Sonntag, 4. Januar 2015

[Keine Rezension] Lookwood, Marmorkuss, The Chapel Wars & Top Ten Clues, You´re Clueless


Keine Rezension ist eine Kategorie auf meinem Blog, um Bücher etwas knapper als bei einer richtigen Rezension zu besprechen. 
Hier werdet ihr nur den Klappentext und eine Kurzmeinung zum Buch finden und keinen ausführlichen Roman ;)




LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …
 



Lookwood war ja eine Weile ziemlich häufig auf Blogs vertreten, aber trotzdem subbte das Buch etwas länger bei mir, nachdem ich es gewonnen hatte. Nachdem ich jetzt den ersten Band gelesen habe, würde ich am liebsten sofort mit dem zweiten weitermachen, aber der ist noch nicht in meinem Besitz! :) Lookwood ist das erste Buch von Jonathan Stroud, das ich gelesen habe und meine Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Zunächst einmal fand ich das ganze Setting so richtig megaaaaa cooool. In der Welt, in der die Geschichte spielt haben die Menschen nämlich akzeptiert, dass es Geister und paranormale Erscheinungen gibt. Agenturen (darunter auch Lookwood & Co) sorgen dafür, dass die unliebsamen Gäste verschwinden und klären manchmal noch mystische Fälle von Mord und anderen Dingen auf, die in Verbindung zu den Geistern stehen. Was mir super gefallen hat, waren all die Details mit denen der Autor dieses Setting gestützt hat. Das Buch ist nämlich in mehrere Parts eingeteilt und so folgt man zuerst einem spannendem Abenteuer, lernt danach die Umstände kennen, wie Lucy zu Lookwood gekommen ist und danach geht es in der Gegenwart mit einem neuen Fall für das Team der Figuren weiter.

Das Ganze erinnerte mit seiner düsteren und schaurigen Atmosphäre teilweise an alte Sherlock Holmes Bücher und genau dieser detektivische Aspekt war fantastisch! Dazu kommt, dass die Handlung wirklich gut durchdacht ist, man dem roten Faden super folgen kann und stellenweise miträtselt und dann auch noch goldrichtig liegt. Fast wie ein interaktives Abenteuer zwischen Charakteren und dem Leser.

Die Figuren waren allesamt große Klasse! Lucy mochte ich als Erzählerin wahnsinnig gerne, weil sie taff ist, aber auch ein kleiner Tollpatsch sein kann und die Kombi war ziemlich witzig. Lookwood selbst hatte auch einen ganz eigenen Charme. Die Geschichte seiner Familie fand ich unheimlich interessant. Ähnlich wie beim echten Sherlock hat Lookwood auch einen etwas jähzornigen und frechen Gehilfen, der das Team perfekt abgerundet hat. 

Gegen Ende wurde die Handlung etwas zu vorhersehbar für meinen Geschmack, auch, wenn die Unterhaltung dabei nicht flöten gegangen ist. Das Buch hatte für mich nur eben kein "5 Sterne Feeling", das mich mit einem Finale mächtig umgehauen hat. Ich hätte mir außerdem noch irgendeine Art von Liebesgeschichte gewünscht, die es in diesem Buch gar nicht gab. Alles in allem hat mich der Roman aber echt überzeugt! Humorvoll, spannend und für Fans von Serien wie Supernatural (daran musste ich oft denken) wirklich eine Empfehlung wert. 








Jarno, ein rastloser Underdog, küsst ein Dornröschen aus dem letzten Jahrhundert wach - und wird mit ihr in einen Strudel aus Liebe und Gefahr gezogen. Ein berührender Roman mit zwei Liebenden aus verschiedenen Zeiten, meisterhaft erzählt.

Er war ihr in einer alten, mit Rosen überwucherten Villa begegnet - der geheimnisvollen Figur aus weißem Marmor. Und Jarno hatte sich tatsächlich beim Fotografieren der steinernen Schönheit ein bisschen in sie verliebt. Wie verwirrt ist er nun, als nach seinem schüchternen Kuss eine lebendige junge Frau vor ihm steht, die weder elektrisches Licht noch zerrissene Jeans kennt und offenbar hundert Jahre geschlafen hat.
Es beginnt eine märchenhafte Liebesgeschichte und gleichzeitig ein Spiel auf Leben und Tod. Denn Jarno ist kein Prinz - im wirklichen Leben steckt er tief in einem Sumpf aus Verbrechen ...



