Dienstag, 1. April 2014

[Keine Rezension] Take Care, Sara, Der Kuss des Meeres, Unraveling, Girl Parts


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher ganz kurz und knapp zu bewerten. Da ich sehr viel lese, finde ich nicht immer Zeit für Rezensionen und manchmal reichen die Gedanken nicht einmal fürs Bookish Fact Battle, aber da sind sie trotzdem…





 You breathe in, you breathe out, and everything you know is gone. 

Sara Walker knows firsthand what it feels like to have your reality ripped away, scrambled, and shoved back at you in an undone puzzle where pieces are missing and nothing fits. She's lost so much and is struggling to live and to find the strength to forgive herself for being human. With the help of Lincoln, her husband's brother, Sara realizes it's not about finding who she used to be, but about finding who she is now.

You breathe in, you breathe out, and everything you know isn't gone, but reborn.



Take Care, Sara ist sicher kein Buch für jeden. Man muss schon auf ziemlich traurige, emotionale Geschichten stehen, die einem immer wieder das Herz brechen. Normalerweise hab ich echt ein Problem, mit Charaktere, die im Selbstmitleid und Schuld zerfließen, aber hier hat das einfach gepasst. Vielleicht war es auch die Art und Weise, wie Lindy Zart schreibt, aber Sara und ihre Trauer/Depressionen waren einfach immer nachvollziehbar. Das Buch erzählt eine Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen bis in jede Einzelheit, denn abwechselnd erfahren wir etwas über die Dinge der Gegenwart und auch der Vergangenheit. Dadurch kann man sich Saras Mann einfach wunderbar vorstellen und lernt ihn kennen und lieben, wie Sara es getan hat. Die Beziehung der beiden war auch einfach herrlich unkompliziert und einfach Gänsehaut-mäßig so authentisch dargestellt, dass man der Autorin echt abkaufen konnte, was sie hier vermitteln wollte. Selten hat mich eine Liebesgeschichte so berührt. Neben dem ganz offensichtlichen Konflikten, mit denen Sara sich herumschlagen muss, erzählt das Buch auch, wie schwer es ist am Leben zu sein, aber wirklich zu leben und den Weg zurück zu sich selbst zu finden, wenn man schwere Zeiten hinter sich hat.

Die Geschichte ist dabei in so eine tiefgründige, melancholische und poetische Schreibweise eingewickelt, dass ich immer wieder innehalten musste, um Momente auf mich wirken zu lassen. Viele Wahrheiten und Weisheiten verbergen sich hinter noch so banalen Momenten und regen den Leser enorm zum mitdenken und träumen an.

Man könnte zwar sagen, dass das Buch hin und wieder an einige Stereotypen anknüpft, aber gerade, weil man so gefühlvoll in der Handlung versinkt, macht einem das nichts aus. Gegen Ende konnten mich einige Wenden sogar sehr überraschen. Es ist schon eine Kunst, den Leser so einzuweben, dass er teilweise mit einem Tunnelblick durch den Plot stolpert - so, wie es eben auch Sara lange Zeit tut. Ja, ich habe eine Menge geweint xD

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)





Als Emma den süßen Galen zum ersten Mal sieht, fallen ihr sofort seine violetten Augen auf – denn ihre haben dieselbe Farbe. Und tatsächlich bergen sie ein Geheimnis: Galen ist nämlich ein Syrena, Prinz der Meere, und er spürt eine heftige Anziehung zu diesem Menschenmädchen, das mit den Fischen reden kann! Das kann nur eines bedeuten: Auch in ihren Adern fließt das Blut der Syrena. Doch falls sein Verdacht sich bestätigt, ist Emma eine Erbin Poseidons – und damit für einen anderen bestimmt …


Der Kuss des Meeres fing ganz anders an als erwartet. Alter Schwede, das Buch schlägt am Anfang ein wie eine Bombe und ich konnte nicht fassen, wie krass es da direkt zur Sache geht. Aber dann...ja dann...wie soll ich sagen? Ließ der Schock nach und die Geschichte hat mich zu tode gelangweilt. Was mir irgendwie nicht ganz klar gewesen ist: Hierbei handelt es sich um Romantasy im ganz typischen Sinne. Bedeutet: Die Liebesgeschichte steht einfach über allem. Das Setting, die Charaktere, ich hab das alles schon zur Genüge gelesen und bin einfach mit niemanden in dem Buch wirklich warm geworden. Emma? Nettes Mädchen, aber sonst nichts! Galen? Der sexy Typ, mal etwas einfühlsamer als der sonstige Macho-Arsch, mehr jedoch nicht! Die Beziehung der beiden? Instant-Liebe mit den gängigem wir-können-nicht-zusammen-sein-Konflikten. 

