Mittwoch, 29. Oktober 2014

[BUCHREZENSION] Mythos Academy #6 - Frostkiller



Titel: Frostkiller
OT: Killer Frost
Autor/in: Jennifer Estep
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Mythos Academy #6
Zur Verlagsseite:







Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Bluff City, Tennessee. Bei Piper erschien bisher ihre All-Age-Serie um die »Mythos Academy« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.




Deutsch
Broschiert/ 16,99€
Seiten: 432
Verlag: IVI


Englisch
Gebunden/ 14,81€
Taschenbuch/ 7,30€
Seiten: 354
Verlag: Kensington






Solider Abschluss, einer unterhaltsamen Reihe.


Kurzbeschreibung

Mit großer Spannung fiebern die Fans Gwen Frosts letztem Abenteuer entgegen. Ein für alle Mal muss das Gypsymädchen dem Chaosgott Loki die Stirn bieten. Wird sie ihn bezwingen können? Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber niemand weiß auch besser als Gwen Frost, dass sie keine Wunderwaffe ist - nur das komische Gypsymädchen, über das alle heimlich lästern. Zwar hat sie ihre Psychometrie, ihr sprechendes Schwert Vic, ihre Freunde und vor allem den Spartaner Logan Qinn an ihrer Seite, doch Gwen wird von Vorahnungen ereilt, und die verheißen nichts Gutes. Aber für Selbstzweifel bleibt keine Zeit, als einer der ihr wichtigsten Menschen in Lebensgefahr gerät. In Gwen erwacht eine brennende Entschlossenheit - sie ist bereit, alles zu geben. Und wenn es sie das Leben kosten sollte ...
Buchgestaltung
Die englische Cover haben mir nie gefallen. Ich finde sie wirklich grauenhaft und bin froh, dass der IVI Verlag die Motive geändert hat. Zwar haben die Augen nicht mehr viel mit den Figuren gemeinsam und warum man den Titel umstellen musste, verstehe ich auch nicht so ganz, aber insgesamt macht die Aufmachung doch einiges her, besonders im Vergleich zu den Originialcover xD
Meinung

Mythos Academy ist eine Reihe, die mich jetzt einige Zeit lang begleitet hat. Ich fand nicht immer alle Bände durchgehend super, aber alles in allem konnten mich die Bücher immer unterhalten. Jennifer Estep hat eine Welt und Figuren erschaffen, die mir irgendwie ans Herz gewachsen sind, aber auch bei diesem letzten Band habe ich festgestellt, dass sie ihrem Stil treu geblieben ist. Bedeutet? Wenn ihr die Bücher verschlungen habt, werdet ihr den Abschluss lieben. Wenn ihr etwas kritischer seid und so wie ich ab und zu Probleme mit der Reihe hattet, dann wird sich das hier (leider) auch wieder durchsetzten. Der Abschied einer Reihe ist immer ein kleines Event für Leute die gerne Lesen und so war das in diesem Teil auch.

Wir bleiben immer noch in der Welt der Mythos Academy und nach dem die Katze nun aus dem Sack ist gibt es dementsprechend auch nichts Neues mehr. Loki ist und bleibt der Endgegner von Gwen und zusammen mit ihren Freunden bereitet sie sich auf das finale Battle vor. Was mich mal wieder richtig genervt hat waren die endlosen Wiederholungen. Auch bei diesem letzten Band hat die Autorin jede noch so winzige Information wiederholt und ich habe teilweise ein paar Seiten übersprungen. Dadurch war der Einstieg ins Buch nicht gerade der Beste für mich. Danach ging es jedoch gleich etwas actionreicher los und die Schnitter greifen wieder an. Die Kämpfe waren mal wieder das Highlight im Roman. Ich fand es ziemlich schade, dass die Autorin diese nicht genauer beschrieben hat, sondern es immer nur klink klank klonk hieß, anstatt mal ein paar mehr Details zu den Bewegungen der Leute. Dennoch hat Jennifer Estep schnell das Tempo angekurbelt.

Eigentlich besteht das ganze Buch aus diesen kleinen spannenden Sequenzen und jenen, die sich für meinen Geschmack einfach zu sehr gezogen haben. Gwen und ihre Freunde sitzen lange Zeit nur herum und wissen sich nicht zu helfen und das hatten wir ja alles schon einmal und ich fand es einfach nicht mehr unterhaltsam genug, als dass es mich fesseln konnte. Vor allem die Alltagsprobleme, die hier in den Vordergrund gedrängt wurden, waren mir oft zu viel. Dates und all so ein Kram im Angesicht von Krieg und Tod? Also das war schon wirklich weit hergeholt.

