Montag, 24. März 2014

[Schatzkiste] The Shadow Prince oder auch: Bree Despain, was hast du mir angetan?


ACHTUNG SPOILER IM ANMASCH!!!




Es ist ziemlich lange her, dass ich ein wirklich schlechtes Buch gelesen habe. Ja, ein wirklich, wirklich schlechtes und das mich dann der Schlag bei einer Autorin trifft, deren Bücher ich bisher einfach nur genial gefunden habe? Das war wirklich hart. The Shadow Prince ist eines dieser Bücher gewesen, die ich mir sofort vorbestellt habe, weil ich kaum erwarten konnte, meine Nase zwischen die Buchdeckel zu stecken. Ich muss an dieser Stelle nicht erwähnen, dass wir jetzt nicht hier wären, wenn das Buch die neue Liebe meines Leben geworden wäre, nicht wahr, Freunde?

Also lehnt euch in euren Sitzen zurück und reißt die Augen auf. 

Tanjas Rezensionen presents...die erste Pony-Rezi in 2014. 


...shitty books bother me everyday! 




Fangen wir vorne an. Worum geht es denn überhaupt in THE SHADOW PRINCE? Die ganz Cleveren unter euch vermuten jetzt: Den Shadow Prince natürlich, Tanja! Ja, meine treuen Leser, ihr seid wahrlich schlau. Bree Despains neustes Werk sollte wohl in erster Linie eine Hades-Persephone-Geschichte sein. Dabei wird die Story abwechselnd aus der Sicht von Daphne und Haden erzählt. Haden lebt in der Unterwelt, wo er einer der vielen Lord aus einem der vielen Clans ist, die seit unendlich vielen Jahrhunderten jedes Jahr versuchen, ein auserwähltes Mädchen in die Unterwelt zu locken, damit dort...eh...damit dort. Moment mal...ich versuche mich zu erinnern. Ach, stimmt ja, das wird erst auf den letzten zehn Seiten erklärt. Es geht um einen magischen Schlüssel, der wohl das Tor zu Unterwelt schließt oder so ähnlich und das soll Frieden bringen...jaaa.

Jedenfalls wiederholt sich die Geschichte immer wieder. Jemand wird vom Orakel auserwählt und dieser Unterwelt-Lord muss dann "Persephone" dazu bringen sich in ihn zu verlieben und ihm in die Unterwelt zu folgen. Das Orakel macht seinen Job nicht besonders gut, da alle bisherigen Versuche diese komplexe Aufgabe hinter sich zu bringen fehlgeschlagen sind. Nicht zu vergessen, dass Hadens bester Freund selber einmal auserwählt war, sich in "Persephone" verliebte und diese dann aber auf dem Weg in die Unterwelt getötet wurde. Von Schatten. Aber, hey, das Leben geht weiter, denn es steht ja bereits die nächste Generation für die Mission in den Startlöchern.


FAIL. Und was die Sache mit den Schatten sollte, da kann ich mir dann auch was Nettes zu ausdenken, denn das wurde Null erklärt. Wahrscheinlich ist das einfach so. Ist griechische Mythologie im Spiel, kommen sie irgendwann immer...DIE SCHATTEN.


Ich muss gestehen, dass mir der Anfang des Buches gar nicht sooo schlecht gefallen hat. Zusammenfassend kann man auf jeden Fall sagen, dass es viel verstecktes Potenzial gab, dass die Autorin hat erkennen lassen, aber einfach nicht ausgeschöpft hat. Ich finde so etwas immer grausam, wenn man doch weiß, das Autoren/innen es eben so viel besser können. Ich begreife auch gar nicht, wie...ach, lassen wir das.


Im Buch lernen wir zuerst HADEN kennen. Sein Vater ist so etwas wie der König der Unterwelt, seine Mutter war ein Mensch. Diese gebar zwei Söhne und hat dem Vater dann einfach nicht gesagt, welcher zuerst rausfloppte. Denn bei den Lords der Unterwelt hat immer nur der erste Sohn das Recht auf die SPECIAL MISSION. Ziemlich gewitzt von ihr, wie ich finde, denn das ist der Grund, warum beide Söhne im ersten Kapitel auf dem Präsentierteller stehen und sich vom Orakel begrapschen lassen dürfen. 

