Freitag, 2. Mai 2014

[BUCHREZENSION] My favorite Mistake - Der beste Fehler meines Lebens



Titel: Der beste Fehler meines Lebens
OT: My favourite Mistake
Autor/in: Chelsea M. Cameron
Genre: New Adult
Buchreihe: Nein?
Quelle: Danke an Blogg dein Buch
und natürlich auch den Verlag :)






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Chelsea M. Cameron stammt aus Maine. Sie ist riesiger Jane-Austen-Fan und enthusiastische Teetrinkerin. Neben dem Schreiben liebt sie es, laut im Auto mitzusingen.




Deutsch
Broschiert/ 9,99€
Seiten: 416
Verlag: Mira


Englisch
Taschenbuch/ 8,90€
Seiten: 393
Verlag: Hnq







New Adult der besseren Sorte...


Kurzbeschreibung

Die große Liebe wagen – oder auf Nummer sicher gehen? Der E-Book-Bestseller endlich auf Deutsch! Taylor Caldwell weiß nicht, was sie von ihrem neuen Mitbewohner halten soll. Auf der einen Seite hat Hunter Zaccadelli diese unglaublichen blauen Augen, mit denen er direkt in ihre Seele zu schauen scheint. Auf der anderen Seite ist er ein tätowierter, Gitarre spielender Bad Boy, der etwas verheimlicht. Doch wer ist Taylor, ihm das vorzuwerfen? Sie selber hält ihre Vergangenheit unter Verschluss. Aber als plötzlich der Mann, der beinahe ihr Leben zerstört hätte, wieder auftaucht, hat Taylor sich schon auf Hunter eingelassen. Jetzt muss sie ihm ihr größtes Geheimnis anvertrauen oder alles in ihrer Macht Stehende tun, um ihn für immer aus ihrem Leben zu verbannen.
Buchgestaltung
Also das englische Cover finde ich grässlich. Solche Motive machen mich echt fertig. Da denke ich immer sonst was und anziehend ist für mich echt was anderes. Fällt schon fast in die Sparte Softporno, aber naja...deshalb ist dann wohl klar, dass mit das deutsche Cover besser gefällt. Aber ich finde, dieses führt etwas in die Irre. Man könnte denken, dass es sich um YA handelt nicht NA. Im Gesamtpaket ist diese Aufmachung dennoch ganz nett. Hat was von College, finde ich.
Meinung

Ich + NA = Fail. Bisher gab es kein einziges Buch des Genres, dass mir auch nur annähernd so richtig gefiel und nein, ich zähle keine YA Bücher mit Sex schon zu NA, das wird auch für immer so bleiben. Ich habe grundsätzlich dieses Problem mit NA Büchern. Die Geschichte klingt ganz nett, der Anfang ist gut und dann wird alles von Sexszenen oder Rumgesülze kaputt gemacht bzw. eingenommen. Das finde ich mehr als nur ätzend und dennoch greife ich hin und wieder zu Büchern aus dem Genre, einfach, weil sich die Chance bietet oder der Klappentext ansprechend klingt. Bei diesem Roman kann ich stolz behaupten, dass der Sex nicht die Geschichte kaputt macht – dass schafft die Autorin mit vielen Kleinigkeiten auch so.

My favourite Mistake ist sicher kein schlechtes Buch, besonders nicht, wenn man solche Geschichten super gerne mag, aber ich hatte schon in den Anfängen des Buches so meine Probleme mit dem ganzen Konzept. Die Idee, dass Hunter zu Taylor aufs Zimmer kommt und die beiden gezwungenermaßen zusammen wohnen ist nicht neu, was mir allerdings Kopfschmerzen bereitete war, die Art und Weise, wie die Autorin das Ganze erklärt. Ich meine, auf dem College kann man sich aussuchen in welche Art von Wohnheim man möchte (Geschlechter getrennt oder nicht) und Taylors schiebt hier einen mega Aufstand, während ihre Freundinnen gut mit der Situation klar kommen. Wieso nicht gleich für ein anderes Wohnheim eintragen, wenn man bei der Aussicht auf Kerle gleich die Wände hochgeht? Die obgligatorische „Ich habe gerade geduscht und sitze halb nackt auf dem Bett“ - Szene, ist hier nur das kleine Übel gewesen. Es gab einfach so, so, so viele Klischees.

