Freitag, 9. Januar 2015

[BUCHREZENSION] Die Clique - Schicksalsspiele


Titel: -
OT: Die Clique - Schicksalsspiele
Autor/in: Lisa Auer
Genre: YA, Contemporary, Thriller
Buchreihe: Einzelband!
Zur Autorenseite:
https://de-de.facebook.com/lisaauerautorin






Lisa Auer ist eine österreichische Autorin und lebt in der Nähe von Innsbruck. Ihr größtes Hobby ist das Schreiben von Kurzgeschichten und Romanen. Am liebsten schreibt sie Fantasy, Thriller und Dystopien kommen aber auch immer wieder dazwischen. Außer dem Schreiben liebt sie die Musik. Selbst spielt sie Harfe und Klarinette und während der Schreibzeit hört sie meist noch moderne Musik. Natürlich schreibt Lisa auch sehr gerne Kurzgeschichten, Gedichte und manchmal auch einfach nur Gedanken. Zuhause hat sie noch drei Katzen, die sie über alles liebt und die sie immer wieder zu neuen Geschichten inspirieren. Und hier könnt ihr Lisa Auer erreichen, sowie weitere Informationen über ihre Bücher erhalten: Facebook: https://www.facebook.com/lisaauerautorin eMail: lisaauerautorin@gmx.at




Deutsch
Ebook/ 2,99€
Taschenbuch/ 14,98€
Seiten: 451
Verlag: Create Space


Englisch
Deutsches
Original!





Ein Roman über Freundschaft, Ängste und ein gefährliches Spiel!



Kurzbeschreibung

Jody. Was für ein Zufall, du bist schon wieder dran.“ Verwirrt hob ich den Kopf und starrte Mister Jack an. Schon wieder ich? Das konnte doch nicht wahr sein! Zitternd humpelte ich vor und stellte mich neben ihn. Verdammt, warum musste ich nur immer so viel Pech haben? Wow. Du hast heute Nacht die schwerste Aufgabe.“ Der Anführer begann mit seinen Fingern auf die Lostrommeln zu schlagen und erzeugte dadurch gruselige Töne. „Du musst Stella zur Strecke bringen. Ich wünsche dir viel Glück!“

Jody ist eigentlich ein unscheinbares Mädchen und fällt nicht weiter auf. Ohne zu verstehen, warum, wird sie für die neuen Jugendlichen an ihrer Schule interessant und sie wollen sie sogar in ihre Clique aufnehmen. Erst viel zu spät kommt Jody dahinter, was sich in der Clique wirklich abspielt. Plötzlich ist sie mittendrin im Spiel ums Leben, doch es geht schon lange nicht mehr nur um ihr eigenes. Sie muss sich entscheiden …
Buchgestaltung
Ich mag das Cover eigentlich ziemlich gerne. Das Mädchen mit den verschlossenen Augen, das über der Stadt „schwebt“ passt recht gut zum Roman. Irgendwie hat das Ganze auch von den Farben her eine sehr geheimnisvolle Atmosphäre. Der Titel wurde perfekt gewählt und entspricht genau dem Inhalt des Buches.
Meinung

Lisa Auer ist noch eine recht junge Autorin und dann auch noch Selfpublisher – Das klingt ja schon nach einem ganz fürchterlichen Vorurteil, oder? Da ich immer recht viele lese und meine Kritik gegenüber Büchern immer wächst, war ich echt sehr positiv überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Es ist nicht nur stilistisch auf einem sehr hohen Niveau, sondern hat im Gegensatz zu anderen Create Space Büchern auch ein gutes Lektorat durchlaufen und daher wunderbar zu lesen.

Der Roman dreht sich um die sechzehnjährige Jody, die zusammen mit ihrer Freundin Mina gerne etwas beliebter wäre. Jody fühlt sich die meiste Zeit nämlich unsichtbar, wie es wohl vielen Jugendlichen in dem Alter geht. Als fünf neue Schüler an ihre Schule kommen, ändert sich jedoch ihr ganzes Leben. Plötzlich ist sie Teil von etwas ganz großem, aber diese „Clique“ stellt sich bald als etwas Gefährliches heraus und steht im Zusammenhang mit Verbrechen, die in Jodys Stadt begangen werden. Schon bald findet sich unsere Protagonistin in einem Netz aus Lügen und Geheimnissen wieder und weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht.

