Mittwoch, 14. Mai 2014

[BUCHREZENSION] Dorthy Must Die


Titel: -
OT: Dorothy Must Die
Autor/in: Danielle Paige
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Dorothy Must Die #1
Quelle: Kauf! :)

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)







Danielle lives in NY. Before turning to YA, she worked in television & was 
nominated for several Daytime Emmy's. Dorothy Must Die is her first novel.



Deutsch
Bisher nichts
bekannt!

Englisch
Gebunden/ 12,95€
Taschenbuch/ 8,10€
Seiten: 464
Verlag: Harper Collins






Einfallsreiche und geniale Neuauflage von „Oz“ :)


Kurzbeschreibung

I didn't ask for any of this. I didn't ask to be some kind of hero. But when your whole life gets swept up by a tornado—taking you with it—you have no choice but to go along, you know? Sure, I've read the books. I've seen the movies. I know the song about the rainbow and the happy little blue birds. But I never expected Oz to look like this. To be a place where Good Witches can't be trusted, Wicked Witches may just be the good guys, and winged monkeys can be executed for acts of rebellion. There's still the yellow brick road, though—but even that's crumbling.

What happened? Dorothy. They say she found a way to come back to Oz. They say she seized power and the power went to her head. And now no one is safe. My name is Amy Gumm—and I'm the other girl from Kansas. I've been recruited by the Revolutionary Order of the Wicked. I've been trained to fight. And I have a mission: Remove the Tin Woodman's heart. Steal the Scarecrow's brain. Take the Lion's courage. Then and only then—Dorothy must die
Buchgestaltung
Ich weiß nicht, wie es mit dem Taschenbuch aussieht, aber die Aufmachung des Hardcovers ist wirklich richtig cool. Unter dem Schutzumschlag befindet sich nämlich ein abweichendes Motiv zum Cover, welches mit glänzender Folie dort eingearbeitet ist – sieht einfach richtig cool aus. Der Titel ist zudem richtig super gewählt, auch, wenn ich nicht weiß, wie der Folgeband nun heißen soll xD
Meinung

Der Zauberer von OZ bzw. die Geschichten von Frank L. Baum gehören seit meiner Kindheit zu meinen Lieblingsgeschichten. Deshalb bin ich immer total neugierig auf Menschen, die versuchen etwas Neues aus seinen Büchern zu machen. Erst gab es da ja diesen Film, der eine neue Geschichte erzählen sollte und für mich ein Flopp war und daher war ich umso gespannter, ob es in Buchform vielleicht besser gelingt aus den phantastischen Figuren und dem wundersamen Setting etwas zu machen. Danielle Paige ist so gesehen meine Heldin, denn ihr Debütroman gefiel mir trotz so einiger, kleiner Schwächen außerordentlich gut und kommt ins Lieblingsbuchregal.

Die Autorin hat meiner Meinung nach so ziemlich alles richtig gemacht: Wesentliche Elemente aus den Geschichten, wie die Leser die kennen sind hier an jeder Ecke vorhanden, aber was die Ideen und den Plot betrifft nimmt alles andere Wende, wodurch das Abenteuer, welches einem hier geboten wird spannend ohne Ende ist. Zunächst einmal ist es in diesem Oz so, dass Dorothy, welche eigentlich die gute Retterin des Landes ist, irgendwann zurückkehrte, weil ihr die normale Welt nicht mehr gefiel. Kurz darauf riss sie die Macht in Oz an sich und die Figuren wie der Löwe oder der Zinnmann sind ihre bösen Gefolgsleute. Die Protagonistin Amy wird wie Dorothy einst durch einen Tornado nach Oz gezogen und soll sich dort der „Order of Wicked“ anschließen, um Dorothy ein für alle Mal zu Fall zu bringen.

Amy war eine Hauptfigur, die mal wieder anders als die typischen Heldinnen war. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter in armen Verhältnissen in einem Trailerpark, hasst die Schule, hat kaum Freunde und will nur raus aus Kansas. Als das geschieht – aber so ganz anders als erhofft – hat sie zunächst nur Ablehnung gegen Oz und seine Bewohner übrig und tritt diesem kleinen Albtraum mit einer Menge Sarkasmus und Humor entgegen, was bei mir Unmengen an Pluspunkten sammeln konnte. Die Ankunft in Oz ist genauso fesselnd wie spätere Kämpfe und allgemein war das so eine Sache, die ich unheimlich mochte: Durch die vielen Details wurde das Buch nie langweilig. Amy begegnet rasch den ersten Bewohnern aus Oz, die ihr helfen wollen, aber alles kommt anders als gedacht. Kaum sind die ersten Freundschaften geschlossen, folgen Mord, Verrat und Schocker...und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht erwartet habe, dass die Autorin so gnadenlos vorgeht.

