Freitag, 14. November 2014

[Keine Rezension] The Retribution of Mara Dyer, Cruel Beauty, Snow Like Ashes


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen. Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)





Mara Dyer wants to believe there's more to the lies she’s been told.
There is. She doesn’t stop to think about where her quest for the truth might lead.
She should. She never had to imagine how far she would go for vengeance. She will now. Loyalties are betrayed, guilt and innocence tangle, and fate and chance collide in this shocking conclusion to Mara Dyer’s story. Retribution has arrived.



Der dritte Band der Mara Dyer Reihe wurde von mir heiß herbei gesehnt. Kaum war das Buch da, hab ich angefangen es zu verschlingen und es war einfach richtig gut. Michelle Hodkin hat hier noch einiges drauf gepackt, sodass mir meine Gesichtszüge öfter mal entglitten sind. Ich habe das in dieser Form gar nicht erwartet, denn das Buch ist um einiges brutaler, blutiger und horrormäßiger, als seine Vorgängerbände. Ich will da auch gar nicht ins Detail gehen, aber was hier direkt zu Beginn abgeht, dass war schon richtig hardcore. Ich meine, in Band 1 oder auch zwei gab es schon Szenen, die nicht ohne waren, aber hier macht der Titel "Retribution" (z.d. Vergeltung) dem Buch wirklich alle Ehre. Was ich wahnsinnig gelungen fand, war das ganze Spiel zwischen Realität, Irrsinn und Halluzination, das die Autorin mit einem treibt. Mara selbst ist nach den Ereignissen der anderen Bände nicht mehr ganz zurechnungsfähig und man weiß einfach nicht, wem man trauen kann.

Die Figuren entwickeln sich hier auch teilweise in eine sehr intensive Richtung. So lernt man neue Seiten an Jaime und Stellar kennen oder auch Maras Bruder Daniel und besonders an Mara selbst. Man könnte wirklich sagen, sie hebt Zerstörung auf ein ganz neues Level. Dabei war der Plot ununterbrochen sehr logisch und intelligent gestaltet. Damit meine ich, dass ALLES aus den Vorgängern aufgegriffen, erklärt und enträtsel wird und das auf eine Art und Weise, bei der man mitdenken kann, aber zuweilen auch überrascht wird. Michelle Hodkin hat einen gelungenen roten Faden gesponnen, der verständlich ist, schockt, aber eben auch alles zusammenführt, was man als Leser an Fragen so im Kopf hatte. Das Ganze ist ein Road-Trip der anderen Art. Freunde auf der Flucht, Mord, Verlust, Hass...Vergeltung eben.

Was ich allerdings ziemlich doof fand war, dass hier wieder der Love-Interest abwesend ist. Und zwar fast bis zum Ende des Buches. Ich weiß auch nicht, aber inzwischen ist es wohl echt Gang und Gebe, dass in Trilogien zu tun. Gegen Ende gab es sogar ein paar Kapitel aus der Sicht von Noah und das fand ich nicht so gut. Ich liebe ihn zwar echt als Charakter, aber wieso Autoren sich dazu entschließen solch einen POV einzubauen, wenn die Buchreihe ansonsten von der Prota erzählt wird, verstehe ich nicht und finde ich unpassend. Das Buch hatte zwischendurch auch ein paar Längen, die ich schon im zweiten Band bemängelt habe. Die Entwicklung der Geschichte gefiel mir wahnsinnig gut, aber hin und wieder kam einfach das Gefühl auf, dass sich alles im Kreis dreht. 

Das Ende gefiel mir dafür umso besser. Eine Zeit lang sah es schlecht aus, weil ich befürchtet habe, die Autorin würde in eine bestimmte Richtung gehen, aber das war Gott sei dank nicht der Fall, weshalb ich nach Beenden ganz zufrieden war. Ich muss sagen, dass ein paar Details den Gesamteindruck gestört haben, aber das sind nur minimale Kritikpunkte.

Mara Dyer #3 ist spannend, mitreißend, emotional und ein toller Abschluss gewesen. Es steht vieles auf dem Spiel, nichts hier ist einfach und die rasante Achterbahnfahrt lässt einen ab und zu am eigenen Verstand zweifel. Ein toller Roman mit Thriller und Mystery Effekten.