Nichtsdestotrotz waren mir die Charaktere wie immer sympathisch. Gwen, Logan, Daphne oder Carson, sie sind alle mit an Board gewesen und mir gefiel es, dass die Autorin ihnen alle eine Rolle hat zukommen lassen. Allgemein hatte Freundschaft immer einen hohen Stellenwert in der Mythos Academy Reihe und das war einer ihrer größten Pluspunkte. Stärke durch Zusammenhalt – so muss das sein!

Die Szenen bezüglich der Liebesgeschichte waren ebenfalls sehr süß, auch, wenn Gwen und Logan nicht so viel Zeit gemeinsam hatte, wie man das aus den anderen Büchern gewohnt ist (ausgenommen Band 5 xD) aber irgendwie war es auch verständlich, dass Logan nach all den Ereignissen der Vergangenheit etwas zurückhaltender ist. Das fand ich sogar erstaunlich gut gemacht.

Das ganze Ende bzw. der große Kampf zum Schluss lässt mich allerdings zwiegespalten zurück. Ich bin ein großer Fan von Harry Potter und die Lösung, die Gwen hier am Ende als Champion von Nike nimmt, ist dem letzten Band in Hinsicht auf Harry und Voldemort (hier eben Gwen und Loki) so ähnlich gewesen, dass ich schon etwas stutzig geworden bin. Ich finde es nie gut, wenn irgendwo etwas kopiert wird, aber hier waren die Paralellen schon arg an meiner Schmerzgrenze, muss ich leider sagen. Die Gegenspieler waren für mich nie besonders authentisch gewesen, aber das ist ja noch mal eine ganz andere Sparte. Dennoch hat das alles auch irgendwie gut zum Abschluss gepasst, aber Jennifer Estep hätte sich meiner Meinung nach etwas Innovativeres einfallen lassen können. Ganz überzeugen konnte sie mich mit der Nummer nämlich nicht.

Gefallen hat mir wiederum, dass das Buch noch eine Weile weiter geht und zeigt, wie es den Charakteren erging. Zum Schluss folgt wie immer das Glossar und jede Menge Extras, die man hier aber auch gut hätte weg lassen können. Beim Lesen hat es mich etwas irritiert, weil ich dachte, es würden noch ein paar Kapitel kommen.




Der letzte Band der Mythos Academy Reihe war ein solider Abschluss. Fans werden ihn lieben und etwas kritischere Leser werden die selben Stärken und Schwächen erkennen, wie bei den Vorgängern. Alles in allem ist die Reihe aber sehr unterhaltsam und Gwen eine sympathische Protagonistin, die es auch bis zum Schluss bleibt.


[BUCHREZENSION] Wunderbare Wünsche



Titel: Wunderbare Wünsche
OT: The Art of Wishing
Autor/in: Lindsey Ribar
Genre: YA, Contemporary, Fantasy
Buchreihe: The Art of Wishing #1
Zur Verlagsseite:





Lindsay Ribar grew up in New Jersey, where the only logical thing to do after high school was to move to New York. She majored in drama and English literature at NYU, and now works in book publishing, where she reads other people’s novels by day and writes her own by night. She owns approximately twelve bazillion CD’s, attends far too many concerts, and mainlines nerdy television shows like it’s going out of style. She is fond of wine, Ireland, musicals, long walks around Manhattan, and the color blue.




Deutsch
Broschiert/ 14,95€
Seiten: 336
Verlag: IVI


Englisch
Gebunden/ 12,57€
Taschenbuch/ 7,60€
Seiten: 336
Verlag: Speak







Mehr Contemporary als Fantasy, aber ich mochte es :)



