Donnerstag, 7. August 2014

[Keine Rezension] Contemporary Wrap-Up


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen. Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)





Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden und kostbaren Leben?“ Diese Frage stellt ein Englischlehrer seiner Abschlussklasse. Die Antworten darf jeder in ein Tagebuch schreiben, das danach eingesammelt und zehn Jahre unter Verschluss gehalten wird.

Die 17-jährige Parker Frost weiß zumindest, was man von ihr erwartet: zum Medizinstudium nach Stanford. Am besten mit dem Stipendium, das zu Ehren von Julianna und Shane eingerichtet wurde, die vor zehn Jahren nach einem Autounfall verschwanden. Als Parker durch Zufall das Tagebuch von Julianna findet und darin liest, ist sie erschüttert. Denn deren Leben stellt sich plötzlich ganz anders dar. Was geschah damals, in der Nacht des Unfalls? Und ist es möglich, dass Julianna noch am Leben ist? Das Ergründen von Juliannas Geheimnis bedeutet für Parker letztlich eine Reise zu ihrem innersten Selbst und zu dem, was sie wirklich will.




Das Buch wurde mir von jemandem empfohlen, der absolut begeistert davon war und genau deshalb wollte ich dem ganzen auch eine Chance geben. Eigentlich klingt der Inhalt auch wirklich ansprechend. Parker und das Mysterium des Lebens sozusagen. Sie selber ist ein Charakter, den ich ganz nett fand: Etwas schüchtern, zurückhaltend und vielleicht nicht so schlagfertig, wie es gerne wäre. Mit solchen Figuren ist nichts verkehrt, aber wirklich überragend sympathisch fand ich sie leider auch nicht. Ich glaube, das war auch mein größtes Problem/ Kriterium am Buch. Ich habe in letzter Zeit so viele Contemporary Bücher gelesen, dass mir das gängige Muster einfach nicht mehr so gut gefällt wie früher. 

Parker ist natürlich in einem Alter, wo sie keine Ahnung hat, was sie mal mit ihrem Leben anfangen möchte, aber, dass sie sich so sehr in diese alte Geschichte aus der Vergangenheit steigert fand ich etwas komisch. Sie begibt sich nämlich auf die Suche nach einem Mädchen, das angeblich bei einem Unfall vor einigen Jahren zusammen mit ihrem Freund gestorben sei. Ich fand die Idee nicht schlecht. Parker findet eben das Tagebuch des Mädchens und man wird dann zusammen mit ihr in dessen Gefühlswelt gezogen, aber viel besser hätte ich es gefunden, wenn man mehr über die Protagonistin erfahren hätte. Im Grunde plätschert das Buch an vielen Stellen zu ruhig vor sicher her.

Große Pluspunkte waren aber Parkers aufmüpfige und freche beste Freundin, die einem rasch ans Herz wächst und auch die Liebesgeschichte war wirklich sehr, sehr süß. Es gibt da nämlich einen Jungen in ihrer Klasse, der sie mag und den sie auch mag und eben das ganze Drumherum. Dabei kamen schon einige witzige Momente zustande und es wäre schön gewesen, wenn man mehr Wert auf die Beziehung der lebenden Figuren als auf die der Toten gelegt hätte.






Als Lucy die falsche Nummer wählt, landet sie ausgerechnet bei Highschoolflirt James Rusher in der Leitung. Auf Anhieb haben die beiden einen guten Draht zueinander: Was als Versehen begann, setzt sich mit Anrufen von früh bis spät fort. Im wirklichen Leben sind sich Lucy und James nie begegnet. Doch bald vertrauen sie sich Dinge an, die nicht einmal ihre engsten Freunde wissen. Als James endlich ein Treffen vorschlägt, willigt Lucy zögerlich ein – und dann versetzt James sie …


Für mich war das Buch der total Reinfall. Ich mag Geschichten, besonders Contemporary, immer extrem gerne wegen den Dialogen. Viele Bücher, in denen es um Mails, Briefe oder Telefonate ging empfand ich als amüsant, aber hier hatte ich einfach keine Freude dran. Als erstes hatte ich ein Problem mit der Idee, weil ich die echt mega dumm fand. Lucy landet bei James in der Leitung, weil dieser sich eine bereits vergebene Telefonnummer hat unterjubeln lassen. Wer macht denn so etwas? Und wenn man dann wochenlang terrorisiert wird, wer ändert diese dann nicht sofort? Nein, James scheint das ganz toll zu finden und ausgerechnet Lucy ruft er zurück. Das hat echt Null Sinn für mich gemacht und daher fand ich diese "Begegnung" auch einfach nur seltsam. 

