Donnerstag, 19. Februar 2015

[BUCHREZENSION] Open Road Summer


Titel: Open Road Summer
OT: Open Road Summer
Autor/in: Emery Lord
Genre: YA, Contemporary
Buchreihe: Einzelband!
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Emery Lord ist Mitte 20 und schreibt Geschichten über die High School, beste Freunde/innen, schräge Familien und die wunderbare, verwirrende und einzigartige Kraft der Liebe. Emery Lord lebt in Cincinnati. "Open Road Summer" ist ihr erstes Jugendbuch.




Deutsch
Broschiert/ 14,95€
Seiten: 380
Verlag: Gulliver
(Belz & Gelberg)


Englisch
Gebunden/ 12,76€
Taschenbuch/ 7,30€
Seiten: 342
Verlag: Walker






Musikalischer Road-Trip direkt ins Herz!


Kurzbeschreibung

Ein Buch zum Umarmen. »Wenn man eine beste Freundin hat, mit der man lachen kann, und dazu ein bisschen gute Musik, ist das schon mal die halbe Miete.« Es soll der Sommer ihres Lebens werden: Reagan hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und will endlich ihr Leben in den Griff kriegen. Sie begleitet ihre beste Freundin, den Country-Star Lilah Montgomery, auf einer ausverkauften Tour durch die USA. Lilah hat selbst mit Liebeskummer zu kämpfen und die beiden Mädchen vertrauen auf ihre unendliche Freundschaft. Bis der charismatische Matt Finch als Opening Act angeheuert wird und nicht nur Reagans Gefühle komplett durcheinanderbringt ... Ein Roman zum Wohlfühlen – voller Liebe und Musik, und darüber, dass das Herz den richtigen Weg weist, wenn man nur auf es hört.
Buchgestaltung
Die englische Aufmachung ist wirklich sehr süß, aber die deutsche gefällt mir wesentlich besser. Meiner Meinung nach geht es im Buch besonders um die Freundschaft zweier Mädchen, die einen schönen Sommer leben und das spiegelt der deutsche Roman eher wieder. Außerdem ist die Aufmachung der perfekte Leitspruch an sich: Sommer, Sonne, fluffige Mädchengeschichte – genau das findet ihr hier! Open Road Summer ist dazu noch sooo ein schöner Titel. Dieses Lieder bezieht sich auf den ersten Song, den Lilah Montgomery geschrieben hat und sozusagen der Anfang ihrer Karriere war und für die Reise im Buch verantwortlich ist.
Meinung

Ein Lächeln im Gesicht. Ein Kribbeln auf der Haut. Und die Songtexte des Buches im Ohr. So werdet ihr euch fühlen, wenn ihr Open Road Summer beendet habt. Das Buch hat seine kleinen Schwächen, aber alles in allem ist eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Liebe und eine Reise zu sich selbst. Nicht zu vergessen, dass der Road-Trip musikalisch untermalt wird und eine richtig schöne Atmosphäre aufkommen lässt. Ich würde am liebsten selbst in den Sommer abtauchen, aber bei uns dauert dies ja noch ein Weilchen :)

Emery Lord hat mit Open Road Summer ein tolles Debüt geschaffen. Der Einstieg in die Geschichte geht schnell von statten und alle Infos zu den Figuren und ihren Hintergründen lernt der Leser auf der Reise kennen. Reagan ist nicht das normale nette Mädchen von nebenan, sondern ein Haufen Probleme an sich. Sie mag ihre Stiefmutter nicht, kämpft mit dem Verlust ihrer Mom und trauert ihrem Ex-Freund nach, der mehr als nur ihr Herz gebrochen hat (ihren Arm, um genau zu sein). Dadurch fand ich Reagan gleich zu Anfang schon sehr interessant. Sie hat eine starke Meinung zu jedem Thema und ein loses Mundwerk, das sie besonders oft zum Einsatz bringt, um ihre beste Freundin zu schützen. Lilah Montgomery oder auch Dee genannt, ist nämlich das genaue Gegenteil von der flippigen Reagan. Sie ist ein Country-Star-Sternchen, das mit einem gutem Image ein Vorbild für junge Mädchen bietet. Dee hat nicht nur dieses Image, sie lebt es auch, da es ihrer Persönlichkeit entspricht. Eines haben beide Mädchen gemeinsam: Sie haben eine Liebe verloren. Denn auch Dee hängt noch an Ex-Freund Jimmy und wird durch die Spekulationen der Medien immer wieder in ein tiefes Loch gezogen.

