Mittwoch, 15. Januar 2014

[Keine Rezension] Mistborn, Paper Towns, Keep Me Still & Zwei und Dieselbe


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher ganz kurz und knapp zu bewerten. Da ich sehr viel lese, finde ich nicht immer Zeit für Rezensionen und manchmal reichen die Gedanken nicht einmal fürs Bookish Fact Battle, aber da sind sie trotzdem…




A thousand years ago evil came to the land. A dark lord rules through the aristocratic families and ordinary folk labor as slaves in volcanic ash fields. A troublemaker arrives. A rumored revolt depends on an untrustworthy criminal and a young girl who must master Allomancy, metal magic.


Ich wurde von zwei Freundinnen regelrecht genötigt dieses Buch zu lesen und habe es natürlich möchte ich schon fast sagen, nicht bereut. The Final Empire ist das erste Buch in der Mistborn Reihe und ein Roman, den sich wohl niemand entgehen lassen sollte. Obwohl das Buch nicht gerade schmal ist und einen regelrecht erschlägt, wenn man es zur Hand nimmt, ist die Geschichte spannend, faszinierend und ziemlich witzig. Hierbei handelt es sich eindeutig um High Fantasy - ein Genre, das ich normalerweise nicht so gerne mag. Mistborn #1 ist auch nicht gerade ein Jugendbuch, aber trotzdem liest es sich wunderbar einfach. Brandon Sanderson hat sich hier so viele außergewöhnliche Dinge einfallen lassen, dass ich regelrecht mit offenem Mund staunen musste. Das ganze Magie-System ist eine Nummer für sie, sowie diverse Ansätze des Weltenentwurfs und auch die Charaktere sind alles andere als normal. Hauptsächlich geht es in der Story um Gut gegen Böse und alles dazwischen. Von Rebellionen bis hin zu Festen - hier findet sich wohl etwas für jeden Leser wieder. 

Was mich zu Beginn etwas gestört hat, waren die vielen Erklärungen. Sie haben ein klein wenig vom Geschehen genommen, aber trotzdem hat sich der Autor bemüht alles sehr logisch und detailreich zu beschreiben, weshalb ich ihm das fast schon wieder verzeihen kann. Ich will auch gar nicht so genau auf alles eingehen, weil es eben diese "Unwissenheit" ist, die einen rasend schnell in das Setting hineinzieht und nicht mehr loslässt. Dabei ist der Roman noch mit so genialen Weisheiten gespickt, die ich selbst auf zwanzig Seiten wohl nicht alle zitieren könnte. Und der Humor. Tja, wer hätte gedacht, dass sich in solch einem Roman so viel Humor finden würde? xD Besonders die Sprüche von Kelsier fand ich genial. Allgemein ist sein Charakter einfach der Beste von allen und ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Irgendwie hatten die Figuren hier alle das gewisse Etwas vorzuweisen und die Interaktion in Verbindung mit dem teilweise halsbrecherischem Plot waren einfach fesselnd.

Okay, das klingt wirklich schrecklich wirr, aber ich finde echt kaum Worte, um die Komplexität und Einzigartigkeit des Buches zu beschreiben. Ich hoffe, ihr werdet auch die Reihe mal merken, denn ich bin mir sicher, auch nicht High Fantasy Fans kann sie gefallen.

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)








When Margo Roth Spiegelman beckons Quentin Jacobsen in the middle of the night—dressed like a ninja and plotting an ingenious campaign of revenge—he follows her. Margo’s always planned extravagantly, and, until now, she’s always planned solo. After a lifetime of loving Margo from afar, things are finally looking up for Q . . . until day breaks and she has vanished. Always an enigma, Margo has now become a mystery. But there are clues. And they’re for Q.


Mein zweites John Green Buch war irgendwie ein Griff ins Klo. Ich habe in ganz vielen Rezensionen gelesen, dass man es entweder mag oder eben nicht und bei mir war dann Letzteres der Fall. Von der Geschichte her, habe ich mir eine lustige Freundschaft und eine süße Romanze erwartet, aber nichts dergleichen hat sich meiner Meinung nach in Paper Towns abgespielt. Ehrlich gesagt, habe ich die meiste Zeit beim Lesen einfach nur unter Verwirrung und Wut (gegenüber Margo) gelitten. Wenn mich jetzt jemand fragen würde: Worum geht es in dem Buch? - Dann würde ich Folgendes antworten: Da ist ein seltsamer Junge und ein noch seltsameres Mädchen. Das Mädchen zwingt den Jungen ihr bei der Rache an einer bestimmten Person zu helfen. Dann verschwindet das Mädchen, aber niemanden interessiert es. Tatsache ist, dass der Klappentext ziemlich fehlleitet. Das aufregende Rache-Abenteuer bringen Q und Margo schon nach den ersten 30 Seiten hinter sich. Alles, was folgte war mir ein einziges Rätsel. Ich weiß, das Contemporary Geschichten nicht immer so klar einem roten Faden folgen, wie das vielleicht bei Fantasy der Fall ist und vielleicht habe ich auch den Sinn der Geschichte nicht verstanden (?), aber ich fand das Buch einfach sehr, sehr langweilig. 

