Montag, 28. April 2014

[Keine Rezension] 4x Contemporary


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen. Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)





Lani and Erin are bonded for life. One thing that connects them is their fascination of fate. Lani wonders how much of our lives has already been decided and how much we can actually influence. Since the Unknown can unexpectedly change our lives forever, how much can we really control? From the minute Lani meets Jason, she can't deny the intense connection they share. It feels like she's known him forever. She's not sure if he feels it, too. But it doesn't matter. Because Jason is Erin's boyfriend. Lani is determined to ignore her feelings for Jason, no matter how powerful they are, rather than risk hurting her best friend. How long can Lani keep running from the boy who might be her destiny?




So etwas wie Schicksal...tja, ich finde den Titel schon echt hart. Mal ganz im Ernst. Es geht hier um eine Geschichte, bei der die Protagonistin ihrer besten Freundin den Freund ausspannt und die Autorin will uns das als "Schicksal" verkaufen. Das hier ist jetzt dir zweite Geschichte, die ich mit einem solchem Thema lese und anscheinend gibt es dafür einen konkreten Plan. Ich wette, würde ich zu irgendeinem x-beliebigen anderen Roman greifen würde das auch wie folgt ablaufen. 1) Besagter Freund der besten Freundin und Prota treffen sich 2) Besagter Freund der besten Freundin und Prota haben einen Liebe-auf-den-ersten-Blick-Moment und 3) Besagter Freund der besten Freundin und Prota treffen sich heimlich und hinterhältig hinter dem Rücken aller Beteiligten. Das klingt richtig furchtbar, oder? Die Sache ist aber, das Buch ist gar nicht SO furchtbar ist. Im Gegenteil, der Anfang war total witzig und ich mochte die Art wie die Freundschaft der beiden Mädchen hier beschrieben wurde, sehr gerne. Zu Beginn ist das Buch auch einfach total süß gemacht und erst ab dem Zeitpunkt als der Kerl auftaucht ändert sich alles.

Ich finde solche Bücher zu beurteilen nicht immer leicht. Ein kleiner Teil von mir konnte Lani verstehen. Sie verliebt sich in den falschen Typen und wird auf eine harte Probe gestellt. Viele der Entwicklungen gegen Ende haben auch einfach gezeigt, dass Lani nicht die Einzige ist, die viele Fehler begeht, denn ihre beste Freundin greift zu ziemlich krassen Methoden, um Lani später das Leben zur Hölle zu machen. Hier wird das ganze Thema Vertrauen echt richtig hardcore durchgekaut und an den meisten Stellen war mir das einfach zu viel Drama und Stress. Ich glaube, eine solche Geschichte kann ab dem Überschreiten einer bestimmten Grenze auch nur wenig Verständnis vom Leser gewinnen. Trotzdem schafft die Autorin es ganz gut, Lanis Innenleben verständlich zu beschreiben. Neben der Haupthandlung gibt es auch noch eine weitere Mini-Geschichte und diese gefiel mir wirklich gut. Dennoch fiel es mir oft schwer Lani als Erzählerin zu "ertragen". Niemand ist perfekt, aber die Art wie sie immer wieder andere verrät, um sich selber zu Glück verhelfen zu können war schon ziemlich mies.

Überraschend fand ich allerdings, dass das Ende wirklich unerwartet kam und das konnte eine Menge Pluspunkte bei mir sammeln. Alles in allem muss man schon bereits sein, sich auf die Thematik des Romans einzulassen. Süß und liebenswert ist diese Liebesgeschichte nicht, dafür geht es in erster Linie zu viel um Freundschaft und Loyalität. 

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)







Despite what her name might suggest, Heart has zero interest in complicated romance. So when her brilliant plan to go to prom with a group of friends is disrupted by two surprise invites, Heart knows there's only one drama-free solution: flip a coin. Heads: The jock. He might spend all night staring at his ex or throw up in the limo, but how bad can her brother's best friend really be? Tails: The theater geek...with a secret. What could be better than a guy who shares all Heart's interests--even if he wants to share all his feelings? Heart's simple coin flip has somehow given her the chance to live out both dates. But where her prom night ends up might be the most surprising thing of all...




