Freitag, 29. November 2013

[BUCHREZENSION] Cold Spell


Titel: -
OT: Cold Spell
Autor/in: Jackson Pearce
Genre: Ya, Fantasy
Buchreihe: Fairytale Retellings #4
Quelle: Kauf :)






Die amerikanische Autorin Jackson Pearce, geboren 1984 in North Carolina, lebt in Atlanta. Sie studierte Englisch und Philosophie und arbeitet als Tanzcoach an einer High School. Als Jackson Pearce zwölf Jahre alt war, setzte sie sich in den Kopf, unbedingt ein Buch lesen zu wollen, in dem ein schlaues Mädchen, Pferde, Tierbabys und Magie eine Rolle spielen - und da sie ein solches nirgendwo finden konnte, begann sie, sich die Geschichte selbst auszudenken und aufzuschreiben. 2009 wurden ihre ersten beiden Romane bei renommierten amerikanischen Verlagen veröffentlicht. Jackson Pearce, die laut eigener Angabe mit einer schielenden Katze und einem Hund, der ein bisschen wie ein Außerirdischer aussieht, zusammenlebt, ist auf Facebook aktiv, twittert unter und unterhält eine Website, auf der sie ihre Gedanken und Videos veröffentlicht.



Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 11,14€
Seiten: 336
Verlag: Little Brown





Typisch Jackson Pearce, aber nicht ihr bestes Werk...


Kurzbeschreibung

Kai and Ginny grew up together--best friends since they could toddle around their building's rooftop rose garden. Now they're seventeen, and their relationship has developed into something sweeter, complete with stolen kisses and plans to someday run away together. But one night, Kai disappears with a mysterious stranger named Mora--a beautiful girl with a dark past and a heart of ice. Refusing to be cast aside, Ginny goes after them and is thrust into a world she never imagined, one filled with monsters and thieves and the idea that love is not enough. If Ginny and Kai survive the journey, will she still be the girl he loved--and moreover, will she still be the girl who loved him?
Buchgestaltung
Obwohl die Covergestaltung innerhalb der Reihe geändert wurde und ich so etwas immer doof finde, mag ich die neuen Cover der Reihe trotzdem sehr gerne. Es sieht nicht nur total schön aus, sondern passt auch perfekt zu dem Märchen, dass Jackson Pearce dieses Mal neu erzählt: Die Schneekönigin. Dabei spielt der Spiegel, der zerbricht eine entscheidende Rolle. Cold Spell ist dazu ein wunderbarer Titel.
Meinung

Ich bin und bleibe ein großer Fan von Jackson Pearce, aber leider muss ich sagen, dass ich dieses Mal etwas enttäuscht wurde. Der Satz kommt mir selber bekannt vor – warum? Weil ich so etwas ähnliches bereits bei Fathomless auch gesagt habe. Im Gegensatz zu dem Vorgängerband der Autorin, finde ich persönlich aber, dass Cold Spell ihre bisher schwächste Leistung ist. Versteht mich nicht falsch, das Buch war gut, ich mochte es aus vielen Gründen, aber mir wurde auch schnell klar, dass es Sisters Red oder Sweetly einfach nicht das Wasser reichen konnte.

Cold Spell erzählt die Geschichte von Ginny und ihrem Freund Kai. Was ich sofort mochte war der Schreibstil, der sich bei dieser Geschichte doch etwas verändert hat. Die kalte Atmosphäre des Märchens war direkt vorhanden und konnte mich in ihren Bann schlagen. Ich war richtig geflasht von der Art und Weise, wie Jackson Pearce hier immer wieder hat Metaphern einfließen lassen, die mit dem Winter gespielt haben. Das Ganze kam sehr magisch und mystisch rüber und das Gefühl die Spannung in der Luft greifen zu können war etwas Besonderes. Man wusste einfach, bald wird etwas ganz, ganz Schlimmes geschehen – und das tat es auch.

Das Wunderbare an Jackson Pearce´ Nacherzählungen sind, dass sie nur minimal an die Originalgeschichten angelehnt sind. Man hat hier nicht wirklich den Überblick, über die Dinge, die als nächstes passieren könnten, weil sich der Plot kaum an den üblichen Handlungsverlauf gehalten hat. Das hat die Geschichte immer wieder interessant gemacht. Natürlich gab es wesentliche Elemente, die eben nicht fehlen durften, um das Märchen erkennbar zu machen und das war auch gut so.

Was ich zum Beispiel gelungen fand, waren die kurzen Kapitel aus der Sicht der Schneekönigin, die Einblick in deren Motive geboten haben, sowie ihre Hintergründe. Ginny sieht sie nämlich ausschließlich als Feindin an, nachdem sie Kai entführt und das war eine gute Methode, um diesen Charakter den Lesern noch etwas näher zu bringen.