Er ist...der Auserwählte. THE ONE im Buch genannt. Und jaaaa Haden erinnert uns ziemlich oft daran. Seine Mutter starb als er sehr klein war und Gefühle in der Unterwelt zu zeigen ist irgendwie verboten wir vergessen jetzt mal die Stelle, an der sein bester Freund sich verliebte, seine Freundin verlor und trotzdem zurück zur Funstation durfte und er wird dadurch mit dem oberfiesen Schimpfwort MENSCHLICH betitelt. Kurz gesagt, in der Unterwelt ist er ein Loser und Weichei, aber das alles ändert sich...


...NICHT. Stattdessen bereiten die Unterwelt-Lord sich darauf vor, dass die Mission eh wieder fehlschlägt. Aber, wer kann ihnen das schon verübeln? Ich meine, man muss kein Genie in Mathe sein, um sich auszurechen, wie hoch die tatsächliche Wahrscheinlichkeit steht, dass THE ONE Haden es wirklich schafft! An seiner Stelle hätte ich ganz schön das Hemd voll mit so viel Verantwortung auf dem Puckel, aber nun jaaaaa...


THE ONE HADEN wird dann mit zwei Leuten (seinem BFF und seinem Halbbruder, der ihn hasst, mal nebenbei bemerkt- und die beiden durfte er sich aussuchen, Himmel!) zur Erde geschickt. Denn dort wartet bereits THE ONE FEMALE VERSION. Badaaam!

Meet Daphne. Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die ihr über sie wissen müsst.


Daphne kann singen. So richtig super toll.

(Ich liebe Taylor Swift übrigens xD)


Daphne hat einen Rockstar Vater.

Als wir Daphne kennelernen sagt die Autorin uns als Erstes, dass Daphne ein sehr treuer, loyaler Mensch ist, der ihre Familie liebte. Nix da. Die Realität sieht nämlich so aus. Ihr Rockstar-Daddy taucht wie aus dem Nichts auf und sagt: Jo, ich will meine Tochter jetzt mitnehmen. Dabei hat der Kerl sich Jahre nicht um sie gekümmert. Es dauert eine ganze Seite, bis Daphne sich entschließt mit ihrem Vater zu gehen, denn dieser bietet ihr an sie durch seinen famen Namen an eine sehr bekannte Musikschule zu bringen.



Man, hat sie mir das sympathisch gemacht. Erst die Mutter verlassen und sich dann aufgrund der Berühmtheit ihres Vaters an die Schule bringen lassen. Bravo, Daphne.

An der Schule angekommen Omypus ich habe rein gar nichts mit der Mythologie zu tun, denn ich bin eine Musikschule und nur Haden ist irgendwie mit einem griechischen Gott verwandt Hills, befürchtet Daphne natürlich, dass sie bald als Rockstar-Tochter auffliegt. Aber bevor das geschieht, hat sie erst mal eine Audition und BAM ist die allerbeste-tollste-genialste-Sängerin-ever-ever dort. Gratulation, meine Liebe. 

MACHT EUCH BEREIT FÜR DIE ERSTE BEGEGNUNG!!!



Daphnes Rockstar-Daddy ist reich. So reich, dass Daphne das Haus zu groß ist, um darin zu üben *hust* und deshalb *hust* geht sie zum Meer und übt dort. Haden hört sie dabei und denkt sich: Ohhh, was tut dieses Mädchen denn da? Den Mund bewegen und dann kommen noch Wörter raus und das klingt schöööööööööööön!


Daraufhin erkennt THE ONE Haden dann, dass SIE sie ist...seine Auserwählte, seine Mission, sein Engel! Und was tut man, wenn man das begreift? Man geht hin und sagt: Du musst sofort mit mir kommen. Aus freiem Stücken. Das funktioniert natürlich wunderbar, Daphne geht mit ihm und das Happy End folgt nach fünfzig  Seiten. NICHT. 

Daphne (die an dieser Stelle noch ein paar ihrer Gehirnzellen übrig hat) bekommt sofort Angst und flüchtet vor dem seltsamen Fremden, der sie so unsäglich belästigt hat.

