Mittwoch, 29. Oktober 2014

[BUCHREZENSION] Wunderbare Wünsche



Titel: Wunderbare Wünsche
OT: The Art of Wishing
Autor/in: Lindsey Ribar
Genre: YA, Contemporary, Fantasy
Buchreihe: The Art of Wishing #1
Zur Verlagsseite:





Lindsay Ribar grew up in New Jersey, where the only logical thing to do after high school was to move to New York. She majored in drama and English literature at NYU, and now works in book publishing, where she reads other people’s novels by day and writes her own by night. She owns approximately twelve bazillion CD’s, attends far too many concerts, and mainlines nerdy television shows like it’s going out of style. She is fond of wine, Ireland, musicals, long walks around Manhattan, and the color blue.




Deutsch
Broschiert/ 14,95€
Seiten: 336
Verlag: IVI


Englisch
Gebunden/ 12,57€
Taschenbuch/ 7,60€
Seiten: 336
Verlag: Speak







Mehr Contemporary als Fantasy, aber ich mochte es :)



Kurzbeschreibung

Margo McKenna hat so ziemlich alles im Griff, doch als Oliver auftaucht, ändert sich das schlagartig, denn Oliver ist nicht bloß irgendein gut aussehender Junge, sondern ein Flaschengeist. Trotz der drei Wünsche, die Margo nun frei hat, gerät sie schnell in ernste Bedrängnis: Olivers Erzfeind hat es plötzlich auch auf sie abgesehen. Als Margo zufällig einen Ring findet, ahnt sie nicht, dass sie damit einen Flaschengeist der besonderen Art an sich gebunden hat: Oliver. Er ist weder aus blauem Nebel noch trägt er einen Turban. Stattdessen ist er überaus stofflich - und gut aussehend! - und verwirrt Margo völlig. Es scheint, als könne er mit seinen wundervollen Augen direkt in ihr Innerstes sehen - was Margo um jeden Preis vermeiden will! Auch drei Wünsche können sie nicht davon abhalten, sich ständig Gedanken über ihn zu machen. Aber dann taucht Olivers Erzfeind Xavier auf, der Jagd auf Dschinn macht, und auch Margo bedroht. Langsam wird ihr klar, dass es mehr als drei Wünsche braucht, um Oliver zu retten. Viel mehr ...
Buchgestaltung
Die englische Gestaltung passt sehr gut zum Buch, besonders die Gitarre. Und mir gefällt, dass man nicht die Gesichter sieht, sondern alles etwas leerer ist. „The Art of Wishing“ gefällt mir als Titel allerdings nicht so gut, wie der deutsche „Wunderbare Wünsche“. Irgendwie hat dieser etwas richtig schön Schwungvolles, das man sich viel besser merken kann und meiner Meinung nach auch besser zur Geschichte passt. Das deutsche Motiv ist auch ganz süß geworden. Ich mag beide Aufmachungen.
Meinung

Wunderbare Wünsche war etwas anders, als erwartet, aber immer noch gut. Ich dachte nach dem Klappentext, dass es im Buch etwas mehr um die Wünsche gehen würde, aber im Grunde sind diese eben an die eigentliche Haupthandlung angeknüpft: Margos Leben. Ich hatte damit keine Probleme, da ich sowieso sehr gerne Contemporary lese und die Handlung eben auch genau so aufgebaut war. Margo lernt zwar recht schnell Oliver kennen und findet heraus, dass er ein Dschinn ist, aber ihre Wünsche hebt sie sich wirklich sehr, sehr lange auf.

Was mir dabei richtig gut gefallen hat war der Schreibstil. Er war flüssig, humorvoll und wirklich flott zu lesen. Obwohl der Roman doch etwas länger ist, flogen die Seiten nur so dahin – Dabei gab es zunächst gar nicht viel zu erleben. Margos große Leidenschaft ist es, Musik zu machen. Sie selber spielt Gitarre und schreibt Lieder, aber irgendwie fehlt ihr noch das gewisse Extra dabei. Natürlich ist es demnach ihrer großer Traum dieses Hobby irgendwann zum Beruf zu machen. Alles setzt bei einer Szene an, in welcher der Theater-Club ihrer Schule für ein Stück Vorsprechen/singen hat. Jemand anderes, der deutlich weniger Talent hat als Margo bekommt die Rolle und schon ist sie auf der Fährte der Gewinnerin und kommt so auf das Geheimnis. Geheimnis ist vielleicht auch etwas übertrieben, denn Oliver ist recht offen, was sein Dasein und auch die Regeln dazu angeht. Für mich war das ein weiter Pluspunkt, weil es im ganzen Buch nie dieses Drama um ein Geheimnis gab, das später Protagonisten auseinanderdrängt oder dergleichen. Die beiden waren immer offen und ehrlich zueinander und das war eine tolle Basis für Vertrauen und der Grundstein für eine Beziehung, deren Entwicklung man gerne zusah.