Ich möchte auch nicht behaupten, dass der Kuss des Meeres ein schlechtes Buch war. Leser, die diese Art von Geschichte super finden, werden auch das Buch super finden, zumal Anna Banks echt gut schreiben kann. Allen anderen rate ich aber echt vom Lesen ab. Was die ganze Idee mit den Syrena angeht, war ich zutiefst enttäuscht. Alles, was man erfährt ist, wo diese leben und wie ihre Clans aufgebaut sind. Das war mir einfach zu wenig, wo der Originaltitel OF POSEIDON doch vermuten ließ, dass man hier mal etwas Neues zu dieser Art von Fantasy geboten bekommen wird. Das ständige Teeniedrama überschattet aber einfach alles. Davon gibt es nämlich nicht nur etwas zwischen Emma und Galen, nein auch Schwestern, Freundinnen, Nebenbuhler, alle Liebesgeschichten werden hier einmal kräftig durchgeschüttelt und das mochte ich wirklich nicht.

Wer auf der Suche nach einem Unterwasserabenteuer/Action ist - Fehlanzeige.





Sixteen-year-old Janelle Tenner is used to having a lot of responsibility. She balances working as a lifeguard in San Diego with an intense academic schedule. Janelle's mother is bipolar, and her dad is a workaholic FBI agent, which means Janelle also has to look out for her younger brother, Jared.

And that was before she died... and is brought back to life by Ben Michaels, a mysterious, alluring loner from her high school. When she discovers a strange clock that seems to be counting down to the earth's destruction, Janelle learns she has twenty-four days to figure out how to stop the clock and save the planet.


Was hab ich nicht schon alles Gutes über das Buch gehört. Neue Ideen, Spannung pur und dann diese Wenden, die einem den Verstand rauben sollen. Da hätte ich doch Feuer und Flamme sein müssen, oder? Leider, leider, leider war Unraveling keines dieser Dinge und ich nehme mir jetzt auch heraus zu sagen, dass dies nicht nur etwas mit meinem Geschmack, sondern dem Roman an sich. Der Anfang war vielversprechend. Janelle, wie sie stirbt und Ben, der sie ins Leben zurückholt und die tausend Fragen, die nach Antworten verlangen. Mir fiel es aber vom ersten Moment an wahnsinnig schwer mit Janelle klarzukommen. Sie ist zwar ein Charakter, der sehr ausführlich beschrieben wird, aber genau diese Beschreibungen waren es, die sie mir unsympathisch werden ließen. Die Autorin hat erzählt und erzählt, aber nicht wirklich gezeigt, die Janelles Eigenschaften sich in ihren Handlungen wiedergespiegelt haben. Janelle hat eine kranke Mutter, sie MUSS ja fürsorglich und nett sein. Janelle hat tolle Freunde, sie MUSS also selber toll sein. Janelle sieht gut aus, also MUSS sie ja beliebt sein und bla bla bla...Ben als Charakter war da weitaus interessanter, was auch nur an den mysteriösen Mysterien lag, die ihn umgaben.

Übrigens hat Janelle im Buch auch zuerst einen Freund und serviert den natürlich später für Ben ab, was typischer Fall von mein-Freund-ist-ein-schlechter-Mensch-der-andere-Love-Interest-aber-nicht war. Jup. Sehr Klischee. Die Geschichte lässt auch gerne mal 100 Seiten auf sich warten, bevor wir uns überhaupt der Tatsache widmen, dass Janelle gestorben ist. Geplapper über dies hier, Geplapper über jedes dort...das war einfach zum gähnen und hat das Buch mit seinen über 400 Seiten langatmig gemacht.

Weiter ging es dann mit absolut lächerlichen Erklärungen zu ALLEM.

ACHTUNG SPOILER 
(Zum Lesen bitte markieren!)