Kurzbeschreibung

Margo McKenna hat so ziemlich alles im Griff, doch als Oliver auftaucht, ändert sich das schlagartig, denn Oliver ist nicht bloß irgendein gut aussehender Junge, sondern ein Flaschengeist. Trotz der drei Wünsche, die Margo nun frei hat, gerät sie schnell in ernste Bedrängnis: Olivers Erzfeind hat es plötzlich auch auf sie abgesehen. Als Margo zufällig einen Ring findet, ahnt sie nicht, dass sie damit einen Flaschengeist der besonderen Art an sich gebunden hat: Oliver. Er ist weder aus blauem Nebel noch trägt er einen Turban. Stattdessen ist er überaus stofflich - und gut aussehend! - und verwirrt Margo völlig. Es scheint, als könne er mit seinen wundervollen Augen direkt in ihr Innerstes sehen - was Margo um jeden Preis vermeiden will! Auch drei Wünsche können sie nicht davon abhalten, sich ständig Gedanken über ihn zu machen. Aber dann taucht Olivers Erzfeind Xavier auf, der Jagd auf Dschinn macht, und auch Margo bedroht. Langsam wird ihr klar, dass es mehr als drei Wünsche braucht, um Oliver zu retten. Viel mehr ...
Buchgestaltung
Die englische Gestaltung passt sehr gut zum Buch, besonders die Gitarre. Und mir gefällt, dass man nicht die Gesichter sieht, sondern alles etwas leerer ist. „The Art of Wishing“ gefällt mir als Titel allerdings nicht so gut, wie der deutsche „Wunderbare Wünsche“. Irgendwie hat dieser etwas richtig schön Schwungvolles, das man sich viel besser merken kann und meiner Meinung nach auch besser zur Geschichte passt. Das deutsche Motiv ist auch ganz süß geworden. Ich mag beide Aufmachungen.
Meinung

Wunderbare Wünsche war etwas anders, als erwartet, aber immer noch gut. Ich dachte nach dem Klappentext, dass es im Buch etwas mehr um die Wünsche gehen würde, aber im Grunde sind diese eben an die eigentliche Haupthandlung angeknüpft: Margos Leben. Ich hatte damit keine Probleme, da ich sowieso sehr gerne Contemporary lese und die Handlung eben auch genau so aufgebaut war. Margo lernt zwar recht schnell Oliver kennen und findet heraus, dass er ein Dschinn ist, aber ihre Wünsche hebt sie sich wirklich sehr, sehr lange auf.

Was mir dabei richtig gut gefallen hat war der Schreibstil. Er war flüssig, humorvoll und wirklich flott zu lesen. Obwohl der Roman doch etwas länger ist, flogen die Seiten nur so dahin – Dabei gab es zunächst gar nicht viel zu erleben. Margos große Leidenschaft ist es, Musik zu machen. Sie selber spielt Gitarre und schreibt Lieder, aber irgendwie fehlt ihr noch das gewisse Extra dabei. Natürlich ist es demnach ihrer großer Traum dieses Hobby irgendwann zum Beruf zu machen. Alles setzt bei einer Szene an, in welcher der Theater-Club ihrer Schule für ein Stück Vorsprechen/singen hat. Jemand anderes, der deutlich weniger Talent hat als Margo bekommt die Rolle und schon ist sie auf der Fährte der Gewinnerin und kommt so auf das Geheimnis. Geheimnis ist vielleicht auch etwas übertrieben, denn Oliver ist recht offen, was sein Dasein und auch die Regeln dazu angeht. Für mich war das ein weiter Pluspunkt, weil es im ganzen Buch nie dieses Drama um ein Geheimnis gab, das später Protagonisten auseinanderdrängt oder dergleichen. Die beiden waren immer offen und ehrlich zueinander und das war eine tolle Basis für Vertrauen und der Grundstein für eine Beziehung, deren Entwicklung man gerne zusah.

Wie gesagt, nehmen die Wünsche und demnach Magie einen recht kleinen Teil ein. Margo schlägt sich mit ihrer Familie und ihren Freunden herum. Dabei gab es jede Menge Konflikte, die vor allem sie selber betreffen und immer wieder in Versuchung führen ihre Wünsche zu benutzten. Sie hat aber nur drei und während man dem Geschehen folgt kommen sie und Oliver sich auch immer näher.

Etwas schade fand ich, dass die Romanze im Buch doch recht zügig vorgeht. Es gab einige süße Szenen, aber die Liebe, die beide sich schwören habe ich ihnen nicht sofort abgekauft. Allerdings ist es später so, dass man immer besser verstehen kann, warum die beiden sich mögen. Man könnte also sagen, das Vorspiel, dass normalerweise in Jugendbüchern dominiert ist hier leider kaum da, dafür aber die Zeit des Zusammenseins umso länger. Das war halt mal etwas anderes. Weil ich Margo und Oliver so mochte konnte ich da auch ein Auge zudrücken.