Die ganze Liebesgeschichte mit Ginny und Kai war auch sehr süß. Die Autorin ist nicht bekannt dafür eine rosarote Brille zu tragen und das war hier zum Glück auch nicht der Fall. Die beiden sind zwar zusammen und man sieht viel von ihrer Beziehung, aber die Liebesgeschichte ist eben doch nebensächlich. Was ich immer sehr gerne an den Büchern der Autorin mag, sind die vielen Seitenhiebe auf ihre anderen Romane und davon gibt es hier vielleicht sogar zu viel. Ich verstehe durchaus, was die Autorin hier versucht hat und meistens fand ich die Erklärungen gut eingebaut, aber mir persönlich war es einfach ein Tick zu viel. Hier wurde sich zu viel auf Dinge verlassen, die der Leser bereits aus anderen Büchern weiß. Die Fenris, die Jäger etc. das nahm viel Platz ein und war zu jeder Sekunde wichtig, aber irgendwie hat mich das ziemlich oft gestört, weil ich das Gefühl hatte, dass Buch hat eigenständig betrachtet nicht sonderlich viel zu bieten. Es ist schwer zu erklären. Es geschehen einige Ereignisse in Cold Spell, die fesseln und an die Erzählung binden, aber trotzdem hat mir das gewisse Etwas irgendwie gefehlt.

Während der Suche nach Kai hält sich Ginny meiner Meinung nach zu viel mit anderen Dingen bzw. Charakteren auf, die man zwar auf Anhieb mag, aber für die Handlung eigentlich irrelevant sind. Sicher, es kann einen Aha-Effekt auslösen, wenn man plötzlich verschiedene Namen aus verschiedenen Büchern in Verbindung miteinander setzt, aber ich hatte mir einfach mehr erwartet. Ich wollte mehr Spannungspunkte, mehr Tiefgang und auch ein richtiges Finale. All das gab es im Buch einfach nicht. Teilweise plätschert die Story sogar vor sich her, wenn Ginny in Erinnerungen an Kai schwelgt und man zu sehen bekommt, wie er so war.

Vielleicht erklärt aber auch das nächste Buch der Reihe, warum all diese Dinge hier so unheimlich viel Präsenz eingenommen haben. Wer weiß, vielleicht gibt es da einen größeren Plan, von dem ich als Leserin bisher nichts ahnen kann....?

Ginny hingegen ist ein großer Pluspunkt. Mit ihr als Protagonistin hat Jackson Pearce nichts falsch gemacht und bleibt ihrem Stil treu. Eine mutige und kluge Heldin gab es noch in jeder Geschichte der Autorin und dieses Markenzeichen finde ich super. Außerdem wird es wieder gewohnt blutig, weil dieses Märchen eben seine Schattenseiten hat und Ginnys Leben schwebt mehr als einmal in Gefahr. An den Momenten, die also wirklich spannend waren, gab es nichts auszusetzen. Auch die logischen Schlussfolgerungen waren wieder gewohnt durchdacht umgesetzt.



Cold Spell ist durchaus unterhaltsam, aber nicht das beste Buch von Jackson Pearce. Etwas mehr Orientierung am roten Faden und weniger an ihren anderen Büchern, hätte dem Plot gut getan. Eine sympathische Protagonistin und die wahnsinnig tolle Atmosphäre machen das zwar nicht ganz wett, das Buch aber doch einen Blick wert. Wenn man etwas mehr Geduld mitbringt, kommt die Spannung doch noch aus ihrem Loch gekrochen und zwischenzeitlich darf man mit grübeln und raten.



[Award] Blogs With Heart


Wenn ihr jetzt in der Überschrift das Wort AWARD gelesen habt und euch dachtet: Bitte nicht, dann kann ich euch beruhigen. Das hier ist kein gewöhnlicher Award im Sinne von: der flutet bald die Bloggerszene. Ich habe mir in letzter Zeit Gedanken über das Thema Blogvorstellungen gemacht. Die gibt es immer und überall. Ich selbst habe bisher drei Blogs hier vorgestellt. Meinen Partnerblog (Amelies Rezensionen), den einer sehr guten Freundin (Caro´s Tipp) und den meines Paten-Bloggerkinds

Danach hatte ich gefragt, ob Interesse daran bestehen würde, wenn ich so etwas öfter tun würde und die Resonanz war groß. Ich wurde gebeten auch mal auf die ganzen Wordpress Blogs einzugehen, die ich so verfolge und lese und seitdem spuckt mir eine Idee im Kopf herum: Blogs with Heart.

Ich möchte diese neue Kategogrie auf meinem Blog dazu nutzen, um in Zukunft Blogs vorzustellen, von deren Inhalt ich zu 100% überzeugt bin. Ich lese wirklich viele Blogs, von denen nur wenige in meinem Blogroll sind (und das sind meine absoluten Lieblingsblogs) also dachte ich mir, ich vergebe diesen persönlichen Award, um anderen Bloggern einmal zu zeigen, dass ich ihre Blogs wertschätze und sie gerne mag.

