Samstag, 21. Juni 2014

[BUCHREZENSION] Wanderer - Sand der Zeit


Titel: -
OT: Wanderer - Sand der Zeit
Autor/in: Amelie Murmann
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Wanderer #1
Quelle: Vorab-LE/Kauf :)




Vorbestellen?! Erscheint am 3. Juli!



Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog, und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. "Wanderer. Sand der Zeit" ist ihr Debütroman.



Deutsch
eBook/ 3,99€
Seiten: 249
Verlag: Impress


Englisch
Deutsches
Original!





Perfekte Mischung aus Romance und Action! :)


Kurzbeschreibung

Der Lebenstraum der sechzehnjährigen Emilia lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: »Palaestra Viatorum« – die renommierte Internatsschule, in der nur die Besten der Besten aufgenommen werden. Leider hapert es in Emilias sonst perfektem Zeugnis an der Kunstnote, auf die gerade diese Schule ganz besonderen Wert zu legen scheint. Doch dann trifft Emilia ausgerechnet in einer Kunstgalerie auf Max, den stellvertretenden Schulsprecher der Institution, und zwar nachdem er gerade durch ein modernes Gemälde gesprungen ist... Emilia traut ihren Augen nicht. Als sie dann noch Visionen ihrer eigenen Zukunft bekommt, scheint sich plötzlich nicht nur Max, sondern auch die Palaestra für sie zu interessieren – und lädt sie zu einer ungewöhnlichen Aufnahmeprüfung ein.
Buchgestaltung
Das Cover ist sehr gelungen! Es zeigt ein wichtiges Element des Romans, nämlich das Stundenglas der Zeit und dazu die Silhouetten der beiden Hauptfiguren. Auch die kleinen Extras mit dem wirbelnden Sand oder die Typografie der Schrift runden das Motiv perfekt ab. Die Cover von Impress sehen aber ohnehin immer klasse aus ;)
Meinung

Ich möchte diese Rezension noch einmal nutzen, um zu erzählen, wieso mir Wanderer – Sand der Zeit so sehr am Herzen liegt, obwohl es nicht mein eigenes Buch ist. Viele, die mich kennen wissen, dass Amelie und ich sehr gute Freundinnen sind. Ein paar mehr wissen, dass wir beide letztes Jahr gemeinsam an unseren Geschichten geschrieben haben. Gemeinsam im Sinne von, nebeneinander, mit der Unterstützung der anderen und mit ganz viel Herzblut. Es wäre daher also gelogen zu sagen, ich könnte Amelies Debüt neutral betrachten, denn das fällt mir schwer. Was ich allerdings ehrlich sagen kann ist, dass ihre Freundschaft zwar einen Einfluss auf meine Sicht auf die Geschichte genommen hat, aber nicht auf die Wertung selbst. Ich vergebe selten volle fünf Sterne, weil ich immer etwas finde, dass mich nicht zu 100% begeistern konnte, aber hier geht das einfach nicht. Wanderer – Sand der Zeit ist das perfekte Buch für mich.

Ich behaupte nicht, dass jeder von euch es lieben wird. Ich behaupte nicht, dass es das beste Buch auf der ganzen Welt ist. Ich sage gezielt, das perfekte Buch für MICH, weil es immer jemanden gibt, der etwas nicht mag, aber meine Gefühle schaukeln beim Gedanken an die wundervolle Geschichte immer extrem hoch. Wanderer ist ein Teil meines Lebens geworden, ein Teil meiner Lieblingsbuchsammlung und ich bewundere jedes einzelne Wort, das meine Freundin geschrieben hat. Gerade erst habe ich die endgültige Version gelesen (und glaubt mir ich habe Wanderer in all seinen Entwicklungsstadien gelesen) und ich kann mit recht sagen, dass diese Version die Beste ist. Es hat viel Zeit und Mühe gekostet, aber ihr als Leser werdet ein Gesamtwerk in den Händen halten (bzw. auf euren Readern) das nicht besser hätte sein können. Und bevor ich hier noch mehr ausschweife, kommen wir doch einfach mal zu den Titel, denn um den geht es schließlich.

WANDERER – Eine Liebeserklärung von Tanja Voosen.