Bisher gefielen mir die Bücher von Jennifer Benkau wirklich gut, aber Marmorkuss war ein totaler Reinfall für mich. Bereits auf den ersten Seiten habe ich den Schreibstil keinesfalls als so spannend wie bei Dark Canopy oder so poetisch wie bei Himmelsfern empfunden. Eher war die ganze Atmosphäre des Buches - Pardon - so richtig "Gossenkinder"-mäßig. Jarno kommt aus etwas ärmeren Verhältnissen und hat daher eine Art Slang, die Dinge zu beschreiben, wie ich ihn gar nicht mochte. Ich verstehe, was die Autorin hier versucht hat aufzubauen, aber in meinen Augen war Jarno dadurch ein richtiger Pöbel. Er fotografiert nicht nur fremde Leute beim küssen, sondern legt stellenweise eine richtig rassistische Haltung gegenüber anderen an den Tag. Die Vorurteile im Buch häufen sich bis zum Ende immer weiter an und haben mir totale Kopfschmerzen bereitet. Alte Frauen sind Zigeuner und wollen die Leute nur bestehlen, dunkelhäutige Menschen bekommen seltsame Namen...ich weiß gar nicht recht, ob mir der besondere Humor am Buch entgangen ist, aber mein Fall war die ganze Ausdrucksweise überhaupt nicht. Ehrlich gesagt, fiel es mir schwer, zu glauben, dass Jennifer Benkau das Buch selber geschrieben haben soll.

Ein weiteres Problem hatte ich mit der unglaublich langweiligen Handlung. Ich habe bis mehr als zur Mitte gelesen und es ist einfach kaum etwas passiert. Eine Weile habe ich nicht einmal verstanden, dass es im Buch so eine Art "Zeitunterschied" gibt und Magie und all solche Dinge, die den Figuren dazwischen funken. Im Plot selbst erlebt man davon ehrlich gesagt auch nicht viel. Hin und wieder finden bestimmte Dinge eine Erwähnung, aber die böse Hexe tritt weder in Kraft, noch passiert hinsichtlich der Fantasyelemente etwas Bahnbrechendes.

Jarno war für mich ein farbloser Charakter und Klara fand ich mit ihrer Paranoia noch schlimmer. Da ist es nicht verwunderlich, dass ich mich für ihre Instant-Liebe wenig erwärmen konnte, oder? Ich glaube wirklich, dass dieses Buch extrem Geschmackssache ist. Es gibt so viele wunderbare Meinungen dazu, denen ich mich leider nicht anschließen kann. Zeitweilig stand ich sogar davor, das Buch abzubrechen. Die zweite Hälfte von Marmorkuss gefiel mir dann etwas besser. Genau wie das Ende, dass fast wieder gut war. Leider hat das auch nicht mehr viel für mich herausgerissen. Langatmige Handlung, unsympathische Figuren und das merkwürdige Wirrwarr, das mich oft an meine Grenzen gebracht hat - Eine schöne Märchenneuauflage war das in meinen Augen nicht. 





Sixteen-year-old Holly wants to remember her Grandpa forever, but she’d rather forget what he left her in his will: his wedding chapel on the Las Vegas strip. Whatever happened to gold watches, savings bonds, or some normal inheritance?

And then there's Grandpa's letter. Not only is Holly running the business with her recently divorced parents, but she needs to make some serious money—fast. Grandpa also insists Holly reach out to Dax, the grandson of her family's mortal enemy and owner of the cheesy chapel next door. No matter how cute Dax is, Holly needs to stay focused: on her group of guy friends, her disjointed family, work, school and... Dax. No wait, not Dax.

Holly’s chapel represents everything she’s ever loved in her past. Dax might be everything she could ever love in the future. But as for right now, there's a wedding chapel to save.
 


