Donnerstag, 18. Dezember 2014

[BUCHREZENSION] Mondtochter - Die Nacht der Elemente

Titel: -
OT: Mondtochter
Autor/in: Lia Haycraft
Genre: Adult Fantasy
Buchreihe: ?
Zur Verlagsseite:







Lia Haycraft wurde 1980 in Norddeutschland geboren, wuchs dann jedoch in Portugal, England und schließlich Nordrhein-Westfalen auf. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie mitten im Bergischen Land.

Gerne gelesen hat sie schon immer, die Leidenschaft selbst zu schreiben packte sie gnadenlos vor vier Jahren. Da begann sie mit ihrem ersten Roman, der gerade im Bookshouse Verlag erschienen ist. Veröffentlicht sind bisher die Novelle "Feuerküsse" im Machandel-Verlag und zwei Kurzgeschichten, alle unter dem Pseudonym Eileen Raven Scott. Die meisten Geschichten spielen zumindest zu großen Teilen in England.




Deutsch
Ebook/ 4,99€
Taschenbuch/ 12,99€
Seiten: 267
Verlag: Bookshouse


Englisch
Deutsches
Original!





Eine Romanze voller (paranormaler) Überraschungen...


Kurzbeschreibung

Als sich Lucija in den geheimnisvollen Sander verliebt, weiht er sie in ein Geheimnis ein: Sie ist eine Mondtochter. In wenigen Tagen wird sie in der Nacht der Elemente zu einer Arantai werden, einem Geschöpf der Nacht. Sander will Lucija bei der Verwandlung begleiten, doch seine Vergangenheit holt sie beide ein. Plötzlich taucht die Schwester seiner ehemaligen Geliebten auf. Umbra will Rache für den Tod ihrer Schwester nehmen. Noch bevor sich Lucija verwandeln kann, gerät sie in die rachsüchtigen Fänge ihrer Widersacherin. Umbra versucht, Lucija heimtückisch auf ihre Seite zu ziehen, um Sanders Herz zu brechen, wie einst ihres zerbrach.
Buchgestaltung
Das Cover trifft nicht zu 100% meinen persönlichen Geschmack, dafür finde ich den Titel aber umso cooler. Allgemein sind die Romane aus dem Bookshouse Verlag, was das Design betrifft echt gar nicht Meins und ich finde, da könnte man wirklich mehr draus machen, als immer wieder Gesichter nehmen *seufz* Aber zum Glück kommt es ja auf den Inhalt an und daher sollte man sich nicht „abschrecken“ lassen ;)
Meinung

Von der Autorin habe ich bereits vor einer Weile ihre Novelle „Feuerküsse“ gelesen und mochte sie sehr gerne. Hin und wieder wage ich mich in Genre, die auf meinem Blog eher unüblich sind, was daran liegt, dass mich der Inhalt des Buches anspricht oder ich bereits etwas von der Autorin gut fand – Hier war beides der Fall. Ich finde, der Klappentext ist sehr gut gemacht, denn er verrät nicht zu viel über die Geschichte und so wusste ich nicht gänzlich, was genau mich nun erwarten würde.

Mondtochter ist vom Setting her in England angesiedelt (und ich freue mich immer, wenn deutsche Autorinnen sich weiter weg wagen) und die Grundidee der Story basiert auf „Elementarwesen“, was auch der Beititel „Die Nacht der Elemente“ erklärt. Die Idee war mir nicht komplett neu, aber die Autorin hat wirklich sehr viel Liebe zum Detail, Beschreiben und Innovativität bewiesen. Im Gegensatz zu ihrer Novelle, gab es hier sehr viel Spielraum für mehr Entwicklungen, mehr Geheimnisse und auch etwas mehr Spannung. Lia Haycrafts Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und hat mich schnell mit schön lebhaften Bildern in den Plot hinein gezogen.

Die Protagonistin steht vor ihrem Geburtstag und einige der Arantei (die Wesen/Menschen, die jeweils ein Element beherrschen) sind auf der Suche nach „Auserwählten“, die, wenn sie neunzehn werden, ebenfalls zu Arantei werden. Und so treffen dann Lucija und Sander, die Helden unserer Geschichte aufeinander. Von Anfang an ist klar, zwischen den beiden knistert es gewaltig und Dinge der Vergangenheit scheinen beide einzuholen und ihnen Steine in den Weg zu legen.

Lucija war mir als Protagonistin sehr sympathisch. Es gibt ja diese Figuren, die man kennenlernt und sofort mag und so war das hier auch. Sehr unkompliziert! Was ich so gerne an ihr mochte war, dass sie trotz ihres Alters schon sehr erwachsen und intelligent wirkte und dadurch eine starke Persönlichkeit war. Außerdem hatte sie immer viel Verständnis für andere und war rücksichtsvoll. Ihre beste beste Freundin Elin gefiel mir auch super. Sie war der etwas munterere Part der Freundschaft und ihre quirlige Art konnte rasch bei mir punkten. Aber auch Sander, der neben Lucija die größte Rolle spielt war ein gelungener Charakter. Wie eine Zwiebel, bei der es nach und nach an die Lagen geht, erhielt man beim Lesen Einblicke in seine Gefühle und sein Leben, Gedanken, die ihn verfolgen und sein Dasein als Arantei.

Allgemein fand ich die Informationszufuhr zum Thema „Elementarwesen“ perfekt gemacht. Man erhält Häppchen und nicht alles auf einmal und kann sich so an die ungewohnte Welt gewöhnen, in die uns die Autorin entführt. Das Lucija selber vor einer Art Wandlung steht treibt sie und Sander enger zusammen, da dieser ihr währenddessen seine Unterstützung zusichert. Die Beziehung der beiden war gefühlvoll und intensiv beschrieben und eben herrlich nachvollziehbar.

Romantik geht Hand in Hand mit Action über, wenn Gefahren drohen oder die Perspektive wechselt, um tiefer in die Geschichte vordringen zu können. Die Autorin hat eine abwechslungsreichen Roman geschaffen, bei dem die Seiten nur so dahin schmelzen. Ich fand, ab und zu kam auch so ein „Strudel-Gefühl“ auf, als würde man immer mehr in das Netz der Story gezogen und das war sehr spannend!

Die Nebenfiguren gefielen mir allerdings nicht so gut, was aber nicht daran liegt, dass sie oberflächlich etc. waren, sondern ich einfach Probleme mit ihnen hatte. Alle voran war da Sanders Freunde, die immer mal wieder auftauchen. Ich kann auch gar nicht sagen, woran genau es nun lag, aber mir waren sie ein Dorn im Auge, weil es sich so gelesen hat, als würden sie sich in Dinge einmischen, an denen sie nichts ändern können. Klingt irgendwie bescheuert, aber genau so hat sich das angefühlt :D




Mondtochter ist ein gelungener Mix aus Romanze und Fantasy, bei dem die Autorin einen untypischen Weg in ein neues Thema einschlägt, das durch ihre guten Ideen eine interessante Umsetzung gefunden hat. Dank dem Alter der Figuren bleibt einem blödes Teenie-Drama erspart und stattdessen kann man sich zurücklehnen und die intelligenten Dialoge, prickelnde Chemie oder die atemberaubende Spannung zu weilen einfach genießen. Abseits von Vampire & Co ist dieses Buch frischer Wind in seinem Genre und wenn ihr was unterhaltsames sucht – schlagt zu!


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