Ben sagt erst er ist ein Mensch. Dann erklärt er, er wäre eine Art Alien. Dann fängt er an von Portalen zu erzählen, die er öffnen kann, denn die Menschen-Aliens können Moleküle manipulieren und so heilen UND Portale öffnen. In andere Dimensionen. Da kam übrigens auch der Truck her, der Janelle umgebracht hat. Neee, wundert sich ja niemand, wenn ein Truck durch ein Portal kommt und jemanden umbringt. Richtig, es gab ja keine Zeugen - wirklich gut durchdacht. Und dann gibt es noch diesen Countdown, der zählt nämlich die Stunden runter zu einer Verseuchung der Welt. Es gab da nämlich ein Experiment, das die Menschen erst zu Aliens gemacht hat, aber Sekunde mal, ein paar kamen auch durch Portale! Aber nur von Ort zu Ort, nicht Welt zu Welt, was bedeutet, sie sind keine Aliens oder doch? All das und mehr gab es zu lesen. Immer wieder kam eine neue Erklärung dazu und irgendwann dachte ich nur noch: WHAT THE FUCK!

SPOILER ENDE


Hätte die Geschichte nach dem guten Start andere Wege eingeschlagen, hätte sie mir sicher gefallen können. Dieses Wirrwarr aus fehlender Logik und dieser mega seltsamen Liebesgeschichte, die hauptsächlich darauf basiert, dass Ben Leute verprügelt...tzz!

 (Englisch-Schwierigkeitsgrad)






Rose wird frei Haus geliefert. Denn sie ist kein normales Mädchen. Sie ist ein Roboter, eine Gefährtin, geschaffen um den einen Jungen für immer und ewig zu lieben, auf den sie programmiert wurde. So treffen sich Rose und David, bei dem eine soziale Störung festgestellt wurde. Rose ist nun dafür da, ihn zu lieben und ihm Sozialverhalten beizubringen, insbesondere das zwischen Jungs und Mädchen ... Eine bittersüße Geschichte um das Bedürfnis nach Sex, Liebe und Freundschaft und die Frage: Was macht einen Menschen menschlich?


Girl Parts gehört zu den schlechtesten Büchern, die ich jemals gelesen habe, so viel steht fest. Ich weiß auch einfach gar nicht, wie ich diese knappe 240 Seiten Misere in irgendeine vernünftige Meinung packen soll, weil ich immer schreien will: DUMM DUMM DUMM! Denn das Buch WAR einfach dumm. Die Idee der Geschichte klang ganz gut und als ich Gelegenheit hatte das Buch für 1,50€ bei einem Ausverkauf mitzunehmen habe ich das getan...tjaaa, nicht mal diesen Preis war der Mist an Wörtern und Plot wert. Das klingt hart, aber dieses Buch hatte einfach Null von Allem. Im Grunde liest es sich wie die Biografie eines dämlichen, sexuell frustrierten, einsamen Jungen, der nichts mit sich und der Welt anzufangen weiß und sich selbst als den letzten Loser ever bezeichnet. Deshalb bekommt er nie eine Freundin ab und will eine Roboter-Puppe, um...Dinge mit ihr zu tun. Rose aka die Roboter-Puppe ist so programmiert, dass sie ihm aber erst nach einer Zeit seine Wünsche erfüllt, wegen der Entwicklung einer Beziehung usw.

Hier wurde das Thema: Wann ist man menschlich bzw. was macht einen Mensch aus gar nicht behandelt. Konflikte wurden ignoriert und ich habe noch nie einen so abartig nervigen und egoistischen Menschen wie Charlie gesehen. Der Kerl ist einfach krank.

In dem Buch passiert auch eigentlich kaum etwas. Es wird gegessen, geschlafen, geredet und das war so interessant wie ein Kind, dass in der Nase popelt. Ich weiß beim besten Willen nicht, was der Autor sich beim Schreiben dieses Buches gedacht hat. Es ist nichtssagend, belanglos und hin und wieder fällt mal das Wort Sex. Autsch.


Kommentare:

  1. Schön - und vor allem gute kurze Rezis. Auf die Idee bin ich auch schon gekommen in Form von Snapshots... aber irgendwie werden die Gedanken zu den Büchern dann doch immer länger als gewollt und schon wieder habe ich ne lange Rezi. Kann mich da einfach nicht kurz halten, daher bewundere ich dein Durchhaltevermögen, sie wirklich kurz u bündig zu halten. :)
    Lg Tina

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  2. Take Care hört sich wirklich toll an, aber blue secrets und unraveling werden wohl in den tiefen meines dubs verschollen bleiben. besonders auf unraveling hatte ich mich eig gefreut :/
    girl parts habe ich beinahe auch mitgenommen, das gabs bei uns für einen € o.O
    Gut, dass ich es nicht gekauft habe :')

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