(Englisch-Schwierigkeitsgrad)








Since birth, Nyx has been betrothed to the evil ruler of her kingdom-all because of a foolish bargain struck by her father. And since birth, she has been in training to kill him. With no choice but to fulfill her duty, Nyx resents her family for never trying to save her and hates herself for wanting to escape her fate. Still, on her seventeenth birthday, Nyx abandons everything she's ever known to marry the all-powerful, immortal Ignifex. Her plan? Seduce him, destroy his enchanted castle, and break the nine-hundred-year-old curse he put on her people.

But Ignifex is not at all what Nyx expected. The strangely charming lord beguiles her, and his castle-a shifting maze of magical rooms-enthralls her. As Nyx searches for a way to free her homeland by uncovering Ignifex's secrets, she finds herself unwillingly drawn to him. Even if she could bring herself to love her sworn enemy, how can she refuse her duty to kill him? With time running out, Nyx must decide what is more important: the future of her kingdom, or the man she was never supposed to love.




Cruel Beauty war eines dieser Bücher, dass mir mega gut gefallen hat, welches aber wegen ein paar Unstimmigkeiten nicht mehr als die mittlere Wertung von mir bekommt. Ich bin kein Experte bei Nacherzählungen von die Schöne und das Biest. Ich kenne ein wenig das französische Original (das GANZ ANDERS ist als der kack Disney Film) und habe deshalb einige Details im Roman wiedererkannt, die ich richtig gut umgesetzt fand. Das Problem bei Nacherzählungen/Neuerzählungen ist ja immer, dass die Autoren einem bekanntem Plot folgen und etwas Neues einbauen müssen. Rosamund Hodge hat das definitiv geschafft! Ich war sehr überrascht, wie ansprechend das Setting gestaltet ist und das hier viele griechische Götter eine tragende Rolle spielen. Allein die Grundidee fand ich richtig super. 

Nyx Vater hat einen Deal mit dem "Biest", welches hier ein Dämonenkönig ist, geschlossen, demnach seine älteste Tochter an ihrem 17. Geburtstag das Biest heiraten soll. In Cruel Beauty gibt es eine Erzählung, wie der Dämonenkönig das Reich an sich gerissen hat und seitdem herrscht er über die Menschen. Es ist jedoch nicht so, dass er brutal und grausam ist und die Menschen unterdrückt, sondern vielmehr schließt er Deals mit ihnen ab, die trickreich sind und dann immer Unheil über die Leute bringen. Ab und zu begehen seine Schatten jedoch Verbrechen oder Morde, weshalb die Leute Angst vor ihnen haben. Nyx Familie hat sie so erzogen, dass sie das Biest irgendwann umbringen soll. Zumindest ist das ein Plan, den sie umsetzen soll, um das Reich endlich von den Schatten zu befreien. Natürlich läuft alles ganz anders, als sie erst einmal im Schloss ist und das Biest kennenlernt.

Große Pluspunkte am Buch waren: Nyx als sympathische Protagonistin, deren Gefühle immer nachvollziehbar und toll beschrieben waren. Das magische Schloss und all seine dunklen Geheimnisse an sich, waren richtig cool gemacht. Viele mythologische Details, die das Setting ausgeschmückt haben und einfach interessant waren. Die Chemie zwischen Nyx und dem Biest, die keine Insta-Love war, sondern humorvoll und bittersüß. 

Leider hatte der Plot so seine Tücken. Der Anfang ist sehr gut gemacht und konnte mich richtig fesseln. Alles ist so neu und immer, wenn man Elemente aus der bekannten Erzählung erkannte, folgte die Faszination über das, was die Autorin daraus gemacht hat. Nach Nyx Ankunft im Schloss ist leider rasch die Luft raus. Alles geht sehr langsam von Statten und ich finde, die Action und dergleichen hat komplett gefehlt. Es war aber auch nicht so, dass ich mich gelangweilt habe. Vielmehr habe ich einfach auf den Knall gewartet, der nicht kam. Das Gute: Die Liebesgeschichte entwickelt sich auf einem konstanten Level. Nebenfiguren gab es kaum, nur in Form von Nys Familie und ich muss sagen, ich hab sie alle echt gehasst. Besonders ihre verzogene, dumme Schwester hat mich mega genervt!