Dieser Award kann nicht wahllos weitergegeben werden. Es gibt keine Regeln, nach denen man ihn erhalten kann oder dergleichen. Ihr könnt hier für keine Nominierungen einreichen oder mitbestimmen. Es spielt keine Rolle, ob der Blog 1000 Leser hat oder 1, ob ich das Design super toll finde oder es nicht meinen Geschmack entspricht. Ich möchte ganz einfach in Zukunft monatlich Blogger überraschen und ihnen einfach zeigen, das ich ihre Arbeit wertschätze. Das wird sozusagen mein persönliches Geiler-Blog-Siegel :P

Der Grund dafür ist mit folgender: In den letzten Woche merke ich immer mehr, wie wenig Zeit ich habe bei anderen zu kommentieren oder manchmal auch mitzulesen. Ich finde Feedback aber immer wirklich wichtig, zumal das etwas ist, was ich furchbar gerne gebe. Dazu kommt, dass ich in letzter Zeit immer wieder höre, dass andere meine Meinung wirklich schätzen und vielleicht habe ich so auch die Chance euch Blogs näher zu bringen, die ihr noch nicht kanntet. Was das hier auf keinen Fall wird ist eine Dauerwerbesendung für alles und jeden, sondern ein ernst gemeintes Dankeschön an Blogger, die mein Leben wirklich ein Stückchen besser machen mit ihren Beiträgen.

*Melodramatische Musik ein*



Quak, quak, quak!



Dienstag, 26. November 2013

[BUCHREZENSION] Forever - Das ewige Mädchen


Titel: Forever – Das ewige Mädchen
OT: The Forever Girl
Autor/in: Rebecca Hamilton
Genre: YA, Fantasy, Mystic
Buchreihe: Forever Girl #1
Quelle: Mein Dank gilt...







Rebecca Hamilton schreibt Romane für Jugendliche und Erwachsene, in denen oft das Paranormale eine Hauptrolle spielt. Mit ihrer Familie lebt sie in Florida. Eines ihrer drei Kinder ist autistisch, was die Autorin inspiriert hat, die Welt durch die Augen von Andersdenkenden zu betrachten und sich in Hilfsprojekten zu engagieren.



Deutsch
Broschiert/ 12,99€
Seiten: 412
Verlag: Dark Kiss


Englisch
Taschenbuch/ 10,95€
Seiten: 262
Verlag: Immortal Ink





Sehr kreative Umsetzung einer wundervollen Idee,
für meinen Geschmack aber etwas zu langatmig...


Kurzbeschreibung

Hexe! Sophia weiß genau, wie man sie im Dorf nennt. Sie kennt sich ja auch mit okkulten Riten aus und beschwört Geister. Was sie schrecklicher findet als den Hass der Dorfbewohner, ist das immer gegenwärtige Summen in ihrem Kopf, unter dem sie leidet, seit sie achtzehn wurde. Um es endlich zum Schweigen zu bringen, wendet sie einen Zauber an der misslingt. Denn aus dem Summen werden plötzlich flüsternde Stimmen, und dunkle Gestalten erscheinen. Einer von ihnen ist der geheimnisvolle Charles, zu dem Sophia sich magisch hingezogen fühlt. Welchen Fluch sie geweckt hat, erfährt sie erst durch eine alte Schriftrolle: Ihre Vorfahrin Elizabeth war eine Hexe, die mit achtzehn eines grausamen Todes gestorben ist
Buchgestaltung
Die Aufmachung des englischen Verlags trifft leider nicht wirklich meinen Geschmack. Das Buch hat zwar äußerst düstere Seiten, aber mir sieht das Motiv einfach zu sehr nach Gothic aus und nicht wirklich nach Fantasy. Die hellen, märchenhaften Farben bei dem deutschen Cover hingegen wirken sehr mystisch und verspielt. Allgemein schneidet die Aufmachung viel besser bei mir ab, weil ich die Protagonistin mit dem Ganzen in Verbindung bringe. Der Titel wurde sehr gut ausgewählt und passt in beiden Varianten zur Handlung.
Meinung

Einzigartig. Innovativ. Einfach genial! Solche und noch mehr Kommentare habe ich bei mehreren Online-Plattformen über das Werk von Rebecca Hamilton gelesen und sofort bin ich neugierig geworden. Nachdem dem Lesen ist mir klar geworden, dass die ganzen Rezensenten Recht hatten, denn, was die Autorin hier auf die Beine gestellt hat ist ein fantastisches Abenteuer mit Kreaturen und Wesen, die es in dieser Form nirgends gab. Besonders beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie die Autorin allem hier ihren eigenen Stempel aufgedrückt hat und die Erklärungen waren von magisch bis hin zu erschütternd wirklich alles. Die ganzen Einfälle, die hier verwendet wurden sind das beste Beispiel dafür, dass es heutzutage eben doch noch richtig gute und solide Geschichten gibt, die mehr zu bieten haben!

Aber zurück auf Anfang. Mir gefiel der Schreibstil von Rebecca Hamilton außergewöhnlich gut. Das ist immer das Erste, was einem als Leser auffällt und hier fiel alles etwas aus dem üblichen Rahmen eines Jugendbuchs. Wir kennen das alle. Jugendbücher sind flüssig und fluffig, aber manchmal steckt hinter den Wörtern eben nicht besonders viel Abwechslung. In dieser Geschichte ist das anders. Die Atmosphäre ist einfach unglaublich schön gewesen. Man wurde davon sofort mitgerissen und durfte sich in ein anderes Jahrhundert entführen lassen. Zumindest kam es mir immer mal wieder so vor, denn im Grunde ist Forever ein Urbanfantasy Buch, dass moderne und alte Elemente ineinander vereint. Wir haben hier Hexen als zentrales Thema, Menschen, die sich gegen Glauben aussprechen oder sich eben davon verleiten lassen Regeln zu brechen und sehr viel Paranormales, dass mal schneller, dann langsamer sein Gesicht offenbart. Der Mix aus den unterschiedlichen Genres ist es wohl auch, der alles so interessant macht. Als Leser braucht man eine Zeit, um sich in dem Setting wiederzufinden, denn man rutscht von einer Party zu einer Zeremonie im Wald oder anderen merkwürdigen Dingen.