Da ich in letzter Zeit sehr gerne Jugendthriller lese, war das Buch genau nach meinem Geschmack. Zu Beginn ist der Roman etwas ruhiger, gleicht das am Ende aber mit einem rasanten Finale wieder aus. Die Atmosphäre im Buch spitzt sich spürbar mit jedem neuen Ereignis zu. Zuerst weiß man gar nicht so genau, was die fünf Neuen eigentlich vor haben oder sie verbindet. Dabei steht besonders Avan als Anführer der Gruppe im Vordergrund, der mit seinem punkigen Aussehen und seinem intelligentem Verhalten oft einen Widerspruch in sich bildet. Sowohl Jody, als auch dem Leser fällt es extrem schwer, ihn einzuschätzen. Eine der Hauptfiguren ist allerdings eher Tessa gewesen. Diese wird für Jody so etwas wie eine Freundin und Helferin bei ihrem Einstieg in die Clique. Die Autorin hat uns zu Tessa auch sehr viele Informationen zu kommen lassen, wohingegen die anderen aus dem Kreis der Auserwählten eher Schatten im Hintergrund sind.

Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil man dadurch nicht das Problem hatte, sich zu viele Namen und Gesichter einzuprägen. Jody selbst war mir auch sehr sympathisch. Sie ist ein ganzer normales Mädchen, mit vielen Unsicherheiten, hat aber auch gleichzeitig sehr viel Mut in sich und versucht ihre Fehler wieder auszubessern. Im Roman bekommt man auch viel mit, wie sie sich von ihre Mutter immer mehr abschottet und allgemein war der Prozess vom normalen Leben, bis hin zum „Sog in die Clique“ sehr intensiv und gefühlvoll beschrieben.

Man erlebt mit, wie Jody langsam verzweifelt, wie sie Entscheidungen in Frage stellt und einen Teil von sich selbst verliert, weil der Druck der Prüfungen der Clique immer stärker wird – und es gibt kein Entkommen. Gegen Mitte macht das Buch dann auch noch mal eine gute Wende. Man sieht ein wenig mehr, wer die Fäden zieht und die Lage spitzt sich drastisch zu. Jody findet zwar ein paar Verbündete, aber dennoch fühlt man, wie ihr die Gefahr im Nacken sitzt. Ihre Beweggründe nicht zur Polizei zu gehen bzw. ihre Angst fand ich sehr nachvollziehbar.

Im Buch gibt es auch nicht wirklich eine Liebesgeschichte, weshalb man sich voll und ganz auf die Haupthandlung einlassen kann. Zwar gibt es ein paar Schwärmerei hier und da und Jody und Jace fand ich zusammen ganz süß, aber das nimmt in der Handlung eben keinen großen Platz ein, sind eher Andeutungen.

Wer mich allerdings richtig genervt hat war Mina. Ich hab sie echt nicht leiden können und fand ihren Charakter einfach doof. Vielleicht war das beabsichtigt, vielleicht auch nicht, aber das Ende im Bezug auf sie fand ich dann nicht ganz so überraschend, wie ich erhofft hatte. Jody war auch einfach ein viel zu guter Mensch, als das Mina man so richtig ihr Fett weg bekommen hätte. Im Roman nimmt die Freundschaft der beiden nach und nach aber eine immer kleinere Rolle ein, daher ist dieser Kritikpunkt nicht allzu schwer ins Gewicht gefallen.

Die Spiele/Aufgaben in der Clique fand ich dafür auch einfach viel zu spannend gemacht. Erst denkt man sich nichts dabei, was die Faszination auch ausmacht und als immer wieder Grenzen überschritten werden, wird einem ganz mulmig. Auch der Prolog war richtig genial, denn dieser nimmt eine Szene aus dem Buch vorweg und weckte direkt zu Beginn meine Neugier. Das Buch hat auch einen guten Abschluss gefunden, wenn es auch ein klitzekleines Weilchen zu lange dafür gedauert hat ;)




Die Clique – Schicksalsspiele ist ein fantastischer Jugendbuchthriller aus der Feder einer sehr jungen und talentierten Autorin, von der ich sicher noch eine Menge lesen werden. Wer gerne Geschichten über Freundschaft, Gruppenzwang und gefährliche Spiele mit Thrillerelementen liest, der ist hier genau richtig. Ich kann mir auch gut vorstellen, wie man solch einen Roman für Unterrichtszwecke benutzen könnte, wenn es um das Verhalten von Jugendlichen geht, die immer mehr abdriften. Das Ganze war jedenfalls sehr realistisch. Mit sympathischen Charakteren und einem wortgewandtem Stil fliegt man nur so durch die Geschichte. Trotz kleiner Schwächen gegen Ende, wurde ich bestens Unterhalten. 



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