Während die Geschichte unterhaltsam und interessant bleibt und kleine Wendepunkte hat, so muss ich sagen, dass ich die größten Schwierigkeiten mit dem Ende hatte. Plötzlich tauchen hier Elemente auf, die an den Haaren herbeigezogen erscheinen, nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben und eher wirr erklärt waren. Ich fand das Ende wirklich, wirklich schlecht und das nicht nur, weil es so gezwungen auf mich wirkte. Alles geht so schnell, ist zu wenig beschrieben und BAM sitzt man da und ist fertig.

Cruel Beauty hat viel Potenzial und ist schöne Unterhaltung für zwischendurch. Besonders die Ansätze sind genial, die Figuren sympathisch. Leider hat die Autorin gegen Ende nicht ganz die Kurve bekommen, was die Erzählung betrifft und eine Grenze überschritten, die mir unglaubwürdig und fehl am Platz erschien. 


(Englisch-Schwierigkeitsgrad)







Sixteen years ago the Kingdom of Winter was conquered and its citizens enslaved, leaving them without magic or a monarch. Now, the Winterians’ only hope for freedom is the eight survivors who managed to escape, and who have been waiting for the opportunity to steal back Winter’s magic and rebuild the kingdom ever since.

Orphaned as an infant during Winter’s defeat, Meira has lived her whole life as a refugee, raised by the Winterians’ general, Sir. Training to be a warrior—and desperately in love with her best friend, and future king, Mather — she would do anything to help her kingdom rise to power again.

So when scouts discover the location of the ancient locket that can restore Winter’s magic, Meira decides to go after it herself. Finally, she’s scaling towers, fighting enemy soldiers, and serving her kingdom just as she’s always dreamed she would. But the mission doesn’t go as planned, and Meira soon finds herself thrust into a world of evil magic and dangerous politics – and ultimately comes to realize that her destiny is not, never has been, her own.



Snow Like Ashes ist ein neuer High Fantasy Roman, der vor allem wegen der coolen Beschreibung und dem schönen Cover viel im Gespräch war. Ich war auch echt scharf drauf, das Buch zu lesen und war auch nicht wirklich enttäuscht. Die Sache ist die, wenn etwas vom Verlag so enorm gepusht wird, dann können die Erwartungen beim Lesen ja nur einen Weg gehen - nach unten. Das Setting im Buch/die Welt ist jedenfalls wunderbar einzigartig. Das Reich ist in Jahreszeiten unterteilt. So gibt es Winter, Sommer, Herbst und Frühling mit jeweils einem König/Königin und verschiedene Feindschaften unter diesen Reichen. Der Fokus liegt besonders auf dem Winter, ein Land das vor siebzehn Jahren den Untergang im Tod seiner Herrscherin fand. Alle Hoffnung liegt seitdem auf dem Thronerben, dem Prinzen, der sich zusammen mit ein paar Überlebenden versteckt. Diese Gruppe sind auch die Charaktere, denen wir folgen. Im Roman gibt es auch eine bestimmte Art von Magie, die sich an Objekte bindet und nur von Menschen mit einer bestimmten Blutlinie ausgeführt werden kann = die Herrscher der verschiedenen Reiche. Klingt komplex, war aber sehr gut erklärt und meiner Meinung nach außergewöhnlich und selten faszinierend. 

Die Sache ist allerdings die: Sarah Raasch hat bemüht Informationen auf einem überschaubarem Level zu geben, aber teilweise kamen diese einfach zu kurz. Es war an vielen Stellen schwer vorstellbar, wie genau das Gefüge der Welt funktioniert und was alles in den siebzehn Jahren seit dem Sturz von Winter passiert ist. Das fand ich wirklich schade. Anderseits waren die Eigenworte und der Aufbau der Welt doch sehr gelungen, sodass ich bei diesem ersten Band der Trilogie noch drüber hinweg sehen konnte. 

Die Protagonistin Meira ist die beste Freundin des Prinzen und in ihn verliebt. Man muss der Autorin zu Gute halten, dass es keine schmachtende Liebesgeschichte gibt und diese sowieso eine schöne Nebenrolle am Rande bekam und nicht alles Gute in den Hintergrund gerückt hat. Es gab auch so viele wunderbare Stellen, die mich mitreißen konnten, wenn Meira und Mather sich unterhalten haben, weil eben ihre Herkunft so unterschiedlich ist und es das typische Prinz/armes Mädchen Dilemma gab. Besonders die Szene auf dem Dachboden fand ich ganz und gar herzzereißend gemacht. Die Gefühle der beiden waren echt und schön und teilweise auch total traurig. Später gesellt sich noch jemand anderes zur Lovestory dazu, aber es Dreieck im eigentlichen Sinne gab es auch nicht, wofür ich dankbar war.

