Sonntag, 5. Oktober 2014

[BUCHREZENSION] Wie Sterne so golden



Titel: Wie Sterne so golden
OT: Cress
Autor/in: Marissa Meyer
Genre: YA Fantasy, Sci-Fi
Buchreihe: Luna Chroniken #3
Zur Verlagsseite:






Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.




Deutsch
Gebunden/ 19,90€
Seiten: 608
Verlag: Carlsen


Englisch
Gebunden/ 13,39€
Taschenbuch/ 8,00€
Seiten: 552
Verlag: Feiwel & Friends







Wundervoller dritter Band, wo bleibt der vierte? :)


Kurzbeschreibung

Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?
Buchgestaltung
Ich mag nach wie vor beide Cover sehr gerne. Das deutsche Cover hat Rapunzels Zopf als Symbol und wie auch bei den Vorgängern glänzt der Schutzumschlag wunderschön. Den Titel mag ich auch ganz gern. Bei den englischen Ausgaben, passt aber alles noch einen Ticken besser zusammen. Mit all den Details ist das Motiv einfach wunderschön und da die Bücher immer nach den Heldinnen benannt sind, hat die Autorin dabei auch nichts falsch gemacht. Beide Aufmachungen sind Top!
Meinung

Hachja...war das gut! Marissa Meyer hat auch in ihrem dritten Buch so viel Action, Spannung und Humor auf die Geschichte verteilt, dass man als Fantasyfan gar nicht anders kann, als das Buch/die Reihe zu mögen. Dieses Mal drehte sich alles um Cress, die wir bereits kurz in Band zwei kennenlernen durften. Sie lebt eingesperrt in einem Satelliten und hat nur eine Aufgabe: Finde Cinder/die Prinzessin. Aber stattdessen hilft sie den anderen Figuren im Stillen nicht entdeckt zu werden. Cress Gegenpart in diesem Buch ist Thorne, von dem sie sich aufgrund ihrer Recherche über ihn schon ein eigenes Bild gemacht hat. In ihren Augen ist er ein Held und sogar ihr Seelenverwandter, weshalb sie ihn unbedingt treffen will. Das geschieht dann auch gleich zu Beginn der Story, nur eben anders als gedacht. Auf der Suche nach Hilfe tauchen Cinder & Co bei Cress auf und plötzlich geht es drunter und drüber!

Ich mochte Cress wirklich sehr gerne! Obwohl sie etwas naiv und schüchtern ist, fand ich ihren Charakter sehr erfrischend. Cress ist sich sehr wohl bewusst, dass sie ihr Leben lang in einer Blase abgeschottet von der Außenwelt gelebt hat und weiß auch, dass ihre Gedanken öfter mehr Phantasie sind, als alles andere. Gerade deshalb fand ich sie große Klasse! Sie ist einfach total süß und lieb gewesen und jeden Fehler den sie gemacht hat, wollte man ihr sofort verzeihen, weil sie im Grunde ein sehr starker Charakter ist, der mutig und loyal zu seinen Freunden hält. Cress hat auch im Verlauf des Buches eine große Entwicklung durchgemacht und die hat mir gefallen. Gegen Ende hatte sie etwas mehr den Blick für die Realität und eben auch ihre Gefühle.

Was hier absolut bezaubernd war: Die Liebesgeschichte. Cress redet sich ja die ganze Zeit ein, dass sie Thorne bereits liebt, aber dieser ist einfach das krasse Gegenteil zu dem niedlichen Mädchen, dass sie an den Details der Welt erfreuen kann. Schon bei „Scarlet“ mochte ich Thorne sehr gerne. Mit seinem Humor hat er immer alles aufgelockert und hier ist das genau so. Auch die Reise, die er und Cress zusammen antreten fand ich sehr gelungen. Nach und nach knackt die verrückte Einsiedlerin nämlich sein Herz und es gab so viele wundervolle Szenen mit den beiden. Etwas schade fand ich allerdings, dass die Geschichte der beiden von allen bisher wohl am kürzesten kam. Neben Cress und Thorne baut sich eben die Rebellion weiter aus und die Autorin ist der Haupthandlung vom kommenden Krieg treu geblieben. Das fand ich wirklich etwas schade, da man immer so viel von Cinder/Kai oder eben auch Scarlet/Wolf zu lesen bekommen hat und hier war das eben weniger.