Fasziniert habe ich mich immer weiter in die Geschichte vertieft, während uns zuallererst die Protagonistin vorgestellt wird. Ich fand es wunderbar, wie gut alles erklärt wurde und das man hier einfach miterleben konnte, anstatt sich alles in einem Monolog von der Person selbst erklären zu lassen. Wir leben sozusagen den Alltag von Sophia mit und erfahren dabei jede Menge Dinge über sie. Dabei fällt positiv auf, dass mit Sophie mal eine etwas ältere Figur die Hauptrolle übernimmt. DAS WAR SO VERDAMMT ERFRISCHEND – ich kann es nicht oft genug betonen. Endlich bleiben einem mal weinerliche Teenager Probleme erspart und all die Klischee, die wohl inzwischen jedem von uns auf den Senkel gehen, gibt es hier einfach nicht. Stattdessen ist Sophia ein ernster Mensch, der echte Probleme hat und sich deshalb auch konsequent damit auseinandersetzt, was sehr authentisch war. In diesem Buch lösen sich die Konflikte nicht von selbst, hier muss hart dafür gearbeitet werden. Dabei fand ich die Familienkonstellation wirklich spannend und auch den ganzen religiösen Teil, denn...in diesem Roman dreht sich sehr viel um die Wicca Kultur, welche rein gar nichts mit dem Übernatürlichen zu tun hat. Es ist vielmehr ein Glaube oder eine Lebenseinstellung und die Autorin hat ganze Arbeit geleistet, die vielen Szenen und Beschreibungen diesbezüglich zu recherchieren.

Wenn man sich – so wie ich – rein gar nicht mit diesem Thema auskennt, kann man eine ganze Menge darüber lernen. Was ich auch besonders gelungen fand, war der spürbare Respekt für diese Art von Kultur oder allgemein die Einstellung aller Charaktere Religionen/Glauben gegenüber. Die Autorin vermittelt hier die Botschaft, dass man niemanden ausgrenzen sollte oder eben etwas persönlicher, man sich nicht in seinen Ansichten verdrehen lassen sollte, egal, was die Außenwelt dir auch für Einflüsse entgegensetzen möchte. Man hat deutlich herausgelesen, dass die Autorin Bezug zu diesen Empfingen hat oder zumindest selber hinter diesen Aussagen steht.

Zu Beginn kommt die Geschichte schnell ins Rollen. Ehe man sich versieht taucht der geheimnisvolle Charles auf und Sophia findet sich wahrhaftig in einem Kreis aus Hexen, Vampiren und anderen Kreaturen wieder, die alle aus einem bestimmten Grund hinter ihr her sind. Schnell wird es super spannend, möchte man doch wissen, warum es plötzlich heißt Jäger oder Gejagte! Die Idee hinter den ganzen genannten Wesen ist jetzt der Teil, der wahrhaftig innovativ und kreativ war und ich möchte an dieser Stelle auch nichts verraten. Seid euch aber sicher: So etwas gab es noch nie. Gelungen waren zudem die logischen Schlussfolgerungen, die hier immer wieder als Hintergrundgeschichte gesponnen wurden. Einfach richtig, richtig toll!

Die Charaktere waren auch so eine Sache, die ich am Buch geliebt habe. Neben der Protagonistin begegnet uns ein bunter Haufen aus unterschiedlichen Charaktertypen, von der lustigen, besten Freundin bis hin zum charmanten Verbündeten, von dem man nicht weiß, ob er nun Freund oder Feind ist. Langweilig wurde es hier jedenfalls nie. Die Liebesgeschichte hat mir auch gut gefallen, spielte diese sich auf einer erwachsenen Ebene ab, als die sonstigen in anderen YA Büchern. Natürlich macht die Autorin es niemanden leicht, aber verständliche und nachvollziehbare Streits sind ja bekanntlich Mangelware, wenn es um solche Art von Büchern geht xD

Kommen wir zu dem, was ich nicht mochte. Das ist im Verhältnis zu den ganzen Pluspunkten echt wenig, aber für mich viel es dennoch ins Gewicht. Meinem Empfinden nach zog sich das Buch ab der Mitte nämlich schrecklich. Die Handlung wurde teilweise zu detailliert geschildert, wodurch die Spannung verloren ging. Insbesondere die vielen Dialoge zu Erklärungen, die bereits einmal vorgekommen sind haben mir nicht gefallen, weil sie sich teilweise wie Wiederholungen gelesen haben. Etwas schade fand ich auch, dass man lange auf den Show Down warten muss und die Geschichte anstatt danach ihren Abschluss zu finden, noch ein Weilchen vor sich her plätschert. Das mag alles Geschmackssache sein (von anderen habe ich nämlich gehört, das ihnen z.B. der Anfang zu lang vorkam) aber mich hat das einfach gestört. Ein weiterer dieser Punkte war auch der Gegenspieler, dem ich nichts abgewinnen konnte. Das Buch ist zwar eher selten vorhersehbar, aber ich habe mir gewünscht, das die Autorin genauso viele Infos in ihre Bösewichte gesteckt hätte, wie in ihre Hauptfiguren.