Ich hatte mal wieder Lust eine süße Contemporary Geschichte zu lesen und da ich von der Autorin bereits "Going Vintage" mochte, habe ich spontan zu ihrem neusten Buch gegriffen. The Chapel Wars hat eine wirklich niedliche Grundidee, die mich besonders in ihren Anfängen überzeugen konnte. Holly Großvater ist tot und vermacht ihr die kleine Hochzeitskapelle in Las Vegas, in der sie und ihre Familie zusammen arbeitet. Der Grund, warum ausgerechnet Holly das alles erbt offenbart ihr Großvater ihr in einem Brief. Nicht nur das, es gibt auch einen zweiten Brief, der an Dax, den Enkel des Feindes gehen soll. Dax´ Großvater betreibt nämlich die Capelle direkt neben der von Hollys Familie und da besteht natürlich ein Konkurrenzkampf. Als Dax und Holly das erste mal aufeinander treffen, haben sie direkt Sympathie für ihr Gegenüber übrige und eine Romanze entwickelt sich.

Wie gesagt, ich fand die Idee wirklich schön und dank dem Setting in Las Vegas spielte das alles auch noch an einem echt aufregendem Ort. Holly war ein toller Charakter, den man, um es mit den Worten ihres Großvaters zu sagen "einfach mögen MUSS". Was ich an dem Buch besonders mochte war, dass Holly so ein richtig gut erklärtes Leben geführt hat. Sie war einfach ein Durchschnittmädchen, mit Freunden und Träumen und vielen Ambitionen. Etwas verklemmt und organisiert war sie auch - Ich fand sie jedenfalls sehr interessant. Dax war auch recht süß und charmant und die Chemie zwischen beiden gefiel mir sehr gut. Leider entwickelte sich das alles enorm schnell und nach gut 30% des Ebooks waren die beiden zusammen und das Kriegsbeil begraben. Da kam bei mir natürlich die Frage auf: Was soll jetzt noch passieren? Auf dem Plan stand noch die Rettung von Hollys Hochzeitscapelle und der Konflikt mit Dax´ Großvater, aber leider war das nicht genug Stoff, um meine Aufmerksamkeit dauerhaft bei der Stange zu halten.

Je weiter ich gelesen habe, um so mehr schweifte das Buch zu Familien Lappalien ab und ich fing an mich zu langweilen. Es gab auf einmal so viele Details zu Hollys Familie, die mich nicht interessiert haben, dass ich echt die Lust am Weiterlesen verlor. Holly und Dax als Paar kam einfach viel zu kurz und der Charme des Anfang verflog einfach viel zu schnell. Es ging nur noch um Geldprobleme und dumme Gespräche, die für mich Drama in unverständlicher Höchstform waren. Auch dieses immerbleibende Hin und Her zwischen Holly und Dax fand ich fürchterlich. Das war nicht mal ein witziges Katz und Maus Spiel mit Humor, sondern einfach nur Rumgezicke und Egoismus. Das Ende hingegen gefiel mir dann wieder besser, weil es ein wenig dieses zufriedene Gefühl in mir ausgelöst hat, dass die Figuren bekommen haben, was sie verdienen. Außerdem mochte ich, dass die Autorin eine Botschaft gesetzt hat.

Hätte man die Handlung knackiger gemacht und an Drama gespart, hätte mir das Buch wesentlich besser gefallen. Going Vintage ist im Vergleich wirklich dreimal so gut. 

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)






Top Five Things That Are Ruining Chloe’s Day

5) Working the 6:30 a.m. shift at GoodFoods Market
4) Crashing a cart into a customer’s car right in front of her snarky coworker Sammi
3) Trying to rock the “drowned rat” look after being caught in a snowstorm
2) Making zero progress with her crush, Tyson (see #3)
1) Being accused—along with her fellow teenage employees—of stealing upwards of $10,000 

Chloe would rather be anywhere than locked in work jail (aka the break room) with five of her coworkers . . . even if one of them is Tyson. But if they can band together to clear their names, what looks like a total disaster might just make Chloe’s list of Top Ten Best Moments.


Lis Czukas ist mir noch gut von ihrem Debüt in Erinnerung geblieben, welches ist ganz unterhaltsam fand. Auf eines kann man sich jedenfalls bei ihr verlassen: die Ideen hinter ihren Büchern sind ziemlich außergewöhnlich und einfach spaßig. Im Contemporary Genre spielen Geschichten ja meistens an ähnlichen Orten, aber dieser Roman spielt ausschließlich in einem Supermarkt und hat mich wirklich sehr an Breakfast Club erinnert - vielleicht war das sogar Absicht oder gar eine Nacherzählung hier? Chloe arbeitet in einem Supermarkt bzw. einem Allzweckmarkt. Zusammen mit vier anderen Jugendlichen wird sie beschuldigt Geld aus der Spendenbox gestohlen zu haben und so sitzen die Charaktere ihre Zeit zusammen in einem engen Raum ab und versuchen herauszufinden, was passiert ist.

