Mittwoch, 23. Oktober 2013

[Keine Rezension] Special: Die neuen Bücher der Autorinnen von Beautiful Creatures


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher ganz kurz und knapp zu bewerten. Da ich sehr viel lese, finde ich nicht immer Zeit für Rezensionen und manchmal reichen die Gedanken nicht einmal fürs Bookish Fact Battle, aber da sind sie trotzdem…


 Heute möchte ich euch zwei Bücher vorstellen. Dabei handelt es sich um die neuen Werke beider Autorinnen, Kami Garcia und Margaret Stohl, welche die Beautiful Creatures (zu dt. Sixteen Moons) Reihe geschrieben haben und dadurch bekannt geworden sind :)

Ich war kein besonderer Fan des ersten Buches der Reihe, aber mit jedem neuen Teil wurde ich mehr und mehr in den Bann der Reihe gezogen. Besonders nachdem dem Film, den ich im Gegensatz zu vielen Fans wirklich megamäßig gut fand, habe ich die Reihe nochmal als Hörbuch verschlungen, um dann Band vier lesen zu können. Ich mochte den Abschluss gerne, wenn er auch (wie viele Bände der Reihe) etwas langatmig war.

Sehr gespannt erwartete ich das Erscheinen der neuen Bücher, denn sowohl Icons von Margareth Stohl als auch Unbreakable von Kami Garcia, klangen sehr viel versprechend. Warum eine der Damen voll bei mir punkten konnte und die andere eher nicht, erfahrt ihr jetzt in diesem Post. Fangen wir mal mit der positiven Meinung an! ;)




Ein Mädchen zwischen zwei Brüdern, uralten Geheimbünden und einem Dämon.

Als Kennedy Waters ihre Mutter tot auffindet, bricht ihre Welt zusammen. Noch ahnt sie nicht, dass dunkle Mächte am Werk sind. Bis die attraktiven Zwillinge Jared und Lukas Lockhart in ihrer Tür stehen und sie gerade noch retten – vor einem wütenden Rachegeist, der Kennedy töten wollte. Die beiden Brüder erzählen ihr von »The Legion«, einer jahrhundertealten Geheimgesellschaft, deren Aufgabe ist, die Welt vor einem mächtigen Dämon zu schützen. Alle fünf Mitglieder der Legion starben in einer einzigen Nacht. Und Kennedys Mutter war eine von ihnen. Jetzt ist es an Kennedy, ihren Platz einzunehmen. An der Seite der neuen Mitglieder der Legion, Alara, Priest und den Zwillingen, begibt sich Kennedy auf die Suche nach der einen Waffe, die den Dämon aufzuhalten vermag … im ständigen Kampf gegen tödliche Rachegeister.

(Klappentext der dt. Ausgabe/Erscheint am 28. Oktober bei cbj!)




Ihr solltet erst mal alle Vorurteile dem Buch gegenüber über Bord werfen. Hier gibt es nämlich kein Liebesdreieck und die Protagonistin ist kein weinerliches Mädchen, das gerettet werden muss. Mir gefiel das Buch auf den ersten Seiten bereits sehr gut. Ich liebe einfach das Gefühl nach den ersten Zeilen genau zu wissen: Das hier wird sehr unterhaltsam. Unterhaltsam - das ist Unbreakable nämlich zu 100%. 

Kennedy ist eine Figur, die man auf Anhieb sympathisch findet. Sie ist lustig, intelligent und lässt sich nicht so schnell einschüchtern. Obwohl sie im Vergleich zu den anderen Jugendlichen, die von Familien der Legion abstammen, noch keine Ahnung oder Erfahrung ihrer Begabungen hat, trifft sie starke Entscheidungen, ist loyal und alles andere als ein Feigling. Direkt auf den ersten Seiten kommt die Geschichte rasch in Fahrt. Durch den Tod ihrer Mutter stellt sich Kennedys ganzes Leben auf den Kopf und als sie dann in ihrem eigenen Haus von einem Dämon angegriffen wird, dreht sie fast durch. So lernt die dann auch die beiden Brüder Jared und Lukas kennen, die ihr nämlich das Leben retten.

Meiner Meinung nach ist Unbreakable etwas für alle Fans von Anna dressed in Blood und Supernatural, denn ähnlich dem genannten Buch und der Serie ist das Haupthema des Romans, das Bekämpfen von Geistern und Dämonen. Dabei wird es oftmals spannend, unheimlich und die irrsten Gestalten treten hier auf den Plan. Es war einfach verdammt cool, mal wieder ein Jugendbuch zu lesen, das diese Thematik so interessant umsetzt!

