Freitag, 16. August 2013

[BUCHREZENSION] Töchter des Mondes: Sternenfluch


Titel: Sternenfluch
OT: Star Cursed
Autor/in: Jessica Spotswood
Genre: YA, Fantasy
Buchreihe: Töchter des Mondes #2







Jessica Spotswoods Leidenschaft fürs Schreiben und für Bücher begann schon in frühester Kindheit. Bis heute liebt sie romantische Geschichten und lässt sich von ihnen und ihren Figuren verzaubern. Nach ihrem Studium versuchte sie sich zuerst am Theater, merkte aber schnell, dass ihre wahre Berufung das Schreiben ist. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Katze Monkey lebt die Autorin in Washington D.C.






Deutsch
Gebunden/ 17,95€
Seiten: 384
Verlag: INK


Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,90€
Seiten: 384
Verlag: Putnam






Spannende Konflikte, etwas zu langatmig verpackt...


Kurzbeschreibung

Als eine der letzten Hexen schwebt Cate in großer Gefahr: Ihresgleichen wird von der Gesellschaft gefürchtet und gejagt. Um ihre Schwestern Maura und Tess und ihren Verlobten Finn zu schützen, tritt Cate der Schwesternschaft bei – einem geheimen Bund von Hexen, der einen Aufstand plant. Und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Als die Schwesternschaft Maura und Tess ebenfalls in ihre Obhut nimmt, spitzt sich die Lage zu: Denn Maura würde alles dafür tun, die Hexen an die Macht zu bringen. Selbst wenn das bedeutet, ihre Schwestern zu verraten …
Buchgestaltung
Deutsch: Einfach bezaubernd – so wie alles aus dem INK Verlag :P Englisch: Ich finde auch hier das Cover sehr gelungen. Es sieht zwar nicht mehr so schön aus, wie das des ersten Bandes, passt mit Motiv und Titel allerdings sehr gut zur Geschichte. Die deutsche Aufmachung hängt das Original trotzdem ab, weil man hier deutlich den Reihenbezug erkennt! 
Meinung

Absolute Fans des ersten Bandes werden hier voll und ganz auf ihre Kosten
kommen. Genau wie „Cate“ bietet Autorin Jessica Spotswood hier wieder einen wunderschönen, detailreichen Schreibstil, der besonders das Innenleben der Erzählerin Cate gut durchleuchtet, sodass man ihre Gefühle bestens nachvollziehen kann. Was der Vorgänger und Nachfolger alles gemeinsam haben, seht ihr jetzt im Überblick, denn besser lässt sich das einfach nicht beschreiben ;)

Die Charaktere

Cate war mir im ersten Band schon sehr sympathisch, auch, wenn sie im Vergleich zu ihren Schwestern eher etwas ruhiger ist. Dadurch, das in diesem Buch viele Ungerechtigkeiten geschehen, hätte ich mir jedoch gewünscht, das Cate etwas aktiver wird. Natürlich ist es ihr nicht möglich offenkundig etwas gegen die Bruderschaft zu sagen, die die Hexen immer mehr in die Ecke drängt, aber Cate bekommt sehr oft die Möglichkeit geboten in der Schwesternschaft einen Platz einzunehmen, mit dessen Rolle sie wirklich etwas hätte bewegen können. Stattdessen versteckt sie sich hinter der Ausrede, ihre Schwestern beschützen zu müssen. 

Trotz allem hadert sie mit jeder Entscheidung, die sie hier gezwungen ist zu treffen. Das fand ich einerseits sehr gut geschildert, weil man den Druck, unter dem sie stand schon nachvollziehen konnte, anderseits war es mir teilweise einfach zu viel des Guten. Die Autorin hat Cate nicht zu einem perfekten Charakter gemacht, der auf alles Rat und Antwort weiß und das ist auch wirklich gut so, aber besonders gegen Mitte des Buches, hätte ich gerne mehr Stärke und Mut gesehen, denn alle scheinen etwas zu riskieren, nur Cate nicht.