Ich hab ja eine Menge erwartet, aber nicht, dass das Buch KOMPLETT vom Prom handelt. Ohne Übertreibung, im Roman findet ihr 280 Seiten PROM. Und der Klappentext ist auch einfach mega irreführend. Es ist nämlich so, dass Heart direkt in den ersten beiden Kapitel erfährt, das Ryan schwul ist und dieser bittet sie als Tarnung mit ihm zum Prom zu gehen und dann wird sie noch von ihrem Bruder praktisch gezwungen mit dessen besten Freund als Date zu gehen. Heart hatte aber eigentlich den Plan mit all ihren Freunden zusammen dort abzuhängen. Die Autorin beschreibt das Dilemma immer abwechselnd als "Head" oder "Tail" also Kopf oder Zahl. Im Grunde spielt Heart nämlich alle drei Varianten nebeneinander ab. Im einen Moment hängt sie bei Ryan ab, im nächsten bei Troy, dann wieder bei ihren Freunden - Das ist nicht nur für die Protagonistin, sondern auch für den Leser echt anstregend. Mein Unterhaltungslevel bewegte sich echt im 50/50 Bereich. Einerseits war das Buch total chaotisch und witzig durch die vielen Charaktere und Pannen, anderseits kam einfach alles zu kurz: Die Romanze, die Freundschaften, die Konflikte zwischen Bruder und Schwester...und das war einfach schade.

Heart ist dafür ziemlich sympathisch, wenn sie auch mit ihrer anti-dating-Regel förmlich das Klischee eines Mädchens mit Bindungsangst abgibt, dass von ihrer Mutter geprägt wurde, die einen Mann nach dem anderen am Start hat. Trotzdem mochte ich sie, wenn sie auch einfach oft so naiv war, dass ich sie hätte ohrfeigen können. Alle ihre Freunde durchschauen den Plot genauso wie es der Leser tut und dass Heart dann 200 Seiten im Dunkeln tappt was ihr Herz angeht (haha, dieser Wortwitz) war total unrealistisch.

Gegen Ende wurde mir auch hier das Drama einfach zu viel. Durch die Kürze des Romans bleibt einfach wenig Platz für Entwicklungen oder große Gefühle. Was ich allerdings doch ganz cool fand war, dass die Handlung sehr abwechslungsreich war, wenn man mal bedenkt, dass hier PROM Thema, Setting und Plot in einem ist. Da müsste man meinen, dass es irgendwann langweilig wird, aber der Autorin fiel offensichtlich eine Menge dazu ein. Ich hab zwar keine Ahnung inwiefern das echte Jugendliche angeht, aber egal xD

Zusammenfassend ist das Buch eine leichte Lektüre mit nettem Unterhaltugswert, aber nun wirklich kein Contemporary Must-Read, weil einfach zu viele Stereotypen bedient werden. Das Heart sich dann noch so nervtötend von ihrem Bruder auf der Nase herumtanzen lässt hat mir dazu manchmal echt den Rest gegeben. 

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)






Kylie könnte sich ohrfeigen! Wie blöd muss man eigentlich sein, sich erst den Laptop klauen zu lassen und dann auf den Lastwagen der Diebesbande zu springen? Zu allem Überfluss hat sie nun auch noch Max am Hals, den arrogantesten und (leider) auch süßesten Jungen ihrer Schule, der sich aus irgendeinem Grund nicht abschütteln lässt – dieser Tag hat es jetzt schon verdient, „schlimmster letzter Schultag aller Zeiten“ genannt zu werden!


Können wir uns mal kurz einen Moment Zeit nehmen, um das völlig beknackte deutsche Cover anzuschauen? Danke. Ich weiß einfach nicht, was die Leute von Arena sich dabei gedacht haben, dass so schrecklich zu gestalten. Und was soll dieser "deutsche" Titel bitte? O.o Einfach seltsam! Kommen wir aber zum Inhalt. Ich muss sagen, dass mich seit lange Zeit kein Buch des Genres so sehr enttäuscht hat wie dieses. Ich habe nur Gutes gehört und eine Mischung aus Hangover und Wild Child erwartet, wurde aber bitter enttäuscht. FROM WHAT I REMEBER (OT) hat so gar nichts mit einem spannendem Party-Abenteuer gemein. Ich fand den Roman mal nett ausgedrückt einfach total konfus. Die Geschichte ist aus der Sicht von insgesamt vier Jugendlichen geschrieben, die zuerst nichts gemein haben, außer, dass sie auf dieselbe Schule gehen. Durch eine Verkettung von sehr simplen Ereignissen rutschen sie aber mehr oder weniger in eine Art Road-Trip ins Ungewissen. Im Fokus stehen dabei Kylie und Max. Sie ist die totale Streberin, der der Laptop gestohlen wird und Max ist der 0815 Kerl, den wir in jedem YA Buch finden, welcher hier zur falschen Zeit am falschen Ort war. BAM sitzen beide in einem Boot Auto und machen...ja, was eigentlich genau? Ich hatte starke Problem den Sinn hinter den meisten Handlungen zu begreifen. Im Ernst. Was ist da eigentlich passiert?