Ich war mächtig enttäuscht als ich dann versucht habe, mich in die Situation hineinzuversetzen. Das Problem mit einem Buch, das nur aus Dialogen besteht ist, dass man dem Leser irgendetwas geben muss, woran er ausmachen kann, dass er die Figuren mag. Das gab es hier nicht. James ist ziemlich von sich überzeugt und klammert sich aus unersichtlichen Gründen an der "Freundschaft" zu Lucy fest. Die beiden reden kaum über tiefschürfende Dinge, aber er will ja unbedingt mit ihr telefonieren. Hatte der Junge keine anderen Freunde? Wer weiß, denn erfahren tut es man es nicht. Es gab so wenige Informationen im Buch, dass ich nach dem Lesen kaum etwas über James und Lucy weiß. Naja, ich weiß schon etwas. Z.B. dass Lucy eine dumme Zicke ist, die sehr egoistisch immer nur von sich redet und James nie zuhört oder dass die gerne lügt und Leute versetzt und sich einen Scheiß um ihre Familie schert. Wirklich toll...

Ab der Mitte habe ich mich nur noch durchgequält und stellenweise auch einfach mal weiter geblättert, so wenig hat mich interessiert, was vor sich geht, weil eben so selten etwas geschieht. Und dann endet das Buch auch noch an einer Stelle, die wohl die beste vom Roman war.






Aristotle is an angry teen with a brother in prison. Dante is a know-it-all who has an unusual way of looking at the world. When the two meet at the swimming pool, they seem to have nothing in common. But as the loners start spending time together, they discover that they share a special friendship—the kind that changes lives and lasts a lifetime. And it is through this friendship that Ari and Dante will learn the most important truths about themselves and the kind of people they want to be.



Das Buch zu bewerten, fällt mir ehrlich gesagt gar nicht so leicht. Bis zur Mitte fand ich es wahnsinnig gut und alles, was danach kam war einfach überhaupt nicht mehr Meins. Den Anfang mochte ich soooo gerne, weil man dort eine Menge über Ari und Dante erfährt und über die Art und Weise, wie ihre Freundschaft mit jedem Tag wächst. Ari ist auf den ersten Blick ein ziemlich witziger Junge. Die Dialoge, die er mit anderen führt, fand ich immer sehr witzig und schön geschrieben. Allgemein hat mein schnell ein Gefühl dafür bekommen, was für ein Mensch der Protagonist ist, welcher die Geschichte erzählt. Ich fand ihn vom Fleck weg sympathisch und mit Dante ging es mir da nicht anders.  Sie sind beide etwas speziellere Figuren, die mit dem normalen sozialen Gefüge nicht so gut zurecht kommen. Umso genialer hat der Autor beschrieben, wie sich die Jungs anfreunden und sich ihre Beziehung weiter entwickelt. Es gab so tolle Momente, in denen ich immer dachte: So etwas ist wahre Freundschaft. 

Mir wurde aber auch durch die vielen Hinweise rasch klar, in welche Richtung alles gehen würde. Daher fand ich es auch extrem gut gemacht, dass Ari und Dante´s Wege sich schnell wieder trennen. Man sieht wie Ari auf einmal den wichtigsten Menschen in seinem Leben verliert und allein klar kommen muss. Das eine Jahr ohne Dante (welcher aufgrund des Jobs seines Vater für diese Zeit weg ist) war wie eine Art Selbstfindungstripp. Das war dann auch der Zeitpunkt zu dem sich alles für mich gekippt hat. Aris Schulleben war echt öde und immer, wenn es zu langweilig wurde, passierten merkwürdige Unfälle. Nach dem ersten dachte ich noch: OK, aber irgendwann wurde es mir echt zu bunt. Es kam so rüber, als wolle der Autor zwanghaft Unglück heraufbeschwören. Auch die ganze Abwicklung gegen Ende war mir persönlich zu überzogen und dramatisch und es hätte nur weniger Sätze und ein bisschen Ehrlichkeit bedarf, hier klare Verhältnisse zu schaffen.

