Freitag, 12. Dezember 2014

[BUCHREZENSION] Die Chroniken vom Anbeginn - Das Buch Onyx


Titel: Das Buch Onyx
OT: The Black Reckoning
Autor/in: John Stephens
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: Die Chroniken vom Anbeginn #3
Zur Verlagsseite:








John Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. »Das Buch Onyx« ist der dritte Band seiner Trilogie der »Chroniken vom Anbeginn«, die weltweit noch vor Erscheinen bereits in 32 Länder verkauft wurde.





Deutsch
Gebunden/ 19,99€
Seiten: 480
Verlag: cbj


Englisch
Gebunden/ 9,38€
Taschenbuch/ 9,16€
Seiten: 432
Verlag: Corgi Children






Wunderbarer Abschluss einer empfehlenswerten
Jugendbuchreihe für groß und klein!


Kurzbeschreibung

Drei Geschwister, drei Bücher, ein großes Geheimnis...

Kate, Michael und Emma haben es geschafft, zwei der drei Bücher vom Anbeginn zu retten: Kate gehört das Buch Emerald, Michael ist der Wächter des Buches Rubyn. Kein noch so atemberaubendes Abenteuer und nicht die hinterlistigsten Gegner haben die drei gescheut, um dem finsteren Magier Magnus die Bücher zu entreißen – und ihre Eltern endlich zu befreien. Doch der Preis dafür ist hoch: Denn Magnus ist es gelungen, die kleine Emma zu entführen. Werden Kate und Michael ihre Schwester finden? Werden sie das Buch Onyx in ihren Besitz bringen? Und werden sie endlich ihre Eltern wiedersehen, die sie so lange vermisst haben? Nur eines ist sicher: Es wird ein Kampf auf Leben und Tod.
Buchgestaltung
Die englischen Cover können meiner Meinung nach absolut nicht mit den deutschen mithalten. Schon vom ersten Band hat hat mir die deutsche Aufmachung wunderbar gefallen. Die Idee mit den Köpfen der Kinder, in die es in den Büchern geht, je nachdem welches gerade an der Reihe ist und die schönen Details am Rande sind einfach unschlagbar. Auch die Farben stehen ein wenig im Zusammenhang mit den Chroniken vom Anbeginn. Vor jedem Kapitel gibt es zudem eine schöne Zeichnung, ähnlich dem Covermotiv. Außerdem sieht das ganze auch nach dem Genre aus, zu dem es gehört: Bücher für Kinder und Jugendliche. Bei den englischen Covern sieht alles eher lieblos zusammen geklatscht aus, wenn ich ehrlich sein soll.
Meinung

Die Chroniken vom Anbeginn hat mir vom ersten Band an wahnsinnig gut gefallen, daher war der Abschluss der Reihe an große Erwartungen geknüpft, die John Stephens wieder einmal erfüllen konnte. Das Schöne an der gesamten Trilogie ist, dass sie wirklich für jedes Alter geeignet ist, da bin ich mir sicher! Der Autor hat eine ganz wunderbare Art Wörter zu einem Roman zusammenzuweben, denn obwohl die Wortwahl sehr abwechslungsreich ist, bleibt er auch auf einem Niveau, das Kinder gut verstehen können. Früher habe ich die Bücher gerne mit Harry Potter verglichen, weil beide Reihen einfach magisch und spannend sind und auch bei dem dritten Band bleibe ich dabei. Das Buch Onyx hat zwar inhaltlich keine großen Übereinstimmungen mit dem berühmten Zauberer, aber von der Atmosphäre und den Figuren her, ist die Reihe nicht minder packend und überraschend.

Der Anfang hatte eine etwas traurigere Note, weil Emma entführt wurde und Kate und Michael nicht wissen, wie sie ihre kleine Schwester finden sollen. Der grässliche Magnus ist zudem zurück und will die letzte Chronik finden, bevor die Kinder es tun. Der Fokus im Buch lag dieses mal nicht nur vermehrt auf Emma, um deren Buch vom Anbeginn es ging, sondern eigentlich allem. Man merkt, dass der Autor sich viele Gedanken über die begonnen Handlungsstränge gemacht hat und diese im letzten Teil auch alle nach und nach zusammenlaufen müssen und es eben auch tun. Dabei hat die Geschichte dieses mal einige Stellen gehabt, an denen man schon wusste, was geschieht, aber das hat mich absolut nicht gestört. Immerhin gab es einige Dinge, auf deren Erfüllung man als Leser sehnsüchtig seit Band zwei gewartet hat und die Wege, die John Stephens gewählt hat waren eine lebhafte Achterbahnfahrt.