Chloe hat die Angewohnheit für alles Listen zu erstellen und diese sind wohl das Highlight am Buch. Ich habe mich zwischendurch echt tot gelacht, wenn Aufzählen wie "10 abgefahrene Dinge, die im Supermarkt passieren" oder "Die 10 verrücktesten Kunden, die wir je hatten" kamen. Die Listen waren einfach frech, humorvoll und wahrscheinlich steckte darin sogar etwas Wahrheit. Ich hätte mir wirklich sehr gewünscht, dass auch der Rest des Buches etwas mehr von diesen Liste gehabt hätte. Chloe hat zwar eine durchaus amüsante Erzählstimme, aber die kommt leider immer etwas zu wenig zum Einsatz. Grund dafür waren die vielen anderen Figuren. Die Autorin hat ähnlich des Breakfast Club Films versucht verschiedene Persönlichkeiten zu erschaffen, die wegen der gleichen Situation, in der sie stecken Freunde werden. Auf Dauer hat das nicht so gut funktioniert wie bei dem Klassiker der Filme. 

Ich fand einfach viele von Chloes "Kollegen" sehr oberflächlich und es fiel mir schwer, sie alle auseinander zu halten. Selbst wenige Stunden nach dem Lesen, hab ich die Hälfte von ihnen wieder vergessen. Das war wirklich schade, da es viele interessante Ansätze gab. Tyson war im Vergleich dazu jedoch ganz gut ausgearbeitet und ich fand die Romanze am Rande sehr süß gemacht. Dem Buch fehlte aber eindeutig das gewisse Extra, das es so richtig gut hätte machen können. Die Geschichte schleicht eher vor sich her und kurz vorm Ende passieren dann eine Menge tolle Sachen, die mir gut gefallen haben - da war es aber schon etwas zu spät. Außerdem war das Rätsel um den Dieb des Geldes zu einfach gestrickt.

Eine Geschichte, die auf weniger Seiten besser klar gekommen wäre, deren Protagonistin und die witzige Idee mit den Listen mich jedoch begeistern konnten. Besser als das Debüt Ask Again Later war es leider auch nicht. Kann man lesen, muss man aber nicht. 

(Englisch-Schwierigkeitsgrad)

Kommentare:

  1. "Lockwood" ist einfach klasse! Ich will schon die ganze Zeit den zweiten Band lesen, mache aber trotzdem ständig etwas anderes :)

    Mittlerweile bin ich ganz froh, dass ich mich nicht an "Marmorkuss" herangetraut hatte. Meine Erfahrung mit "Himmelsfern" hatte mich da zu sehr abgeschreckt. Gerade das Langatmig kann ich im Moment gar nicht abhaben.

    Liebe Grüße,
    Tina

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  2. Ich schließe mich Tina an. Lockwood ist einfach klasse! Und bei mir hat es das Buch auf volle 5 Sterne geschafft. Ich liebe einfach dieses Lockwood Feeling und ich finde die Bücher sind viel zu dünn. Ich bin Stroud sooooooooo dankbar, dass es vorerst keine Liebesgeschichte gibt!!! Die Bücher haben einfach ganz andere Qualitäten ^^.

    Deine Kurzmeinung ist übrigens ziemlich lang, daher würde ich das schon als Rezension bezeichnen =)

    LG
    Anja

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  3. Ok, ich schließe mich der Meinung von Tina und Anja ebenfalls an. Der zweite Band ist übrigens auch klasse - vor allem wenn man sich eine Liebesgeschichte wünscht, die in jenem Buch angedeutet wird. ;)
    Sehr empfehlenswert ist auch die Bartimäus-Reihe von Jonathan Stroud, dem gleichen Autor von Lockwood & Co.
    PS: Dein Blog ist super!
    Liebe Grüße,
    Sarah

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  4. Lockwood wurde eine Weile lang wirklich gehypt, aber ich muss sagen, mich hat das Buch bisher schlichtweg einfach nicht interessiert - Sherlock Holmes für Kinder? Mhh, naja ... Aber jetzt hast du mich doch ins Grübeln gebracht :D

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D