Dennoch gefielen mir die vielen Wendungen im Roman außerordentlich gut! Ich muss jedoch gestehen, dass ich Kai absolut nicht ausstehen kann und er mir als Regierungsoberhaupt lächerlich vorgekommen ist. Ich hätte mich immer wieder über ihn aufregen können. Er lässt sich so oft manipulieren und kann nicht für sein Volk einstehen, dass fand ich schwer zu ertragen. Jedes Zwischenkapitel, dass es aus seiner Sicht gab hätte ich echt am liebsten überflogen. Trotzdem war das nur ein kleiner Kritikpunkt im großen Ganzen, denn der Rest war spitze. Die viele Action und Spannung, die an jeder Ecke gelauert hat, konnte mich durchweg fesseln!

Marissa Meyer verflechtet eine logische und gut durchdachte Handlung mit so vielen Details, dass man als Leser immer wieder überrascht wird. Viele Dinge reimt man sich vielleicht auch selber zusammen, aber das stört das Gesamtbild kaum. Mir gefiel es auch sehr gut, dass so viele tolle Freundschaften unter den einzelnen Protagonisten entstanden sind. Ich mochte die schöne Atmosphäre, wenn es bei der atemlosen Hetzjadgt ab und an auch mal was zum lachen gab. Und die Romantik kommt auch nicht zu kurz. Zwar nimmt sie nur einen kleinen Teil des Buches ein, aber es gibt dennoch Kapitel die wirklich Zucker für die Seele sind.

In der Mitte war mir die Reise/Suche ein bisschen zu langatmig, aber dafür gefiel mir das Ende wieder richtig gut. Wie all die Fäden dort wieder zusammen kamen war schon eine Kunst für sich. Allgemein fand ich es genial, dass man mehr vom Setting erleben durfte. Die Autorin hat es auch toll hinbekommen, dass man mehr das gesamte Reich und dessen Konflikte im Auge hat. Probleme gab es überall und das hat mir als Leserin nur vorgeführt, wie nah ganz Lunar vor dem Krieg steht. Ich finde es toll, dass sich das Potenzial der Reihe immer weiter steigert. Außerdem konnte man ja bereits auf die nächste Paarung einen Blick erhaschen. Ich bin gespannt!




Cress ist ein toller dritter Band, dessen Action und Spannung gut an die Vorgänger heranreichen kann. Band zwei ist bisher mein persönlicher Favorite, aber Cress und Thorne muss man einfach mögen, sonst stimmt etwas nicht mit einem :P Marissa Meyer hat gekonnt Sci-Fi/Fantasy Elemente mit einer Prise Humor und Liebe gemischt und wieder ein absolut lesenswertes Abenteuer geschaffen, dass von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. 


Kommentare:

  1. Hallo Tanja,
    nach deiner Aussage man muss Cress und Thorne einfach lieben, bin ich schon ganz gespannt auf die beiden :-)))
    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
  2. haha, geile Aussage: ... Cress und Thorne muss man einfach mögen, sonst stimmt etwas nicht mit einem :P...."

    Sehe ich aber genau so! Schöne Rezi zu nem tollen Buch <3
    LG Tina

    AntwortenLöschen
  3. Marissa Meyer ♥♥♥ Ich liebe diese Serie irgendwie total. :D Allerdings muss ich dir total zustimmen, dass Band 2 bisher mein Favorit ist. Ich hoffe deshalb auch sehr, dass es im Abschlussband wieder mehr Scarlet gibt, da Winter ja wohl die Hauptprota wird, sind meine Chancen da ja gar nicht so schlecht. Wenns nur nicht mehr so Ewigkeiten dauern würd. ;) Aber vorher kommt ja noch ein ganzes Buch mit Levanas Geschichte raus - bin ich die einzige, die das englische Cover an diesen Hexenkönig der Nazgul aus Herr der Ringe erinnert? xD

    Liebe Grüße, Hanna

    AntwortenLöschen

Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...