Haden hält darufhin Rücksprache mit seinen Begleitern und alle sind sich einig, was des Rätsels Lösung sein muss: STALKEN. Haden beginnt Daphne zu stalken. Nicht zu vergessen, dass er dabei die wichtigste Waffe der Menschen entdeckt. 

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Das iPhone!


Nein, Freunde, die Zeit, wo Haden ein paar seiner Unterwelt-Lord-Kräfte auspackt ist noch nicht gekommen. Das magische iPhone muss her, denn Menschen leben nicht ohne eines. Es bestimmt ihr Leben. Es IST ihr Leben und jeder der keins hat, ist krank. Einfach KRANK. Wir können einen Zirkel der Schande gründen, denn auch ich besitze keins.


Haden benutzt dann Google und findet heraus:

Um ein Mädchen dazu zu bringen, dich zu mögen, musst du gemein zu ihr sein.

Also bei mir kamen viel bessere Ratschläge raus. Ich meine, ich google auch alles, um mein Leben einigermaßen im Griff haben zu können, wenn schon kein iPhone, wa...




Zum Vergrößern bitte Klick aufs Bild ;)


Die Theorie wird dann gleich mal im Unterricht zur Anwendung gebracht. Den Teil, wo ihr erratet, das er NATÜRLICH auf ihre Schule geht und NATÜRLICH in ihre Klasse kommt, habe ich jetzt einfach mal weg gelassen. Ein lustiger Teil sollte wohl noch Erwähnung finden, denn THE ONE aka Haden war ja in der Unterwelt...

LORD HADEN

und er grübelt lange für einen Menschennamen...

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...HADEN LORD kommt dann raus. 


Die beiden streiten sich dann erstmal ne Runde im Unterricht und niemand unterbricht sie dabei. Tolle Schule. Ich hätte früher auch lieber fick-dich-ins-Knie oder halt-dein-Maul anstatt Mathe und Chemie gehabt, aber ich war ja auch nie auf der Olympus Hills.

An dieser Stelle hatte ich das Buch dann noch nicht mal annähernd durch. Der fette Klopper hatte nämlich über 500 Seiten und alter Schwede war das ätzend.


Irgendwann kam dann der Part, wo ich ein wenig übersprungen habe xD

Und der Plot ginge weiter...ah, Moment, der Plot! Da gab es ja noch Morde. Naja, zumindest wurde jemand verletzt und Haden war in der Sache der Verdächtige, aber wenn juckt das schon, wenn Daphne weiß, dass er total heiß ist und tief in ihrem Inneren eine Stimme flüstert: Es war es nicht, gut aussehende Menschen schaden niemandem!


Statt Haden zu verurteilen macht Daphne es einfach bei allen anderen. Es gab da so eine Szene im Buch, wo sie jemanden als Bitch bezeichnet, nur, weil er blond ist...egal, das sie selber blond ist. Denn es gibt ja total die Unterschiede bei blond und bitchig und blond und nett:  "I realize then that her description would kind of match mine. Tall, tan, and blond. Though she is of the bleached variety and her tan probably comes from an airbrush—while mine is from living in the desert." 

Hallelujaaaaaa, ey -_-

WO IST DIE VERDAMMTE GRIECHISCHE MYTHOLOGIE?????

Diese Frage habe ich mir sehr oft gestellt, denn das Buch wird stark von einem Teeniedrama dominiert anstatt von der Special Mission, die rasch in Vergessenheit gerät, als die Instant-Liebe einsetzt. Denn obwohl Daphne Haden nicht mag und owbohl Haden eine wichtige Aufgabe hat, die seinem Volk alles bedeutet, sind beide mehr daran interessiert zusammen abzuchillen und sich nette Dinge an den Kopf zu werfen.

Die ganze Zeit geht es nur um Daphne Rockstar-Daddy, der sie ignoriert, das alle sie um ihre geile Stimme beneiden, das sie einen netten BFF hat, der sie irgendwie mag...