Was mir besonders am Buch gefallen hat, waren auch die Punkte, die mich manchmal in den Wahnsinn getrieben haben: Die Charaktere. Ich mochte Meira zu Beginn sehr gerne. Ich fand Mather einfach toll. Aber nach und nach gingen mir beide sehr auf die Nerven. Im Buch gibt es eine Menge Action und Kämpfe und diese waren super gemacht, aber im Buch gibt es auch die immer gleich bleibenden Probleme, die sich wiederholen und Meira als Erzählerin der Geschichte irgendwann zu einem Charakter macht, der nur jammert und jammert. Die Entwicklung, die sie durchmacht gerät abrupt ins Stocken und man muss mit dem Bündel Elend vorlieb nehmen, dass die Autorin uns vorsetzt. Natürlich war das an vielen Stellen verständlich, aber die meiste Zeit hab ich doch die Augen gerollt. Meira hat sich oft als Opfer gesehen, dabei war die ganze Welt dem Untergang geweiht, um es mal melodramatisch zu sagen. Verrat wurde an ihr verübt, dabei ging es nur um das Wohl des Ganzen. Das hat sie leider nie sehen wollen und sich stattdessen in die Ecke gesetzt und gejammert.

Mal abgesehen von diesen Tiefs im Buch war das Lesen aber sonst sehr unterhaltsam. Die Autorin beschreibt eine angenehme Reise durch eine interessante Welt, es gab Konflikte und politisch angehauchte Probleme und über allem steht die Magie der Jahreszeiten-Königreiche. Die Wenden im Buch waren leider sehr vorhersehbar, aber man muss ehrlich sein, sie haben perfekt gepasst und ich hätte es selber nicht anders gemacht. Der Abschluss des Buches gefiel mir auch gut, weil er etwas Wehmütiges hatte und ich denke, ich lese trotz der Schwächen des ersten Teils auf jeden Fall weiter. Ich sehe Unmengen an Potenzial.


(Englisch-Schwierigkeitsgrad)



Kommentare:

  1. Huhu liebe Tanja,

    das sind wirklich sehr tolle Nicht Rezis ❤ So toll bekomme ich noch nicht mal meine richtigen Rezensionen hin!

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

    Liebste grüße

    Sonja

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  2. Huhu Tanja :)

    Ich bin ja immer noch am Grübel, ob ich und Mara mal versuchen sollten, uns anzufreunden...ich weiß, ich gehör zu den wenigen Leuten, die diese Reihe noch nicht gelesen haben, aber ich weiß einfach nicht, ob sie was für mich wäre...obwohl sie sehr interessant klingt.
    Cruel Beauty habe ich letzten Samstag innerhalb von 3 Stunden gelesen xD Ich fand das BuchSeite 294 PERFEKT! Wirklich, anwärter auf 5 Sterne. Und dann...kam ihre blöde Schwester wieder und dann DAS Ende. Wirklich, ich wollte heulen wegen dem verschenkt Potenzial!! :(

    Snow Like Ashes möchte ich auch noch unbedingt lesen!

    Liebe Grüße
    Kücki ♥

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  3. Hach Tanja echt schade, dass es "Cruel Beauty" nicht klappt, mit deiner "Kurz"-rezi hast du es mir richtig schmackhaft gemacht. Also ich werde es irgendwann lesen, entweder ich ich hole mir dann mal das TB oder die Kindle-Version, mal schauen. Ich steh ja einfach auf Nacherzählungen und das Märchen hab ich richtig gerne!

    Bei Mara Dyer weiß ich einfach nicht, ob ich da dieselben Bücher lese, wie alle anderen. Damit kannst du mich jagen ;D Aber schön, dass es abgeschlosen ist, da musste man ja recht lange drauf warten, so wie ich das mitbekommen habe.

    Und "Snow like Ashes", 6,5 von der hmm. Mal schauen, ich lese es gerade, bin aber die ganze Woche über leider nicht weit gekommen. Ich lass mich mal überraschen^^

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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