Quentin war mir nicht direkt unsympathisch, aber mir fiel es schwer ihn zu mögen. Ich hatte einfach nichts mit ihm gemein oder anders gesagt, es gab nichts an seiner Persönlichkeit, die mich neugierig gemacht hat. In meinen Augen war er austauschbar. Margo fand ich einfach nur mega seltsam. Ich konnte ihre Motive nie nachvollziehen und ihr Verhalten gegen Ende des Buches hat mich einfach nur zornig gemacht. Ansonsten konnte ich auch mit der Handlung nicht sonderlich viel anfangen. Die Dialoge waren weder humorvoll, noch spannend, die Nebenfiguren vergaß ich bereits kurz nach ihrem Auftritt wieder und besonders der Mittelteil hat mich gähnen lassen ohne Ende. Das Einzige, was ich mochte war der tolle Schreibstil des Autors und ja, die ersten 30 Seiten, die mir Hoffnung auf mehr gemacht haben. Scher ist Paper Towns kein schlechtes Buch, es war eben nichts für mich.

 (Englisch-Schwierigkeitsgrad)







Layla Flaherty had the perfect life, or close to it. Until a stranger gunned her parents down right in front of her, leaving her with seizure inducing PTSD. After years of trying to pass as normal and failing miserably, she resigns herself to being invisible. But new to town Landen O’Brien sees her, and he likes what he sees. Much to Layla’s surprise, he doesn’t freak out when she has a seizure in front of him. He does the exact opposite, calming her until the tremors subside. But Landen has secrets of his own. Secrets that both bind them together and tear them apart. Scarred by loss, Layla leaves her hometown of Hope Springs, Georgia, hoping to put her painful past behind her and start over in college in California. When she runs into Landen at freshmen orientation, she has a choice to make. Reinforce those steel walls she's built up around herself or give the only boy who can keep her still a second chance. Landen’s more than ready to tear down those walls but this time when they come crashing down, they might bury her.



Ich und das Genre New Adult werden wohl keine Freunde. Vielleicht niemals. Ich hab es ehrlich gesagt so dermaßen satt, dass sich in solchen Büchern alles um Sex dreht, dass ich vermutlich nie wieder so ein Buch in die Hand nehmen, geschweige denn kaufen werde -_- Dabei fing alles so gut an! Ich fand die Idee der Geschichte klasse, habe hinein gelesen und war sofort in die Charaktere verliebt. Die Art und Weise, wie beide sich kennenlernen und zusammenkommen war so erfrischend unkompliziert und realistisch. Wäre es genauso, in diesem lockeren, romantischem Ton weitergegangen, dann wäre ich sicher ein richtiger Fan geworden. Leider hat die Autorin sich stattdessen dafür entschlossen, den Plot durch Sex zu ersetzen. Sex. Sex. SEX. Ich kann es übrigens gar nicht mehr hören, wenn Leute zu mir kommen und sagen: Du kannst das doch einfach überspringen, wenn du zu prüde bist. Ich bin nicht prüde, aber mal im Ernst, wenn ich puren Sex will, dann kann ich mir direkt Pornos reinziehen oder mich in einem Bordell anstellen lassen. Es scheint so eine ungeschriebene Regel zu sein, dass so lange genug Sex vorhanden ist, man weder einen richtigen Plot, noch Tiefgang oder IRGENDETWAS braucht. Und wenn gar nichts mehr geht, lassen wir die Protagonistin einfach schwanger werden - YAY!

Zusammenfassend hat das Buch den perfekten Start hingelegt, nur um zur größten Enttäuschung zu werden. Wenn man jetzt mega Fan von solchen Stories ist, dann bitte...aber wer sich nachdem interessanten Klappentext mehr erhofft, dem rate ich davon ab.

 (Englisch-Schwierigkeitsgrad)






Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Wahrheit, der sie schließlich Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: Jenna hatte einen furchtbaren Unfall – und ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch ist sie wirklich noch dieselbe?


