Dienstag, 10. Dezember 2013

[BUCHREZENSION] Gray Kiss



Titel: Gray Kiss
OT: Wicked Kiss
Autor/in: Michelle Rowen
Genre: YA, Fantasy
Buchreihe: Nightwachters #2
Quelle: Danke an den Verlag!






Michelle Rowens Name steht für erfolgreiche paranormale Romances, Urban Fantasy und All Age Fantasy. 2009 zeichnete die Kritikerjury der Romantic Times die Vampirromane der Bestsellerautorin aus. Zusammen mit einer launischen Katze lebt der bekennende „Bufffy“-Fan in Ontario, Kanada.




Deutsch
Broschiert/ 12,99€
Seiten: 412
Verlag: Dark Kiss


Englisch
Taschenbuch/ 12,95€
Seiten: 395
Verlag: Mills & Boon





Eine wahnsinnig gelungene Fortsetzung!


Kurzbeschreibung

Mein Kuss kann töten. Ich bin Samantha, eine Gray . Ein entsetzlicher Hunger brennt in mir, und um ihn zu stillen, muss ich küssen. Als der Fluch begann, habe ich Seelen geraubt jetzt bringe ich den Tod. Nur bei einem wirkt dieser grausame Zauber nicht: Bei Kraven, einem Dämon. Dabei ist er der Bruder von Bishop, den ich wirklich will, aber nicht haben darf. Denn Bishop ist ein Engel mit sterblicher Seele. Verliebt in einen Engel, geküsst von einem Dämon, gefangen zwischen zwei Brüdern das ist erst der Beginn meiner Probleme! Denn immer mächtiger werden in mir die übernatürlichen Kräfte. Plötzlich kann ich in Bishops Vergangenheit schauen. Und was ich dort sehe, raubt selbst mir, einer Gray , den Atem.
Buchgestaltung
Das Originalmotiv wurde übernommen und wie bei Teil eins finde ich, dass es wirklich super zum Inhalt des Buches passt. Auf Band 1 war Bishop zu sehen, der dort eine wirklich große Rolle gespielt hat und das dieses Mädchen Sam sein soll, damit kann ich mich bestens anfreunden. Ich finde auch den deutschen Titel wesentlich besser, weil Gray Kiss (da Sam eine „Gray“ ist) irgendwie mehr das Thema trifft.
Meinung

Dark Kiss hat mir damals wirklich gut gefallen. Trotz einiger, kleiner Schwächen hat mich besonders die sympathische Protagonistin und die Idee des Romans schnell in ihren Bann geschlagen. Mit Gray Kiss legte die Autorin nun den zweiten Teil (und vermutlich Abschluss?) der Reihe vor, der mir noch mal um einiges besser gefallen hat als sein Vorgänger. Also Lauscher auf, Freunde! ;)

In Gray Kiss steht nicht nur Samantha im Vordergrund, sondern alle Nebenfiguren, die wir bisher kennengelernt haben und dazu kommen sogar noch einige neue. Was die Entwicklung der Personen betrifft hat Michelle Rowen hier eine echte Glanzleistung vollbracht, denn wirklich jeder der Charaktere hat sich sichtbar verändert. Ich fand es wahnsinnig gut beschrieben, wie die vielen Ereignisse die Persönlichkeiten haben ernster werden lassen und auch der Zusammenhalt unter Freunden, sowie Feinden ganz neue Seiten zum Vorschein gebracht hat. Besonders gut im Gedächtnis geblieben ist mir nachdem Leser aber vor allem, die hervorragende Spannungskurve, denn im Roman gibt es ein stetiges Auf – und Ab der Gefühle.

Hier balancierte die Autorin zwischen sehr viel Spannung, sowie Erklärungen und das ist ihr wirklich gelungen! Die Abwechslung, die einem hier geboten wird ist sehr groß und es wurde trotz einiger etwas längerer Kapitel dennoch nie langweilig.

Der Plot greift immer sinnvoll ineinander über und bis zum Ende werden wirklich ALLE Fragen befriedigend beantwortet – etwas, dass es heute nicht minder selten gibt. Ich hatte beim Lesen durchgehend das Gefühl der Logik perfekt folgen zu können und das war sehr angenehm. So lösten sich die Berge an Fragen wie selbstverständlich, aber auch sehr fesselnd Stück für Stück auf. Normalerweise bin ich es echt gewohnt eine gewisse Vorhersehbarkeit zu spüren, wenn es auf das Ende einer Reihe zugeht, aber hier war das nur selten der Fall. Die vielen Wendungen kamen doch überraschend daher und das lag daran, dass die Autorin sich hier neben ihren kreativen Ideen zur Gestaltung der Handlung noch einiges hat einfallen lassen.