Die Kapitel wechseln wieder zwischen den Sichten von Figuren, die eine tragende Rolle spielen. So ist auch Gabriel wieder mit von der Partie, der einen heißen Spur bezüglich der Eltern von Kate, Michael und Emma folgt. Viele Geheimnisse werden gelüftet und alte Bekannte tauchen wieder auf, als es zum großen Finale geht.

Wie auch in den Vorgängern waren die drei Kinder das Herzstück des Romans und genau wie schon in Emerald und Rubyn habe ich sie alle drei geliebt. Sie sind einfach Figuren, mit denen man sich identifizieren kann, weil sie alle drei unterschiedlichen Alters sind. Besonders mit Kate habe oft mitgelitten, denn die Ereignisse, die sie und den grässlichen Magnus verbinden haben für viel Herzschmerz gesorgt. Sie stand vor der Entscheidung sich zwischen zwei Arten von Liebe zu entscheiden und gegen Ende wurde das Buch dadurch einfach sehr melancholisch, wenn man ihren Gedanken folgte. Man hat auch einfach gemerkt, wie Kate weiter an ihrer Verantwortung gewachsen ist und in Zusammenhang mit dem Rat ein Machtwort gesprochen hat. Michael war mit seiner nerdigen Seite auch immer wieder für Lacher gut und Emma, die kleine Kämpfernatur hat bis zur letzten Seite nicht aufgeben wollen.

Was ich zudem sehr gelungen fand war, dass nochmals mehr andere Figuren bzw. Erwachsene mit eingebunden wurden. Dadurch wurde die Handlung realistischer, weil keine drei Kinder gegen einen böser Magier allein hätten bestehen können. Der Autor hat die Figuren eine Menge kluge Schachzüge planen lassen. Aber auch die Reisen zu fantastischen Orten gehen hier nicht verloren. Bei der Such nach der Chronik des Todes geht es an düstere und mystische Orte, die lauter Gefahren bargen. Es gab so viele spannende Stellen, dass ich sie gar nicht alle auflisten kann. Außerdem ist es wirklich so, dass Opfer gebracht werden, um den Krieg gewinnen zu können und das hat mich in einen Kapitel ganz schön Nerven gekostet. Der Abschied von ein paar tragenden Figuren ist mir sehr schwer gefallen, aber trotzdem hat er perfekt in das Bild gepasst, das der Autor vermitteln wollte.

Der Zusammenhalt der Geschwister war auch stärker denn je und besonders der Wert von Familie und Freundschaft war wieder hoch und das wusste ich genau wie bei den anderen Teilen der Reihe wieder sehr zu schätzen. Emma steht als Jüngste auch oft vor einer Gabelung, wenn es heißt: Entscheide dich für den leichten oder den richtigen Weg und John Stephens hat so noch einiges an Moral eingebaut.

Ich konnte mich gar nicht mehr vom Buch losreißen, als es in der Mitte richtig los ging und viele Geschehnisse sich überschlagen. Die Magie der Chroniken kosten ihren Preis und die Vergangenheit spielt ebenfalls noch einmal eine Rolle. Zwischen Lachern und ein paar Tränchen habe ich das Lesen jede Sekunde genossen.

Im Vergleich zu Emerald und Rubyn hatte ich allerdings ein paar Abstriche zu machen. Insbesondere die ganze Sache mit den Eltern der Geschwister hat mir nicht so gut gefallen. Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, sie waren viel zu unwichtig für den Handlungsverlauf, wo man zuvor immer darauf wartete, dass dies bezüglich etwas Großes passieren würde. Es war auch nicht schlecht gemacht, aber dennoch hätte man meiner Meinung nach etwas mehr aus der Sache herausholen können. Ebenso fand ich das Opfer, das der Zauberer gebracht hat ein wenig zu dramatisch.




Das Buch Onyx ist der gelungene Abschluss einer meiner Lieblingsreihen, die nun leider ein Ende gefunden hat. John Stephens hat eine tolle Begabung authentische Figuren zu gestalten, die man mit ihre Kanten und Ecken einfach lieben muss. Die ganze Reihe ist einfach nur empfehlenswert, weil sie herrlich abwechslungsreich, magisch und so voller Spannung ist, das kleine und große Leser gleichsam verzaubert werden, wenn es heißt: Der Kampf gegen das Böse hat begonnen!


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