Das wohl größte Problem hatte ich jedoch mit Taylor selbst. Hunter war – das kann man nicht anders formulieren – echt ein richtig netter Kerl. Er hat sie weder beleidigt, noch dumm angemacht oder irgendwas getan, was Taylors mieses Verhalten ihm gegenüber gerechtfertigt hat. Es war fast so, als würde sie ihn hassen, nur, weil er eben KEIN Mädchen ist und dafür kann der Arme ja nun am allerwenigsten was. Taylor steigerte sich enorm schnell in jede Kleinigkeit hinein, warf Hunter fiese Sachen an den Kopf und keines ihrer Argumente war auch nur im Ansatz nichtig. Wie er dabei so gelassen bleiben konnte, war mir echt ein Rätsel. Es hat wahnsinnig lange gedauert, bis ich die Chemie zwischen beiden gespürt habe und nicht ständig dachte: Dumme Zicke beleidigt Hundebaby auf Dauerschleife. Das war auch noch so eine Sache. Hunter wurde als nett, offen, witzig und was weiß ich nicht alles beschrieben, aber es gab nur wenige Szenen, in denen er auch beweisen konnte, dass er es eben war. Die meiste Zeit waren dann auch noch Nebenfiguren involviert. Nicht besonders Liebesgeschichten-förderlich, wenn ihr mich fragt.

Von der Geschichte her ging es hauptsächlich viel um das Leben am College und das Drumherum. Ich hatte mir da ein wenig mehr erhofft, weil die Routine doch recht schnell langweilig wurde, wenn Taylor und Hunter sich nicht gerade zofften. Der Mangel an richtigen Emotionen war dabei auch eher nebensächlich.

Trotzdem konnte das Buch NA-technisch ein wenig bei mir punkten. Die Autorin bedient sich eines sehr flüssigen Scheibstils, der nicht ausartet und gar beleidigend wird und das hat mir gut gefallen. Außerdem fand ich viele der Randfiguren, wie Taylors Freundinnen oder ihre Schwester ziemlich interessant.

Was mir allerdings wieder auf die Nerven ging war, dass Hunter sich später für alle Fehler bei Taylor entschuldigt. Nachdem die Beziehung der beiden etwas tiefer geht und man sich als Leser gerade an die Dynamik gewohnt hat, passiert ständig etwas, dass nach dem selber Muster gelöst wird: Hunter ist der superdupa Freund, der alles für andere tut und Taylor wird sogar ab und zu handgreiflich. Ich fand das mehr als abgedreht und den Love-Interest betreffend auch sehr unrealistisch. Die Autorin dachte sich wohl: Den mach ich so perfekt es geht, weil es solche Kerle im echten Leben nicht gibt oder so ähnlich. Nein, danke, aber Hunter wirkte dadurch an vielen Stellen noch mehr wie ein Roboter als ohnehin schon.

Das Ende des Romans bzw. die vielen, kleinen Entwicklungen waren für mich auch ein Auf - und Ab. Nicht immer im schlechten Sinne, aber ich wurde nicht durchgehend unterhalten, besonders, da weitere Erklärungen zu etwas ernsteren Thema wie der Beginn einfach durch 2-3 Sätze hingestellt wurden. Ganz nach dem Motto: Akzeptiere es oder lass es eben bleiben. Einfach seltsam.



Der beste Fehler meines Lebens war das Buch leider nicht. Es gibt weitaus schlimmere Anwärter seines Genres und viele Ansätze waren auch echt nicht zu verachten. Leider, leider waren mir die Protagonisten zu unsympathisch, als das hier die großen Gefühle aufkamen und der Plot war mir zu langatmig. Für Fans von NA sicher ein Appetithäppchen, für alle anderen bedingt empfehlenswert.


1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch schon vor längerem auf Englisch gelesen und kann mich deiner Meinung nur anschließen! Ich fand Taylor einfach schrecklich und total zickig. Warum sie Hunter auf Anhieb gehasst hat, war mir absolut unverständlich und auch warum sie überhaupt erst in so einer Situation gelandet ist war mir auch schleierhaft. Die Chemie zwischen Hunter und Taylor konnte ich überhaupt nicht spüren, ich habe einfach überhaupt keinen Grund gesehen warum Hunter Taylor toll finden sollte… Für mich ein total Fehlergriff!

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