Der Paranormale-Part der Story nimmt mehr Überhand und wir erfahren wichtige Details aus der Vergangenheit, die uns besonders die Brüder näher bringen. Auch aus Samanthas Umfeld erfährt man noch mal einiges mehr. Im Grunde ist alles eine rundum gute Darstellung der Umstände gewesen. Neben der Aufgabe, die Samantha und ihre Freunde noch immer erfüllen müssen, bleibt aber auch das normale Leben nicht auf der Strecke, was ich sehr authentisch fand. Sam lässt nicht alles stehen und liegen, sondern findet eine gute Balance zwischen den beiden Welten, in denen sie so gesehen lebt. Hier mochte ich besonders den Teil, der mit Jordan und der Schule zu tun hatte, weil es dort viele zwischenmenschliche Einblicke gab.

Engel und Dämonen spielen immer noch die Hauptrolle und der Krieg steht mehr denn je vor der Tür. Man merkt beim Lesen sehr deutlich, dass die Autorin sich bemüht hat ihren Fans noch viel mit auf den Weg zu geben. Neue Fähigkeiten, neue Gesichter und neue Dramen machen das Ganze sehr unterhaltsam.

Die Rückblicke in die Vergangenheit, die Sam erlebt waren zudem wirklich gut in die Geschichte eingebaut und haben das ganze Nicht-Liebesdreieck äußerst realistisch gestaltet. Das ist übrigens noch so eine Sache, für dich ich Michelle Rowen wirklich vergöttere: KEIN-Liebesdreieck. Man hatte ja so einige Seitenhiebe im ersten Teil mitbekommen und die findet man hier auch wieder massenhaft, aber zu keinem Zeitpunkt im Buch denkt man sich: Ein Mädchen zwischen zwei Brüdern, weil eben nichts auf eine Art Dreiecks-Kiste hinaus läuft. Stattdessen fand ich die erneuten Annäherungen zwischen Sam und Bishop wirklich ziemlich heiß ;P

Die Sache mit dem Hunger war einfach so ein Element, dass viele verzwickte Szenen zur Folge und es gab Kapitel, in denen ich wieder laut mitlachen musste. Der Sarkasmus ist genial! Die Dialoge waren eh ein Teil des Buches, der mir mit am besten gefallen hat. Man hat einfach das Gefühl unter echten Menschen zu sein, weil die Gespräche, wie die Handlung ihre Hochs und Tiefs hat.

Zum Ende hin gibt es dann sogar noch ein paar Schocker und eine Stelle fand ich persönlich besonders traurig, denn sagen wir es mal so: Nicht alle Charaktere, die man im Verlauf des Buches lieb gewinnt überleben das Ende auch. Trotzdem war es super, dass Sam hier eine ganze Truppe an Freunden zur Unterstützung hat und nicht jedes Problem/Konflikt selber lösen kann, auch, wenn sie wie zuvor so oft betont wurde etwas „Besonderes“ ist.

Ein paar Kritikpunkte bleiben zum Schluss aber trotzdem übrig. Obwohl ich bei diesem Romantasy-Buch die meiste Zeit Feuer und Flamme war, so gab es zu Anfang einfach zu viel Rumknutscherei und Kitsch, für meinen Geschmack. Dass hier der Twist zwischen den Brüdern so stark auf die Tatsache fokussiert wurde, dass Sam Kraven, aber nicht Bishop küssen kann, ging mir ehrlich gesagt ein klein wenig auf die Nerven. Zudem fand ich es wirklich schade, dass der Einstieg ins Buch durch diese ganze Sache etwas gestreckt wurde.



Gray Kiss ist ein fast perfekter Abschluss einer tollen Reihe, die ich jedem Romantasy-Fan wärmstens empfehlen kann. Sympathische Charaktere, eine außergewöhnliche Idee und viele spannende Wenden machen das Buch zu einem richtigen Highlight. Ich bin auf weitere Bücher der Autorin gespannt! :)




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