Kennedy gehört nämlich neben den beiden Brüdern einer Familie an, die einen Kreis gebildet haben, der sich The Legion nannte und besondere Begabungen im Kampf gegen Dämonen und Geister immer weiter vererbt hat. So kann Kennedy später bestimmte Runen im Kampf benutzen und rettet sich und ihren Freunden mehr als einmal das Leben. Zu den Begabungen gehören aber auch Fähigkeiten wie der Einsatz von Waffen oder gefährlichem Wissen, das niemanden sonst zusteht. Neben der Protagonistin und den Brüdern, gibt es noch zwei weitere Figuren, die wichtig sind. Priest, ein kleiner Junge und der Mechaniker der Truppe und Alenna, die keinesfalls die 0815 Zicke ist, die man meint hier anzutreffen.

Die Charaktere waren alle richtig klasse. Sie hatten eigenständige Persönlichkeiten, benahmen sich zuwider aller Klischees und konnten mich sehr oft überraschen. Auch die Mischung aus den unterschiedlich alten Figuren war wirklich interessant und sorgte oft für Konflikte. Ein großer Pluspunkt des Buches war der erkennbare, rote Faden, der einem als Leser durch das Abenteuer des Buches führte, ohne dabei langweilig zu werden. Ich mag gradlinig strukturierte Geschichten, bei denen alles Sinn und Logik folgt, sehr gerne und das war hier der Fall. Ohne große Umschweife oder Drama erzählt Kami Garcia von der Suche nach einer Waffe der Legion, die im Kampf gegen einen besonders mächtigen Dämon helfen soll. Dabei entwickeln sich verschiedene Beziehungen der Charaktere untereinander und so manche Geheimnisse kommen ans Licht, die für jede Menge Ärger sorgen.

Unbreakable mag vielleicht kein Buch sein, das einen schockt oder tiefgründig ist bis zum Mittelpunkt der Erde, aber der Unterhaltungswert ist sehr groß, die Story zu jedem Zeitpunkt einfach amüsant und sehr atmosphärisch. Besonders Kennedy hat mit dem Verlust ihrer Mutter ein hartes Los gezogen und ist nicht von klein auf mit ihrer "Bestimmung" vertraut gemacht worden. Für mich hatte das Buch einfach alles. Von einer guten Handlung, zu einem flüssigen Schreibstil und liebenswerten Charakteren.

Natürlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, aber diese spielt sich eher am Rand ab, nimmt kaum Platz ein und ist alles andere als so dramatisch, wie es zunächst den Anschein haben mag :) Kleine Kritikpunkte am Buch wären für mich lediglich, das einige Charaktere der Runde etwas zu kurz kamen und auch manche Höhepunkte zu schnell gelöst werden konnten. Trotzdem erhält das Buch eine klare Leseempfehlung von mir und 8,5 Punkte mit starker Tendenz nach oben.



Das Englisch des Buches ist sehr einfach und bekommt daher ein B. Ich finde das englische Taschenbuch im Vergleich zur deutschen Ausgabe auch sehr viel günstiger. Das gibt es bei Amazon nämlich gerade für 6,90€ und ist deshalb auch in mein Regal gewandert.





Your heart beats only with their permission.

Everything changed on The Day. The day the windows shattered. The day the power stopped. The day Dol's family dropped dead. The day Earth lost a war it didn't know it was fighting. 
Since then, Dol has lived a simple life in the countryside -- safe from the shadow of the Icon and its terrifying power. Hiding from the one truth she can't avoid.

She's different. She survived. Why?

When Dol and her best friend, Ro, are captured and taken to the Embassy, off the coast of the sprawling metropolis once known as the City of Angels, they find only more questions. While Ro and fellow hostage Tima rage against their captors, Dol finds herself drawn to Lucas, the Ambassador's privileged son. But the four teens are more alike than they might think, and the timing of their meeting isn't a coincidence. It's a conspiracy.

Within the Icon's reach, Dol, Ro, Tima, and Lucas discover that their uncontrollable emotions -- which they've always thought to be their greatest weaknesses -- may actually be their greatest strengths.