Kylie will ihren Laptop zurück und zusammen mit Max gehen sie auf Verbrecherjagd und landen dabei Tijuana. Die beiden beschließen, wenn sie eh schon da sind, können sie ja auch ne Runde feiern und wegen ihrer Abwesenheit spüren Kylies schwuler bester Freund und Max´ Barbie Freundin die beiden dort auf und BAM die Party geht weiter. Es gibt ein paar Konflikte, aber hey - nichts, das Tequila nicht lösen kann! Am Ende sind alle wieder Freunde und das die Liebesgeschichte total abgedreht und unverständlich ist, muss ich nicht erst erwähnen, oder? Der Anfang des Buches ist allerdings nicht schlecht, da besonders Kylie auf den ersten Blick ein paar der Klischee durchbricht. 






Drei Tage ohne Dusche, Deo und Co. und als Zugabe anstrengende Wanderrouten, unkomfortable Schlafgelegenheiten und kreuchende Insekten - das von der Schule organisierte GPS-Wochenende im Erzgebirge klingt für Lene alles andere als verlockend. Normalerweise nimmt die 16-Jährige kein Blatt vor den Mund und macht nichts, was ihr nicht passt, doch den Überredungskünsten ihrer besten Freundin Pia kann sie einfach nicht widerstehen. Ein weiterer Trost für Lene: Tobias, der coole Typ, der mit ihr im selben Bus fährt und mit dem sie sich neuerdings ausgesprochen gut versteht, wird ebenfalls dabei sein. Wenn sie wenigstens mit ihm in eines der Zweierteams kommen würde, die am Ende des Wettkampf mit einem Gutschein über 100 Euro für Sportkleidung gekürt werden, wäre vielleicht alles gar nicht so schlimm. Und wer weiß, was sonst noch passieren könnte, immerhin sieht es in Lenes Liebesleben - im Gegensatz zu dem von Pia - alles andere als aufregend aus. Als der Tag der Auslosung da ist, kann Lene ihr Pech kaum fassen. Statt mit Tobias kommt sie mit dem arrogantesten Typen der Schule in eine Gruppe: Ferdinand. Der absolute Horror, sie kann ihn nicht ausstehen. Das Wochenende ist schneller da, als es Lene lieb ist, die ersten Stunden der Wanderung verstreichen nur langsam. Doch allmählich merkt sie, dass der arrogante Schulschwarm gar nicht so schrecklich ist, wie sie dachte ...



Mondscheinküsse halten länger war lange Zeit ein Top-Wunschlisten-Buch von mir. Ich wollte die Geschichte schon eine halbe Ewigkeit lesen und hab mir viel von dem Debüt der jungen, deutschen Autorin erhofft und vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich die Geschichte nicht vollkommen genießen konnte. Diese dumme Erwartungen immer. Die Idee hinter der Geschichte fand ich wirklich super. Besonders, da es hier ein deutsches Setting gibt, gefiel mir, dass Carolin Wahl sich eine Menge hat einfallen lassen, um Schwung in ihre Liebesgeschichte zu bringen. An Ereignissen mangelt es dem Buch jedenfalls nicht und diese waren alle total untypisch und sind mir bisher kaum begegnet. Was ich richtig toll fand war, dass die Bruder-Schwester-Beziehung hier ganz viele Momente hat, die aus dem echten Leben stammen könnten. Ich habe mich herrlich über die Kabbelein amüsiert und auch viel wieder erkannt, dass mir selbst passiert ist. Auch die Freundschaft zwischen Lene, Bea und Pia, die alle drei sehr unterschiedlich sind, war ein großer Pluspunkt. Hier geht es auch viel um das Drumherum, nicht nur die Kerle.