Das Buch schafft es aber recht gut einen immer mal wieder zu überraschen. Es gab viele kleine Höhepunkte, die teilweise unerwartet und aus dem Nichts kommen. Diese Szenen waren dann auch immer besonders spannend gemacht und in der Mitte gab es eine große Überraschung, sodass ich doch noch richtig gefesselt wurde. Die Autorin hat zudem ein richtiges Finale eingebaut, dass mit einem Ende abschließt, welches einen sehr neugierig zurücklässt und auf mehr hoffen lässt. Da es sich hierbei um eine Dilogie handelt, bin ich wirklich gespannt, wie es wohl weiter gehen wird! Einige Fragen wurden noch nicht geklärt und ich ahne so einiges.

Was ich ziemlich schade fand war, dass es keine Nebenfiguren gab, die etwas mehr in den Plot involviert waren. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin Margos Leben etwas mehr ausschmückt und sich nicht nur so enorm auf die Musik fixiert. Das war noch so eine Sache. Es wird viel über Musik gesprochen, aber die Kapitel in denen Margo tatsächlich aktiv etwas in dem Bereich tut waren dann doch verhältnismäßig rar. Oliver hat als Dschinn ja leider so gar keine Hobbies, die ihn irgendwie ausmachen hätten können. Obwohl er mir auf seine eigen Art sympathisch war (durch seine Einstellung und die coolen Dialoge mit Margo) hätte die Autorin etwas mehr aus seinem Hintergrund herausholen können. Die Idee mit den Dschinns war nämlich wirklich nicht neu, sondern genau so simpel, wie man sie kennt.




Wunderbare Wünsche ist alles in allem ein wunderbar leichtes Buch für zwischendurch. Man findet sich gut in die Geschichte hinein, mag die Charaktere augenblicklich und fühlt sich einfach wohl mit ihnen. Obwohl der Fantasy-Aspekt eher gering ist, langweilt man sich trotz Normalität nicht. Die Autorin hätte allerdings ein paar mehr Details oder neue Ideen in ihre Geschichte stecken können, dann wäre sie noch besser bei mir angekommen, denn so hebt sich der Roman von anderen seines Genre nicht besonders deutlich ab. Wer auf der Suche nach ein paar süßen Lesestunden ist – Einmal zugreifen!


[BUCHREZENSION] Ödland - Der Keller


Titel: -
OT: Der Keller
Autor/in: Christoph Zachariae
Genre: All Age, Endzeit, Dystopie
Buchreihe: Ödland #1
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Christoph Zachariae wird 1972 als Sohn eines Flugzeugingenieurs und einer Lehrerin in Bremen geboren. Vom Vater übernimmt er die Begeisterung für Technik und Raumfahrt, von der Mutter die für Kunst und Museen.

Im Alter von 12 Jahren schreibt er die erste Kurzgeschichte. Ab 1993 studiert er Filmwissenschaften und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und realisiert Fotoausstellungen. Aus eigenen Drehbüchern entstehen Kurzfilme, die auf zahlreichen Festivals laufen. 1996 wechselt er an die Filmakademie Ludwigsburg und schließt ein Regiestudium ab. Seine Leidenschaft gehört der Phantastik und der dunklen Seite der menschlichen Seele.


Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Hier entstehen u.a. die Hörbücher für die mehrfach preisgekrönte Thriller-Serie DARKSIDE PARK. Neben Drehbüchern für Kinofilme schreibt Christoph Zachariae für deutsche TV-Serien und produziert eigene Kurzfilme. Christoph Zachariae arbeitet am dritten und vierten Band der ÖDLAND-Reihe. 'ÖDLAND Drittes Buch Die Fabrik am Fluss' und 'ÖDLAND Viertes Buch Viktoriastadt' erscheinen in den kommenden Jahren.




Deutsch
Ebook/ 2,99€
Seiten: 257
Verlag: Lucid Dreams




Englisch
Deutsches
Original!




Interessanter Mix aus Endzeit und Dystopie! 


Kurzbeschreibung

Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND. Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.

Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.


Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen. Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.
Buchgestaltung
Mir gefällt das Cover wirklich sehr gut. Es passt zur düsteren Atmosphäre des Romans und ist mal ein etwas anderes Motiv, dass nicht nur Gesichter zeigt, die überhaupt nicht zum Inhalt passen. Mich hat es sofort angesprochen. Die ganze Reihe „Ödland“ zu nennen, finde ich auch sehr passend, ebenso wie der Titel des ersten Bandes „Der Keller“ umreißt die Begebenheiten perfekt. Alles in allem ist die Aufmachung gelungen und detailreich und dafür gibt es schon mal Punkte.
Meinung

Als ich damals in die Leseprobe hineingeschnuppert habe, gefiel mir sofort der Stil des Autors. Ich bin froh, dass es auch das ganze Buch über so geblieben ist. Zwischen tadellosen Beschreibungen, durchdachten Dialogen und einer Menge Zweideutigkeit hat der Autor es geschafft mir den Einstieg ins Buch sehr leicht zu machen. Inzwischen gibt es ja haufenweise Endzeitromane/Dystopien, aber die Idee, die Christoph Zachariae hier verwendet war mir dank vieler ausgeprägter und innovativer Einfälle doch neu. Das ganze Setting wurde gut erklärt und im Grunde wurde man als Lese direkt hineingeworfen. Die Aussichten, die geschildert werden, waren teilweise so realistisch gemacht, dass man sich bestens vorstellen konnte, so würde es irgendwann einmal bei uns aussehen. Das gefiel mir wirklich wahnsinnig gut und ich habe mich trotz der Umstände wohl in der Story gefühlt.

Interessant ist, dass man zunächst einen verwahrlosten Mann kennenlernt und nicht die typische 0815 Protagonistin. Mag sein, dass es vor allem daran liegt, dass der erste Band der Ödland Reihe nicht nur Jugendbuch, sonder eher All-Ager-er ist. Ich fand es jedoch sehr angenehm direkt mit solch hartem Eleben konfrontiert zu werden, als dem blödsinnigem Quatsch, den junge Mädels in den ganzen Jugendbücher heute so von sich geben. Nicht, dass ich Hagen leiden sehen wollte, aber somit war meine Neugier direkt geweckt und auch eine Menge Spannung augenblicklich vorhanden. Ich wollte wissen, wohin seine Reise führt und wie es ihm dort ergehen wird. Die Siedlung ist ein Ort, der Hagen Sicherheit bieten soll, ein Ort für gestrandete Menschen, die überleben wollen und daher könnt ihr euch wohl bestens vorstellen mit welcher Dramatik das Buch hier startet.

Nebenbei fließen weiter Informationen zum Geschehen ein und bieten Einblicke in die Vergangenheit und die Auslöser und Zerstörer der jetzigen Welt. Obwohl ich nie ein Fan von solchem Info-Dumping bin, hat der Autor es doch geschafft sich relativ kurz zu halten und das Wichtigste: Die Handlungsstränge waren logisch durchdacht. Eines sollte euch aber auch gleich klar sein: Dieser Roman macht dem Namen Apokalypse/Endzeit alle Ehre. Viele Stellen waren ziemlich brutal und nichts für zart besaitet Leser! Ich finde so etwas auch immer recht schockierend, aber anderseits macht das auch gerade den Reiz an solchen Romanen aus. Es ist eben nicht immer alles wunderbar und super, besonders nicht, wenn Menschen ums überleben kämpfen. Neben Hagen gibt es auch noch andere Figuren, die eine Rolle spielen. So auch Mega (das Mädchen vom Cover), welche in „dem Keller“ lebt, der eine Art Blase darstellt, in der die Leute leben, ohne wirklich Kontakt zu Außenwelt zu haben.

Megas Charakter war mir auch sehr sympathisch. Da ich selber noch etwas jünger bin, konnte ich ihren Part auch immer etwas besser verstehen, als den von Hagen. Dennoch fand ich es gut, dass es dank der Wechsel der Handlungen immer viel Abwechslung gab. Ehrlich gesagt, war ich nicht immer ein Fan davon, zumal mir einige Passagen mit Hagen etwas langatmig vorkamen, aber das ist ja auch immer persönliches Empfinden. Vielleicht lag es auch daran, dass Mega sich einer anderen Art von Gefahr gegenübersieht, als Menschen im Keller verschwinden und dieser Teil der Geschichte etwas mehr auf die Psyche drückt.