In Wanderer – Sand der Zeit geht es um Emilia, deren größter Traum es ist an einer bekannten Schule angenommen zu werden. Hinter der Fassade des renommierten Institutes verbirgt sich aber viel eher eine ganz besondere Gesellschaft. Alle Schüler und Lehrer dort sind nämlich Wanderer und das Emilia dort landet entspricht keinem Zufall. Sie stammt aus einer besondere Blutlinie und hat daher auch besondere Kräfte. Wanderer können durch Bilder springen und auf diese Art auch die Zeit beeinflussen. Der Großteil der Handlung beschäftigt sich mit einer Prophezeiung, die verkündet, dass es einen Wanderer geben wird, der das sagenumwobene Stundenglas der Zeit zusammensetzt und dann? Tja, dann geschieht etwas ganz Außergewöhnliches, aber ich will ja nicht zu viel verraten. Emilia lässt ihr altes Leben teilweise hinter sich, sieht sich plötzlich unbekannten Gefahren, Verrat und lästigen Prüfungen konfrontiert und dabei hängt über allem das Rätsel ihrer eigenen Vergangenheit: Was ist mit ihren Eltern geschehen?

Im Buch gibt es verschiedene Parteien, die unterschiedliche Ziele verfolgen und ein Hauch griechischer Mythologie spielt dabei auch eine Rolle. Allein die Idee hat mir wirklich gut gefallen. Das ganze System mit den Wanderern ist nicht so leicht zu durchschauen, wie man es zu Beginn der Geschichte denkt. Es gibt vielleicht einen Rat (wo gibt es den auch nicht?) und eine Schule für begabte Schüler (irgendwo müssen die sich ja treffen!) aber mal abgesehen von diesen beiden Parallelen zu anderen Jugendbüchern, ist WANDERER etwas total Eigenständiges. Der Unterricht, wie die Schule funktioniert und auch die Aufträge die einige Wanderer erfüllen müssen sind sehr kreativ umgesetzt worden. Außerdem spielen neben diesen Dingen auch viel die Beziehungen der Charaktere untereinander im Vordergrund. Gerade die Mischung aus dem Bekannten und Neuen ist hier bestens gelungen. Das ganze Zeitreise-Thema wurde mal nicht kompliziert verpackt oder so beschrieben, dass man selber zu viel mitdenkt und grübelt und sich am Ende durch dreitrillionen Möglichkeiten alles versaut. Besonders die klaren Strukturen und der rote Faden bringen den Leser immer wieder dazu sich an festen Punkten orientieren zu können, weshalb das Buch eine durchschlagende Logik verfolgt.

Emilia als Protagonistin ist mir so fest ans Herz gewachsen, dass ich manchmal denke, ohne sie kann ich gar nicht mehr wirklich weiter Leben. Ich liebe einfach ihre komplette Entwicklung in dem Buch und allgemein machen viele wichtige Charaktere sichtliche Veränderungen durch. Emilia weiß, dass sie adoptiert ist, ist aber nie jemand gewesen, der sich deshalb in die Ecke setzt und heult. Sie ist immer mit ihren Gefühlen im reinen, wie man das so schön sagt und das war wohl auch ihre größte Stärke. Egal in welcher Situation sie sich wiederfindet, wie bleibt sich selber treu, weiß, was sie fühlt und hat ein ausgeprägten Sinn für Loyalität. Besonders klasse fand ich immer, dass diese ganzen Academy Klischees von ihr analysiert und aufs Korn genommen werden.

Es wird nie gesagt, dass sie etwas Besonderes ist oder dergleichen, man weiß eben einfach das es so ist. Dadurch sticht sie auch gar nicht so sehr heraus wie man das vielleicht denkt, es ist vielmehr eine Tatsache, die von ihr akzeptiert wird. Neben Emilia gibt es ihre beste Freundin Kit und Kit ist einfach genial! Wer schlagfertige und sarkastische Charaktere mag, der wird Kit heiraten wollen. Egal wann und egal wo, Kit hat immer einen Spruch auf den Lippen, der die Geschichte an vielen Stellen aufpeppt. Außerdem ergänzt sie Emilia einfach wunderbar und es gibt nicht dieses typische Konkurrenzdenken zwischen den beiden. Ich liebe es einfach mega, wenn eine Freundschaft so schön beschrieben wird, wie es hier der Fall ist. Allgemein ist Freundschaft das wichtigste Thema in WANDERER.