Was ich schon zu Beginn nicht mochte – das will ich sofort loswerden – war die Darstellung der Reaktionen der Freundinnen oder eben auch Agentin auf die Schlagzeilen der Medien. Sicher ist es hart zu lesen, was für einen Mist die Klatschblätter sich zusammenreimen, aber ich wurde das Gefühl nicht los, dass Dee und Reagan irgendwie in einer Blase leben, was das angeht. Wenn man ein Star ist, steht man in der Öffentlichkeit, muss mit Kritik und Spott umgehen können, aber Dee ist jedes mal fast daran zerbrochen und musste erst mal eine Runde niedergeschlagen in der Ecke sitzen. Auch Reagans Vorstellung von der Arbeit und Vorgehensweise der Paparazzi war ziemlich unrealistisch. Jeder normale Mensch weiß doch, dass diese Art von Menschen richtige Blutsauger sein können und keine Moral kennen – Das wurde im Buch etwas überdramatisch inszeniert. Es ist auch kein großer Kritikpunkt, aber es hat mich einfach wirklich frustriert und genertv.

Zum Glück lag der Roman bald auf dem Fokus der Freundschaft zwischen Reagan und Dee und der Liebesgeschichte. Denn Matt Finch, der heiße Sänger, soll Dees Freund mimen und mit ihr durch Amerika touren. Dabei kommen sich vor allem Reagan und Matt näher und eine zuckersüße Romanze nimmt ihren Lauf. Die Autorin hat es wirklich toll hinbekommen, die Freundschaft zwischen den Mädchen zu beschreiben. Ich habe verstanden, warum sie einander vertrauen, was sie miteinander teilen und warum es für beide so wichtig ist, dass sie gemeinsam touren. Dee braucht die emotionale Unterstützung und Reagan will ihr Leben ändern.

Die Art und Weise wie das Tourleben beschrieben wurde, fand ich ziemlich cool. Musik spielt im Buch eine große Rolle und die Autorin hat sich nicht gescheut immer wieder selbst geschriebene Lieder zu zitieren. Das Schöne daran war, dass diese immer Bezug zum Roman hatten. Die Botschaft dahinter gefiel mir auch: Lieder sind pure Gefühle, das echte Leben und ein Teil der Künstler selber. Stellenweise habe ich mich einfach zurückgelehnt und die englischen Texte genossen, die der Geschichte wahrhaftig eine Art Klang verliehen haben. Matt hat dabei ganz besonders große Auftritte, denn seit dem Zusammentreffen mit Reagan benutzt er sie als Muse. Es gab schon einige witzige und niedliche Szenen, wenn er wieder anfing zu singen – Besonders diese eine ganz am Ende.

Das Buch ist zwar voller Klischees, aber ich habe selten ein Starbuch gelesen, das sich so echt angefühlt hat. Die Figuren konnten mich von den ersten Seiten an für sich einnehmen und ich habe sie alle drei schnell ins Herz geschlossen. Matt war auch einfach so ein liebenswerter und toller Love-Interest, dass ich mich dabei ertappt habe, die ich selber mitgeseufzt und gefühlt habe. Ich will auch einen Matt – das steht nach Open Road Summer so etwas von felsenfest! :P

Das Buch hat allerdings wieder diese typischen Probleme, die nur entstehen, weil die Charaktere zu stur zum reden sind. Dadurch gefiel mir der Umschwung gegen Ende nicht mehr ganz so gut, wie der Rest. Natürlich sind solche Liebesgeschichten gar nicht dafür gemacht, einen zu schocken und zu überraschen, aber trotzdem hätte die Autorin ein wenig mehr Originalität in das Ende stecken können. Zusehens war ich von dem Hin – und her genervt und hätte am liebsten Reagan mal kräftig durchgeschüttelt. Alles in allem habe ich aber genau das bekommen, was ich wollte: Eine Geschichte voller Freundschaft, Liebe, Musik und Sommer-Feeling.




Open Road Summer ist eine charmante, herzliche und humorvolle Geschichte über den Road-Trip zweier Freundinnen, die herausfinden, was sie mit ihrem Leben anfangen vollen. Große Gefühle, wunderschöne Songstellen und eine Prise Witz machen das Buch sehr unterhaltsam. Allerdings ziehen Klischees und Dramatik die Story ab und zu etwas runter. Zusammenfassend mochte ich es aber gerne und empfehle es klar weiter. 


1 Kommentar:

  1. hach, super schöne Rezi zu einem anscheinend tollen Buch. Schieb es gleich mal höher auf meiner WuLi :D
    Danke dafür

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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