Leider kam mir einige der Mysterien etwas zu knapp. Dank des flotten Schreibstils des Autors und den vielen unterschiedlichen Ansätzen im Buch gab es einige Stellen, von denen ich mir gewünscht hätte, sie wären etwas ausführlicher beschrieben worden und andersherum, einige, die ich nicht so gelungen fand. Die Figuren machen eben eine Entwicklung durch und ich bin nicht immer damit klar gekommen. Trotzdem waren es auch die Ecken und Kanten, die mich faszinieren konnten. Hatte das Buch auch einige aufs und ab, so fand ich es zusammenfassend echt gut.




Der erste Band der Ödland-Reihe besticht durch eine Menge Action und Spannung. Der Autor beschönigt nichts und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es in seinem Roman heiß hergeht. Konstante Unterhaltung mit gut ausgearbeiteten Figuren machen das Buch wirklich unterhaltsam. Für meinen Geschmack gab es leider auch einige Längen, etwas zu viel Rätsellei und hin und wieder zu wenig Beschreibungen. Dennoch ist Ödland ein gutes Buch für alle, die mal über den Tellerrand der Mainstream Bücher hinaus blicken möchten. 


Montag, 27. Oktober 2014

Show You Shelf Auslosung


Am 24. Oktober ging die Show Your Shelf Aktion zu Ende :) Amelie und ich möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken! Es war wirklich toll einen Blick in eure Regale werfen zu können :D Heute kommt auch schon die Auslosung der Bücher. Los geht´s!


Um diese Bücher ging es! 


Vor uns das Leben, geht an...



Wer weiß, was morgen mit uns ist, geht an...



Indigo geht an...



Ich und andere uncoole Dinge in New York geht an...



Zeitsplitter geht an...




Gratulation an alle Gewinner!!! :)


Bitte schickt eure Adresse entweder an
tanjasrezensionen@web.de ODER 
ameliesrezensionen@web.de


Danke an alle fürs Mitmachen! 


[BUCHREZENSION] The Jewel


Titel: -
OT: The Jewel
Autor/in: Amy Ewing
Genre: YA, Fantasy
Buchreihe: The Lone City #1
Englisch-Schwierigkeitsgrad:






Amy Ewing is the young adult author of The Jewel, the first in a trilogy from HarperTeen, coming out September 2014. She grew up in a small town outside Boston, where her librarian mother instilled a deep love of reading at a young age. Amy moved to New York City in 2000 to study theater at New York University. Unfortunately, her acting career didn’t quite pan out. She worked in restaurants, as an administrative assistant, a nanny, and a sales representative for a wine distributor before the lack of creativity in her life drove her to begin writing.




Deutsch
Bisher nicht übersetzt.
Genaueres unbekannt!

Englisch
Gebunden/13€
Taschenbuch/ 9,60€
Seiten: 386
Verlag: Harper






So viel verschenktes Potenzial tut weh...


Kurzbeschreibung

The Jewel means wealth, the Jewel means beauty—but for Violet, the Jewel means servitude. Born and raised in the Marsh, Violet finds herself living in the Jewel as a servant at the estate of the Duchess of the Lake. Addressed only by her number—#197—Violet is quickly thrown into the royal way of life. But behind its opulent and glittering facade, the Jewel hides its cruel and brutal truth, filled with violence, manipulation, and death.

Violet must accept the ugly realities of her life . . . all while trying to stay alive. But before she can accept her fate, Violet meets a handsome boy who is also under the Duchess's control, and a forbidden love erupts. But their illicit affair has consequences, which will cost them both more than they bargained for. And toeing the line between being calculating and rebellious, Violet must decide what, and who, she is willing to risk for her own freedom.
Buchgestaltung
Das Cover ist einfach wunderschön. Genau wie die Motive der Selection Reihe kann man es ja eigentlich gar nicht blöd finden xD Und The Jewel ist der Teil des Setting, in dem die Geschichte spielt, also passt dieser Titel wirklich wunderbar.
Meinung

The Jewel konnte mich anfangs wirklich positiv überraschen. Ich fand den Start des Buches wirklich richtig super. Die Städte, in der Welt des Romans sind immer nach Ringen eingeteilt, wobei "The Jewel" der innerste und der Wohnort der Reichen und Schönen ist. Die Protagonistin Violet wurde als kleines Kind bereits ausgewählt später einmal ein Surrogate zu sein. In dem Setting von Amy Ewing ist es nämlich so, dass die innere Schicht irgendwann an einem "Virus" erkrankte und deshalb nicht mehr in der Lage ist Kinder zu bekommen bzw. zu zeugen. Violet gehört zu den wenigen im Reich, die eine besondere Gabe haben. Sie und die anderen können Leben erschaffen, Gene verändern und werden deshalb ausgewählt, um später für die Leute im Jewel zu arbeiten. Und das klingt jetzt noch echt nett.