Zusammenhalt, Vertrauen, Mut, Treue...es geht um so vieles und so manche Wenden die zerreißen einem echt das Herz! Auch was die Liebesgeschichte(n) angeht, so wurde diese mit viel Charme und Humor umgesetzt. Emilia findet ihren Gegenpart, Kit auch...und beide Handlungsstränge könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich habe mitgefiebert, war verwundert, wurde überrascht und wenn es eine heiß herbeigesehnte Kussszene gab, bin ich förmlich zerschmolzen. Es lag einfach so viel Gefühl in der Luft, dass ich am liebsten explodieren wollte...weitere wichtige Figuren sind Max, ein Wanderer, der vom Rat oftmal als der Top-Mann (oder Junge xD) eingesetzt wird, um die Sandkörner vom Stundenglas zu suchen. Max ist am Anfang etwas schwer zu durchschauen, aber je besser man ihn kennenlernt, umso mehr versteht man ihn. In Roman haben alle Charaktere eigene Geschichten, die ihre Hintergründe ausmachen und auch ihr Verhalten bzw. ihre Eigenschaften erklären. Mit jeder Seite erfährt man mehr über diese und weiß das auch sehr zu schätzen. Neben Emilia, Kit und Max spielt auch Florian eine wichtige Rolle. Er ist einer meiner Favoriten gewesen, zumal er aus Emilias altem Leben stammt und einfach von Typ her ein so lieber und ehrlicher Mensch ist, dass man ihn lieben muss.

Auch die Nebenfiguren können mit den Protagonisten mithalten. Einige haben Verknüpfungen zum Leben andere und manche sind einfach nur zum hassen geschaffen worden xD Eine besondere Erwähnung verdient wohl Niccolo, so eine Art abtrünniger *hust* Wanderer und ehemals bester Freund von Max. Er nimmt viel Einfluss auf die Handlung ich ich LIEBE seinen Charakter einfach nur abgöttisch.

Die Geschichte ist übrigens auch mehreren Perspektiven geschrieben, was viele Einblicke gewährt und alles umso spannender macht. Haupthandungs-mäßig erwählt Emilia alles in der Ich-Form, während informative Zwischenkapitel Max oder Nics Sicht zeigen und dem Leser so zeigen, was bei den anderen Parteien bzw. der Suche nach den Sandkörnern vor sich geht. Das war überraschend tiefgründig, wenn es um so einige Dialoge ging!

Das Buch hat so viele Schocker im Gepäck, dass man sich hier echt anschnallen muss. Besonders ab der Mitte werden Verrat, Mord und Bedrohungen zum Thema und Langweile ist dem Roman ein Fremdwort. Die vielen Erklärungen zur griechischen Mythologie und die damit verbundenen Gegenspieler sorgen für jede Menge Furore und heilige Scheiße, habe ich gebibbert und gezittert als es ans Eingemachte ging. Man denkt ja auch immer Autoren verschonen ihre Charaktere, aber Amelie Murmann liebt es ihre Figuren Felsbrocken in den Weg zu legen, Steine wären ja noch nett gewesen. Aber ich kann es ihr nicht verübeln, denn so heftig und niederschmetternd es in manchen Szenen wird, umso gebannter war ich auch. Das Ende hat mich richtig fertig gemacht und noch immer ziehe ich meinen Hut vor diesem brillant ausgearbeiteten Konflikt der am Ende die ganze Ordnung der Geschichte verändert hat.

Toll fand ich auch, dass man gut mit dem Ende leben kann. Man weiß: Es wird Großes kommen, aber man stirbt eben auch nicht vor Neugier wegen einem mörderischen Cliffhänger. 



Die Mischung macht es eben! Spannung, Action, Humor, Romance und so viele Wenden, das man manchmal denkt, es spaltet sich der eigene Schädel xD Ich habe jede Seite verschlungen und ich liebe jede Einzelheit davon. Wenn ein Buch 5 Sterne verdient hat dann dieses und jeder, der dem Buch keine Chance gibt ist es selber Schuld: Ihr verpasst vielleicht das Abenteuer eures Lebens! 


Kommentare:

  1. Halli hallo
    Ich bin durch Amelies Blogg auf deinen gestossen und werde dich gleich mal " abonnieren".
    Was für eine aussagekräftige und leidenschaftliche Rezi du hast mich echt neugierig auf dieses Buch gemacht.
    Eigentlich enthält es alles was ich an Fantasy- Geschichten liebe!
    Ich bin nur leider nicht so der E- Book- Leser ( ausser im Urlaub, damit ich nicht den Koffer mit Büchern vollstopfen muss ;) ) und bevorzuge Printausgaben.... mal gucken.

    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz
    Bea

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  2. Ich finde es zwar komisch, wenn eine Freundin mein Buch rezensieren würde und habe ehrlich gesagt nicht alles gelesen, dafür war mir der Text viel zu lang aber ich bin gespannt.
    Leider muss ich sagen, dass ich das Cover scheußlich finde! Das ist typisch 0815. Ein Gesicht, in diesem Fall zwei, einige Schnörkel und schon wird es als perfekt abgestimmt aber das ist ja jedem dem seine. Besonders neu oder gar originell ist es ja nicht. AAber es heißt ja immer so schön: Das Innere zählt und nicht das äußere.

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