Was allerdings richtig schade war, kaum tritt einer der süßen Schnuckelchen auf die Bildfläche ist es doch schon um die Hormone und Gedanken von Lene geschehen. Zwar versucht sie sich selber immer am Riemen zu reißen, schafft das aber kaum. Es wird gesabbert, gestarrt, geschwärmt und das in einer endlosen Schleife immer weiter. Besonders die Vergleiche zu Twilight gingen mir gehörig auf den Wecker und das nicht nur, weil ich die Bücher absolut nicht leiden kann -_- Dabei war mir Tobias am Anfang recht sympathisch und auch die erste Begegnung und die Dialoge zwischen ihm und Lene konnte oft bei mir punkten. Ich hatte aber leider doch oft das Problem, dass mir alles zu schnell ging, die Liebe kaum spürbar oder gar nachvollziehbar erklärt war. Für mich gibt es einfach Unterschiede zwischen Schwärmerei und Verlieben! 

Zudem war der Roman sehr vorhersehbar und viele der Handlungsstränge wurden desöfteren einfach in ein paar Sätzen abgehackt und fanden dann keine Erwähnung mehr. Die eine Freundin wird abgeschoben, die andere verkuppelt...das eigentliche Wildnis-Wochenende nimmt da noch den geringsten Teil der Geschichte ein - schade! Dennoch hatte das Buch auch seine schönen Seiten. Lene blieb trotz Geschmachte liebenswert, es gab ab und an humorvolle Szenen und das Ende war recht süß.


Freitag, 25. April 2014

[Meet Me - Read Me] Englische Bücher in 2014


Heute startet eine neue Kategorie auf meinem Blog. Meet Me - Read Me soll sich ausschließlich englischen Büchern und deren Vorstellung widmen. Ich habe in letzter Zeit eine ganze Menge an Büchern entdeckt und 2014 kommt noch einiges auf uns zu, da dachte ich mir, ich stelle euch jetzt öfter englische Bücher vor, die ich interessant finde.

Damit der Post nicht voller Text ist, sind Klappentexte nur verlinkt!

In jedem Post stelle ich vier Bücher zu jeder Kategorie vor. Dabei gibt es keine Ordnung nach Erscheinung oder Priorität. Vielleicht findet ihr ja das ein oder andere Buch ;)





 










Autoren-Interview mit Jennifer Jager


Heute gibt es ein Interview mit Autorin Jennifer Jager.


Ihr Debütroman erschien dieses Jahr bei AAVAA.



Viel Spaß beim Lesen! :)


Hallo Jennifer. Verrate uns doch mal ein bisschen mehr über dich, 
außer dem, was deine Leser so aus deiner Biografie herauslesen können!

Was gibt es schon groß von mir zu erzählen? Ich habe ungefähr tausend Hobbys. Neben dem Schreiben verbringe ich viel Zeit mit Zeichnen und mit meinem Hund, mit dem ich Schlittenhundesport betreibe. Zu meinen Hobbys gehören auch die Haltung, Zucht und Aufzucht von vielen verschiedenen Tieren. Von einer 9 Kubikmeter Vogelvoliere bis hin zu einem 300 Quadratmeter Freilaufgehege für Kaninchen beherberge ich wohl einen ganzen Streichelzoo bei mir zuhause. Das frisst natürlich all meine Zeit und mein Geld, kombiniert sich aber sehr gut mit meiner Leidenschaft für das Fotografieren.


Eine Klischee-Frage, aber: Wie fing bei dir alles an?

Geschrieben habe ich schon immer. Nun ja, nicht „immer“ aber seit ich Schreiben kann. Angefangen habe ich allerdings mit Gedichten und ab und an eine Kurzgeschichte. Vieles was mir im Kopf herumschwirrte, habe ich lediglich in Bildern festgehalten. Bei den flammenden Schwingen war es anders. Es war zu viel, zu mächtig, zu überwältigend um es bloß zu skizzieren. Ich hätte nie gedacht, dass es einmal zu einer Veröffentlichung käme.


Wie lange hast du an dem Roman geschrieben?

Da ich zwischen dem ersten Drittel und dem Rest eine längere Pause einlegte, dauerte es eine ganze Weile, bis es fertig war. Die Schreibzeit zusammengefasst, das müsste etwas mehr als ein Jahr sein. Allerdings nur für den ersten Band. Da kommt ja noch was!


Hast du einen persönlichen Lieblingscharakter?

Sen. Ja, ich liebe sie alle. Jeder für sich hat etwas ganz Besonderes, Schätzenswertes. 
Sen war aber der Anlass für dieses Buch. Er hat mich inspiriert und angespornt.


Gibt es besondere Inspirationsquellen für dich (Lieder, Bücher etc.)?

