Donnerstag, 19. Februar 2015

[BUCHREZENSION] The Last Time We Say Goodbye


Titel: -
OT: The Last Time We Say Goodbye
Autor/in: Cynthia Hand
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Einzelband!
Englisch-Schwierigkeitsgrad:





Cynthia Hand is the New York Times bestselling author of the Unearthly series with HarperTeen: UNEARTHLY, HALLOWED, RADIANT (an enovella) and BOUNDLESS. Currently she lives in southern California with her husband and two small children. She teaches courses in creative writing at Pepperdine University. Her next book is THE LAST TIME WE SAY GOODBYE, a standalone Contemporary novel. 




Deutsch
Noch nicht erschienen.
Genaueres unbekannt!

Englisch
Gebunden/ 16,90€
Taschenbuch/ 9,80€
Seiten: 400
Verlag: Harper Teen







Ein Buch über Verlust, Trauer und erdrückende Gefühle.


Kurzbeschreibung

Since her brother, Tyler, committed suicide, Lex has been trying to keep her grief locked away, and to forget about what happened that night. But as she starts putting her life, her family, and her friendships back together, Lex is haunted by a secret she hasn't told anyone—a text Tyler sent, that could have changed everything.
Buchgestaltung
Zuerst gefiel mir die Gestaltung nicht übermäßig, aber sie nimmt Bezug auf eine Szene im Buch und der Titel passt wirklich perfekt. Man weiß eben nie, wann man das letzte mal mit einer geliebten Person spricht. Alles in allem bin ich froh, dass man diese einfache Aufmachung genommen hat. So steht die Story im Vordergrund.
Meinung

Normalerweise lese ich solche Bücher nicht. Themen wie Selbstmord oder Verlust und Trauer sind eher selten etwas, dass ich gerne in einer Geschichte vorfinde. Da das Buch jedoch aus der Feder von Cynthia Hand stammt und die Unearthly Reihe wohl meiner liebste Romantasy Trilogie ist, musste ich das Buch kaufen.

Nach wie vor fällt es mir sehr schwer, das Buch zu bewerten. Die Autorin selber hat ihren Bruder verloren, der sich im Alter von 17 Jahren umbrachte, als sie selber gerade mit dem College anfing. Gerade deshalb kennt sie sich wohl sehr gut mit dem Thema Verlust und Zukunftsängste aus. Eben diese Seite des Buches war unglaublich gut beschrieben. Die Gefühle, die Atmosphäre, sie haben mir eine Gänsehaut beschert und mich auf eine melancholische Weise an das Buch gefesselt.

Wenn ich ehrlich bin habe ich mir das Buch aber doch etwas anders vorgestellt, daher eine kleine „Warnung“: Das Buch hat ausschließlich den Selbstmord von Ty zum Plot. Es gibt keine Geschichte über Freundschaft nebenbei, keine Liebesgeschichte oder eben irgendetwas, das Lex aus ihrer Trauer herauszieht. Das Buch ist stellenweise sehr intensiv und ich glaube, so etwas möchte nicht jeder lesen. Abwechselnd liest man aktuelle Geschehennisse und die „Lasts“ von Lex und Ty. Ihr Therapeut ist nämlich der Meinung, dass Lex ihrer Erinnerungen niederschreiben soll, wenn sie schon nicht darüber sprechen möchte, also tut sie genau das.

Wir lesen in Tagebuch-Rückblicken über das Leben der Geschwister. Wann hat Lex Ty das letzte mal gesehen? Wann haben sie das letzte mal gelacht? Wann haben sie das letzte mal etwas zusammen unternommen? Im Buch gab es viele „Lasts“ und letzten Endes geht alles auf den Titel zurück, denn „The Last Time We Say Goodbye“ gab es in diesem Sinn nicht für Lex oder ihre Familie. Ty hat sich einfach umgebracht. Ich glaube gerade weil das Buch keine schönen Stellen hat und keine Antworten parat hält, war es so realistisch. Genau so ist das im Leben eben.

An einer Stelle nimmt Lex Bezug auf „Brave New World“, ein Buch, das ich selber in der Schule lesen musste und in dem es um eine perfekte Gesellschaft geht, in der die Menschen immer eine Glücksdroge namens Soma nehmen, die ihnen alles erleichtert. Lex sagt an dieser Stelle, dass das Leben nicht dafür gemacht ist immer glücklich zu sein, sondern man lebt, weil man fühlt. Diese Stelle hat mich sehr berührt und könnte man auch als Leitfaden für den traurigen Roman nehmen.

Fühle jede Sekunde deines Lebens, vielleicht ist es die Letzte.

Aus der Sicht eines Viellesers betrachtet hat das Buch leider auf den anderen Gebieten doch starke Schwächen. Lex ist ein Charakter, der schwer zugänglich ist und über den man kaum etwas erfährt. Zwar sieht man sie irgendwie im Doppelpack mit ihrem Bruder, aber nicht als Einzelperson. Das fand ich sehr schaden, denn ich hätte Lex gerne mehr gemocht. Das Gleiche gilt auch für die übrigen Figuren. Namen werden umher geworfen und es gibt eigentlich keine festen Rollen, an denen man sich orientieren kann. Man lebt praktisch in dem Zentrum der Story, den nun einmal Tys Selbstmord ausmacht. Zwar interagiert Lex mit Klassenkameraden oder dergleichen, aber alles war sehr oberflächlich und knapp gehalten.

Vielleicht habe ich mir zu sehr gewünscht, dass Lex durch einen Hoffnungsschimmer wieder mehr Freude und Glück an ihrem Leben hat, aber ich fand es nach einer Weile doch sehr deprimierend, dass die Autorin auf diesen Aspekt so wenig Wert gelegt hat. Trotzdem hat mich das Buch mit einem „guten“ Gefühl zurückgelassen, weil ich glaube, dass solche Geschichten einem eben zeigen können: Egal, was du fühlst es geht eben weiter. Da gab es viele wundervolle und echte Lebensweisheiten im Roman. Dass die Zeit nie stillsteht oder wir irgendwann alle jemanden verlieren.

Ich denke, dass Buch kann man auch gut als Stoff für den Unterricht verwenden, aber eine unterhaltsame Lektüre im engeren Sinne ist es nicht. Da ich aber nun einmal gewisse Ansprüche an Contemporary habe, war ich ein wenig enttäuscht.




Das Buch war intensiv, aufwühlend und herzzereißend geschrieben. Viele Kapitel haben mich bewegt und zum Nachdenken gebracht. Allerdings ist der Plot wirklich beklemmend und die Handlung bewegt sich nicht voran. Ich hatte wohl einfach die falschen Erwartungen, denn das Buch ist keineswegs schlecht. Es war nur nicht ganz „Meins“ und alles andere als eine schöne Geschichte mit hoffnungsvollen oder gar witzigen Wendepunkten. 


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