Forever – Das ewige Mädchen ist ein toller Auftakt zu einer Reihe, die in neue Gefilde des Genres abtaucht. Die Erklärungen faszinieren, sind logisch und die Fantasy-Aspekte somit mal etwas Neues und Frisches. Sympathische Figuren und ein solider roter Faden machen das Lesen spaßig. Ab der Mitte zieht sich das Ganze leider etwas und im Vergleich zu den Protagonisten, sind die Randfiguren oftmals uninteressant. Super Buch, mit Potenzial nach oben :)



Samstag, 23. November 2013

Was sich im November so angesammelt hat - Bücher über Bücher



Eigentlich sind Neuzugänge Posts immer meine Lieblings-Posts, aber in letzter Zeit holt sogar mich das Uni-Leben und alles drumherum ein und ich habe weniger Zeit für meinen Blog als vorher. Deshalb hat sich einiges bei mir angesammelt. Ich frage mich gerade sogar, ob dass der erste Post dieser Art im November ist? *Am Kopf kratz* Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung :D


Gekauft


Sechs Bücher für die ganzen Wochen, finde ich echt nicht schlecht.


The Almost Truth habe ich mir von einem Amazon Gutschein geholt, den ich dank eines guten Tauschs ergattern konnte. Das war auch wirklich eine spontane Sache, denn zwischendurch kostete das HC nur 10,95€ und das Taschenbuch mit seinen knapp 8€ wollte ich deshalb nicht mehr :P Das Buch ist auch schon gelesen und ich fand es sooooooooo gut, das ich sagen kann: Bestes Contemporary Buch dieses Jahr!

Famous Last Words. Jaaa...das war eine Sache, sag ich euch. How My Summer Went Up In Flames von der Autorin gefiel mir so wahnsinnig gut, das ich mir ihr Erstlingswerk (von dem ich bis dahin nichts wusste) unbedingt kaufen wollte. Das Buch kam ebenfalls von Amazon, kaputt und zerissen :O Ich wollte dann einen Ersatz anfordern, aber plötzlich war das Buch nicht mehr auf Lager und ich sollte 3 (!) Monate warten. Kurzerhand hab ich mir das Geld erstatten lassen und bei Book Depository bestellt. 


Diese beiden Bücher standen eher weiter hinten auf meiner WL, aber...

A Long, long Sleep habe ich für 4,95€ bei Amazon gebraucht bekommen. Der Versand war bei dem Preis schon bei, also habe ich 1,95€ für das Buch gezahlt. Es hat zwar eine Weile gedauert, bis es hier war, dafür sieht es aber richtig gut aus. Bei all den 5 Sterne Rezensionen der anderen Blogger bin ich gespannt :)

Reunited konnte ich noch günstiger bekommen. Das Buch hat 1,06€ gekostet bei Amazon Ware House Deals! Alter Schwede, so wenig! Und Versand musste ich keinen zahlen. Das war auch einfach nur der spontanste Kauf des Monats, sag ich euch xD Beim stöbern entdeckt und sofort gekauft. Ich habe es auch gelesen, weil ich momentan in einer Contemporary Phase bin und es war richtig gut! :D



MUST-READS des Monats *seufz*

Cold Spell ist das neue Buch von Jackson Pearce. Obwohl es mein Buch des Monats ist (Lieblingsautorin-Status und so) war ich etwas enttäuscht. Fathomless gefiel mir damals schon nicht mehr sooo mega gut und Cold Spell war meiner Meinung nach nochmal etwas schwächer :/ Trotzdem ist es ein unterhaltsames Buch gewesen! Ich finde es nur furchtbar schade, weil ich mir eben mehr erwartet habe. 

The Severed Tower ist meine aktuelle Lektüre und bisher genauso genial wie Band eins Midnight City, das ich einfach nur abgöttisch liebe :) Ich werde gleich mal weiter lesen gehen...neee, da fehlen ja noch mehr Bücher xD


Tauschticket


Eine Zeit lang war ich sehr aktiv bei Tauschticket und in den letzten Wochen hat mich dort auch wieder der Rausch gepackt. Irgendwie habe ich angefangen Tickets zu horten und siehe da, es hat sich gelohnt! Ich habe für die meisten Bücher nur 1 Ticket gezahlt und konnte einfach nicht widerstehen :)




Ich muss gestehen, das auch hier wieder keine richtigen WL Bücher bei sind, aber alle haben mich angesprochen und da musste ich die Chance eben nutzten. Lockdown ist ein Buch von dem Bou immer sehr geschwärmt hat und Bunheads hab ich dank Tina "eingepackt". Die anderen hab ich wegen der Contemporary-Lesephase mitgehen lassen :D

Me and Earl and the Dying Girl ist allerdings ein Notizbuch, dass zu mir gewandert ist. Es ist das erste Mal, das ich ein Buch verunstalte und ich hab jetzt schon Angst xDD Ihr könnte also damit rechnen, dass ich es als nächstes anfange :)


Rezensionsexemplare



Ich muss gestehen, das ich in letzter Zeit viel lieber was von meinem SuB lese als irgendetwas anzufragen, aber bei diesen Bücher hatte ich einfach Glück. Ich wurde nämlich in das Dark Kiss Blogger Programm (Welches inzwischen leider voll ist, falls ihr euch das fragt) aufgenommen und bekomme daher jede Neuerscheinung, was - sind wir mal ehrlich - EINFACH MEGA GEIL ist xDD Und die anderen Bücher, tja....


