Sonntag, 22. Dezember 2013

[BUCHREZENSION] Blind Date mit einem Rockstar



Titel: -
OT: Blind Date mit einem Rockstar
Autor/in: Teresa Sporrer
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Lost In Stereo #2
Quelle: Danke an Verlag und 
Autor für die Leserunde!







Teresa Sporrer wurde 1994 in der kleinen österreichischen Stadt Braunau am Inn geboren. Da ihr Heimatdorf fast nur aus Feldern und Bäumen besteht, zieht es die Autorin seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr regelmäßig auf verschiedene Rockkonzerte und Festivals. Neben ihrer Liebe zur Musik hegt sie noch eine große Leidenschaft für Bücher und kümmert sich regelmäßig um ihren eigenen Bücherblog. Momentan bereitet sich die Autorin auf ihr Lehramtsstudium vor und arbeitet an neuen Geschichten, die sehr wahrscheinlich wieder von Rockstars handeln werden.

"Verliebe dich nie in einen Rockstar" ist der erste Teil der mehrteiligen Rockstar-Reihe. Im Dezember folgt mit "Blind Date mit einem Rockstar" der zweite Teil. In "Zehn mal fantastische Weihnachten" ist eine Kurzgeschichte der Rocker enthalten. 

Weitere Teile sind in Planung.




Deutsch
Ebook/ 3,99€
Seiten: circa 304
Verlag: Impress


Englisch
Deutsche
Originalausgabe!




Durchwachsen, aber mit absolut gelungenen Höhepunkten...


Kurzbeschreibung

Wenn Serena sich einer Sache ganz sicher sein kann, dann dieser: Rockstars sind allesamt Schweine! Ja, vielleicht hat die Sache zwischen ihrer Freundin Zoey und Acid ein Happy End gehabt, aber das war ja mal eine totale Ausnahme. Ganz anders sieht es mit seinem Bassisten Simon aus, der ihr nicht nur rein sportlich immer wieder das Herz bricht, sondern auch gerne so tut, als ob er sie nicht kenne. Mag sein, dass er wie ein junger Gott aussieht mit seinen hohen Wangenknochen, dem breiten Kinn, den galant geschwungen dunkelbraunen Haaren und verboten grünen Augen, sein Charakter ist trotzdem so schwarz wie der Teufel selbst. Da hilft nur eins: Ablenkung! Denken zumindest ihre besten Freundinnen, die ihr eifrig ein paar Blind Dates organisieren. Nur leider hat keiner damit gerechnet, dass Simon da bald mit von der Partie ist …
Buchgestaltung
Passt wieder perfekt...
Zum Inhalt!
Der Reihe!
Einfach allem!
Meinung

Ach, was war ich gespannt auf den zweiten Band! Ich habe den ersten Teil zwar erst vor Kurzem entdeckt und auch gelesen, aber trotzdem war die Neugier auf Band zwei riesig. Serena war ein Charakter, der mir in Band eins ganz gut gefallen hat, aber hier leider nicht wirklich, dass muss ich direkt zu Beginn mal los werden. Allgemein hatte das Buch einen katastrophalen Start für mich und ich hätte es ehrlich gesagt auch gerne aufgegeben, aber das habe ich nicht getan und es hat sich gelohnt! Für mich hat dieses Jahr kein Buch eine solche Wende hingelegt und mir dann noch bewiesen, dass mehr drin steckt als auf den ersten Blick von mir erwartet wurde.

Serena ist ein Charakter mit dem man erst mal klar kommen muss. Sie spricht in der dritten Person von sich und das fand ich in Zoeys Geschichte echt OK, aber es auf jeder Seite, in jedem Dialog zu lesen, wurde mir echt schnell zu viel. Im Gegensatz zu Zoey wurde ich mit ihr einfach nicht warm – nicht ganz unverständlich, sind die beiden Freundinnen doch wie Tag und Nacht. Serena ist schon ein sehr zickiger und kratzbürstiger Mensch, der weniger Humor mitbringt und dafür mehr Beleidigungen. Das konnte ich zu Beginn der Geschichte kaum nachvollziehen. Sie selbst erklärt dem Leser, dass sie viele Gründe für ihr Verhalten hat, aber die habe ich leider nicht mitbekommen. Es gab da einfach immer nur Simon, eine Person, die Serena aus ihrer Vergangenheit kennt und mit der sie schlechte Erinnerungen verbindet. Eine gute Idee, wie ich auf Anhieb fand und wieder Erwarten etwas anderes, aber der Weg bis ich sie sympathisch fand war holprig, lang und teilweise echt nervig.

Etwas, dass ich wirklich wunderbar an Teresa Sporrers Geschichten finde ist und bleibt ihr Stil. Sie kann herrlich locker leicht schreiben und baut winzige Wiederholungen als Stütze in ihre Geschichten ein, die absolut nicht stören. Das ist mir immer wieder aufgefallen und konnte bei mir punkten. Was ich richtig genial fand war auch die Art und Weise wie die ganzen anderen Charaktere hier immer passend Platz finden. Die Autorin hat sich ein ganzes Netz an Figuren und Verknüpfungen aufbaut, dem man immer super folgen kann und das hier noch gestärkt wurde. Ich habe die ganzen Szenen richtig geliebt, in denen Zoey, Violet und Nell vorkamen und man Einblicke in deren Leben erhielt, sowie der Beziehungen der Freundinnen zu Bandmitgliedern. Man müsste ja meinen, dass man hier eine ähnliche Geschichte wie in Band 1 vorgesetzt bekommt, aber das war nicht der Fall. Hier gibt es eine eigenständige und abwechslungsreiche Handlung, die bis auf das Setting, die Figuren und deren Liebe zur Musik nichts gemeinsam haben.

