Mittwoch, 25. März 2015

[BUCHREZENSION] The Callie Santas Chronicles - Alphablut


Titel: -
OT: Alphablut
Autor/in: Jennifer Heine
Genre: YA Fantasy
Buchreihe: The Callie Santas Chronicles #1
Zur Verlagsseite:







Jennifer Heine wurde im November 1987 in Leverkusen geboren. Schon seit ihrer frühsten Kindheit gehören Bücher zu ihrem Leben. Mittlerweile ist sie stolze Besitzerin von circa 800 Büchern (eBooks & gedruckte Formate). Die Liebe zum Buch und zur Schrift brachten sie schon früh zum Schreiben. Angefangen hat alles bei der Schülerzeitung, für die sie viereinhalb Jahre mehrere Gedichte (zeitgenössische Lyrik) verfasste. Nach der Schule entschied sie sich, eine Ausbildung zur Pferdewirtin zu machen, welche sie im Jahr 2008 erfolgreich abschloss. Zusätzlich absolvierte sie noch eine weitere Ausbildung, nämlich zur Bürokauffrau. Diese hat sie im Jahr 2013 ebenfalls erfolgreich abgeschlossen. Doch die Leidenschaft zum Schreiben blieb. Mittlerweile ist sie Mutter geworden und hat wieder mit dem Schreiben angefangen.


Deutsch
Broschiert/ 14,90€
Seiten: 400
Verlag: Fin Gadar



Englisch
Deutsches
Original!






Wundervolles Debüt mit Romantik und Spannung! :)


Kurzbeschreibung

Eigentlich denkt Callie, dass sie ein ganz normaler Teenager ist. Wenn da nicht diese schrecklichen Alpträume wären. In der Hoffnung, dass durch einen Ortswechsel alles besser wird, schicken ihre Eltern sie an das College in den Black Hills. Dort bemerkt Callie allerdings sehr schnell, dass alle anderen dort mehr wissen als sie und etwas vor ihr verbergen. Aber was? Und dann ist da auch noch der attraktive und charismatischen Samuel, in den sich Callie unsterblich verliebt. Allerdings wird diese Liebe von seinen und ihren Eltern nicht akzeptiert. Aber warum? Stattdessen soll Callie eine Bindung mit seinem Bruder Noah eingehen. Als Callie bewusst wird, dass durch ihn Gefahr droht, ist es leider schon zu spät … Gemeinsam mit ihren Freunden versucht Callie alles, die zu retten, die sie liebt. Doch welchen Preis muss sie dafür bezahlen?
Buchgestaltung
Wie wahrscheinlich viele finde ich das Cover auf den ersten Blick nicht so dolle, aber ich kann auch versichern, dass es noch mal etwas ganz anderes ist, das Buch „live“ vor einem zu haben. Die Verarbeitung und Gestaltung des Romans ist nämlich Top, besonders die Rückseite mit dem coolen Wolfsmotiv oder all die fantastischen Zeichnungen im inneren, zur Ergänzung der Kapitel haben es mir echt angetan. Und man muss der Gestaltung zu gute halten, dass das Mädchen genau auf die Beschreibung der Protagonistin passt – Das kann man auch nicht immer sagen!
Meinung

Alphablut ist Jennifer Heines Debüt und dazu noch in einem kleinen Verlag erschienen. Das sorgt sicher erst mal für eine Menge Vorurteile. Ich hab sogar schon in anderen Rezensionen gelesen, dass angeblich total viele Fehler im Buch sein sollen, kann dem aber nicht zustimmen. Im Gegenteil, sowohl von der Verarbeitung des Romans (Buchbindung, Covermattierung etc.) und des Lektorats ist das Buch wirklich sehr gut gemacht. Ich rechne der Autorin außerdem noch groß an, dass ihre Sprache und ihr Stil wahnsinnig abwechslungsreich und fesselnd sind! Bei einem Debüt erlebt kommt es ja nun doch häufiger vor, dass man über Sätze stolpert oder dergleichen, aber hier habe ich die Geschichte richtig genossen. Fluffig, spannend, humorvoll oder ganz emotional – Bei mir kam viel unterschiedliches an.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs doch einige Befürchtungen hatte. Angst vor einem Liebesdreieck z.B. denn mal ehrlich der Klappentext klingt wirklich so. Ein Mädchen – zwei Brüder? Nein, danke! Aber ich versichere euch, dass es im Buch ganz anders ist. Zwar liegt der Fokus stark auf der Beziehung von Callie und Sam, aber Noah mischt sich aus nicht-liebestechnischen Gründen immer wieder ein. Es gibt also keine Duelle zwischen gutem und bösen Bruder – Ein Glück und danke dafür!