Beide schon gelesen! Forever war gut und Gray Kiss genial und ja, Schande über mein Haupt, weil ich beide Bücher noch nicht rezensiert habe :( Ich hatte nur so viel ausstehend, dass ich mich echt ranhalten musste. Die beiden Rezensionen folgten aber auf jeden Fall noch heute oder morgen! Ich schwöre es. So und weil ich das jetzt geschworen habe, werde ich es auch tun. Beste. Motivation. Ever. xD


 Speechless hab ich auch von Dark Kiss bekommen. Steht auf meiner les-das-bald-Liste ganz weit oben :) Der erste Band der Vampirschwestern Reihe hab ich mir ebenfalls bei Tauschticket geholt. Da ich einfach total vergesslich bin, hab ich das Buch hinterher fotografieren müssen, weshalb es hier gelandet ist *hust* Ich fand die Geschichte wirklich super niedlich! Ich hab übrigens auch den Film geschaut und der war genauso wie das Buch. Wenn ihr Kinder habt solltet ihr denen beides mal ans Herz legen :)


Und dann gab es noch Amazon Vine, woher ich Boy Nobody habe. In letzter Zeit habe ich viel über das Buch gehört und bin sehr neugierig geworden. Da ich Glück habe und das Buch "testen" kann, hoffe ich, dass es sich auch wirklich lohnt :D Herz aus Eis habe ich von Blogg dein Buch. Es war super! SUPER! Und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso meine Rezension bisher die einzige gute ist O.o 


Jetzt gehe ich eine Runde Bücher sortieren :D



Dienstag, 19. November 2013

[Cover Reveal] Bloodlines #5


Der fünfte Band der Vampire Academy Spin-Off Reihe "Bloodlines" von Richelle Mead.

Was sagt ihr zum neuen Cover? Ich muss sagen, dass mir die ersten drei noch am besten gefallen haben. Ab Band vier werden die Motive irgendwie...ich weiß auch nicht xD Nicht so ganz mein Ding. Das Buch erscheint übrigens am 29. Juli 2014 und ist der vorletzte Teil der Reihe, die genau wie VA insgesamt sechs Teile haben wird. 


[BUCHREZENSION] Herz aus Eis



Titel: Herz aus Eis
OT: Breadcrumps
Autor/in: Anne Ursu
Genre: MG, Fantasy
Buchreihe: Nein!
Quelle: Diese tolle Seite ;)





Oder vielleicht direkt beim Verlag bestellen?! :=)





Anne Ursu unterrichtet Kreatives Schreiben für Kinder- und Jugendliteratur an der Hameline Universität in Minneapolis. Nebenbei arbeitet sie als Journalistin und hat die erfolgreiche Cronus Chronicles Trilogie geschrieben und zwei Bücher für Erwachsene veröffentlicht.



Deutsch
Gebunden/ 14,90€
Seiten: 352
Verlag: Aladin


Englisch
Gebunden/ 12,10€
Taschenbuch/ 5,00€
Seiten: 336
Verlag: Walden Pond Press





Wunderschöne Märchennacherzählung, nicht nur für Kinder :)


Kurzbeschreibung

Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin" erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.
Buchgestaltung
Bei der englischen Aufmachung wurde ein Motiv aus der Handlung genommen, welches mir sehr gut gefällt. Die Zeichnung sieht einfach gut aus und passt auch perfekt zu diesem Kinderbuch. Den Titel finde ich allerdings etwas irreleitend, weil ich bei Breadcrumps sofort an Hänsel und Gretel denke, nicht an die Schneekönigin. Die deutsche Aufmachung gefällt mir daher etwas besser. Herz aus Eis ist zwar ein Titel, den es schon öfter gibt, aber ich mag ihn sehr gerne. Außerdem zeigt das deutsche Cover die Kluft zwischen der Freundschaft von Hazel und Jack. Der Verlag hat Einfallsreichtum bewiesen, in dem er nicht das Original übernommen hat.
Meinung

Erst vor kurzem habe ich ein Jugendbuch gelesen, dass eine Nacherzählung des Märchens die Schneekönigin sein sollte und war doch ziemlich enttäuscht. Umso überraschter war ich als dieses Buch meine Erwartungen viel, viel besser erfüllen konnte. Denn...von einer Nacherzählung erwarte ich mir folgendes: Das Grundgerüst der ursprünglichen Form sollte vorhanden sein, die Geschichte selbst aber mit eigen Ideen gefüllt – genau das hat Anne Ursu getan. Obwohl Herz aus Eis eindeutig an ein jüngeres Zielpublikum gerichtet ist, konnte mich der Roman von Anfang bis Ende verzaubern und mitreißen. Etwas für groß und klein also! :)

Besonders der Schreibstil hatte es mir von der ersten Seite an wirklich angetan. Die Autorin besitzt eine wundervolle Art sehr lebhaft zu beschreiben, ohne dabei Wort technisch eine Grenze zu überschreiten, die Kinder vielleicht nicht verstehen können. Es ist schon eine kleine Kunst abwechslungsreich zu schreiben, ohne sich dabei sprachlich auf einem zu hohen Niveau zu bewegen. Nach den ganzen Jugendbüchern, die sonst mein bevorzugtes Genre sind, war das wirklich erfrischend. Wie bei einem richtigen Abenteuer wird der Leser hin und wieder einmal angesprochen und so direkt mit in die Geschichte einbezogen. Das war an den meisten Stellen einfach sehr süß eingerichtet und ein paar mal sogar zum gruseln.