Alles inspiriert mich. Die tatsächliche Geschichte war und ist ein Traum (ich Träume noch immer weiter). Gerade die kleinen Details sind aber von ganz alltäglichen Dingen inspiriert. Schließlich findet sich alles was groß und mächtig ist, auch in der kleinsten Kleinigkeit wieder.


Was sagt deine Familie/deine Freunde dazu, dass du schreibst?

Viele sind überrascht davon zu erfahren, da ich nie groß damit hausiert habe. Da es in meiner Familie von Leseratten nur so wimmelt (es eine Rattenplage zu nennen, könnte jetzt wahrscheinlich missverstanden werden), freuen sich natürlich alle über mehr Lesestoff.


Was war deine bisher tollste „Fan-Erfahrung“?

Ein Leser sagte mal zu mir, als er von den Feuervögeln las, da habe sich die Szene vor seinem geistigen Auge abgespielt wie ein Film und dieser war wie ein Film von Frédéric Back. Zur Erklärung: Mein Onkel Frédéric Back (Film-Animator, zweifacher Oscargewinner) war stets mein Idol was das Zeichnen angeht. Oft hat er mir Tipps gegeben und seine Bilder und Filme haben mich sehr inspiriert. Etwas, dass ich erschaffen habe, mit seinen Werken zu vergleichen, ist für mich eine große Ehre.


Wie geht es mit Ethernas weiter?

Das kann ich natürlich nicht verraten! Ich darf aber versprechen, dass der erste Band bloß das Vorwort ist für das was noch kommt! Es ist die Einleitung für eine Geschichte, die noch sehr viele Geheimnisse in sich birgt. Und am Ende, kommt alles ganz anders, als man denkt!


Möchtest du uns vielleicht verraten, was du für die Zukunft so planst?

Vorerst nur den dritten Band. Ich wage es nicht darüber hinauszusehen. Es gibt so vieles, was mir im Kopf herumschwirrt. Mich jetzt darauf einzulassen, würde mich bloß von dem ablenken, was unmittelbar vor mir liegt. Aber, es wird sicher nicht bei der Etherna-Trilogie enden.






Natürlich habe ich "Ethernas" auch selber gelesen. Meine Meinung dazu findet ihr *hier* und vielen Dank an die Autorin für dieses tolle Interview. Besucht sie doch mal auf Facebook und zwar *hier* :)



[BUCHREZENSION] Wilder Sommer



Titel: Wilder Sommer
OT: Wild Life
Autor/in: Fiona Wood
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Nein!
Quelle: Danke an den Verlag :)






Fiona Wood schreibt sowohl Drehbücher als auch Jugendbücher, für die sie schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie lebt mit ihrer Familie in Melbourne, Australien. "Mein wilder Sommer" ist ihr erstes Buch, das auf Deutsch erscheint.



Deutsch
Taschenbuch/ 8,99€
Seiten: 464
Verlag: cbt


Englisch
Gebunden/ 13,11€
Seiten: 400
Verlag: Poppy







Ein Sommerbuch mit überraschend viel Tiefgang.

Kurzbeschreibung

Seit Sibylla denken kann, steht sie im Schatten ihrer besten Freundin Holly. Aber als sie zufällig das Gesicht einer Werbekampagne wird, interessieren sich auf einmal alle für sie. Sogar Ben, für den sie schon lange schwärmt. Doch da ist auch noch Michael, Sibs Freund aus Kindertagen, der ganz offensichtlich in sie verliebt ist. Und sich auf einmal großartig mit Lou versteht, die neu in der Klasse ist. Es braucht einen ganzen Sommer, bis Sib herausfindet, wer ihre Freunde sind und wer sie wirklich ist.
Buchgestaltung
Die deutsche Aufmachung gefällt mir um Längen besser, denn dank der knalligen Farben fällt das Buch direkt ins Auge. Außerdem finde ich diese Art von „Gedankenblase“ passt sehr gut zum Roman, da es viel um Wünsche und Träume geht. Wilder Sommer passt auch viel besser zum Buch als „wildes Leben“. Die englische Aufmachung ist aber auch nicht schlecht. Sie zeigt vermutlich die beiden Freundinnen – aber man sieht ja nur die Beine und Füße :P
Meinung

