Montag, 12. Mai 2014

[BUCHREZENSION] Fire & Flood


Titel: -
OT: Fire & Flood
Autor/in: Victoria Scott
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Fire & Flood #1
Quelle: Geburtstagsgeschenk :)

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)





Victoria Scott is a teen fiction writer represented by Sara Crowe. She's the author of the FIRE & FLOOD series published by Scholastic, and the DANTE WALKER trilogy published by Entangled Teen. Her books have been bought and translated in eleven foreign markets including the UK, Turkey, China, Poland, Germany, Australia, Israel, Taiwan, Brazil, New Zealand, and the Netherlands.



Deutsch
Bisher nichts
genaues bekannt!

Englisch
Gebunden/ 13,10€
Taschenbuch/ 8,60€
Seiten: 384
Verlag: Chicken House





Fire & Flood? Wohl eher Boring & Dumb


Kurzbeschreibung

Tella's brother is dying. He's got cancer, and Tella is helpless to save him. Or so she thought. When an invitation arrives for Tella to compete in the Brimstone Bleed, a deadly competition that will lead her through treacherous jungle and scorching desert, she doesn't think twice. Because the prize is a cure to any illness. But Tella will be facing more than just the elements.
Buchgestaltung
Ich finde das Cover recht schön anzusehen, aber weder das Motiv, noch der Titel haben wirklich etwas mit dem Inhalt des Ganzen zu tun. Einfallsreich ist die Aufmachung auch nicht wirklich, da mir spontan zehn andere Titel einfallen würden, auf denen eine Feder das Zentrum des Cover bildet, wie z.B. Antigoddess.
Meinung

Eigentlich hatte ich nach dem schrecklichen Start des Buches erwartet, es abzubrechen, aber da ich das in letzter Zeit öfter getan habe und ich wissen wollte, wie es nun ausgeht, habe ich mich durchgerungen und durchgehalten. FIRE & FLOOD war ein Roman der mich bereits vor dem Erscheinen sehr angesprochen hat. Irgendwie habe ich hier etwas im Stil von THE WARD erwartet, sprich ein rasantes Rennen, jede Menge Action und vielleicht auch eine kleine Liebesgeschichte. Bekommen habe ich aber nur einen Haufen Fragen und der wurde irgendwann so groß, dass ich es kaum geschafft habe ihn bis zum Schluss mit mir rumzuschleppen. Vielleicht ist das auch das neue Konzept: So viel offen lassen, bis das Hirn des Leser anfängt zu qualmen und das System überlastet ist, sodass man alles vergisst? xD

Fangen wir aber mal vorne an. Ich war wirklich felsenfest davon überzeugt, hier ginge es um AUTOrennen oder irgendwie so etwas. Manchmal frage ich mich echt, wie Klappentexte mich denn so in die Irre führen können, denn hier geht es mehr um eine Wanderung durch verschiedene Ebenen, angefangen bei einem Dschungel. Die Protagonistin Tella ist eine ganz Schlaue, denn nachdem sie eine mysteriöse Einladung erhält, verlässt sie ihre Familie, um am „Rennen“ teilzunehmen. Das Seltsame daran war, dass Tellas Eltern zu wissen schienen, dass Tella irgendwann so eine Einladung erhalten würde. Es gab 300 Hinweise darauf und trotzdem wird das Ganze nicht einmal mehr aufgegriffen! War es nun so, dass Tellas Eltern selber am Rennen teilgenommen haben und daher die Einladung an ihr Kind als „Erbin“ stammte? Woher genau kam die Einladung eigentlich? Wer hat sich das „Rennen“ ausgedacht? Welchem Zweck exakt dient es? Wird das live übertragen oder wer schaut sich den Mist überhaupt an? Wieso gibt es keine Regel? Ich meine KEINE Regeln ist doch eine Regel oder? Wo kommen die Pandora her und wieso hat nie jemand von denen gehört? Und was passiert eigentlich am Ende des Rennens? Sterben da alle oder warum weiß die breite Öffentlichkeit nichts davon? Und wenn wir schon dabei sind: Wo zur Hölle spielt die Geschichte eigentlich?

Es war nicht mal so, dass der Roman mit Geduld und Zeit einige Antworten bereithielt, nein, es wurde immer schlimmer. Am schrecklichsten fand ich noch, das man eigentlich nicht wusste, in was für einer Gesellschaft wir uns befinden. Die Technik war hochmodern, dann wieder nicht und allgemein konnte man sich nur auf die Charaktere und deren Handlung konzentrieren. Von Beschreibungen hielt die Autorin auch nicht sonderlich viel und so musste man sich wie ein Höhlenmensch mit Schlagworten wie „Dschungel“ „Tiere“ „Wüste“ zufrieden geben und den Schalter namens Phantasie mal so richtig krass umlegen, damit bei der Vorstellungskraft im Oberstübchen mal was passierte. Ich würde auch gerne sagen, was hier an Informationen und Beschreibungen fehlt, wurde anders wett gemacht, aber...

