Freitag, 19. September 2014

[Keine Rezension] Falling Into Place, On The Fence & Wer weiß, was morgen mit uns ist


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen. Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)




On the day Liz Emerson tries to die, they had reviewed Newton’s laws of motion in physics class. Then, after school, she put them into practice by running her Mercedes off the road. 

Why? Why did Liz Emerson decide that the world would be better off without her? Why did she give up? Vividly told by an unexpected and surprising narrator, this heartbreaking and nonlinear novel pieces together the short and devastating life of Meridian High’s most popular junior girl. Mass, acceleration, momentum, force—Liz didn’t understand it in physics, and even as her Mercedes hurtles toward the tree, she doesn’t understand it now. How do we impact one another? How do our actions reverberate? What does it mean to be a friend? To love someone? To be a daughter? Or a mother? Is life truly more than cause and effect?



Falling Into Place ist ein Buch, das mich allein wegen des Covers sofort angesprochen hat. Der Kurzbeschreibung nach, weiß man eigentlich worum es geht und...eigentlich weiß man es nicht. Im Grunde ist der Roman eine Geschichte über ein Mädchen, das sich aus persönlichen Gründen umbringen möchte bzw. diesen Versucht gewagt hat. Wie das Ganze ausgeht, verrate ich an dieser Stelle nicht. Das Buch ist aus der Sicht einer Person geschrieben, die sowohl die Vergangenheit, als auch die Gegenwart und kleine "Snapshots" = Wichtige Sequenzen aus dem Leben von Liz Emerson, schildert. Bis zur letzten Seite weiß man aber nicht, wer diese Person ist und die Auflösung des Ganzen fand ich wirklich überraschend.


Amy Zhang kann wahnsinnig, WAHNSINNIG gut schreiben. Von der ersten Seite an hatte das Buch so viel Ausdruck und Atmosphäre, dass ich trotz meiner anfänglichen Verwirrung kaum aufhören konnte zu lesen. Ich wurde in das Buch hinein gesogen und wollte nicht mehr aus der Geschichte auftauchen. Besonders durch die kurzen Kapitel und den Aufteilung der Geschehenise, ist das Buch außergewöhnlich. Wir schauen als stiller Beobachter zu, wie der Unfall das Leben der Personen um Liz herum beeinflusst, wie viele Menschen tatsächlich von ihrem Tod betroffen sein würden, denn die meiste Zeit hängt Liz´ Leben im Krankenhaus am silbernen Faden...wir treffen ihre Freunde, ihre Mutter, Klassenkameraden. Wir sehen, welche Fehler sie gemacht hat und wir erfahren, was alles in Liz´ Kopf vor sich gegangen ist. 

Es ist schwer zu sagen, dass man hier mit den Charakteren mitfühlen kann. Liz ist eben eine typische High School Queen, die andere mobbt und sich betrinkt, aber trotzdem so etwas wie ein Gewissen hat. Im Buch gab es viele Probleme, welche von der Autorin aber immer nur angeschnitten wurde. Aber das war auch nicht die Botschaft dahinter. Man soll die Figuren nicht mögen, man soll kein Mitleid haben. Eigentlich ist das ganze Buch eine offene Art, den Leser zum nachdenken zu bringen. Und das tut man. Man denkt eine Menge nach. Man denkt. Man fragt. Man fühlt.

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)





For sixteen-year-old Charlotte Reynolds, aka Charlie, being raised by a single dad and three older brothers has its perks. She can outrun, outscore, and outwit every boy she knows—including her longtime neighbor and honorary fourth brother, Braden. But when it comes to being a girl, Charlie doesn't know the first thing about anything. So when she starts working at chichi boutique to pay off a speeding ticket, she finds herself in a strange new world of makeup, lacy skirts, and BeDazzlers. Even stranger, she's spending time with a boy who has never seen her tear it up in a pickup game.

To cope with the stress of faking her way through this new reality, Charlie seeks late-night refuge in her backyard, talking out her problems with Braden by the fence that separates them. But their Fence Chats can't solve Charlie's biggest problem: she's falling for Braden. Hard. She knows what it means to go for the win, but if spilling her secret means losing him for good, the stakes just got too high.


THIS WAS CUTE AS SUGAR! 