Wie gesagt, nehmen die Wünsche und demnach Magie einen recht kleinen Teil ein. Margo schlägt sich mit ihrer Familie und ihren Freunden herum. Dabei gab es jede Menge Konflikte, die vor allem sie selber betreffen und immer wieder in Versuchung führen ihre Wünsche zu benutzten. Sie hat aber nur drei und während man dem Geschehen folgt kommen sie und Oliver sich auch immer näher.

Etwas schade fand ich, dass die Romanze im Buch doch recht zügig vorgeht. Es gab einige süße Szenen, aber die Liebe, die beide sich schwören habe ich ihnen nicht sofort abgekauft. Allerdings ist es später so, dass man immer besser verstehen kann, warum die beiden sich mögen. Man könnte also sagen, das Vorspiel, dass normalerweise in Jugendbüchern dominiert ist hier leider kaum da, dafür aber die Zeit des Zusammenseins umso länger. Das war halt mal etwas anderes. Weil ich Margo und Oliver so mochte konnte ich da auch ein Auge zudrücken.

Das Buch schafft es aber recht gut einen immer mal wieder zu überraschen. Es gab viele kleine Höhepunkte, die teilweise unerwartet und aus dem Nichts kommen. Diese Szenen waren dann auch immer besonders spannend gemacht und in der Mitte gab es eine große Überraschung, sodass ich doch noch richtig gefesselt wurde. Die Autorin hat zudem ein richtiges Finale eingebaut, dass mit einem Ende abschließt, welches einen sehr neugierig zurücklässt und auf mehr hoffen lässt. Da es sich hierbei um eine Dilogie handelt, bin ich wirklich gespannt, wie es wohl weiter gehen wird! Einige Fragen wurden noch nicht geklärt und ich ahne so einiges.

Was ich ziemlich schade fand war, dass es keine Nebenfiguren gab, die etwas mehr in den Plot involviert waren. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin Margos Leben etwas mehr ausschmückt und sich nicht nur so enorm auf die Musik fixiert. Das war noch so eine Sache. Es wird viel über Musik gesprochen, aber die Kapitel in denen Margo tatsächlich aktiv etwas in dem Bereich tut waren dann doch verhältnismäßig rar. Oliver hat als Dschinn ja leider so gar keine Hobbies, die ihn irgendwie ausmachen hätten können. Obwohl er mir auf seine eigen Art sympathisch war (durch seine Einstellung und die coolen Dialoge mit Margo) hätte die Autorin etwas mehr aus seinem Hintergrund herausholen können. Die Idee mit den Dschinns war nämlich wirklich nicht neu, sondern genau so simpel, wie man sie kennt.




Wunderbare Wünsche ist alles in allem ein wunderbar leichtes Buch für zwischendurch. Man findet sich gut in die Geschichte hinein, mag die Charaktere augenblicklich und fühlt sich einfach wohl mit ihnen. Obwohl der Fantasy-Aspekt eher gering ist, langweilt man sich trotz Normalität nicht. Die Autorin hätte allerdings ein paar mehr Details oder neue Ideen in ihre Geschichte stecken können, dann wäre sie noch besser bei mir angekommen, denn so hebt sich der Roman von anderen seines Genre nicht besonders deutlich ab. Wer auf der Suche nach ein paar süßen Lesestunden ist – Einmal zugreifen!


1 Kommentar:

  1. Mir war es zu viel Normalität :-(
    Und dabei hätte es so großes "magisches" Potential gehabt...
    Ich bin aber trotzdem gespannt auf die Fortsetzung :-)

    Liebe Grüße

    Steffi

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