Danach folgt eine enorme Trockenzeit. Man muss sich doch erstmal 200 Seiten weiter lesen, bis man sich fast dem Ende naht, als endlich wieder IRGENDETWAS geschieht. Ich weiß gar nicht, wie die Autorin es überhaupt geschafft hat, die Seiten zu füllen. Ich meine, man liest und liest und überspringt und liest und überspringt mal 20 Seiten und liest...


Springen wir doch zu dem spannendem, interessantem, ehhhh, nächsten Teil.

Haden wohnt während seiner Zeit auf der Erde bei so einem Kerl, der ebenfalls aus der Unterwelt stammte und im Grunde so etwas wie die Jugendherberge für die Typen darstellt, die eben die Mission machen müssen. Das ist unser Gegenspieler, Leute. Ein nichtssagender Charakter, der kaum im Buch vorkommt und dann auf einmal BAM Daphne entführen will. Die Motive dahinter: Er will die Erfüllung der Mission verhindern, weil...ehrlich gesagt habe ich diesen Teil nicht ganz verstanden. Er wollte verhindern, dass Daphne den Schlüssel findet und gleichzeitig will er sie aber auch in die Unterwelt bringen, so nach dem Motto: Seht ich bin euer Held. Das macht viel Sinn, da Daphne ja nichts verraten würde bzw. die Mission eh nur vom Orakel abgesegnetem Typen erfüllt werden darf. Sonst hätten sie Haden doch auf der ersten Seite gekillt und jemand Kompetenteren geschickt. Aber alles klar...

Es gibt dann diesen Showdown, wo auch noch rauskommt, dass Rockstar-Daddy seine Seele an den Teufel verkauft hat, um eben ein Rockstar sein zu können und er im Gegenzug halt auch Daphne verraten soll, damit No-Name-Gegenspieler sie eben entführen kann. Keine Ahnung, warum er Daphne nicht sofort nach ihrer Ankunft entführt hat, geschweige denn es mal vorher versucht hat, da er im Grunde an der Quelle der Informationen alle die Jahre stand. 



Beim finalem Battle bring Haden dann den No-Name-Gegenspieler um. Er und Daphne sind in Love. Ihr Vater macht sich aus dem Staub und das Buch endet dann eben mit dem Cliffhänger: Werden sie nun in die Unterwelt gehen oder nicht? Ne, wohin auch sonst.


The End.


Kommentare:

  1. Das.War.So.Witzig!
    Ich muss immer noch lachen xD
    Traurig aber wahr: Die meisten schlechten Bücher bringen einen zum Lachen, wenn man Rezis oder Meinungen dazu liest. Während des Lesens will man zwar jeden einzelnen der Charaktere killen, aber dafür wird man hinterher unterhalten ;)

    Liebe Grüße

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  2. ICH LIEBE DIESE REZENSIONEN VON DIR. Oh man, ich hab soooo gelacht. xD

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  3. Du machst mich mit diesen Rezensionen schon ein bisschen fertig xD I just can't ... nach dieser amüsanten Unterhaltung und äußerst aufschlussreichen Meinung ist das Buch dann auch endgültig von der Wunschliste verbannt worden. Du hast mich damit ganz sicher vor einem großen Fehler bewahrt und die Welt gerettet, chosen one :D (ich muss das gleich noch ein zweites Mal lesen; könnte ein Buch nich so zerreißen xD)

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  4. OMG! xDDD Da hätte ich mir doch fast in die Hose gepischert vor lachen xDD
    Aber was ist das bitte für ein Name, Haden? Hat die Autorin einfach nur das O in Hoden durch ein A ersetzt oder das wie oder was? xD

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  5. Huhu :)
    du hast einen wirklich sehr tollen Blog!
    Ich liebe deine Rezis und auch, dass du über englische bücher schreibst ist wirklich toll.
    Ich stöber gerade deine Parodien durch.
    ...Und ich kann nicht mehr, dass ist so witzig :D
    wirklich super geschrieben!

    Liebe Grüße
    Kücki ♥

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  6. Was für eine absolut witzige Rezi! :D
    Danke das du durchgehalten hast und das Buch gelesen hast! Für das Ergebnis lohnt sich das ;)
    Haden Lord! xD Zu genial!

    Liebe Grüße

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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