte. Was darauf folgte, war leider eine zähe Lesezeit, denn nach den Ereignissen, die ein guter Auftakt waren, wird die Geschichte sehr langsam bzw. schreitet zäh voran. Callie lebt zusammen mit ihrem Bruder und besten Freund in Helenas Haus und der Alltag schreitet voran und voran...was ich überhaupt nicht verständlich fand, war das Callie hier mit Blake zusammen war, wo er doch im Band zuvor, nicht der Junge war, für den sie ihn lange Zeit gehalten hat. Bereits nach wenigen Treffen küssen sich die beiden und auch, wenn Callie weiß, das nichts mehr so ist, wie zuvor, lässt sie es einfach zu und führt den Jungen in die Irre, weshalb er mir fast schon leid tat. Später wird der Kerl auch irgendwie...ehm, vergessen? Das war etwas seltsam.

Allgemein bleibt Callie lange Zeit sehr passiv, denkt mehr, als das sie handelt und das hat mich regelrecht genervt. Es gab so viele Konflikte und Probleme in Starters, die ihr als Protagonistin bewusst sind, aber anstatt endlich weiter in ihrem Leben zu machen und sich damit auseinander zu setzten, versteckt sie dich förmlich.

Dabei wird immer wieder darauf herumgeritten, das Callie dank ihres Chips etwas besonderes ist, aber es wird kaum ersichtlich warum dem so ist. Als ein neuer Charakter namens Hyden auf der Bildfläche erscheint, sieht Callie sich dann endlich mit den vielen angefangenen Handlungssträngen konfrontiert. Es kommt wieder Bewegung in die Sache, was Hyden zu verdanken ist, denn dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Starters, die Metallos sind, aufzuspüren und ihnen zu helfen. Die Freundschaft zwischen beiden Charakteren entsteht schnell und später wird auch gut erklärt, warum dem so ist, auch, wenn es mir persönlich mal wieder zu schnell mit allem ging. Aufgrund eines Gefühls jemanden blind zu vertrauen, spricht nicht gerade für viel Verstand und schließlich hat Callie ja bewiesen, das sie klug handeln kann. Der mittlere Teil des Romans beschäftigt sich also mit der Suche nach den Metallos und nebenbei erfährt man einiges über die Motive der Gegenspieler. Bei diesen wa mir übrigens nicht immer klar, ob sie überhaupt noch welche sind.

Allgemein hat Lissa Price versucht sich viel auf Info-Dumping bezüglich der Starters/Enders und dem Weltenentwurf zu stützen, aber im Vergleich zu Band eins, hat das hier nicht so gut funktioniert. Die Dialoge waren nicht immer schlüssig und die fehlende Logik bezüglich der genetischen Krankheiten und Technologie, wurde hier leider fortgeführt. Dafür gab es aber einige interessante Entwicklungen, die man vielleicht schon erahnt hat, sie aber ausgesprochen zu lesen, kam trotzdem spannend rüber. Besonders eine Sache am Ende des Romans, hat mich dann doch überrascht, obwohl sie einem eigentlich die ganze Zeit vor der Nase saß :P

Nichtsdestotrotz mochte ich Callie noch immer. Ihre Sorge um ihren Bruder und besonders emotionale Momente, wenn sie zurück an ihre Familie denkt, mochte ich sehr. Auch, das sie am Ende ihrer Angst sozusagen ins Gesicht blicken muss, lässt ihren Charaktere noch einmal eine schöne Entwicklung durchmachen. Die Gefahr geht eben nicht mehr nur von den Enders oder der Body Bank aus, sondern auch von Menschen, von denen sie dachte, sie können ihnen vertrauen. Das Ende des Buches war auch zufriedenstellend. Mir für meinen Teil fehlte aber im Gesamtgeschehen einfach die Action und Spannung, die es in Startes durch die rasante Erzählung, noch zur Genüge gab.




Ein zufriedenstellender Abschluss, der aber eher durchwachsen ist. Es gab genauso viele Stärken, wie Schwächen im Roman und besonders die langsame Erzählweise, hat dazu geführt, das die Handlung nicht so fesselnd war, wie sie es hätte sein können. Potenzial wurde nicht direkt verschenkt, wo Lissa Price doch noch viele Konflikte behandelt, aber im Großen und Ganzen, fehlte es dem Buch an dem gewissen Extra, das Startes noch hatte. Dennoch eine lesenswerte Buchreihe, mit vielen interessanten Ansätzen, die mich gut unterhalten hat!






Für dieses Rezensionsexemplar! :)

Kommentare:

  1. Endlich jemand, der Callie auch mochte - Danke! :-P
    Ich hatte es beinahe in einem Rutsch gelesen und ein Gefühl von Längen konnte ich gar nicht entwickeln. Spätestens ab den Wendungen war ich wie berauscht und es hat einfach nur Spaß gemacht. :-)

    Lg
    Steffi

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  2. Schade, dass es nicht ganz den Erwartungen gerecht wurde =( Aber mal sehen, vielleicht gefälltsmir ja noch besser als dir =)

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Ich saß auch gerade an der Rezi zu "Enders" und bin nun mal stöbern gegangen. Gutes Timing ;P

    Mir ging es ähnlich, ich war nicht sonderlich begeistert von der Fortsetzung. Mit dem Infodumping kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich suche nach der Weltgestaltung noch immer mit der Lupe im Buch und finde leider nicht allzu viel. Viele Sachen, die beschrieben wurden, waren Sachen, die man aus dem ersten Teil auch schon wusste. Wie das mit den Impfungen ablief z.B. So wirklich Neues ist mir nicht aufgefallen.

    Mit Callie und dem Chip stimm ich dir völlig zu. Die ganze Zeit heißt es, sie wäre ja so wertvoll. Warum, weshalb, wieso? An ihrer bahnbrechenden Intelligenz kann es nicht liegen ;P

    Mit dem fehlenden Extra hatte ich einfach das Gefühl, dass mit der fehlenden Bodybank auch irgendwie der Witz weg ist. Ich mein, neue Menschen bekommen nun keinen Chip mehr, da geht es nur noch um die, die bereits einen haben. Die riesen Bedrohung fand ich, war der Old Man dann auch nicht.

    Hmmm, für die Wartezeit...

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  5. Ich fand das englische Cover von Starters genial, das zu Enders mag ich aber auch nicht so. Deine Rezension spiegelt genau meine Meinung wider. Der Anfang war echt gut und dann dauert es einfach ewig bis die Geschichte wieder in Fahrt kommt und das Ende war auch eher schwächlich als herausragend.

    LG, Sandrina

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