Die Gegenspieler, von Dorothy bis hin zu ihren Anhänger waren alle ziemlich brutal und grausam und mir haben teilweise genauso die Knie geschlottert wie Amy! Normalerweise ist es in Jugendbüchern auch so, dass hier viele Charaktere verschont werden oder es erst gar nicht so kalt und düster zugeht, aber hier geschieht das einfach immer wieder und als Leser sieht man das Unheil unaufhaltsam auf sich zukommen, ohne, dass man etwas dagegen tun kann. Gerade durch diese Art von Spannung und Unvorhersehbarkeit will man die Story nicht mehr aus der Hand legen. Wie erwähnt werden hier auch viele Details des Originals mit eingebunden und das mochte ich sehr, sehr gerne. So konnte man sich teilweise an Orten oder Figuren orientieren, auch, wenn die Autorin uns oft an der Nase herumführt.

Ich würde sagen, man kann das Buch gut in zwei Teile spalten. Der erste Hälfte beschäftigt sich mit Oz selbst, den Veränderungen und Schrecken, die dort stattgefunden haben, wir lernen Amy sehr gut kennen und erleben, wie sie sich immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Die zweite Hälfte zeigt dann die Entwicklung des Plots und der Charaktere, weil wir auf der Seite der „Order of Wicked“ stehen und einen anderen Blickwinkel kennenlernen. Amy lernt dort zu kämpfen und wird auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Ansichten, die Danielle Paige hier über Gut und Böse beschreibt, fand ich dazu richtig clever. Immer wieder erlebt man solche AHA- Momente und muss sich selber fragen: Was bedeutet es überhaupt Gut oder Böse zu sein, wo verschwimmen die Definitionen oder wo liegen bei Handlungen, die anderen schaden, überhaupt die Grenzen? Das gefiel mir richtig gut. Auch die ganze Sache mit den „bösen“ Hexen fand ich total gelungen.

Jeder Charakter, der in DOROTHY MUST DIE auftaucht hinterlässt seine Spuren und sei sein Auftritt noch so kurz. Dazu kommt, dass es hier keine richtige Liebesgeschichte gibt und man sich einfach zurücklehnen und das alles als durchweg unterhaltsame Fantasygeschichte sehen kann. Zwar gab es schon den ein oder anderen Moment, in denen Andeutungen gemacht wurden oder es eben einen Kuss gab, aber die Protagonistin lässt sich von so etwas nicht verändern oder ablenken. Je mehr es dem Ende entgegen geht, umso mehr spitzt sich alles zu. Vorweg kann ich euch sagen, dass Amy es noch nicht ganz schafft ihre Aufgabe zu bewältigen, aber dank der vielen durchdachten Konflikte und Handlungsstränge ist uns ein zweiter, vielleicht sogar noch actionreicherer Teil auf jeden Fall sicher.

Ein paar Kleinigkeiten haben mich trotz meiner Liebe zum Buch doch gestört. Zum einen gab es da diesen Charakter, der mir unglaublich auf die Nerven ging, weil ich Null verstanden habe, worin genau seine Rolle denn bestand. Dann wurde es in der Zeit, in der Amy sich in Dorothys Schloss aufhält teilweise etwas zu viel des Guten. Mir hätte es besser gefallen, wenn sich an einigen Stellen etwas mehr auf die Haupthandlung konzentriert worden wäre.




DOROTHY MUST DIE ist eines meiner Highlights von 2014. Mir gefiel die Neuauflage von Oz, in der perfekt Bekanntes mit neuen Ideen vereint wurde einfach richtig gut. Danielle Paiges Ideen waren frisch, unverbraucht und einfach klug durchdacht - Bis zum Schluss. Es wird verdammt oft spannend und grausam, gleichzeitig gibt einem das Buch aber auch eine Menge moralischer Konflikte mit den auf den Weg. Band zwei wo bist du nur? xD


1 Kommentar:

  1. Das hört sich ja richtig gut an! Die Protagonistin scheint selbstbewusst und stark zu sein, es gibt viel zu wenige solcher Charaktere in der Buchwelt. Und dass es auch mal krass zur Sache geht, das spricht mich auch an xD
    Ich setzte mir das Buch auf die Wunschliste :) Danke für den Tipp!

    Liebe Grüße

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