Nachdem ich mich erst mal in die Geschichte hinein gelesen hatte (auch, wenn das eine Weile dauerte) habe ich schnell gemerkt, dass ich dem Buch einiges abgewinnen kann, denn obwohl ich Serena nicht so gern hatte wie gewollt, so fand ich die vielen Ereignisse im Buch echt zum Schießen. Natürlich gab es den ein oder anderen Zufall zu viel, was im wahren Leben vielleicht etwas unrealistisch wirkte, aber jedes Mal, wenn Serena und Simon zusammen in einem Boat saßen, wurde es sehr spaßig. Die Beziehung der beiden hatte eine ganz andere Dynamik als die von Zoey und Alex und so war ich immer wieder sehr gespannt, ob nun Drama oder Versöhnung folgte.

Im Verlauf der Handlung hat die Autorin bewiesen, dass sie es gerne kunterbunt mag, denn die vielen Höhe – und auch Tiefpunkte der Erzählungen vermochten es mich mit jeder Seite mehr und mehr zu packen. Besonders toll fand ich auch die Bruchstücke der Vergangenheit, die gezeigt haben, wie Serena sich fühlte. Das hat mir sehr geholfen ihren Charaktere besser verstehen zu können. Und sei sie noch so durchgeknallt und zickig, es gab viele Stellen, an denen ich sie lieb gewonnen habe. Die Szenen mit ihren Freundinnen zusammen, zeigen, was für ein guter und aufrichtiger Mensch sie sein kann und manche davon haben mich echt berührt.

Freundschaft über allem ist auch hier wieder ein sehr wichtiges Thema, das klar bei mir punkten konnte. Selten habe ich eine Reihe gelesen, die so viel Wert auf das alles legt und es war einfach herrlich die Dynamik der Gruppe zu verfolgen, weil Teresa Sporrer die Freundschaft der Mädchen sehr authentisch gestaltet hat. Mir persönlich wurde es in der Mitte ab und an etwas zu viel Geschwatze und Austausch, aber das ist eben Geschmackssache. Ich bin der Meinung, dass man eben nicht immer alles jedem seiner Freunde sofort erzählt, aber allgemein führt die Truppe ja ein aufgeschlossenes Verhältnis. Wo wir auch wieder bei dem (leidigen) Sex-Thema angekommen wären. Im ersten Teil der Reihe und auch hier fand ich es großartig, dass niemand ein Blatt vor den Mund nimmt und Sex klar thematisiert wird, eben so wie es Jugendliche tun. Das war witzig, aber teilweise auch ein wenig übertrieben. Besonders gegen Ende konnte ich nicht mehr über die Sex-Sprüche lachen, weil die Witze doch etwas abgenutzt waren. Auch die eigentliche Sex-Szene im Buch war mir viel zu kurz und wirkte etwas lieblos, das sie kaum ein paar Sätze angehalten hat. Ich stehe absolut nicht auf halbe Buch-Pornos, aber etwas mehr wäre besser gewesen.

Die ganze Sache mit dem Blind Date war für mich der Knüller und Höhepunkt des Buches. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen, lachen und lachen, so verrückt und spaßig waren die Stellen, in denen Serena und Simon sich näher kommen. Auch die vielen Hinweise auf noch kommende Geschichten bzw. Charaktere, wie Zoeys Schwester Ellen haben mich wahnsinnig neugierig gemacht!

Das Ende des Buches ist ein guter Abschluss gewesen. Was ich der Handlung hoch anrechne ist, dass unnötiges Drama vermieden wurde und das Spiel mit den Klischees blieb auch nicht aus – wirklich sehr humorvoll! Meiner Meinung nach hätten es gegen Ende sogar noch ein paar mehr Kapiteln sein können, denn Simon und Serena finden dank ihrer Freunde doch recht schnell zusammen. Bei ihrer Vergangenheit war das aber vielleicht auch gut so.



Weil ich nicht sofort Zugang zu Serena hatte, war das Buch besonders zu Beginn sehr durchwachsen für mich. Nach Eingewöhnungszeit kristallisierten sich aber klar der tolle Stil und die Liebe zum Detail der Autorin heraus. Teresa Sporrer hat ein Händchen für flüssige, humorvolle Geschichten über Freundschaft und Liebe, die mit Klischees spielen und wirklich tolle Unterhaltung sind. Für mich hatte der Band einige Schwachstellen und noch Potenzial nach oben, aber das ist eben Geschmackssache. Ich fiebere jedenfalls Band drei (Violet) entgegen, weil ich mit ihr mehr anfangen konnte als es wohl bei Serena jemals der Fall sein wird :P



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