Wilder Sommer erzählt eigentlich zwei verschiedene Geschichten, die sich, da sie am selben Ort spielen, immer wieder kreuzen. Die erste Erzählerin der Geschichte ist Lou. Sie hat ihren Freund bei einem Unfall verloren und ist seitdem ziemlich abwesend, was ihr eigenes Leben angeht. Sibylla oder auch Sib genannt ist das genaue Gegenteil von der ruhigen und melancholischen Lou, denn sie ist ziemlich verknallt in einen Jungen und hat eine Liste mit aufgeweckten Plänen, wie sie diesen rum bekommen kann. Die beiden Mädchen haben eines gemeinsam: Sie verbringen ihren Sommer aus unterschiedlichen Gründen in einem Camp, weit von zu Hause entfernt, fast in der „Wildnis“ und eigentlich will keine der beiden das so recht.

Aufgrund des Klappentextes könnte man meinen, dass die Handlung mehr auf Sib fokussiert ist, aber hier wechseln die Perspektiven eigentlich immer sehr ausgeglichen. Dabei läuft die Geschichte am Anfang erst mal eine Weile in unterschiedliche Richtungen, wenn wir beide Mädchen näher kennenlernen. Gerade der Wechsel zwischen den sehr verschiedenen Blickwinkeln und Gefühlen war unheimlich interessant. Dadurch wird das Buch auch nie langweilig oder gar deprimierend. Im einen Augenblick leidet man mit Lou, dann hat man wieder Spaß mit Sib. Der Autorin ist die Balance hier wirklich sehr gut gelungen. Das Buch hatte auch einfach so viel mehr Tiefgang als man von einem solchen „Sommerbuch“ wohl erwarten würde. Während Lou mit ihrem Verlust kämpft und Sib Probleme mit Vertrauen gegenüber ihren Freunden hat, gibt es viele Nebenfiguren, die ebenfalls ordentlich Wind in die Handlung bringen. Es gibt Schwierigkeiten an jeder Ecke und die Autorin thematisiert doch mehr als nur die typischen Jugendbuch-Konflikte.

Ansonsten hat das Buch natürlich auch so seine Stereotypen. Vom Plot her gab es auch genau das, was ich mir erhofft hatte. Man erlebt eine witzige, teilweise ernste Geschichte in einem Camp voller Menschen, die zusammen Abenteuer erleben oder unterhaltsam-dramatische Momente lebendig werden lassen. Durch die zwei Perspektiven bekommt man einfach eine Menge mit und ich denke, dass für jeden Leser etwas dabei sein wird. Zwar konnte ich mich weder mit Lou, als mit Sib identifizieren, aber ihre Charaktere waren durch die Schwächen und Stärken, die sich klar im Verlauf der Handlung gezeigt haben trotzdem sehr sympathisch.

Was ich besonders gerne mochte war, dass es im Buch auch mehr um Freundschaft als um eine tatsächliche Liebesgeschichte geht. Viele Romane bieten ja entweder nur das eine oder das andere. Ich fand die vielen Momente zwischen Lou und Michael wirklich schön gemacht und auch die Streits zwischen Sib und Holly haben gezeigt: Manche Freundschaften sind entweder für die Ewigkeit bestimmt oder nicht.

Das Buch ist für eine Contemporary-Geschichte meiner Meinung nach ziemlich dick. Dadurch entstanden zwischendurch teilweise ein paar Kapitel, die als nicht ganz so interessant empfand. Das lag sicher daran, dass viele der Szenen sich durch den Alltag im Camp wiederholten. Dafür hat sich Fiona Wood jedoch genug Zeit genommen, um das Ende in sich abzuschließen und den zwei Protagonistinnen ein zufriedenstellenden Abschluss zu geben. Alles in allem war die Geschichte wirklich gut durchdacht aufgebaut. Was ich mir allerdings noch ein wenig mehr gewünscht hätte, wäre eine Eskalation bestimmter Konflikte. Besonders in Lou tobt ein Sturm, der nie ganz zum erliegen kam, aber sie hat sich nicht komplett damit auseinander gesetzt. Vielleicht lag das aber auch einfach an ihrem Charakteretyp.



Wilder Sommer ist in vieler Hinsicht das Genre-übliche Sommerbuch, hat jedoch mehr Tiefgang als die meisten Geschichten. Besonders die vielen Charaktere machen es möglich, mit unterschiedlichen Problemen mitzufühlen oder Interesse zu wecken. Die ganze Camp-Konstellation sorgt für viel Aufregung, kleine Romanzen und das Schließen von neuen Freundschaften. Fiona Woods hat den Sommer in ihrem Roman definitiv wild gestaltet, wenn auch ab und zu anders als vom Leser gedacht.