Puhhhh! Ich weiß gar nicht so recht, was ich eigentlich von dem Buch halten soll. Als ich angefangen habe, es zu lesen gefielen mir auch hier die Charaktere auf Anhieb. Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich mir ein Bild von dem Handlungsort machen konnte und ich glaube, dass war auch mit eines meiner größten Probleme. Die Idee ist ziemlich originell und hat einen Sci-Fi-Touch, denn in Icons geht es um eine Welt, die von den sogenannten Icons "zerstört" wurde als diese wie Meteoriten auf die Erde eingeschlagen sind. Die Icons verhindern, dass Strom und andere Energiequellen genutzt werden können und legen so bestimmte Radien in der Zivilisation lahm. Es gibt zwei Parteien von Menschen im Buch. Jene, die herausfinden wollen, was hinter den Icons steckt und jene, die diese am liebsten vernichten würden. Dann gibt es noch einige Menschen, die in der Nähe der Icons spezielle Kräfte entwickeln, weil die radioaktive Strahlung ihre Gene beeinflusst. Das ist jetzt etwas sehr grob zusammengefasst, aber anders geht das leider nicht ;)

Im Zentrum der Handlung steht Dol und ihr bester Freund Ro. Die beiden fliehen aus ihrer Heimat, nachdem man aus merkwürdigen Gründen hinter Dol her ist und geraten dabei in die Fänge der Gegenspieler. Doch Lucas, der Sohn des dortigen Anführers hilft ihnen später bei der Flucht, denn die drei haben etwas gemeinsam: Sie zählen zu den Menschen, die von den Icons beeinflusst werden und somit wertvolle Kräfte entwickeln.

Wie gesagt, an sich finde ich die Idee wirklich gut und spannend. Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Die Figuren, wie Dol, Ro und Lucas konnte ich sehr leicht mögen, aber bis auf das oberflächliche ankratzen ihrer Geschichten erfährt man hier nicht besonders viel. Sehr schade fand ich z.B. das der englische Klappentext praktisch Dols ganze Hintergrundgeschichte erzählt, man davon im Roman selbst aber kaum etwas liest. Austauschbar trifft es doch am besten, was die tragenden Rollen hier angeht.

Wirr und unübersichtlich. Das dachte ich sehr oft. Es mangelt dem Buch an den nötigen Erklärungen, Informationen, die den Plot stützen und auch die Motive der verschiedenen Charaktere nachvollziehbarer machen. An sich liest sich Icons ganz nett, aber hinter dem, was anfänglich so stark mein Interesse geweckt hatte, steckte leider sehr wenig. 

Man liest das Buch und fragt sich hinterher einfach: Was genau hast du da eigentlich gelesen? - und das war wirklich ein seltsames und unbefriedigendes Gefühl. Margaret Stohl beschreibt die Reisen der Freunde, ihre Ängste und Sorgen, aber man erfährt reichlich wenig über Setting, das Jahr oder die äußeren Umstände, welche ein dystopisch angehauchtes Buch sonst immer so charakteristisch machen. Teilweise fand ich den Roman sogar langweilig, denn die Kapitel werden von Berichten unterbrochen, die ich nicht ganz verstanden habe. Mal medizinische Fakten, dann wieder etwas zu Personen...worin der Sinn dieser Infos bestand ist mir leider schleierhaft.

Alles in allem, war Icons nicht das schlechteste Buch, welches ich gelesen habe. Die Idee hatte interessante Ansätze und die Charaktere viel Potenzial. Meinen Geschmack hat das Buch nicht getroffen, da besonders langatmige Beschreibungen und mangelndes Info-Dumping einfach nicht mein Fall sind. Da rate ich eher, zu Kami Garcias Werk zu greifen! 

Schwache 4 Punkte für den guten Start und die Ansätze.




Das Englisch des Buches ist ein C, denn viele der Vokabeln, besonders Adjektive, waren auch mir unbekannt und durch die verschachtelten Sätze, haben Anfänger sicher ein paar Probleme. 


Kommentare:

  1. Sehr sehr gut =) Unbreakable lesen, Icons nicht, habe ich notiert xD Zu geil einfach nur wie praktisch es ist, bei dir Leserin zu sein ♥

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  2. Puh, zum Glück. Ich habe das deutsche "The Legion" gerade aus dem Briefkasten gepflückt...zum Glück ist das andere dasjenige, das schlecht wegkommt :P

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  3. Unbreakable steht ziemlich weit oben auf meiner WL <3 Icons hab ich mir schonv or einer Weile abgeschminkt... xD Du hast mich in beidem bestärkt.. so mag ich das! :D

    Liebe Grüße

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