...nö, das war einfach nicht der Fall. Nachdem Tella sich für das Rennen angemeldet hat und im Grunde einfach abhaut (ihre Familie wird danach auch nie wieder erwähnt, geschweige denn kommt in ihren Gedanken vor) trifft sie bereits auf die ersten Mitstreiter, als es darum geht ihr Pandora zu erhalten. Diese Tiere, die in der Werbung fürs Buch als „Pokemon“ beschrieben wurden, sollen den Leuten, die am „Rennen“ teilnehmen in jeder Lebenslage helfen. Die traurige Wahrheit jedoch ist, dass die Viecher eher versuchen sich gegenseitig aufzufressen als nützlich zu sein. Ohne Witz, im gesamten Roman tun die Pandora einfach N-I-C-H-T-S. Ihr Dasein war also einfach total öde und nicht von Nöten. Es war ganz schön merkwürdig die Tiere zu sehen, wie sie die Menschen begleiten und ehhh...sie nichts tun. Ach, da waren wir ja schon! Es gab sogar einige Situationen, in denen die Hilfe eines Pandora sicher wichtig gewesen wäre, aber die Dinger hatten anscheinend einen Programmierungsfehler. Tellas Fuchs namens Madox hatte die Fähigkeit sich in alle anderen Pandora verwandeln zu können, aber so cool das auch klingen mag, das „Rennen“ hat Tella nicht gewonnen bzw. die erste Stage. Ich meine, wozu ist es gut sich in alles verwandeln zu können, wenn man das eh nicht tut?

Auch die Ebenen an sich bieten nicht besonders viel. Es gab kaum Gefahren, wenn dann waren sie ohnehin lächerlich, keine richtigen Ziele oder Strukturen...im einen Moment heißt es noch: Finde eine Flagge, dann ist das alles schon wieder vergessen und man braucht doch keine und dann hat man auch noch für jede Ebene zwei Wochen Zeit und man weiß als Leser nur, wie viel davon überhaupt vergeht, weil es mal erwähnt wird, denn alles ist so verdammt langweilig und...OK, Luft holen.

Neben diesem ganzen Kopfschmerz-bereitenden-Sachen, gab es dann noch das Dutzend oberflächlicher und doofer Figuren. Tella selbst hat Null Persönlichkeit und unterscheidet sich in keinster Weise von ihren langweiligen Mitstreitern. Die Autorin hat es einfach nicht fertig gebracht sie hervorzuheben. Ihre Gedanken hätten auch gut und gerne der allwissende Erzähler sein können, weil Tella so gut wie nie Gefühle zeigt. Keine Angst, keine Sogen...naja, manchmal will sie Madox retten oder so, aber das habe ich bis jetzt noch nicht ganz verstanden. Schnell freundet sich Tella auch mit einer Gruppe Jugendlicher an und gemeinsam wandern sie dann unzählige Kapitel umher und campen und essen und machen unspannende Dinge. Oft war ich auch einfach überfordert mit den vielen Namen, die man schwer zu ordnen konnte, weil die Charaktere eben wie Clone und nichts besonderes waren.

Eine Liebesgeschichte gab es hier auch und die lief so ab: Tella findet Person X toll und dann denkt sie darüber nach, ob ihr Hinter fett ist, wenn er hinter ihr geht, denn jaaaaa, um so etwas muss man sich sorgen, denn das ist äußerst wichtig. Irgendwann gibt es einen Kuss und ein bisschen Gesäusel und mehhh, kaum nachvollziehbar.

Gegen Ende geht dann voll die Party ab, weil eines der Mädchen beschließt einen auf Rambo zu machen. Es gibt Tote und Blut und Drama und so fesselnd allein diese Worte auch klingen, im Roman konnte davon kaum etwas überzeugen. Die Dialoge hätten an diesen Stellen auch aus dem Gegenspieler 1x1 stammen können, so klischeehaft waren sie. Das „Rennen“ wird übrigens nicht beendet.




FIRE & FLOOD ist ein sehr enttäuschendes Debüt, das ich gerne mit den Adjektiven unausgereift, undurchdacht und langweilig beschreiben würde. Weder das Setting, noch der Plot oder die Charaktere konnten mich überzeugen und es grenzt an ein Wunder, dass ich hier überhaupt bis zum Schluss durchgehalten haben. Phantasievoll und spannend geht anders, dabei hatte die Idee mit den Pandora echt Potenzial.


Kommentare:

  1. Und ich hätte auf eine Pony Rezension gewettet! xD
    Aber schön, dass es dir auch nicht gefallen hat! :'D

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  2. Hört sich ja nicht sehr toll an. Aber mit Debüts bin ich sowieso immer vorsichtig. Ich werde meistens doch nur enttäuscht. Hast du denn jemals ein Debüt gelesen, dass dich überzeugt hat? Egal ob englisch oder deutsch. Mir fällt da nichts ein...

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  3. Oh maaaan Tanja. Wie kannst du so einen Ramsch zu Ende lesen aber kein "For Darkness Shows the Stars?" ;P Das hört sich einfach nur grauenvoll an und bestätigt Jans miesen Eindruck, nur um noch einmal eins obendrauf zu setzen.

    Dankeschön euch beiden, dass ihr euch da durchgequält habt und mir den Käse erspart habt^^

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  4. Autsch. Ja, also das werd ich dann wohl nicht lesen xD

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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