Hätte ich das Buch zu einem anderen Zeitpunkt gelesen, dann hätte es mir vielleicht besser gefallen. Mich hat das Ganze sehr stark an Skinned von Robin Wasserman erinnert (welches ich übrigens mochte) und das Konzept fand ich auch recht gut, aber das Drumherum? :/ Ich weiß nicht so recht was ich von dem Roman halten soll. Einerseits gefielen mir die Erklärungen sehr gut, zumal sie Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen, anderseits fand ich die Protagonistin Jenna total schrecklich. Es ist schwer mehr ins Detail zu gehen, ohne zu spoilern, aber lasst es mich mal so sagen: Jenna trifft meiner Meinung nach nur egoistische und falsche Entscheidungen. Mir war schnell klar, das dies nun einmal Züge ihres Charakters sind, aber ich hatte damit echt Schwierigkeiten :( In meinen Augen hat Jenna stets sehr passiv alles um sich herum beobachtet und in Situationen, in denen etwas von ihr verlangt wurde, einfach tatenlos zugesehen. Das hat mich besonders gegen Ende wirklich angekotzt. Die Autorin hat sich bemüht das Info-Dumping präzise und durchdacht zu gestalten, was ein großer Pluspunkt der Erzählung ist. Allgemein war mir das ganze Buch aber viel zu ruhig und hat für diese Ruhe zu wenig einen Ton angeschlagen, der mir gefiel.

Vielleicht habe ich schon zu viele solcher Geschichten gelesen, aber wirklich vom Hocker hauen konnte mich die Aufklärung nicht. Zumal sie (wahrscheinlich, gerade, weil ich ähnliche Bücher schon kenne) sie nicht wirklich überraschend war. Ich bin der Meinung, dass das Buch viel Potenzial verschenkt hat, in dem es sich nur auf Jenna und nichts anderes fokussiert hat. Und wie sagt man so schön, wenn man die Figuren nicht mag...dodoom xD


Kommentare:

  1. Du liest nur noch Terii's New Adult c:

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  2. *grinst sich hier nur einen weg* Mistbooooooorn!!!!! Epiiiiiccccc Joker!!! Kelsiiiiiiiiirrrrrr *umkippt und kichert* Man muss Kelsir einfach lieben für sein "Es gibt immer noch ein Geheimnis"-Ding *hach mach und weiter grinst*

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  3. Ich finds nicht gut die Adult Romane über einen Kamm zu scheren. Auch da gibts verschiedene Genre und je nachdem was man wählt, hat man mal weniger, mal mehr Sex. Bücher wo es irgendwann nur noch rein um Sex geht mag ich auch nicht, aber für mich gehört zu einer gesunden Beziehung Sex dazu.

    Was auch der Grund ist weshalb ich Liebesbeziehungen in vielen YA-Büchern ein wenig unrealistisch finde. Es muss ja keinen Sex beinhalten, aber eine gewisse sexuelle Anziehung sollte schon da sein. Wenn man einen Menschen liebt will man ihm auch auf jede mögliche Art nah sein und nicht nur Händchen halten oder küssen. Find das einfach unrealistisch, wo Sexualität gerade in der Pupertät noch so eine große Rolle spielt.

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    1. Ich hab immer das Gefühl dich persönlich zu beleidigen, wenn ich so etwas schreibe und das ist echt nicht meine Absicht! :O :D Ich hätte es vielleicht nicht so hart formulieren müssen, denn klar: Verallgemeinern ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Ich kann halt nur aus Erfahrung sprechen und da nervt das gewaltig. Schon fast wieder ironisch, wie dich andere Dinge bei YA stören, die ich z.B. gar nicht so empfinde :P Sei nicht böse :D

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  4. Bei Paper Towns ging es mir genau so wie dir. Ich fand auch das Margo so ein bisschen auf extra besonders gemacht wurde.

    LG Lisa

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  5. Ich hab jetzt schon sooo oft gehört, dass so ziemlich alle anderen Bücher von John Green nicht wirklich dolle sein sollen! Schade, wo DSiemV so dermaßen eingeschlagen hat, aber da werd ich es wohl sein lassen. Außer vielleicht Looking for Alaska, das hab ich in Reichweite bei meiner Tante :p Aber da haben mir echt schon viele von abgeraten ...

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    1. Ich denke, dass John Green echt talentiert hat, aber vermutlich ist er auch kein Autor für jeden. Es gibt ja diese hardcore Fans, die alles von ihm lieben xDD Ich lese auch sicher mal wieder ein Buch von ihm, aber das war echt eine kleine Katastrophe xDD

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