Die Wahrheit ist nämlich, dass Violet als Surrogate nicht mehr als ein Sklave ist. Von ihrer Familie getrennt und in einem Camp aufgewachsen, wo man sie unter Schmerzen ihre Fähigkeiten entwickeln ließ, ist es später ihre Bestimmung für eine reiche Frau der ihr Baby auszutragen. Violets Leben ist also alles andere als schön, als sie am Anfang des Buches ein letztes Mal ihre Familie sieht (wohlgemerkt nach vielen Jahren) und dann für immer abgeschoben wird, kaum mehr als ein Schatten.


Violet war mir auch wirklich sympathisch. Sie war vielleicht kein besonders starker oder kluger Charakter, aber ich mochte sie, weil sie eben ein gutes Herz hatte. Ich fand auch, dass einen zwar viele Sachen an anderen Bücher erinnern, so wie z.B. die Verschönerung vor der Auktion, aber dennoch waren die Parallelen nicht besonders ausgeprägt. Die Autorin hat meiner Meinung nach ein gut durchdachtes System erschaffen, das mich lange interessiert und auch unterhalten hat.  
Besonders, weil das Buch von der Atmosphäre und den Gepflogenheiten öfter mal etwas von Downtown Abbey hatte, fand ich das Ganze wirklich gut.

Leider merkt man schnell, dass die Handlung nur so vor sich her plätschert. Die Autorin hat zwar einen guten Job gemacht und die Nebenfiguren facettenreich beschrieben, aber es gab auch nicht wirklich etwas Neues und Aufregendes, so wie das zu Beginn der Fall war. Richtig enttäuscht war ich aber dann, als ab circa 70% des Buches die mega hyper krasse Instant-Liebe einzog. Bis dahin war das Buch bei mir noch solide 3 Sterne, aber das hat echt vieles ruiniert. Violet sieht ihn. Violet liebt ihn. Und umgekehrt geht es dem Auserwählten natürlich genau so. Hier wurden dann auch alle Klischees bedient, die mir so einfallen. Verbotene Liebe. Naives Mädchen. Böse Herrin. Alles fliegt irgendwann auf und das Drama nimmt seinen Lauf - Hey, das hat sich gereimt!


Ab einer gewissen Grenze konnte ich die dämlichen Dialoge, das dumme Gehabe und das Gesülze echt nicht mehr ertragen. Und dann gibt es da diese eine Szene, wo ich am liebsten aus dem Fenster springen wollte xD SO VERDAMMT DÄMLICH. Ich kann mich immer noch drüber aufregen!


Jedenfalls geht es dann am Ende Schlag auf Schlag und naja...das war mir einfach zu viel Drama. Too much. Over the Top. Wie man es ausdrücken will. Dabei hätte das Buch so gut sein können. Ein bisschen mehr Action, ein wenig mehr Spannung und ein etwas durchdachter Plot...aber nein, wieder einmal wurde Potenzial wegen Klischees verschwendet. SCHADE!



The Jewel ist unterhaltsam, besonders in seinen Anfängen. Violet kann man gut als Protagonistin akzeptieren und auch die Handlung ist wirklich nicht schlecht gemacht. Leider rutscht der Roman mehr und mehr in ein Ödland aus Langeweile und Klischees ab und besonders die Romanze vernichtet jegliches Potenzial, das es bis dahin gab. Und für diejenigen unter euch, die das hier vielleicht lesen wollen. Cliffhänger, Leute. Ich kann damit immer gut leben, vor allem, weil ich genau weiß, wie es weiter gehen wird. Sehr vorhersehbar, weshalb ich auch nicht weiter lesen werde. Empfehlung? Mh, bedingt. Aber für Fans von Selection ist das sicher was.