Montag, 21. April 2014

[BUCHREZENSION] ARCLIGHT - Niemand überlebt die Dunkelheit


Titel: Niemand überlebt die Dunkelheit
OT: Arclight
Autor/in: Josin L. McQuein
Genre: YA, Fantasy
Buchreihe: Arclight #1
Quelle: Danke an den Verlag :)







Josin L. McQuein ist in Texas aufgewachsen und lebt heute mit drei verrückten Hunde-Ungetümen in einer beschaulichen Kleinstadt, in der Autobahnen und ein ständig verfügbarer Internetzugang noch immer reine Fantastik sind. Sich vorzustellen, dass die Welt in völliger Dunkelheit versinkt, fiel ihr deshalb erstaunlich leicht.




Deutsch
Broschiert/ 14,99€
Seiten: 352
Verlag: INK


Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 7,02€
Seiten: 352
Verlag: Greenwillow







Ein für sein Genre spannendes, wenn auch typisches Buch.



Kurzbeschreibung

Die Welt ist in völliger Dunkelheit versunken. Nur das „Arclight“, eine undurchdringliche Lichtkuppel, schützt die letzten Überlebenden vor dem Grauen der ewigen Nacht. Denn draußen lauern sie … die Seelenfresser. Wer ihnen in die Hände fällt, wird einer von ihnen oder stirbt. Allein Marina überlebte eine Begegnung mit den furchtbaren Wesen. Doch der Preis dafür war hoch: Von den zwölf Rettern, die auszogen, um sie zu suchen, kehrten nur drei zurück. Und die schwer verletzte Marina hat jede Erinnerung verloren. Seitdem spürt sie den Hass der Hinterbliebenen, ihre Abscheu, ihre Angst. Denn niemand entkommt der Dunkelheit, der nicht selbst ein Teil von ihr ist … Und die Seelenfresser suchen Marina, testen immer wieder die Grenzen des Lichtwalls und brechen schließlich durch!
Buchgestaltung
Mir gefiel die englische Aufmachung nie, weshalb ich auf die deutsche Übersetzung gewartet habe – und siehe da, ich finde das deutsche Cover wirklich 100x besser. Erstens passt es mit seinen düsteren Farben und dem Beititel wirklich perfekt zum Buch und zweitens sieht man dort nur die Silhouette und nicht das Gesicht eines Mädchens. Arclight allein als Titel wäre mir wirklich zu nichtssagend.
Meinung

ARCLIGHT beschreibt eine Welt, die eine Mischung aus Endzeitroman, aber auch Fantasy ist, denn das Setting, in welchem die Geschichte spielt bedient sich vieler phantastischer Elemente, aber auch einigen, die fast eine Dystopie erinnern. Beim Einstieg in das Buch war dieser Genre-Mix ziemlich faszinierend, weil man eine Weile wirklich keine Idee hat, worum es im Buch überhaupt geht bzw. wo denn nun die Handlung angesiedelt ist. Die Protagonistin Marina wurde von den Bewohnern des Arclight in dem so genannten Grau gefunden, welches außerhalb der Schutzzonen liegt und dort sollte eigentlich niemand überleben. ARCLIGHT steht hier für eine Art Schutzsiedlung, die mit Licht umgeben ist, denn monsterähnliche Kreaturen, namens die Blassen, fürchten sich vor der Helligkeit und werden davon abgeschreckt. So ist das Arclight im Grunde überlebenswichtig für die Menschen im Buch.

Der Schreibstil im Roman gab mir am Anfang doch einige Rätsel auf. Ich hatte oft das Gefühl, dass hier mehrdeutige Botschaften vermittelt werden sollten, aber mich hat das ehrlich gesagt etwas verwirrt. Erst fühlt man sich gefesselt, dann heißt es plötzlich wieder, es ist doch alles OK. Es ist schwer zu beschreiben, aber die Autorin wirft hier Beschreibungen und Gefühle auf eine so undurchsichtige Art durcheinander, dass ich nicht wirklich wusste, woran ich war. Während wir die Umgebung und Charaktere kennenlernen gab es so viel Input an unterschiedlichen Informationen, dass es mir dadurch recht schwer fiel, mich in das Buch hineinzufinden oder mich gar an die Charaktere zu gewöhnen.

