Sonntag, 4. August 2013

Libressio: Mein Buchgeständnis #4


Einigen von euch sagt der Name der Aktion sicher etwas.

Simone von Leselurchs Bücherhöhle hat sie vor einiger Zeit ins Leben gerufen. Es geht, wie man anhand des Posttitels lesen kann um ein Buchgeständnis, das immer passend zum Thema abgelegt wird. Dies hier ist die vierte Runde - ich habe mich entschlossen endlich mal mitzumachen. Hoch mit dem faulen Po und den lahmen Fingerchen und ran ans Eingemachte! :) 

Das sagt Simone über Liebresso:

"Libressio - Mein Buchgeständnis" soll eine monatliche Aktion werden, in der ihr eure eigenen Buchgeschichten erzählen sollt. Ich werde eine Aussage in den Raum werfen, die - wer hätte das gedacht? - mit unserem allerliebsten Hobby zu tun hat: dem Lesen. Ich möchte eure ganz persönlichen Geschichten zu dem jeweiligen Thema erfahren! Mitmachen könnt ihr, indem ihr mir per Kommentar antwortet. Die Blogger unter euch sind natürlich herzlich dazu eingeladen, einen eigenen Blogpost zu verfassen, denn eure Leser sind bestimmt auch neugierig auf eure Antwort! ;)


Thema Nummer #4 lautet:

MIT DIESEM BESTSELLER KONNTE ICH NICHTS ANFANGEN! 
Mit welchem Bestseller konnte ihr euch so gar nicht anfreunden? Welchen habt ihr euch aufgrund des Hypes gekauft, nur um dann bitter enttäuscht zu werden? Welches Buch ist trotz aller Werbung an euch vorbeigezogen, weil euch das Cover/der Klappentext/das Drumherum von Anfang an nicht angesprochen hat? Oder gibt es sogar ein Buch, das erst durch seinen "Bestseller"-Status völlig uninteressant für euch geworden ist?
Ran an die Tasten! Ich bin gespannt auf eure Geschichten. Teilnehmen könnt ihr an dieser Runde bis zum 1. September!



Zuerst dachte ich, mir würde hier eine Menge einfallen, aber es war doch schwieriger sich bei dieser Frage auf wirkliche Bestseller beziehen zu müssen :) Das kam dabei herum...




Dieser Roman hat die Massen bewegt. 
Dieser Roman ist ein internationaler Bestseller.
Dieser Roman rührt die Leser zu Tränen.


Sieben Minuten nach Mitternacht habe ich erst kürzlich gelesen. Damals gab es einen unglaublichen Hype um das Buch, das von Patrick Ness nach der Idee der verstorbenen Autorin Siobahn Dowd entstanden ist. Unglaubliche viele Rezensenten sprachen davon, wie sehr sie die Geschichte des jungen Conners, dessen Mutter an Krebs leidet bewegt hat. Es wurde umschwärmt, gewann einige Literaturpreise und fast jeder hatte es gelesen. Deshalb war ich sehr froh, das ich es mir ertauschen konnte und ließ es nicht lange auf meinem SuB liegen. Leider konnte ich mit dem Buch nicht sonderlich viel anfangen.

Die Idee mit dem Monster, das Conners Ängste darstellt fand ich nicht schlecht. Ich bin auch der Meinung, das dieses Buch wirklich gut für Kinder geeignet ist, die mit Verlust oder einem kommenden Todesfall in der Familie zu tun haben, denn es erklärt einfach gestrickt, das der Tod nun einmal Teil des Lebens ist und wir alle irgendwann von dieser Welt gehen.

Ich habe immer das Gefühl, wenn man Bücher, die von sterbenden Personen (sehr beliebte Krankheit Krebs) handeln, nicht mag, dann ist man ein böser, grausamer Mensch, wenn man nicht mitgerissen wird, von all dem Elend, das man zu lesen bekommt. Das sehe ich aber gar nicht so! Ich finde das Thema einer solchen Krankheit wird heutzutage enorm ausgeschlachtet. Man kann als Autor nicht davon ausgehen, das ein Buch gut ist, nur, weil darin ein schlimmes Schicksal vorkommt. Mein Problem war einfach folgendes: Als Erwachsener weiß man eben, was genau passieren wird. Man weiß, dass es das Monster nicht wirklich gibt und das Conners Phantasie alles ist, was das Buch ausmacht. Demnach wurde ich weder vom Schreibstil, noch diesen Tatsachen verzaubert.

Es gab sogar einige Stellen im Buch, die mich sehr gelangweilt haben. Nämlich als das Monster drei Geschichten zum besten gibt. Dazu kam, das ich persönlich Conners Charakter als sehr schwach empfunden habe. Gerade Kinder, die so sind wie er, muss man doch bestärken und ihnen Selbstvertrauen eintrichtern. Das hat mich teilweise wirklich zornig gemacht! Das Buch thematisiert so z.B. auch Mobbing. 

Was mir am besten gefallen hat, waren die tollen, düsteren Zeichnungen im Roman - die sind wirklich einsame Spitze und passten perfekt zur Erzählung. Alles in allem wurde ich aber sehr enttäuscht. Anstatt in eine herzzereißende Geschichte zu gelangen, kam bei mir kaum Bezug zu den Charakteren auf, ich habe mehr Klischees als sonst etwas gesehen und gegen Ende konnte mich selbst der traurige Höhepunkt nicht packen.

Wirklich schade, wo ich weiß, wie viele von euch das Buch vergöttern.


Kommentare:

  1. Ist doch nicht schlimm, Tanja! :D Ich konnte damals überhaupt nichts mit "Bevor ich sterbe" anfangen - ich fand es total schrecklich und die Prota extrem nervig. Auch "Ein Riss im Himmel" fand ich eher langweilig, als traurig. :)
    LG

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  2. Ich muss gestehen ich habe dieses Buch nicht gelesen, auch als es damals so gehypet wurde ist das total spurlos an mir vorbei gegangen. ^^ Genau so wenig kann ich was mit Twilight anfangen oder Legend von Marie Lou.. *Schulterzuck*

    LG Jasmin

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  3. Ich kann einerseits verstehen, was du mit deinen Kritikpunkten meinst, andererseits kann ichs aber auch wieder nicht. :D Ich fand das Buch einfach total genial und zähle es zu meinen absoluten Lieblingen. Aber so sind Geschmäcker eben und übel nehmen tut dir das wohl wirklich niemand ;)

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