Sonntag, 26. Oktober 2014

Oktober Neuzugänge #3


Es ist mal wieder Zeit für neue Bücher...der Post wird lang, sag ich euch xD


Vier Printbücher haben es diese Woche zu mir geschafft :)


Zuerst erreichte mich Post aus dem IVI Verlag. Beide Bücher sind schon gelesen (YAY!) und werden in der kommenden Woche auch noch rezensiert. Wunderbare Wünsche fand ich wunderbar :P Der Abschluss der Mythos Academy Reihe war auch OK. Endlich durch mit der Reihe...irgendwie bin ich froh drüber xD


Cruel Beauty habe ich bei Tauschticket bekommen. Das Buch sieht nicht nur schön aus, es soll auch echt gut sein. Ich lasse mich mal überraschen :D Die Nacht hat Krallen hat mich sofort angesprochen, als ich es gesehen habe, also musste ich es haben. Bisher ist es auch echt interessant!

Und jetzt kommt der Teil mit den Ebooks. Ich hatte die Chance zu sehr guten Preisen meinen Reader mal zu füttern, also habe ich das auch getan. Einmal angefangen, war ich nicht mehr zu stoppen. Ich bin immer noch auf der Seite der Printbücher, aber ich habe eben auch festgestellt, dass ich oft Bücher kaufe, die ich nicht so gut finde, als das ich sie auch im Regal haben will. Meistens werden die dann wieder verkauft und naja...mit Ebooks hat man das Platzproblem nicht und jetzt, wo das Semester an der Uni wieder angefangen hat und ich viel pendle ist mein Reader eben mein neuer bester Freund. Zumindest außerhalb von zu Hause. Jede Zugfahrt wird so zum Genuss :D Ok, genug gelabbert xD


Den ersten Teil von Croak fand ich so gut, dass ich Band 2  und 3 bald lesen will. Ich glaube, man sollte echt nicht so lange warten, wenn man etwas toll fand und es die Fortsetzungen schon gibt. Rooms von Lauren Oliver. Da ich Panic sehr mochte, will ich auch ihr neuestes Werk gerne lesen. Something Real und Exquisite Captive sind beide von derselben Autorin und ich fand sie beide sooooooo ansprechend. Da mir aber die HC doch etwas zu teuer sind und die TB da fast mithalten können, sind es eben die Ebooks geworden. The Jewel ist meine aktuelle Lektüre und das Buch konnte mich bisher positiv überraschen :)

Ich habe mir aber bei allen Büchern fest vorgenommen: Wenn sie mir richtig, richtig zusagen, werden sie auch noch als Print bei mir einziehen. Das wäre ja was für die Weihnachts-Wunschliste und sehr Sub-freundlich xD


Whatever Life Throws At You ist das neue Buch von Sturz in die Zeit Autorin Julie Cross und Contemporary. Mich haben Cover und Kurzbeschreibung sofort in ihren Bann gezogen, aber da das TB nirgendwo auf Lager ist - Ebook. Eine neue Devise xD Son of War, Daughter of Chaos von Janette Rallison (Lieblingsautorin) gibt es nur als Ebook, da hatte ich keine Wahl. I´ll Give You The Sun klang auch richtig klasse und besonders Booktuber sind davon begeistert, also mal schauen :)


Stolen Songbird wurde mir mal von Conny (Lesestube) empfohlen und endlich durfte es bei mir einziehen. Love Letters to the Dead hat eher durchwachsene Kritiken erhalten und da ich das Cover nicht wirklich mag, habe ich auch das Ebook gewählt. The Heiresses hatte als HC/TB auch so herbe Preise, dass ich mir ebenfalls lieber das Ebook zugelegt habe. Ich mag Sara Shepard und hoffe, das hier kann mich überzeugen :D Free To Fall hat mich schon etwas länger interessiert und im Rausch kam es dann mit. Illusions of Fate habe ich trotz des schönen Covers auch lieber auf dem Reader, weil ich zwar Kiersten White´s Paranormalcy Reihe toll fand, ihre anderen Bücher aber nicht. Die Chancen stehen also 50:50 und daher wollte ich nicht direkt ein HC xD und dann gab es noch The Vault of Dreamers. Klingt spannend und wird dann mal wie die anderen gehortet.

Nun bin ich Besitzerin eines Ebook-SuBs, Leute xDD