Ihre Schwestern fand ich in diesem Band daher weitaus interessanter. Besonders über Tess erfährt man endlich mehr und sie spielt nicht mehr nur eine Randfigur. Was Maura betrifft erwarten uns einige böse Überraschungen und man bekommt als Leser endlich mit, was ihre wahren Absichten sind – keine schönen, das kann ich euch sagen. Was ich wirklich unglaublich gelungen fand, war die Darstellung der Beziehung der Schwestern. Der Autorin ist es gelungen viel Tiefgang zu zeigen und schafft hier etliche Konflikte in der Familie, die super spannend waren!

Die Liebesgeschichte

Gefiel mir hier zu 100% besser, als im Vorgänger. Woran das lag? Ganz einfach. Hier liegt der Schwerpunkt mehr auf dem Plot, als auf der Liebe zwischen Cate und Finn. Ich fand, das die beiden sehr viel erwachsener geworden sind, was ihre Einstellung betrifft, was sich deutlich in ihrem Verhalten gespiegelt hat. Die ganze Liebesgeschichte wirkte nicht mehr so oberflächlich, sondern richtig süß. Besonders gefallen hat mir, wie beide über eine Zukunft nachdachten, die sie eigentlich nicht hatten. Auch Finns Rolle im Gesamtkonzept war etwas wichtiger, was ihn als Charakter nicht mehr ganz so überflüssig erschienen ließ, sondern zu einem wichtigen Verbündeten der Schwesternschaft gemacht hat!

Die Handlung

Genau wie in „Cate“ passiert die erste Hälfte des Buches nicht wirklich viel. Ich hatte mir vom Vorgänger etwas mehr bezüglich der Hexenkräfte und den Gegenspielern erhofft. Ich dachte, hier wird es endlich so eine Art Kampf/Rebellion geben, weil sich das Drama bereits im ersten Teil immer weiter gesteigert hat. Doch anstatt Eskalationen, gibt es nur einige, wenige Höhepunkte im Buch, an dessen Stellen man für eher unbekannte Nebencharaktere mitleidet. Dafür hat die Autorin ganze Arbeit geleistet, denn in „Sternenfluch“ werden viele Geheimnisse aufgedeckt und man erfährt einiges über die Prophezeiung und die Gaben der drei Schwestern.

Etwas zäh und langatmig kommt das Buch besonders ab der Mitte rüber. Trotz des angenehmen Schreibstils, konnte mich die Handlung dort am wenigsten packen. Die Charaktere reisen hin und her und kommen dabei zu keinem Entschluss. Die Bruderschaft erschafft neue Gesetzte, denen man sich als Frau unterwerfen muss, aber im Stillen geht das Leben trotzdem normal weiter...das Buch hatte ziemlich viele Stellen, die für meinen Geschmack einfach zu eintönig waren. Wer also auf geballte Spannung hofft, der wird wohl, wie ich etwas enttäuscht werden. Dennoch schafft es das Buch sich gegen Ende zu steigern und schafft die Hoffnung, das im großen Finale eben genau das geschieht: Ein großes Finale zwischen Hexen und Bruderschaft!

Viele der Wendungen mögen zwar alles andere als vorhersehbar sein, aber dennoch unterhält das Buch bis zur letzten Seite, mit eher nachdenklicher Atmosphäre, die dank gutem Schreibstils an die Geschichte fesselt.

Beide Bücher sind sich also ziemlich ähnlich, weshalb alle, die den ersten Teil mochten, ohne Nachdenken zugreifen können – ihr werdet Sternenfluch lieben! Den Skeptikern unter euch soll gesagt sein, das der Folgeband genauso locker leicht unterhält wie Band eins, es viel gut ausgearbeitetes historisches Setting gibt, aber die Hexen, Magie und demnach das Potenzial der Reihe noch immer etwas zu kurz kommt. Ich bin gespannt, was in Band drei folgt, denn da kommt die Autorin nun wirklich nicht um einen epischen Kampf herum ;)



Solide Fortsetzung mit viel Raum nach oben. Sympathische, interessante Charaktere tragen dieses Mal die Geschichte, kommt die Handlung an vielen Stellen zu kurz, da sich zu lange an unwichtigen Dingen aufgehalten wird. Pluspunkte sammeln dafür die vielen inneren Konflikte, sowie die dezente Fortsetzung der Liebesgeschichte.






Für dieses Rezensionsexemplar! :)

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