On the Fence ist der zweite Contemporary Roman von Kasie West und ich war total neugierig auf das Buch. Ihr anderes hat mir nicht so gut gefallen und hier ging es mir leider wieder ähnlich. Ich habe das Gefühl, das Kasie West besonders wundervolle Anfänge schreiben kann und ab dem Mittelteil sackt dann einfach alles ab. Woran das liegt? An dem Plot. Eindeutig. Die Charaktere sind nämlich alle sehr sympathisch gewesen. Charlie ist ein humorvolles, starkes Mädchen, das mit ihrer Art bei mir punkten konnte. Sie ist bescheiden, bodenständig, aber keineswegs auf den Mund gefallen. Das lag sicher daran, dass sie mit drei Brüdern aufgewachsen ist. Die Beziehung der Geschwister im Buch fand ich sehr gelungen dargestellt und ich mochte Charlies komplette Familie echt gern.

Ich finde auch, das Kasie West, was das Genre angeht immer wieder so kleine, feine Ideen hat, die es bisher noch nicht gab. Zumindest habe ich diese noch nirgends gelesen und ich lese momentan eine Menge Contemporary. Das hat der Geschichte frischen Wind verliehen. Charlie verliebt sich dann über "Fence Talks" in ihren Nachbarn und das war sooooooooo süß gemacht einfach nur. THE FEELS, Leute..echt Zucker!

Neben neuen Freundschaften, frechen Sprüchen und jeder Menge Bromanze unter Charlies Brüdern, kommt alles andere aber viel zu kurz. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, als habe die Autorin am Ende mitten in der Geschichte aufgehört. Es gibt halt so ein Geheimnis, das jeder außer Charlie kennt und später eben ans Licht kommt...das hat mir einfach Null gefallen. Die Umsetzung war wirklich, wirklich schlecht und sehr unrealistisch. Genau wie bei The Distance Between Us fehlte dem Buch eben ein guter Abschluss und ein Schuss Realismus.

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)





Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …


Ich habe bisher noch kein Buch von Ann Brashares gelesen, aber eine Freundin von mir hat mir die Autorin immer empfohlen. Bisher hat sie eher Contemporary geschrieben und Wer weiß, was morgen mit uns ist, ist ihr erster Roman, der dystopische Ansätze hat. Ich war vom Buch leider sehr enttäuscht. Zunächst einmal fand ich den Gedanken hinter der Idee echt nicht schlecht. Eine Zukunft, in der ein Virus die Menschen dahin rafft und eine Geheimgesellschaft, die Leute in der Zeit zurückschickt, um in der Vergangenheit herumzupfuschen...dennoch war es nur der Grundgedanke, der interessant klang, denn auf den ersten Seiten war schnell klar, dass das Buch sehr unausgereift ist. 

In vielen Dystopien werden einem ja erst nach und nach Informationen zuteil, aber hier waren die einfach mangelhaft. Die Autorin erklärt mehr schlecht als recht, wie ihr System funktioniert und dem Leser bleibt der Sinn dahinter echt schleierhaft. Dutzende Fragen haben die Story somit total verdorben. Es ging einfach gegen jede Logik, was sich hier abgespielt hat. Die exakten Gründe für die Zeitreisen, sowie die Motive der Personen liegen im Dunkeln und man kann einfach keine Geschichte lesen, ohne die Idee der Autorin begreifen zu können.

Dazu kommt, dass die Charaktere alle ziemlich oberflächlich waren. Die Protagonistin war mir echt unsympathisch, weil sie wie eine Heilige dargestellt wurde, die nichts falsch machen kann. Mich hat sie einfach nur mit ihrer Art genervt. Und dann diese schreckliche Insta-Love. Die beiden verbindet ein absolut bescheuertes Ereignis aus der Vergangenheit, was aber auch Null die Gefühle füreinander erklärt. In den Nebenfiguren habe ich auch nichts Bemerkenswertes finden können. Das Problem, was ich immer habe, wenn ich Charaktere nicht mag ist, dass mich das Buch gleich weniger unterhält. Die Lücken im Plot und die mangelnde Spannung haben die Story sehr schleppend gemacht.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir allerdings ganz gut und auch einige Ansätze waren nicht schlecht. Leider besteht das Buch zu 85% aus verschenktem Potenzial und die wenigen Dialoge und Kapitel, die ich ganz nett fand reichten nicht aus, damit ich eine bessere Wertung geben kann.


1 Kommentar:

  1. Hey,
    das erste Buch klingt echt gut und ist auf meine WL gewandert.

    lg. Tine =)

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