Und gerade das, womit geworben wurde: eine ehrliche Geschichte über Liebe, Freundschaft und Familie stimmt dem Werbetext nach einfach nicht. Zumindest in meinen Augen xD





Vier Wochen Interrail! Was wie ein tolles Abenteuer klingt, ist für Lena der größtmögliche Albtraum. Denn sie muss ausgerechnet ihre zickige Schwester Juli auf diese Reise begleiten, nachdem sich deren beste Freundin das Bein gebrochen hat. Für Lena gibt es nur einen einzigen Grund mitzufahren: Sie will es zum Abschiedskonzert ihrer Lieblingsband nach Barcelona schaffen. Dafür nimmt sie nicht nur Julis Launen in Kauf, sondern stellt sich auch den Tücken der Tour. Als die beiden Schwestern allerdings auf Tobias und Felix treffen, wird die Reise zu einer rasanten Achterbahnfahrt der Gefühle: Die Mädchen gehen mit den zwei Jungs eine heiße Wette ein und liefern sich ein Rennen durch ganz Europa. Und schon bald schlagen sämtliche Herzen höher.


Das Buch gefiel mir echt gut, aber ich denke, es ist eher für jüngere Leserinnen geeignet, weshalb es bei mir auch Punktabzug gab. Ich weiß, man sollte sich nach der Zielgruppe richten und alles, aber mir ist das hier echt schwer gefallen. Das letzte Buch von Katrin Lankers hat mir so gar nicht gefallen, deshalb war ich auch sehr überrascht, wie schön flussig und amüsant sie hier geschrieben hat. Juli ist ein total süßes Mädchen, das man rasch liebt gewinnt. Die beiden Schwestern starten im Buch nicht gerade als beste Freundinnen, dennoch war das alles so real und typisch Geschwister eben gemacht. Ich habe viel in den beiden wiedererkannt, was ich selber erlebt habe. Das Gerangel und das Gestreite war sehr humorvoll und ab und zu eben auch etwas egoistisch.

Die Idee mit dem Interrail fand ich megaaaaaa genial. Ich bin eh ein Fan von Road-Trips und hier war das mal was anderes und startete auch noch auf deutschem Grund und Boden. Außerdem wurde es erst so richtig cool, als diese Wette zwischen Jungs und Mädchen anfing und es hieß, Team gegen Team. Die Autorin hat hier auch viel von den Orten und Städte beschrieben, an denen wir uns zwischenzeitlich befinden, weshalb man gut ein Gefühl für alles bekommen hat.

Der Grund, warum mir das Buch nicht besser gefallen hat war die Liebesgeschichte mit Juli und das dazu passende, kitschige Happy End. Wie gesagt, jüngere Mädchen finden das sicher ganz prima, aber ich finde ein bisschen mehr Zeitraum, ein paar Entwicklungen mehr und schon wäre alles irgendwie besser gewesen. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich so schwer verstehe, wieso sich manche Figuren immer so rasch verlieben und schmachten.



Kommentare:

  1. Ist mir auch schon aufgefallen, dass in Büchern mit jüngerem Zielpublikum immer so ein super duper über Happy End vorhanden ist.
    Hab gerade vom Verlag aus bei einer Leserunde zu einem der Freche Mädchen - Freche Bücher Teile mitgemacht, und da war's ganz genauso!
    Die beiden Figuren lernen sich kennen und zack! verliebt! Und NATÜRLICH kommen sie am Ende zusammen! Anders geht's ja gar nicht :D
    Früher fand ich solche Bücher ganz toll, aber heute ist das für mich irgendwie zu wenig Entwicklung und zu fixe Liebesbekundungen.
    Tjaja, die Ansprüche steigern sich :D
    Liebe Grüße,
    Hannah

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  2. Bei "Wie wir uns aus Versehen verliebten" kann ich dir in JEDEM Punkt zustimmen! Ich konnte da nicht mal Freunschaft erkennen, geschweige denn Liebe. Stattdessen fand ich die Heldin auch sehr nervig und beide von der Grundstimmung her zu aggressiv. Das war aber auch schon das höchste an Gefühl ^^

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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