Wer das Märchen der Schneekönigin kennt, der weiß in etwa wie die ganze Geschichte startet, aber trotzdem hat Anne Ursu hier viel Eigenes mit ins Spiel gebracht. Da gäbe es natürlich Hazel, die Protagonistin, über die man zuerst allerhand erfährt. Sie ist nicht direkt eine Außenseiterin, aber eine Träumerin, was nicht immer gut an kommt. Ihre Mutter versucht sie immer wieder zu Ordnung zu rufen, aber das beachtet Hazel einfach nicht. Neugierig und mutig wie sie war, habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Sie hat auch immer genau die richtigen Fragen an den richtigen Stellen gestellt, etwas, dass ich wirklich gelungen und kindgerecht fand. Es ist nun einmal so, dass Kindern mehr auffällt als Erwachsenen. Ihr bester Freund Jack spielte hier eher eine kleine Rolle. Nachdem dieser sich von ihr abwendet und verschwindet, beginnt nämlich das eigentliche Abenteuer, das Hazel allein anführt.

Was ich wirklich super fand war, dass es hier eine winzige Zusammenfassung des eigentlichen Märchens in Form eines Gesprächs gab, das sehr fantasievoll gestaltet war. So erfährt man die wichtigsten Punkte und kann sich ein Bild von der fiesen Schneekönigin machen. Auch die vielen Referenzen zu bekannten Büchern wie z.B. Harry Potter waren sehr amüsant! Und vor allem unerwartet.
Nach Hazels Aufbruch in den Wald geschehen unglaublich viele Dinge. Wie in der eigentlichen Geschichte durchläuft die Protagonistin viele Gefahren auf der Suche nach ihrem Freund und es ist nicht immer leicht mutig zu bleiben. Die vielen Ereignisse auf der Reise waren immer sehr spannend inszeniert. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber Hazel muss sich hier vielen Herausforderungen stellen, welche nicht nur an ihr Herz appellieren, sondern auch an ihren Verstand.

Das Thema Freundschaft steht im Zentrum der Handlung. Ich liebe Geschichten, in denen auf so etwas viel wert gelegt hat und die Beziehungen der Kinder untereinander war wirklich schön beschrieben. Neben diesem Fakt und den Fantasyelementen des Plots, beschäftigt sich das Buch aber auch etwas mit dem erwachsen werden und den dazugehörigen Problemen.

Das Ende des Buches kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt, aber ich denke, man kann dies auch als gute Alternative sehen seinen eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen, um sich einige Fragen zu beantworten. Letzten Endes sind es schließlich die ungelösten Rätsel die uns begleiten und das Leben interessant machen.



Ein ganz tolles Buch über Freundschaft und ein großes Abenteuer für ein kleines Mädchen. Meiner Meinung nach hat Anne Ursu eine der besten Nacherzählungen von Hans-Christian Andersens „Die Schneekönigin“ geschaffen, die ich jemals gelesen oder gesehen habe. Schöne Unterhaltung für jede Altersgruppe.


[BUCHREZENSION] Bis ich bei dir bin


Titel: Bis ich bei dir bin
OT: Through to you
Autor/in: Emily Hainsworth
Genre: YA, Contemporary, Fantasy
Buchreihe: Nein!
Quelle: Mein Dank gilt...







Leider habe ich keine deutsche Biografie gefunden.





Deutsch
Broschiert/ 9,99€
Seiten: 288
Verlag: Goldmann


Englisch
Gebunden/ 11,61€
Taschenbuch/ €
Seiten: 272
Verlag: Balzer & Bray




Manchmal mitreißend, manchmal nicht...


Kurzbeschreibung

Was würdest Du tun, wenn sich eine Welt auftut, in der all deine Fehler vergessen sind? Der achtzehnjährige Camden Pike trauert um seine große Liebe Viv. Seit sie bei einem Autounfall ums Leben kam, für den er sich zudem selbst die Schuld gibt, würde er alles dafür tun, Viv noch ein einziges Mal sehen zu können. Immer wieder besucht er die Unfallstelle und kann zuerst nicht glauben, was er dort eines Tages sieht: Ein Mädchen erscheint wie aus dem Nichts, und sie zeigt ihm den Weg in eine parallele Welt – eine Welt, in der Viv noch lebt …
Buchgestaltung
Mir gefällt die deutsche Aufmachung wahnsinnig gut! Das englische Motiv macht selbst in Zusammenhang mit dem Unfall im Buch nicht wirklich Sinn und der Titel klingt auch viel mehr danach, als wolle Viv irgendwie Rache an Cam nehmen. Bis ich bei dir bin, passt da wirklich viel besser und drückt auch viel mehr aus.
Meinung