Die Grundidee gefiel mir zwar auf Anhieb sofort, aber besonders wichtige Figuren wie Marina gingen mir lange Zeit nicht sehr nahe. Sie hat kaum Erinnerungen an ihre Zeit vor dem Arclight und gibt dadurch sich selbst und dem Leser jede Menge Frage mit auf dem Weg. Der Love-Interest Tobin sendet ihr ununterbrochen zweideutige Signale. Im ersten Moment hasst er sie, dann beschützt er sie und mir persönlich war das alles etwas zu abgedreht, weil es gar nicht nachvollziehbar war. Die Beziehung der beiden baut sich hier auch gar nicht stereotypisch auf, das war wirklich nicht das Problem, aber Tobin kam mir manchmal wie zwei Personen in einer vor und dafür gab es einfach keine Erklärung, die mich zufrieden gestellt hätte. Marina macht im Gegensatz dazu aber eine beachtliche Entwicklung durch. Denkt man zuerst, dass man sie ebenfalls nicht verstehen kann, so ändert sich das während des Abenteuers in der Dunkelheit. Je mehr Kapitel hinter mir lagen, umso mehr gefiel mir ihre verquerte und schroffe Art zu handeln und zu denken. Sie war definitiv mal eine Protagonistin der anderen Sorte und das fand ich gelungen dargestellt.

Weitere Nebencharaktere im Buch waren dennoch nicht für mich greifbar. Wie das bei so einer Art „Kommune“ ist, sind die Rollen klar verteilt und daran halten sich die Randfiguren auch als würden sie einem Drehbuch folgen. Was das anging gab es im Roman leider keine Überraschungen. Allgemein konzentriert sich die Story aber sowieso auf eine kleine Gruppe an Menschen und daher fiel dieser Aspekt nicht allzu sehr ins Gewicht. Einzig und allein an den Stellen, an denen Zusammenarbeit oder Loyalität gefordert wurde fand ich das verschenkte Potenzial echt schade.

Was man dem Buch aber zu Gute halten muss ist die Spannung. Von den ersten Momenten an, gibt es Überfälle, Morde, Gefahren und vieles mehr, dass die Handlung gehörig auf zack hält. Ehe man sich versieht steht man den Blassen gegenüber, muss sie bekämpfen, verliert Freunde und bangt um sein eigenes Leben. Die wie Zombies beschriebenen Monster waren einfach ein Element, das ARCLIGHT gehörig aufgemischt hat, mal erwartet, dann wieder unvorhersehbar. Wie bei einem typischen Roman, in dem solche Wesen vorkommen, wusste man einfach selten, wann diese unberechenbaren Dinger das nächste Mal zuschlagen werden.

Ansonsten geht es im Buch viel um den Niedergang der Gesellschaft. Um die zusammengeschlossenen Orte, an denen Menschen Zuflucht suchen und ob ein Leben in ständiger Angst überhaupt noch Sinn macht. Zwischenzeitlich waren Mut – und Hoffnungslosigkeit sehr greifbar und die Autorin hat die Gefühle der Leute definitiv atmosphärisch gut umgesetzt. Marina selber bildet einen weiteren Punkt in der Geschichte, der für viel Handlung sorgt. Natürlich geht es weiter um die Fragen: Wer ist sie und wieso hat sie das Grau überlebt, aber auch die Tatsache, dass sie als Protagonistin den anderen auf ungeahnte Weise vielleicht helfen kann.

Zu bemängeln blieb trotzdem immer wieder das Setting. Es wurde einfach zu wenig über die äußerem Umstände erzählt und immer wieder zu betonen, dass das Arclight die letzte Enklave dieser Welt ist, hat mir einfach nicht ausgereicht.



ARCLIGHT ist ein teils schauderhaftes und starkes Debüt, das aber besonders Mängel im Setting und den zuwiderhandelnden Figuren aufweist. Dank der immer wiederkehrenden Spannung durch die Bedrohungen liest sich der Roman sehr spannend, aber es dauert lange, bis man Figuren mag oder gar lieb gewinnt. Alles in allem ist das Buch kein schlechter Auftakt zu einer Reihe, die durch ihre Idee sicher andere Leser mehr überzeugen kann als mich. Wer es gerne düster und blutig mag, macht mit Arclight jedenfalls nichts verkehrt. Und wer sich nicht an offenen Fragen stört (da musste ich übrigens viel an die Ashes-Reihe denken), der kann hier ohne Bedenken anfangen zu lesen und wird sicher begeistert sein.