Stattdessen wachsen einem einfach ALLE Figuren rasch ans Herz, weit voran Callie, die mit ihrer normalen und offenen Art direkt meine Sympathie bekommen hat. Callie ist das typische Mädchen von nebenan, mit dem man auch super befreundet sein könnte und im Verlauf der Geschichte entwickelt sie sich enorm weiter. Ist sie zu Beginn noch etwas passiver, so wird sie mit jedem Kapitel mehr und mehr zu dem, was ihre Rolle als Alpha von ihr verlangt: Stark, mutig und loyal. Das mochte ich wirklich sehr gerne. Allgemein waren die Charaktere einfach toll. Besonders klasse fand ich auch Pepper oder Callies andere Freunde, Nebenfiguren wie ihren Trainer Nathan oder gegen Ende sogar Sams Bruder Noah.

Im Vergleich zu den vielen Facetten, welche uns die Autorin anhand ihrer Figuren gezeigt hat, war Sam fast schon langweilig. Das ist jetzt auch nicht negativ aufzufassen, denn Sam ist nun einmal kein Bad Boy. Er ist aufmerksam und lieb und für Callie da. Für meinen Geschmack hätte er etwas mehr Pepp haben können. Besonders gegen Ende hat mich sein egoistisches Verhalten schon etwas gestört. Die Liebesgeschichte der beiden war aber zuckersüß und hat sich genug Zeit gelassen, bis es z.B. zum ersten (sehr heißen) Kuss kam – Ein weiterer Pluspunkt.

Der Roman lässt sich eine Weile Zeit, bis es richtig ans Eingemachte geht. Leider fand ich besonders die ersten Kapitel nicht so mega toll, weil sie mich echt an Twilight erinnert haben. Der Umzug, die Schule, die neuen Freunde – sicher, dass ist schon alles normal so, aber das Callie und Sam sich sehen und sofort mögen, war mir einen Ticken zu viel des Guten :P Nichtsdestotrotz gefiel mir auch der ruhige Teil des Buches sehr gut. Ich fand die ganzen Erklärungen zum Setting, den Clans und den paranormalen Elementen einfach genial gemacht! Hier wurde das Rad nicht neu erfunden, aber die vielen Ideen waren doch echt gelungen. Man merkt beim Lesen auch irgendwie, dass an vielen Stellen enorm viel Recherche hinter den Informationen steckt. Die wortgewandten Kombinationen und Mythen waren nicht nur interessant, sondern haben auch eine logische Grundstruktur geschaffen.

Was ich ebenfalls sehr mochte war, dass man viel von Callies Wandlung mitbekommt. Angefangen bei den aufgedeckten Lügen, bis hin zu ihrer ersten Verwandlung und dem Training als Wölfin. Jennifer Heine hat sich bemüht alle Seiten zu durchleuchten und den Leser nicht auf dem Trockenen sitzen gelassen. Ich kenne einfach zu viele Bücher bei denen dieser Teil der Phantasie überlassen wird und hab mich deshalb über jeden Info-Happen gefreut, der die Geschichte runder gemacht hat. Die Geschichte ist atmosphärisch ruhig gehalten, hat aber mehr als einen Spannungshöhepunkt und ganz besonders das Ende und der Epilog hauen einen dann noch einmal richtig aus den Socken. Ich würde am liebsten sofort weiter lesen, denn auch, wenn dort kein echter Cliffhänger überraschte, so haben meine Gedanken zu viel Raum für Spekulationen.




Alphablut ist ein toller Debütroman, in den die Autorin viel Herz und Recherche gesteckt hat. Durchweg sympathische Figuren, finstere Gegenspieler und logisch durchdachte Erklären knüpfen neben Spannung und Liebesgeschichte an einen unterhaltsamen Plot an. Mit schwungvollem Schreibstil und vielen Höhepunkten war mir das Lesen ein echtes Vergnügen – Trotz kleiner Schwächen, die nicht zu 100% meinem Geschmack entsprachen. 

The Callie Santas Chronicles würde ich jedem empfehlen der gerne Geschichten mit paranormalen Wesen und einer süßen Liebesgeschichte sucht, die einen öfter überrascht, als man anfangs denkt! 


Kommentare:

  1. Danke Tanja! Wirklich und wahrhaftig DANKE :)

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  2. Wow, das klingt wirklich super. Ich werde mir nach dem Tipp definitiv einen genaueren Blick auf die Bücher gönnen. Vielen lieben Dank für die schöne Rezi!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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Dankeschön, dass du so lieb bist und Feedback, deine Meinung oder Anregungen hinterlässt! :D

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