Sonntag, 1. September 2013

[BUCHREZENSION] Untot - Sie sind zurück und hungrig!



Titel: Untot – Sie sind
zurück und hungrig
OT: Unfed
Autor/in: Kirsty McKay
Genre: YA, Apocalypse, Horror,
Buchreihe: Untot #2





Kirsty McKay war Schauspielerin bevor sie begann dramatische Texte zu verfassen und für kommerzielle Theater in Großbritannien und Nordamerika zu schreiben. Erst seit wenigen Jahren widmet sie sich der Kinder- und Jugendliteratur. 2008 gewann sie den Schreibwettbewerb des SCBWI (Society of Children's Book Writers and Illustrators) für Debütautoren. Kirsty wurde im Nordosten Englands geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in den USA und ist Vollzeit-Autorin.




Deutsch
Broschiert/ 16,99€
Seiten: 416
Verlag: Chicken House


Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,60€
Seiten: 307
Verlag: Scholastic






Steigerung zu Band eins, aber immer noch nicht Meins...


Kurzbeschreibung

Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …
Buchgestaltung
Obwohl die Gestaltung beider Ausgaben sich ähnelt, gefällt mir das Original einen Ticken besser. Das Motiv ist etwas anders als das zu Band zwei, während bei der deutschen Edition kaum etwas verändert wurde. Auch der Titel „Sie sind zurück und hungrig“ finde ich etwas komisch. Schon im ersten Band waren die Zombies anwesend und auch ziemlich hungrig. Da hätte man doch besser Unfed übersetzt! Diese ständigen Beititel werde ich bei deutschen Bücher nie verstehen xD
Meinung

Vorweg: Ich habe zu Band eins keine Rezension geschrieben, fand das Buch damals aber äußerst amüsant, wenn auch etwas Klischee lastig, daher freue ich mich sagen zu können, das mit Band zwei deutlich besser gefallen hat, wenn die Reihe mich auch immer noch nicht komplett überzeugen konnte. Was ich direkt zu Beginn richtig gut fand, war, dass die Autorin nicht nahtlos an den Vorgänger ansetzt, sondern einen großen Zeitraum überspringt. Man müsste meinen, dass dies vielleicht ein Problem wird, aber stattdessen ist das hier einfach gut gemacht. Als Leser interessiert einen natürlich, was mit Bobby nachdem Cliffhänger von Band eins passiert, aber hier wurde das auf eine ziemlich gute Weise gemacht. Bobby wacht nämlich etwas orientierungslos an einem Ort auf, an den sie sich nicht erinnern kann. Spannung und jede Menge Fragen waren direkt da. Dadurch war auch der Einstieg ins Buch sehr rasant und hat mich wirklich unterhalten können. Ich fand es echt klasse, das einem innerhalb weniger Seiten so viel an Infos zuteil wird und die Geschichte sofort einschlägt wie eine kleine Bombe :P

Ich mochte, das Band zwei etwas komplexer aufgebaut wurde. Hier ist es nämlich, das man endlich mehr Dinge über die Infizierten erfährt und diese nicht nur Spekulationen oder Überlegungen sind, sondern wirklich mal begründet werden. Das hat mir bei Untot Teil eins gefehlt, zumal dort erst gegen Ende überhaupt solche Dinge ins Spiel kamen. Hier beschäftigen sich die Charaktere durchgehend mit ihrer Situation, zumal die Welt allmählich vor die Zombies geht und immer mehr Schreckensnachrichten täglich die Lage verschlechtern. Ich bin eigentlich kein allzu großer Fan dieser gängigen 0815-Zombie-Film-Klischees, die Autorin Kirsty McKay auch hier wieder in Massen zum Einsatz bringt, aber dadurch, das hier auch mehr andere Elemente im Vordergrund stehen, hat mich das zur Abwechslung nicht sonderlich gestört. Ich glaube auch, dass bei solchen Büchern eben viele Dinge sich überschneiden. Geht die Welt unter...naja, dann geht sie eben unter xD

Die Charaktere waren hier sehr viel tiefgründiger und auch greifbarer. Besonders über Protagonistin Bobby erfährt man endlich mehr, wobei ihre Familie und die Vergangenheit eine große Rolle spielt. Es gab wirklich viele Stellen, die aufmerksame Leser sich selber zusammenreimen konnten, was bestimmte Zusammenhänge angeht, aber nichtsfestotrotz mochte ich die Art, wie hier die Konflikte langsam geklärt werden oder sich eben zu größeren Problemen entwickeln. Bobby ist zwar immer noch schlagfertig und auch clever, aber man spürt deutlich, das die Ereignisse die verändert haben und eine gewisse Traurigkeit und Nachdenklichkeit in ihrer Persönlichkeit mitschwingt. Was viele wahrscheinlich doof fanden, mochte ich: Smittys Abwesenheit. Die dauert schon etwas länger an. Ich fand es richtig gut, wie die Autorin die Liebesgeschichte weiter in den Hintergrund gerückt hat, wo es doch so viel mehr zu beschreiben gab, als das. Ohnehin fand bzw. finde ich seine Rolle noch immer etwas überbewertet und war daher nicht traurig. Die Freundschaft zu den anderen Nebencharakteren und auch deren Beweggründe hatten hier viel mehr Raum, um sich zu entfalten und das war ein großer Pluspunkt.

Was meinen Kritikpunkte angeht, so habe ich fast die gleichen, wie beim Vorgänger. Es ist Kirsty McKays Schreibstil, der mich hier so richtig genervt hat. Ganz ehrlich! Bei Band eins fand ich den Stil noch durchschnittlich und Ok, aber das sprachliche Level hat hier deutlich abgenommen und der teilweise verwendete Slang oder allgemein die Ausdrucksweise fand ich wirklich...ätzend. Es zerrt am Lesespaß, wenn man immer öfter den Kopf schütteln muss, weil man sich denkt: Rede vernünftig, Mensch! Besonders bei den Info-Dumping Stellen war das Fehl am Platz.

Das Buch hat viele Kapitel die wirklich schlauchen oder furchtbar vorhersehbar sind. Wen das bei Band eins nicht gestört hat, dem wird das hier natürlich wieder gefallen, aber für meinen Geschmack hat die Autorin einen zu großen Hang dazu, etwas emotionalere Szenen dramatisch auszuschlachten oder im Gegenteil zu kürzen.

Die Feindschaft zwischen Alice und Bobby sorgt hier für viele Lacher, wie ich fand und auch etwaige „Kampfszenen“ waren wieder sehr gut und fesselnd beschrieben. Allgemein hat das Buch viele Höhepunkte und das war wirklich super.



Genau wie der Vorgänger unterhält auch Untot, Band zwei recht gut. Eine gehörige Portion Action und sympathische Charaktere ziehen rasch in seinen Bann. Der Schreibstil ist wohl nicht jedermanns Sache, ebenso wie die vorhandenen Klischees, die man aus gängigen Filmen zur Genüge kennt. Für Fans von Band eins ein Muss, für Zweifler nicht unbedingt ein Grund die Reihe fortzusetzen ;)





Für dieses Rezensionsexemplar! :)


1 Kommentar:

  1. :-)))
    Irgendwie gibt es bei den Büchern so viel, über was man schimpfen könnte, aber trotzdem finde ich es genial unterhaltsam und ich kam (wieder nicht) von den Seiten los :-(

    Und da bei mir der Lesespaß zählt, kam es ungefähr so gut weg wie Band 1 :-)

    lg
    Steffi

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