Ich habe schon lange kein Jugendbuch mehr gelesen, dass aus der Sicht eines männlichen Protagonisten erzählt wurde und muss sagen, dass ich die Schreibweise hier sehr angenehm fand. Man weiß beim Lesen einfach genau, dass man hier nicht die Gedanken eines Mädchens verfolgt und das schafft nicht jede Autorin/jeder Autor. Cam hat eine wirklich sonderbare Weise seiner Geschichte eine Stimme zu geben. Teils sehr melancholisch, teils wieder sehr lebhaft führt er uns durch sein Leben und immer wieder zurück an den Unfallort, an dem seine Freundin starb. Obwohl hier nicht hundert Mal erwähnt wird, wie sehr er Viv vermisst oder auch geliebt hat, ist dass eine Tatsache, die immer unausgesprochen in der Luft schwebt. Ich mochte wirklich sehr gerne, wie die Autorin mit Gefühlen gearbeitet hat, anstatt den Protagonisten immer wieder betonen zu lassen, wie genau es ihm geht. Dadurch hat das Buch auch eine sehr melancholische und nachdenkliche Note erhalten. Ich würde sogar fast sagen, dass Leute, die nicht gerne die etwas traurigeren Liebesgeschichten lesen, hier wirklich die Finger von lassen sollten.

Viv ist nun einmal Tod und Verlust spielt eine große Rolle in Bis ich bei dir bin. Was mich positiv überraschen konnte, war besonders, wie schnell der ruhige Klang der Handlung doch an Fahrt gewonnen hat. Es dauert nämlich nur wenige Zeilen, bis Cam das erste Mal meint Viv gesehen zu haben und so gerät alles rasch ins Rollen.

Was für Cam nicht immer ein Rätsel war, blieb für den Leser oft sehr undurchsichtig. Viv wurde im Buch zwar durch diverse Erinnerungen von Cam wirklich gut dargestellt, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ihr Charakter recht austauschbar war. Rückblicke oder etwas ähnliches hätte ich irgendwie besser gefunden. Die kurzen Sätze, in denen Cam zurückblickt waren mir nicht immer genug, um nachvollziehen zu können, was die Beziehung der beiden denn ausgemacht hat. Allgemein hat die Autorin hier zwar wirklich viele Details schön ausgebaut, aber die gesamten Hintergrundgeschichten zu beiden Figuren blieben doch auf der Strecke. Man erfährt viel über Cams Umfeld und auch seine Freunde, aber das war leider nicht besonders authentisch abgehandelt, da ich mit ein schlechtes Bild von ganzen Setting machen konnte. Jeder Mensch verfolgt Träume, Sorgen etc. und das hat Emily Hainsworth manchmal zu oft außer Acht gelassen. Versteht mich nicht falsch. Ich konnte schnell und gerne mit Cam sympathisieren, aber trotzdem wurde ich nie dieses ungute Gefühl los: Da muss doch mehr dahinter stecken.

Simpel. Das ist die Handlung nämlich wirklich. Schnörkellos und gradlinig wird uns hier die Geschichte einer verlorenen Liebe erzählt, die es eigentlich gar nicht ist, denn Cam kann Vivs Geist sehen und verbringt mehr Zeit mit dieser Toten als allen anderen Lebenden. Das war übrigens der Teil des Plots, der mir nicht immer gefallen hat. Wie Cam alles hat stehen und liegen lassen. Logik außer Kraft gesetzt und gar nicht erst in Frage gestellt wurde. Seltsam, dachte ich öfters, weil es sich nicht anders beschreiben ließ. Man kann nicht behaupten, dass die Handlung langsam ist oder gar langweilig, aber die Momente der Zweisamkeit schlauchten schon, besonders, weil sie schwermütig sind und einen manchmal echt runter gezogen haben. Natürlich könnte man jetzt auch sagen, dass dies eben zum Stil der Geschichte gehört, aber meiner Meinung nach, darf ein kleiner Funke Hoffnung nie fehlen.

Was mich allerdings wieder richtig packen konnte war das Ende des Buches. Sehr gekonnt hat die Autorin hier einem Höhepunkt entgegen gearbeitet, der sich auch so las. Der herzzereißende Dialog am Ende, die Erkenntnis die Cam wie aus dem Nichts trifft, das konnte mich schon sehr berühren, war es vielleicht nicht ganz so unvorhersehbar wie gewünscht. Für einen Einteiler jedoch war der Abschluss sehr zufriedenstellend und hielt dann doch noch den erwarteten Lichtblick bereit. Ich kann euch nur sagen, ein Happy End gibt es nicht, also denkt dran, wenn ihr zu diesem Buch greifen wollt. Es ist keine leichte Kost für zwischendurch.



Schön, bildhaft und traurig erzählt Emily Hainsworth mal eine andere Art von Liebesgeschichte. Besonders das Ende war wirklich fesselnd, leider blieben auf dem Weg dahin zwischendurch Emotionen und auch Tiefgang etwas liegen. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, weil es nicht mit den üblichen YA Geschichten in einen Topf zu schmeißen ist. Wer dramatische Stories mag, ist hier richtig!